Videos und Audio

Kurzfilme, Musik, Dokumentationen, Podcasts über das Meer und unseren Umgang mit ihm.

Ein Jahr auf Forschungsreise im Eis: der MOSAiC-Podcast

 

Ein Mann läuft auf einer dicken Eisdecke entlang, im Hintergrund ist ein großes Forschungsschiff zu sehen

© Alfred-Wegener-Institut / Esther Horvath (CC-BY 4.0)

Am 20. September startete die große MOSAiC Expedition in die Arktis, um sich dort mit dem Eisbrecher Polarstern für ein Jahr im Eis einfrieren zu lassen. Viele Forsche:innen sowie Klimaexpert:innen sind an Bord des Forschungsschiffes, um neue Erkenntnisse über den Klimawandel sowie das Polarmeer zu sammeln. Die Arktis gilt als Frühwarnsystem des Klimawandels, denn kein Ort hat sich in den letzten Jahren so dramatisch erwärmt wie sie und das Nordpolarmeer. Unter der Leitung des Atmosphärenforschers Markus Rex und des Alfred-Wegener-Institut stechen die aus 20 Nationen stammenden Forscher:innen in See und werden während der Expedition von anderen Eisbrechern, Helikoptern sowie Flugzeugen versorgt. Die Expedition kann durchgehend online auf der Website des AWI verfolgt werden, sowie bei dem zugehörigen Podcast „Arctic Drift: Das Audiologbuch“ oder dem „Polarsternblog“.

Im Resonator, dem Forschungspodcast, erzählt Markus Rex in einer 50-minütigen Folge ausführlich vor Beginn der Reise über das bevorstehende Forschungsabenteuer.

„Faktenbasiert: Von der Dystopie der Klimakrise und der Utopie des Klimaschutzes“

Im Rahmen der Veranstaltung am IASS (Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung) „Klima trifft Theater: von der Erzählbarkeit der Klimakrise“ hält Antje Boetius, Direktorin des AWI, einen großartigen und sehr aussagekräftigen Vortrag zur Einordnung des Klimageschehens in die Erdgeschichte. Wo stehen wir? Mitten in einem Erdzeitalter mit bereits gekippten Klimapunkten. Wie gehen wir damit um, dass wir selbst mit reinen Fakten Dystopie beschreiben. Wo nehmen wir den Mut her, Utopien zu denken, um handeln zu können?

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=ihSs71Thwmc&feature=youtu.be&t=264

Quelle: Heinrich-Böll-Stiftung auf YouTube

Mehr Informationen zum Thema Klimawandel findet ihr bei uns.

„Sea-Thru“- Die Farben der Unterwasserwelt ohne Wasser

Ein GIF (bewegtes Bild) vieler Korallen. Erst hat alles einen blauen Farbschimmer, wie man es unter Wasser beim Tauchen sehen würde, doch dann ändern sich die Farben, sodass alles viel bunter wird. So würden die Korallen ohne das Wasser aussehen. Am Meeresgrund liegt außerdem eine kleine Tafel, auf der verschiedene Farben abgedruckt sind.

© SCIENTIFIC AMERICAN

Mit dem Programm „Sea-Thru“ wird es möglich, die Farben der Unterwasserwelt so zu sehen, wie sie an Land aussehen würden. Zwei Wissenschaftlerinnen der University of Haifa, Derya Akkaynak und Tali Treibitz, haben das Programm entwickelt, welches mit Hilfe eines Algorithmus Farbkorrekturen bei Unterwasserbildern vornimmt. Bisher mussten Unterwasserfotograf:innen hierfür rote Objektivfilter verwenden oder die Fotografien nachträglich mit Photoshop o. Ä. bearbeiten, um den Blauschimmer des Wassers zu retouschieren. Diese Korrekturen standen jedoch in keiner exakten Korrelation zum eigentlichen Farbwert von Korallen, Fischen oder Anemonen u. a. Das neue Programm kann daher zukünftig auch der Meeresforschung nützlich sein.

In der Zusammenfassung ihres Papers erklären die beiden Wissenschaftlerinnen, dass Farben unter Wasser unterschiedlich durchdringen und reflektieren, weshalb ein einfacher Kamerafilter oder Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop nie ein korrektes Bild des Unterwasserlebens abzeichnen könnten. Vielmehr bestimmen der Abstand zum Objektiv und das Reflexionsvermögen des aufgenommenen Objekts, wie sich seine Farben widerspiegeln. So ist die Art und Weise, wie Sand erscheint, durch das Wasser anders moduliert als zum Beispiel die Schuppen eines Fisches.

Im folgenden Video erklärt Derya Akkaynak genauer, wie das Verfahren des „Sea-Thru“ funktioniert:

„This researcher created an algorithm that removes the water from underwater images“

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?time_continue=35&v=ExOOElyZ2Hk&feature=emb_logo

Quelle: https://www.youtube.com/watch?time_continue=35&v=ExOOElyZ2Hk&feature=emb_logo

Das gesamte Paper des „Sea-Tru“ findet ihr hier.

Mehr Informationen gibt es bei The Computer Vision Foundation.

FREI: Mein Zuhause hat keine Wände- Kampagne gegen deutsche Delfinarien

Ein Delfin springt aus einem offenen Meer. In der oberen Ecke des Bildes steht der Text: Frei, mein Zuhause hat keine Wände

© Charlie Phillips | WDC

Wer denkt, dass Meeressäuger lediglich in bekannten Themenparks wie Seaworld zur Schau gestellt werden, liegt mit dieser Annahme falsch, denn auch in Deutschland werden immer noch Delfine zur Bespaßung der Delfinarienbesucher gefangengehalten.

Das Delfinweibchen Nynke lebt mit sechs anderen großen Tümmlern in einem der beiden letzten Delfinarien Deutschlands in Nürnberg. Lediglich 1.078 m³ füllen das größte Becken in Nürnberg, das entspricht ungefähr zehn aneinander gereihten Delfinen.  Auch das junge Delfinmännchen Dobbie und  sechs weitere große Tümmler sowie ein Amazonasflussdelfin leben innerhalb trister Betonbecken in Gefangenschaft in Duisburg.

 

Ein kleiner Junge sitzt in einem Wasserbecken auf einem kleinen Boot, das unter Wasser von einem Delfin gezogen wird

©WDC

Innerhalb der beiden Delfinarien haben die Tiere nicht annähernd ausreichend Platz um sich wie aus freier Wildbahn gewohnt zu bewegen. Die durchschnittliche Strecke, die ein ausgewachsener Delfin tagtäglich zurück legt, beträgt 30 km, und die jeweiligen Betonbecken bieten weder die gewohnte Flora und Fauna noch die gewohnte Jagdumgebung der Meeressäuger. Daher ist das alltägliche Leben von Nynke und Dobbie durch Leid  und Deflinshows geprägt, die lediglich zur Bespaßung der Besucher dienen. Zusätzlich werden die sonst so sozialen Tiere, die in freier Wildbahn zusammen mit ihren Familienmitglieder leben, mit ihnen völlig fremden Tieren gemeinsam in einem Becken gehalten.

FREI: mein Zuhause hat keine Wände  lautet die aktuelle Kampagne des WDC Deutschland mit der Forderung, dass Nynke und Dobbie sowie die restlichen Delfine in Nürnberg und Duisburg die letzten gefangenen Delfine in Deutschland sein sollen. Zusätzlich soll der Transport sowie das Züchten der Tiere beendet werden, um ein leidvolles Leben der wilden Tiere zu verhindern.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=zbHd16z6-3I&feature=youtu.be

Quelle: WDC Deutschland auf YouTube

Um die Gefangenschaft innerhalb deutscher Delfinarien zu beenden, fordert der WDC Deutschland uns auf, sich für die Freiheit der Meeressäuger einzusetzen. Der an die beiden Zoodirektoren adressierte Protestbrief ist auf der Seite der Kampagne FREI: mein Zuhause hat keine Wände zu finden.

Deep sea mining!? Leave my down below alone!

Die Organisation Seas at Risk zeigt mit ihrem Cartoon-Video: „Deep sea mining!? Leave my down below alone!“ auf humorvoll provokante Weise die Bedrohung durch den international geplanten Tiefseebergbau.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?time_continue=213&v=JsA0emd2FNw

Quelle: Seas at risk auf YouTube

Ein weiteres Video von Seas at Risk mit dem Themenpunkt Plastikverschmutzung ist in einem weiteren unserer Posts zu finden. Mehr zum Thema Tiefsee gibt es bei unserer DEEP SEA Kampagne.

Our Plastic, Our Problem (A marine litter info-operetta!)

Hier eine kleine Info-Operette für alle Plastik-und Musikliebhaber! Sie zeigt, warum sich in der Gesellschaft und in der Politik im Thema Plastik so schnell wie möglich etwas verändern muss:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=0g_lpmcOyWk

Quelle: Seas at Risk auf YouTube

Ein anderes Video von Seas at Risk zum Thema Tiefseebergbau findet ihr in diesem Post.

Mehr Infos zum Thema Plastikverschmutzung in den Meeren auf unserem PLASTIC POLLUTION Blog.

Upcycling: Biokunststoffbecher aus Orangenschalen

Eine riesige Orangensaftpresse. Im unteren Teil der Maschine liegen viele ausgepresste Schalen

© Colossal | Carlo Ratti Associati

Für frisch gepressten Orangensaft an Fruchtständen werden häufig Einweg-Plastikbecher benutzt. Eine überraschende Alternative haben Carlo Ratti Associati mit ihrem Prototyp „Feel the Peel“  entwickelt. Die 3,10 Meter hohe Orangensaftpresse, die auf ihrem Dach 1.500 Orangen trägt, produziert nicht nur leckeren Orangensaft, sondern auch ihre eigenen Becher – aus den Schalen der Orangen.
Die perfekte Form des Upcyclings: ein Abfallprodukt wird verwertet und und die Nutzung neuer Plastikbecher gespart.

Die Schalen werden getrocknet, gemahlen und mit Polymilchsäure gemischt. Der dadurch entstehende Biokunststoff wird erhitzt und geschmolzen, sodass ein interner 3D-Drucker einen wiederverwertbaren Becher bilden kann.
Außerdem
arbeiten Associati  auch an Kleidung aus alten Orangenschalen.

Hier könnt ihr euch den gesamten Prozess der Maschine ansehen:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?time_continue=61&v=Bx9missz73A

Quelle: Carlo Ratti Associati auf YouTube

Weitere Informationen zu Feel the Peel findet ihr bei A New Circular Juice Machine Turns Orange Peels into Bioplastic Cups und bei Carlo Ratti CRA

 

„EARTH“ by Lil Dicky

 

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?time_continue=431&v=pvuN_WvF1to&feature=emb_title

Quelle: Lil Dicky auf YouTube

Mit seinem letzten Song „EARTH“ präsentiert Lil Dicky in Zusammenarbeit mit vielen anderen bekannten Sänger:innen ein sieben minütiges größtenteils animiertes Video, um auf die Schönheit unserer Erde aufmerksam zu machen. Im Vordergrund steht jedoch, die große Bedrohung die unserem Planeten auf so vielen Ebenen begegnet. In dem Lied schlüpfen die Sänger:innen mit ihrer Stimme jeweils in die Rolle eines bestimmten Tieres, um die diesem Tier drohenden Gefahren deutlich zu machen. Hierbei repräsentiert Justin Bieber beispielsweise einen Pavian, dessen Habitate durch landwirtschaftliche Nutzung zerstört werden und Ed Sheeran einen Koalabär, der von zunehmender Hitze und Dürreperioden betroffen ist.

Mehr zu Lil Dickys neuem Song und den daran teilhabenden Sänger:innen bei EARTH.

Mehr zu Themen wie Meeresverschmutzung, Klimawandel oder Überfischung findet ihr bei uns auf der Website.

Mystische Kraken

Während eines Nachttauchgangs vor der Küste Romblons, Philippinen, trifft eine Gruppe von Taucher*innen auf mystische Kraken. Tief im dunklen Wasser begegnen ihnen zwei selten zu sehende weibliche Deckenkraken, die mit ihren Regenbogenfarben den Ozean erleuchten.  Werden die weiblichen Deckenkraken bedroht, entfalten sie an den Tentakeln eine rockähnliche Membran und schwenken diese wie eine Art Decke durch das Wasser, um potentielle Angreifer abzuschrecken. Die Männchen sind nur etwa 1 Zentimeter groß und im Vergleich zu den bis zu zwei Meter großen Weibchen, deutlich kleiner und leichter.

COLOSSAL, 27.06.2019, Autorin: Kate Sierzputowski

While navigating the waters near Romblon Island in the Philippines, diver Joseph Elayani came across a magnificent sight. Elayani and fellow divers encountered two female Blanket Octopuses shimmering in the dark water, their rainbow figures illuminated against the dark and speckled sea. The animals get their name from the billowing net-like membranes that stretch between a few of their arms. When threatened, this web is stretched to create a ghostly silhouette to frighten away potential enemies. The mysterious creatures’ mating habits are just as confounding as their blanket-like attribute. Males grow to be about an inch long, while females can grow up to six-feet-long and weight up to 40,000 times the size of their partner. You can view more of Elayani’s dive on his Youtube channel. (via Laughing Squid)

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?time_continue=52&v=hYTzI8STZZU

Quelle: https://www.youtube.com/watch?time_continue=52&v=hYTzI8STZZU

Weitere Bilder und Informationen findet ihr hier.

COLOSSAL

DEEPWAVE-Krake (Tremoctopus violaceus)

 

 

Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.

Unterwasserlärm ist eine tödliche Gefahr für Wale und viele andere Meeresbewohner. Wir sind dafür verantwortlich, dass sich der Schallpegel in den Meeren in den letzten 60 Jahren etwa alle zehn Jahre verdoppelt hat. Der zunehmende Schiffsverkehr, Druckluftkanonen, Militärsonare, Sprengstoffe und Bautätigkeiten führen zu einem bedrohlichen Lärm im Ozean. Durch diese erheblichen Störungen müssen die Meeresbewohner ihre Lebensräume verlassen, erleiden gravierenden Hörschäden und stranden –  oder ertrinken unbemerkt in den Tiefen der Meere. In dem animierten Kurzfilm „Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.“ von Michael Stünzi und Ocean Care wird die eher unbekannte Problematik des Unterwasserlärms einem breiten Publikum anschaulich erklärt. Dieser Kurzfilm ist Teil der internationalen Kampagne „Silent Oceans.“

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=tIV8FRVzNjs

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=tIV8FRVzNjs

Weitere Informationen über den Kurzfilm „Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.“ findet ihr hier.

Weitere Informationen zu Unterwasserlärm:

https://www.deepwave.org/laermschutz-fuer-wale/

https://www.deepwave.org/die-ozeane/laerm/

https://www.deepwave.org/klimakrise-in-der-arktis-wie-der-laerm-unter-wasser-die-wale-bedroht/

 

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