Politik

Um die systematische Zerstörung der Ozeane zu verhindern, müssen wir uns gemeinsam dafür entscheiden.
Jeder für sich und alle zusammen als Teil von Politik und Wirtschaft.

Lärmschutz für Wale

© Getty Images

Die US-Regierung will mit Luftkanonen unter Wasser nach Öl und Gas suchen – und streitet ab, dass Tausende Wale und Delfine darunter leiden würden. Die Schalwellen halten die Meeresbewohner nicht nur von der Nahrungssuche ab, sondern verursachen schwere Gehörschäden und innere Verletzungen, die zu Taubheit oder gar zu Gehirnblutungen und zum Tod führen. Umweltschützer*innen hilft jetzt womöglich nur noch die Taktik, die ein demokratischer Abgeordneter bereits im Parlament angewendet hat.

Süddeutsche Zeitung, 01.04.2019, Autorin: Michaela Haas

Das Problem: Um Öl- und Gasvorkommen aufzuspüren, genehmigt die Trump-Regierung an den Küsten Unterwassersprengungen, die Wale und Delfine gefährden.

Die Lösung? Die Umstellung auf erneuerbare Energien. Und bis dahin alle zehn Sekunden ein Donnerhall vor dem Weißen Haus.

Der März war kein guter Monat für Wale: Auf den Philippinen wurde ein toter Wal angeschwemmt, der an unglaublichen 40 Kilo Plastik im Magen erstickt war, in Mexiko zählen die Forscher nur noch weniger als zwei Dutzend Exemplare der kleinen Vaquita-Wale, die damit praktisch keine Überlebenschance mehr haben. Und fast unbemerkt von der Öffentlichkeit hat die Trump-Regierung beschlossen, nun auch den Walen vor der amerikanischen Ostküste das Leben schwer zu machen. Denn das Moratorium ist abgelaufen, das bis 2017 Ölbohrungen vor der Atlantikküste verhinderte.

Bei all den vielen Skandalen der Trump-Regierung geht im Twitter-Gewitter unter, dass Trump und die amerikanische Öl- und Kohlelobby ständig Umweltschutzprogramme außer Kraft setzen.

Während sich überall auf der Welt Menschen um den Schutz der Wale bemühen, geht die Trump-Regierung den umgekehrten Weg: Sie will an der Ostküste der USA wieder seismische Tests zulassen, auch Unterwassersprengungen genannt. An der Atlantikküste von Delaware bis Florida sollen Schiffe nun sogenannte »Air Canons« hinter sich herziehen, also Luftkanonen, die Druckluft in den Meeresboden schießen. Das heißt: Alle 10 Sekunden werden Unterwasserkanonen feuern, um mit dem Echo Öl- und Gasvorkommen auf dem Meeresboden aufzuspüren – zum Schaden der Wale und Delfine. Denn die verlassen sich bekanntlich auf ihr Gehör, um sich zu orientieren, zu kommunizieren und Nahrung zu finden.

Der Lärm ist bis zu 100.000 Mal lauter als ein Düsenflugzeug. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Süddeutsche Zeitung: https://www.sueddeutsche.de/

Klimaaktivisten legen Forderungen an deutsche Politik vor

Die „Fridays for Future“-Bewegung kämpft weiter. Zum ersten Mal stellen die Klimaaktivist*innen in Deutschland konkrete Forderungen an die Politik. Die Regierungen werden auf Kommunal-, Landes-, und Bundesebene aufgefordert die Klimakriese als solche auch zu benennen. Zu den Forderungen gehören auch der Kohleausstieg bis 2030, 100% erneuerbare Energieversorgung  und ein Nettonull in der Treibhausgasbilanz bis 2035. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Wissenschaftler*innen haben sie ein Grundsatzpapier mit ihren Forderungen ausgearbeitet, damit die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten und die globale Erwärmung auf unter 1,5 °C zu begrenzen ist.

ZEIT ONLINE, 08.04.2019

Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future in Deutschland haben erstmals konkrete Forderungen für mehr Klimaschutz vorgestellt. In der Bundesrepublik müssten die Treibhausgasemissionen bis 2035 auf netto null sinken, teilten die Aktivistinnen und Aktivisten mit. Zudem müsse der Kohleausstieg bis 2030 erfolgt sein. Bis 2035 solle gänzlich auf eine erneuerbare Energieversorgung umgestellt werden.

Die Schülerinnen und Schüler riefen die Bundesregierung dazu auf, ihre Forderungen umzusetzen, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten und die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. „Die Klimakrise stellt für die Stabilität der Ökosysteme unseres Planeten und für Millionen von Menschen eine existenzielle Bedrohung dar“, teilten die Aktivistinnen und Aktivisten mit. Eine ungebremste Erderwärmung sei eine „enorme Gefahr“ für Frieden und Wohlstand weltweit.

Deshalb sei es notwendig, Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren. Deutschland müsse schon 2019 die Subventionen für fossile Energieträger beenden, fordert die Bewegung. Zudem sollte noch in diesem Jahr ein Viertel der Kohlkraftwerke abgeschaltet und der Ausstoß aller Treibhausgase durch eine hohe Besteuerung stark verteuert werden. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

ZEIT ONLINE: https://www.zeit.de/index

Forderungen von „Fridays for Future“: https://fridaysforfuture.de/forderungen/

Weitere Informationen über „Fridays for Future“:

https://www.deepwave.org/schuelerstreik-organisatorin-luisa-neubauer-im-interview/

https://www.deepwave.org/klimastreikende-fangen-bei-sich-an/

https://fridaysforfuture.de/

 

 

 

Das unternimmt die EU gegen Plastikmüll

© Jorge Silva/REUTERS

„In der EU entstehen jedes Jahr rund 26 Millionen Tonnen Plastikmüll. Und in keinem Mitgliedsstaat fällt mehr Verpackungsmüll an als in Deutschland.“ Ab 2021 dürfen in der EU bestimmte Einwegprodukte aus Plastik nicht mehr verkauft werden. Ein erster Schritt, aber werden die Ozeane jetzt spürbar sauberer?

SPIEGEL ONLINE, 27.03.2019, Autor: Claus Hecking

War es das Video des Tauchers, der vor Bali durch eine Müllsuppe schwamm? Oder das von dem Grindwal, der an der thailändischen Küste an mehr als 80 Plastiktüten im Magen verendete? Waren es die Bilder des abgemagerten Wals, der an einem philippinischen Strand mit mehr als 40 Kilogramm Müll im Bauch starb? Oder waren es die Berichte über winzige Plastikteilchen, die Forscher im menschlichen Stuhl entdeckt haben?

Wie auch immer: So einig wie beim Thema Einweg ist das EU-Parlament selten gewesen. Mit 560gegen 35 Stimmen bei 28 Enthaltungen haben die Abgeordneten an diesem Mittwoch die Einweg-Plastikrichtlinie abgesegnet. Das Normenwerk, das die Mitgliedsstaaten nun in nationale Gesetze gießen müssen, soll die Vermüllung der Umwelt und der Meere bekämpfen.

Aber ist es dafür überhaupt weitreichend genug? Der Überblick:

Was wurde entschieden?

Das Europaparlament hat beschlossen, dass bestimmte Einwegartikel aus Kunststoff von 2021 an EU-weit nicht mehr verkauft werden dürfen. Dazu gehören unter anderem Einwegteller, -besteck, Trinkhalme, Kaffeebecher aus geschäumtem Polystyrol, Watte- oder Rührstäbchen. Nicht verboten werden Plastikflaschen. Von 2025 an sollen die Flaschen zu mindestens 25 Prozent aus Recyclingmaterial bestehen, bis 2029 sollen 90 Prozent der Flaschen getrennt gesammelt werden. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

SPIEGEL ONLINE: http://www.spiegel.de/

Weitere Informationen über den EU-Beschluss zum Verbot von  Einwegprodukten aus Plastik:

https://www.deepwave.org/eu-parlament-stimmt-fuer-verbot-von-wegwerf-plastikprodukten/

NABU reicht EU-Beschwerde gegen Offshore-Windpark Butendiek ein

Pressemitteilung, 20.03.2019, NABU

NABU reicht EU-Beschwerde gegen Offshore-Windpark Butendiek ein

Bundesbehörden müssen sofortige Schutzmaßnahmen für Seevögel einleiten

Berlin – Der NABU hat formell Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland eingelegt. Grund dafür ist der massive Umweltschaden durch den Offshore-Windpark „Butendiek“ und durch weitere Windparks am europäischen Vogelschutzgebiet „Östliche Deutsche Bucht“ in der Nordsee. „Seit fast zwei Jahren zeigen die Daten, dass seltene und streng geschützte Seetaucher aus dem für sie ausgewiesenen Schutzgebiet vertrieben werden. Die verantwortlichen Behörden müssen jetzt handeln. Sonst verstößt Deutschland weiter jeden Tag gegen geltendes EU-Naturschutzrecht,“ sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sich die Offshore-Windparks in der Nordsee erheblich stärker auf die Vogelwelt auswirken als prognostiziert. Besonders betroffen sind die störungsempfindlichen Seetaucher, die Windräder in großem Abstand meiden. Bis zu einer Entfernung von 16 Kilometern um die errichteten Windparks werden deutlich weniger Seetaucher gezählt. Fast zwei Drittel des EU-Vogelschutzgebietes sind beeinträchtigt.  Die Vögel werden so aus ihrem angestammten Rast- und Nahrungsgebiet, dem für sie ausgewiesenen Schutzgebiet, verdrängt. „Allein ‚Butendiek‘ führt zu einem Totalverlust von rund 265 Quadratkilometern, das sind 8,5 Prozent des Vogelschutzgebiets. […]

Die vollständige Pressemitteilung vom NABU findet ihr hier.

Weitere Informationen über die EU-Beschwerde des NABUs und den Fall „Butendiek“: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/offshore-windparks/butendiek/index.html

Umweltkonferenz der UNO – Startschuss gegen Plastikmüll im Meer?

Plastikmüll am Strand© dpa

Es besteht die Hoffnung, dass bei der Umweltkonferenz der UNO in Nairobi nun endlich der erste Schritt in die Richtung eines verbindlichen globalen Abkommens, für das Stoppen der Plastikmülleinträge in die Weltmeere, gemacht wird. Die Bundesregierung befürwortet zwar ein solches Abkommen und will schrittweise die Recyclingquote erhöhen und den Verpackungsmüll reduzieren, aber setzt bedauerlicherweise immer noch weitestgehend auf Freiwilligkeit.

ZDF, 11.03.2019, Autor: Mark Hugo

„Die Zeit rennt uns davon.“ Mit so deutlichen Worten fordert die derzeitige Leiterin des UNO-Umweltprogramms (UNEP), Joyce Musya, die Weltgemeinschaft zum Handeln auf. „Wir sind über Versprechungen und Politisieren weit hinaus“, sagt sie. Es stünden Leben auf dem Spiel und die ganze Gesellschaft „so, wie die meisten von uns sie heute kennen und genießen.“ Ein eindringlicher Appell zum Start der fünftägigen UNO-Umweltkonferenz im kenianischen Nairobi.

Dort treffen sich Minister, Staatssekretäre und Regierungschefs, um über die größten globalen Umweltprobleme zu reden. Eines davon: Der stetig wachsende Müll im Meer. Als „Kronzeuge“ könnte ein im vergangenen November an der indonesischen Küste tot angespülter Wal dienen. In seinem Magen wurden 115 Plastikbecher, zwei Flip-Flop-Sandalen, vier Plastikflaschen, 25 Plastiktüten, ein Nylonsack und mehr als 1.000 weitere Plastikteile gefunden – insgesamt fast sechs Kilo Müll.

Schätzungen gehen davon aus, dass weit mehr als 100 Millionen Tonnen Müll die Weltmeere verschmutzen, jährlich kommen vermutlich zehn Millionen Tonnen dazu. Vor allem Plastik treibt dort in gewaltigen Strudeln oder verdreckt die Strände. Eine Gefahr ist das nicht nur für Tiere. Denn mit den Jahren zerfällt der Müll in winzige Mikroplastik-Partikel und gelangt über die Nahrungskette schließlich auch auf den Teller. Ein gewaltiges Problem, dessen Lösung gewaltige Anstrengungen bräuchte. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

ZDF: https://www.zdf.de/

 

 

 

 

 

„Fridays for Future“- Greta Thunberg in Hamburg

1.3.2019- Am Freitagmorgen finden sich knapp 10 000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Norddeutschland in Hamburg zusammen und machen sich gemeinsam für den Klimaschutz stark.


© dpa

Um 8.30 versammeln sich tausende engagierte junge Menschen auf dem Gänsemarkt für die „Fridays for Future“-Demonstration. „Fridays for Future“ ist eine Klimastreik-Bewegung, die als Vorbild die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg hat, die schon seit Monaten freitags streikt. Der fröhlich gestimmte Demonstrationszug zieht mit Schildern, Plakaten, und Musik durch Hamburgs Innenstadt in Richtung Rathausmarkt. Neben den zahlreichen Schüler*Innen, die anstatt zur Schule zu gehen, für echten Klimaschutz demonstrieren, schließen sich auch einige Lehrer*Innen, Eltern und Großeltern der Aktion an. Der Höhepunkt des Geschehens ist Greta, die anlässlich des Protests in Hamburg, mit dem Zug aus Schweden anreiste. Sie hält zum Abschluss der Demo eine Ansprache auf Englisch vor der jubelnden Menschenmenge. Die Nachricht an die Verantwortlichen der Klimapolitik ist eindeutig: „Wir machen weiter, bis sie etwas unternehmen“.

DEEPWAVE war auch vor Ort und hat am Protest teilgenommen. Wir danken allen Menschen, die sich der „Fridays for Future“-Bewegung angeschlossen haben. Wir wollen euch alle ermutigen, weiter für den Klimaschutz und die Zukunft unseres Planten einzustehen!

„Fridays for Future“: https://fridaysforfuture.de/

Weitere Informationen über die „Fridays for Future“-Demonstration:

http://www.taz.de/Fridays-for-Future-in-Hamburg/!5574064/

https://www.greenpeace.de/themen/klimawandel/klimaschutz/heiss-ist-nicht-sexy

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Greta-Thunberg-in-Hamburg-Wir-machen-weiter,demo2550.html

 

 

 

 

Nordamerika treibt CO₂-Steuer voran

©Susanne Götze

Nachdem Kanada bereits Steuern auf den Ausstoß von Treibhausgasen eingeführt hat, sollen die Vereinigten Staaten nun folgen. Immer mehr Politiker*Innen, Wissenschaftler*Innen und Ökonom*Innen unterstützen den Gesetzesentwurf „Energy Innovation and Carbon Dividend Act“, der vorsieht, dass die Einnahmen durch die CO2-Steuer an die Bürger*Innen zurückgegeben werden.

Klimareporter°, 27.02.2019, Autor: Benjamin von Brackel

Seit vielen Jahren fordern Ökonomen und Klimaschützer, den Ausstoß von Treibhausgasen zu besteuern. Nun scheint zumindest in Nordamerika die Zeit für dieses Instrument gekommen zu sein.
In Kanada hat die Regierung zwei CO2-Steuern eingeführt. Zum einen müssen Produzenten und Händler fossiler Energien eine Brennstoffsteuer auf Kohle, Öl oder Gas entrichten.
Die Steuer bezieht sich dabei auf den Treibhausgasausstoß, der durch das Verfeuern der fossilen Energieträger entsteht. Von diesem Jahr an müssen die Energiefirmen umgerechnet 13 Euro pro Tonne CO2 bezahlen. Jedes Jahr nimmt die Steuer um über sechs Euro zu, bis sie 2022 den oberen Deckel von gut 33 Euro erreicht.
Die gestiegenen Preise dürften die fossilen Energieunternehmen an ihre Kunden weitergeben. In anderen Ländern hat das in der Vergangenheit zu starken Protesten geführt. Diese „Falle“ will die kanadische Regierung vermeiden, indem sie vorsieht, dass die kanadischen Provinzen 90 Prozent der Einnahmen an die Privathaushalte weitergeben. Unterm Strich sollen die meisten Bürger damit mehr Geld in der Tasche haben.
Alle anderen Unternehmen hat die kanadische Regierung mit einer weiteren Steuer belegt: Übersteigt der CO2-Ausstoß eines Unternehmens den für den Sektor vorgesehenen Grenzwert, muss es für die zusätzlichen Emissionen die Steuer begleichen. Sie liegt auf der Höhe der Brennstoffsteuer. Andersherum bekommen Unternehmen einen finanziellen Zuschlag, wenn sie unter der Grenze liegen. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Klimareporter°: https://www.klimareporter.de/

 

 

 

NABU fordert mehr Anstrengungen gegen Verpackungsmüll

Pressemitteilung, 27.02.2019 vom NABU

Tschimpke: Handel und Industrie müssen bis zum Herbst konkrete Angebote machen

Berlin – Der NABU hat Industrie und Handel zu deutlich mehr Anstrengungen bei der Reduzierung von Verpackungsmüll aufgefordert. Über 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fallen in Deutschland im Jahr an, darunter drei Millionen aus Kunststoff. Ohne Maßnahmen zur Abfallvermeidung wird diese Menge immer weiter steigen, eine Verschwendung natürlicher Ressourcen.

„Abfallvermeidung wird in der Diskussion um Verpackungen noch viel zu stiefmütterlich behandelt. Wir erwarten nun konkrete Angebote von Industrie und Handel, wo und wie sie überflüssige Verpackungen vermeiden wollen und bei welchen Produkten auch mit kreativen Wegen Einweg durch Mehrweg ersetzt werden kann. Auch brauchen wir einen viel stärkeren Einsatz von Kunststoff-Recyclaten aus der Gelben Tonne, daher begrüßen wir, dass sich die Ministerin hierfür mit einer neuen bundesweiten Initiative einsetzt“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich des Rundes Tisches, zu dem Bundesumweltministerin Schulze Handel und Industrie sowie auch den NABU eingeladen hatte. Wenn es keine Bereitschaft gebe, müsse Ministerin Schulze, wie sie bereits angekündigt hat, gesetzlich dazu verpflichten.

Die Plastiktüten-Vereinbarung zwischen dem Umweltministerium und Handel soll als Blaupause für neue freiwillige Verpflichtungen seitens Industrie und Handel dienen. „Bei der Plastiktüten-Vereinbarung war es ein Fehler, nicht auch die Einwegpapiertüten mit einzubeziehen. Dies darf sich bei neuen Vereinbarungen nicht wiederholen, denn Kunststoffverpackungen einfach durch andere Materialien zu ersetzen, die ein besseres Öko-Image haben, ist nicht die Lösung des Problems. Verpackungen aller Materialien gehören in den Fokus der Bemühungen“, so Tschimpke weiter. […]

Die vollständige Pressemitteilung vom NABU findet ihr hier.

 

The future of deep seabed mining

Deep seabed mining machines manufactured by Nautilus Minerals (Image: Nautilus Minerals)© Nautilus Minerals

“Our current knowledge of the deep sea is not sufficient to protect the unique species that live there from mining operations. It is alarming to see contracts being granted for these still largely unexplored and vulnerable areas. We need a 10-year moratorium on seabed mining exploitation.” -Carl Gustaf Lundin, Direktor der International Union for Conservation of Nature’s (IUCN) of Global Marine and Polar Programme.

Diese Woche trifft sich die „International Seabed Authority (ISA)“, um Richtlinien über den zukünftigen Tiefseebergbau mit der Industrie zu entwickeln…

Chinadialogue ocean, 25.02.2019, Autorin: Jessica Aldred

It’s one of the coldest, darkest places on earth, full of marine life – much of which is yet to be discovered – with a seabed rich in mineral deposits.

In the last decade, the floor of the deep ocean that lies outside the jurisdiction of any one country has been increasingly explored. A number of parties are assessing the size and extent of mineral deposits that could provide raw materials for everything from batteries and jet engines to wind turbines and mobile phones.

Some deep seabed mining has already taken place within countries’ waters: Japan in 2017, and in Papua New Guinea where the controversial Solwara 1 mining project has ground to a halt. But this year will see a critical global debate on how to manage the resources that lie in “the area” – international waters of more than 200 metres deep that cover nearly two-thirds of the earth.

The question of who mines these – and how – is due to be formalised in a “code” being drawn up by the International Seabed Authority (ISA), the UN–appointed body responsible for managing the riches of the deep seabed for the “common heritage of mankind”.

Tasked with what some say is an impossible mandate of promoting the development of deep seabed mining while ensuring the practice does not harm the marine environment, the ISA’s 168 members must agree on how these fragile and unique ecosystems will be protected, how the potentially multibillion dollar industry will be regulated, how any profits will be shared equitably, and how it can demonstrate accountability and transparency. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Chinadialogue ocean: https://chinadialogueocean.net/

IUCN, International Union for Conservation of Nature: https://www.iucn.org/

Weitere Informationen über die Tiefsee: https://www.deepwave.org/die-ozeane/die-tiefsee/

 

 

 

 

Strengere Umweltstandards für Rohstoff-Abbau nötig

Pressemitteilung, 19.02.2019 vom Umwelt Bundesamt (UBA)

Rohstoffpreise müssen die ökologische Wahrheit sagen

Angesichts des global steigenden Rohstoffbedarfs rät das Umweltbundesamt (UBA) zu mehr Umweltschutz im Bergbau. „Als Großimporteur hat Deutschland eine Mitverantwortung für die durch Rohstoff-Abbau weltweit verursachten lokalen, regionalen und globalen Umweltschäden. Wir sollten mit der EU auf international verbindliche Umweltstandards entlang der Rohstofflieferkette vom Bergwerk bis zur Rohstoffaufbereitung drängen“, sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA. Die neuen Pflichten müssten als zweite Säule der Rohstoffsicherung neben das Recycling treten. Sonst könne nicht sichergestellt werden, dass Deutschland seinen Rohstoffbedarf künftig aus ökologisch unbedenklichen Quellen decken kann. Deutschland ist einer der größten Rohstoff-Importeure der Welt: Bei Aluminium, Blei, Kupfer und Zinn der fünftgrößte Nachfrager und bei Stahl der sechstgrößte (Zahlen für 2017). Prognosen der OECD erwarten, dass sich für Metalle die weltweite Nachfrage bis 2060 gegenüber 2011 nahezu verdreifachen wird. […]

Die vollständige Pressemitteilung vom Umwelt Bundesamt (UBA) findet ihr hier.

Informationen zur Konferenz finden Sie unter:
https://www.umweltbundesamt.de/rawmaterialsconference

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