Plastic Pollution - wie wir die Meere mit Plastik vermüllen und wie nicht

Cinemare Filmfest würdigt Haischutz- und Meeresmüll-Aktivisten

Cinemare - 1. Int. Ocean Filmfest Kiel 2016

Cinemare – 1. Int. Ocean Filmfest Kiel 2016

Das 1. International Ocean Film Festival CINEMARE in Kiel ist erfolgreich zu Ende gegangen und DEEPWAVE e.V. ist sehr stolz zum ersten Mal als Partner dabei gewesen zu sein. Es waren fantastische Filme zu sehen und die Gäste haben sich nicht nur von der Schönheit der Meere und den spannenden Geschichten berühren lassen, sondern sich auch intensiv mit Fragen zum Meeresschutz beteiligt. Allen Zuhörern beim Vortrag und Beteiligten an unserem Infostand ein herzliches Dankeschön. Und danke an das CINEMARE Team für die gelunge Premiere – wir sehen uns hoffentlich nächstes Jahr wieder! mehr lesen…

Schadstoffbelastung durch Mikroplastik im Sediment höher als erwartet

Zu alarmierenden Ergebnissen kommt die Untersuchung von Mikroplastik im Sediment von Elbe, Weser, Trave, der Boddengewässer und der Nord- und Ostsee: Mikroplastik bindet deutlich mehr Schad- und Giftstoffe im Sediment als bisher vermutet. Die kleinen Plastikteilchen sind um das Drei- bis Vierfache stärker belastet als das ohnehin schon kontaminierte Sediment. Die größte Schadstoffbelastung wurde nahe der Kläranlage Lübeck gemessen. mehr lesen…

Bakterien reisen per Mikroplastik als Anhalter durch Nord- und Ostsee

 

 

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Wasserprobe aus der Nordsee mit verschiedenen Vibrionen-Spezies
Foto: Alfred-Wegener-Institut / A. Wichels

Krankheitserregende Bakterien per Anhalter durch Nord- und Ostsee?

AWI-Forscher weisen erstmalig lebende, potentiell krankheitserregende Vibrionen auf Mikroplastikpartikeln nach

Mit steigender Wassertemperatur nimmt die Wahrscheinlichkeit zu, dass in Nord- und Ostsee potentiell krankheitserregende Bakterien auftreten. AWI-Wissenschaftler haben jetzt nachgewiesen, dass eine Gruppe dieser Bakterien, sogenannte Vibrionen, auch auf Mikroplastikpartikeln leben können. Sie wollen zukünftig die Rolle der Partikel für die Anreicherung und mögliche Verbreitung dieser Bakterien genauer untersuchen. mehr lesen…

Take Action – Make a Sea Change

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Pledge 1: Refuse plastic drinking straws.

„Even by making a small change in your everyday life, you can achieve big results in helping to protect the ocean. The Sea Change campaign provides tips and useful resources on what you can do to make a difference. This campaign is based on the latest scientific evidence with input from scientists and educators from a range of disciplines.“

More information on the Seachange Project can be found here

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Video-Link: https://vimeo.com/seachangeproject/ouroceanouro2

Take one deep breath! In . . . and out . . . and stop for a moment to consider something that most people don’t know; much of Earth’s oxygen has been generated by microscopic plants in the world’s ocean.

The ocean makes life on Earth possible. It provides us with oxygen, it regulates our climate and produces over 140 million tons of food each year. So, if we don’t take care of the ocean, we endanger our own survival. This vital lifeline on which we all depend is in trouble. Over the years, human activity and our way of life is changing the way the ocean functions.

The good news is that, even by making a small change in what we do every day, together we can achieve big results to help to protect the ocean. Find out how at seachangeproject.eu/takeaction.

The “Our Ocean Our Oxygen” video was developed by AquaTT in collaboration with the Sea Change Partnership and was produced by JustMultimedia.

 

Forschung, Bildung und Kommunikation gegen den Plastikmüll

Im Wissenschaftsjahr Meere und Ozeane geht das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) neue Wege, um Ursachen und Wirkung der Plastikvermüllung zu erforschen. Mit einem großangelegten Forschungsprogramm mit 28 Millionen Euro für die kommenden drei Jahre soll erstmals das Problem des Plastikmülls in seiner Gesamtheit wissenschaftlich erfasst werden. mehr lesen…

Meeresforscher untersuchen Abbau von Plastiktüten im Sediment

 

Kieler Meeresforscher haben untersucht, ob und wie schnell Bakterien Plastiktüten im Sediment des Meeresbodens abbauen. Das Ergebnis: Weder klassische Tüten aus Polyethylen noch sogenannte kompostierbare Kunststofftüten hatten sich nach hundert Tagen im Meeresboden überhaupt verändert.

Egal ob an den Küsten der Antarktis oder auf den Sedimenten der Tiefsee – es gibt mittlerweile kaum noch einen Ort auf der Erde, an dem kein Plastikmüll zu finden ist. Doch wie lange Kunststoffe in den Meeren verbleiben, bis sie abgebaut sind, ist bislang kaum untersucht. Eine Gruppe von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und des Kieler Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ hat jetzt die Veränderungen von handelsüblichen Polyethylen-Tüten mit denen von sogenannten kompostierbaren Plastiktüten in zwei für den Meeresboden typischen chemischen Umgebungen untersucht. Wie das Team in der internationalen Fachzeitschrift Marine Pollution Bulletin schreibt, haben Bakterien die kompostierbaren Tüten zwar deutlich schneller besiedelt. „Ein Abbau oder auch nur eine Veränderung des Materials war bei beiden Tüten nach hundert Tagen aber nicht feststellbar“, sagt Alice Nauendorf, Erstautorin der Studie.

Für die Untersuchungen hat das Team Sedimentproben aus der Eckernförder Bucht in der westlichen Ostsee genutzt. „In den oberen Schichten dieser Sedimentproben war noch Sauerstoff vorhanden, in den unteren nicht. Das ist typisch für Meeresböden weltweit“, erklärt die Meeresbiologin Nauendorf und ergänzt: „Diese Schichten unterscheiden sich auch in den Bakterienarten, die dort leben.“

In einem Laborexperiment wurden die beiden Tütensorten in jeweils sauerstoffhaltigem und sauerstoffarmen Sediment für rund hundert Tage eingelagert. Die sogenannte kompostierbare Tüte bestand nach Herstellerangaben aus biologisch abbaubarem Polyester, aus Maisstärke sowie aus nicht näher bezeichneten Inhaltsstoffen.

Anschließend nutzte das Team eine ganze Reihe von Analysemethoden wie hochpräzisen Gewichtsmessungen, die Fluoreszenzmikroskopie oder auch Rasterelektronenmikroskop-Untersuchungen, um mögliche Veränderungen des Materials nachzuweisen. „Wir konnten deutlich sehen, dass die kompostierbaren Tüten stärker mit Bakterien besiedelt waren – in den sauerstoffhaltigen Schichten fünfmal stärker, in den sauerstofffreien Schichten sogar achtmal stärker als die Polyethylen-Tüte“, sagt Nauendorf.

Gleichzeitig zeigten die Untersuchungen aber auch, dass sich das Material beider Tüten in den Hundert Tagen des Versuchs nicht verändert hat. „Es gab weder eine Gewichtsabnahme noch chemische Veränderungen. Demnach hat also kein Abbau stattgefunden“, betont Prof. Dr. Tina Treude, Hauptautorin der Studie, die mittlerweile an der University of California , Los Angeles (UCLA) arbeitet. Der genaue Grund für die unterschiedliche Besiedlung mit Bakterien blieb noch offen. „Wir konnten in der Polyethylen-Tüte einen antibakteriellen Stoff nachweisen. Möglicherweise hat er eine intensivere Besiedlung durch Bakterien unterbunden“, so Nauendorf.

Doch trotz der noch offenen Fragen zeigt der Versuch, dass Plastikabbau in den Sedimenten der Meere – wenn überhaupt – nur sehr langsam vonstattengeht. Auch die Besiedlung mit Bakterien ist offensichtlich keine Garantie für die chemische Umsetzung eines Stoffes. „Die Studie legt die Befürchtung nahe, dass die Sedimente der Meere eine Langzeitdeponie für Plastikmüll werden können. Was das mit den Ökosystemen der Meere macht, müssen zukünftige Studien noch zeigen“, sagt Professorin Treude.

Originalarbeit:
Nauendorf, A., S. Krause, N. Bigalke, E. V. Gorb, S. N. Gorb, M. Haeckel, M. Wahl, T. Treude (2015): Microbial colonization and degradation of polyethylene and biodegradable plastic bags in temperate fine-grained organic-rich marine sediments. Marine Pollution Bulletin, http://dx.doi.org/10.1016/j.marpolbul.2015.12.024 ;

Links:
www.geomar.de Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
www.ozean-der-zukunft.de Der Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“

Erfolgreicher Aktionstag gegen Plastikmüll am Strand

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Erfolgreicher Aktionstag gegen Plastikmüll am Strand

Zum 30. Internationalen Clean Up Day – den DEEPWAVE zum ersten Mal im Jahr 2007 vor 8 Jahren in Hamburg eingeführt hat – und zum 9. Strandmüllsammeltag kamen erneut viele  Helfer, um auf das Thema Plastikmüll im Meer hinzuweisen. Auch wenn der große Andrang auf Grund des möglichen Regenwetters nicht zustande kam, klärte sich das Wetter just zu Beginn der Aktion auf. Am Ende hat ein Duzend Aktiver – vielen Dank für die engagierten Helfer – bei Sonnenschein mehr als 20 Kilo Müll einsammeln können: Vom Plastikstrohhalm bis zum Plastikeimer.

Einen ersten Eindruck von der Aktion findet sich hier im Fotostream:

www.flickr.com/photos/64068253@N00/sets/72157658410794669

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Video-Link: https://www.flickr.com/photos/64068253@N00/albums/72157658410794669
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