Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

Refill: Leitungswasser ist Trinkwasser!

Ein Stabel von "Refill Sation" Aufkleber auf einem Holzhintergrund. In der Mitte des runden, blauen Aufklebers befindet sich ein großer Wassertropfen. Unter ihm befindet sich der Text: Kostenfrei Trinkwasser/Free Tap Water

© Refill Deutschland

Leitungswasser ist Trinkwasser! Leider werden auch in Deutschland noch immer Tonnen von Wasserplastikflaschen verkauft und das obwohl das deutsche Leitungswasser gesund und trinkbar ist. Außerdem hat es eine wesentlich bessere CO2-Bilanz und ist auch preiswerter als gekauftes Wasser.
Darum sind schon viele Menschen auf Mehrweg-Trinkflaschen für unterwegs umgestiegen. Trotzdem kommt es dabei vor, dass die Flasche nach einem langen Tag in der Stadt leer wird und man keine Möglichkeit hat, diese wieder aufzufüllen. Zwar könnte man sicher in einem Geschäft oder Café nachfragen, ob man nicht schnell die Flasche am Wasserhahn auffüllen könnte, doch die meisten von uns trauen sich genau das nicht. Also hat die ehrenamtliche und nicht kommerzielle Organisation Refill die perfekte Lösung entwickelt. In Hamburg gegründet und nun in ganz Deutschland.

Es funktioniert ganz einfach: Geschäfte, Cafés, Restaurants, Kirchen, Gemeindezentren und öffentliche Orte jeder Art können Teil der Refill-Bewegung werden. Alles was das Geschäft tun muss, ist einen Refill-Aufkleber deutlich anzubringen. Somit wissen Passant:innen, dass sie hier ihre Flasche gerne mit Leitungswasser auffüllen können. Auch gibt es eine Karte, auf der sich Refill-Stationen eintragen können. So könnt ihr auch leicht einsehen, wo ihr in eurer Stadt leicht an frisches Wasser kommt. Bisher gibt es schon über 4700 Stationen deutschlandweit.

Somit ist Refill eine super Initiative gegen die Ressourcenverschwendung, die Plastikverschmutzung und für den Meeresschutz. Zwar lässt sie allein die Einwegflaschen nicht verschwinden, jedoch ist sie ein erster Schritt in diese Richtung. Stephanie Wiermann, die Gründerin von „Refill Deutschland“, sagt:

„Wenn wir es schaffen, dass keine Plastikflaschen mehr gekauft werden und Leitungswasser selbstverständlich ist, sind wir zufrieden und die Refill Bewegung hat sich überflüssig gemacht.“

 

 

 

Müllsammelaktion auf Hamburgs Kanälen

Im Kanu auf Müllsuche.

© DEEPWAVE

Müll.

Was ist das überhaupt? Wann hört etwas auf wertvoll zu sein und wann fängt es an, Müll zu werden?

Wir waren am 7. September mit Kanus unterwegs, das Hamburger Wetter zeigte sich von seinen besten Seiten (Sonne und Regen) und die Stimmung in den Booten war ausgelassen, da stellte ich mir zum ersten Mal wirklich diese Frage. Jede:r Erwachsene scheint intuitiv in der Lage zu sein, Müll zu erkennen. Aber woran? Woher kommt unsere Fähigkeit, in Sekundenschnelle den Wert eines Gegenstandes einzuschätzen? Warum sieht eine Zigarettenkippe auf dem Boden so selbstverständlich nach Müll aus?

Diese Frage stellt sich uns im späteren Leben kaum, denn die Antwort liegt in unseren Erfahrungen. Wir lernen von Kindesbeinen an, die Welt blitzschnell in nützlich und unwichtig zu unterteilen. Lässt sich das essen? Kann man das benutzen? Oder lohnt es sich, keinen weiteren Gedanken mehr daran zu verschwenden?

Bei unserem kleineren Botschafter Felix aus Bayern, der vorne bei mir im Boot saß und mit dem ich mehrere Stunden an diesem Samstag auf den Kanälen Hamburgs paddelte, war dieser Lernprozess noch zu beobachten. Denn unsere Müllreinigungsaktion wurde schnell zu einer Schatzsuche. Das was wir Wertstoffmüll nennen, Plastikflaschen, Chipstüten, Metalldosen, all dies war für ihn tatsächlich wertvoll. Dabei hatte er das Wort Wertstoff erst kurz vor der Abfahrt gelernt.

Globetrotter Barmbek, die uns großzügig mit Booten ausgestattet hatten, setzte auch einen Preis aus – für den kuriosesten Gegenstand, der gefunden wurde. Und schon ging die Jagd los. Aber es war mehr als die Aussicht auf Erfolg, die Felix die Welt mit anderen Augen sehen ließ. Für ihn war all das, was wir fanden nicht Müll oder unnütz, sondern ein Rätsel. Wir entdeckten eine kleine Plastikdose, die gemütlich mitten im Wasser vor sich hin schwamm, und griffen zu den Handschuhen. Was könnte dadrin sein? Bestimmt etwas Spannendes. Nach einigem Manövrieren gelang es uns, die immer vor unseren selbstgemachten Wellen fliehende Dose aus dem Wasser zu fischen. Felix vermutete in der Dose einen wertvollen Ring, ich hingegen (als „Erfahrener“) erwartete gähnende Leere. Wir hoben uns die Überraschung für später auf und paddelten weiter. Dabei fing ich an, diesen Moment zu reflektieren. Wie kann es sein, dass diese Plastikdose kein Rätsel für mich mehr darstellte? Wieso ging ich davon aus, dass es Müll sein musste? Und wenn wir nur die nützlichen Dinge sehen, laufen wir dann nicht fast blind durch die Welt? Mir fielen dazu ebenso viele Fragen ein wie Felix zur Plastikdose. Wo kam die her? Wem gehörte die mal? Was kann man daraus basteln? Wenn da ein Ring drin ist, gewinnen wir dann die Schatzsuche?

Man kann nun anbringen, dass so eine Sichtweise naiv und vor allem unpraktisch ist. Wenn ich mir über jeden Zigarettenstummel Gedanken machen muss, dann kann man sich ja in der Modernen Welt gar nicht mehr fortbewegen. Und das stimmt wohl. Auch Felix wird eines Tages genug Erfahrungen gemacht haben und sich viele Rätsel nicht mehr stellen. Aber wer findet dann Antworten auf all die Fragen? Wenn diese geistige Mülltrennung auf unseren Erfahrungen beruht und unsere Erfahrungen hauptsächlich aus denen unserer Eltern, deren Eltern, kurz unserer Kultur bestehen, was passiert, wenn die Grundannahme falsch ist? Wer findet das heraus?

© TUAN ANH TRAN

Das Wort Müll stammt von dem unbrauchbaren Gemisch, das beim Sieben von frisch gemahlenem Mehl entsteht. Wenn der Müller siebt, geschieht anschaulich der gleiche Prozess, mit dem wir die Welt wahrnehmen. Wir sieben, was wir hören, sehen, schmecken, riechen und fühlen. Und so finden wir die wertvollen Dinge und trennen uns von dem Mischmasch aus Wertlosem. Aber kann unser Sieb vielleicht alt und staubig sein? Denn wie kann es in einer Welt mit begrenzten Ressourcen etwas Wertloses geben? Wie kann ein Gegenstand für niemanden unserer sieben  Milliarden Mitmenschen wertvoll sein? Denn falls auch nur eine:r davon Gebrauch machen könnte, sollten wir ihm/ihr den nicht zukommen lassen? Und außerdem, sind unnütze Dinge auch gleichbedeutend mit ungefährlich?

Auf der Recherche für unsere Recyclingbroschüre bin ich einigen dieser Fragen nachgegangen. Und da stellte sich heraus: ja, unser Sieb ist nicht nur veraltet und verstopft, sondern einfach kaputt. Fast jeder Gegenstand ist heute Wertstoff, Altglas, -papier oder anderweitig recyclebar. Und alles was noch technisch zu aufwendig zu recyclen ist, kann immerhin noch zur Energieerzeugung genutzt werden. Was kann man aus der Plastikdose basteln? Eine neue Plastikdose. Alles was du gerade siehst, kann wertvoll für uns alle sein. Dein Handy, auf dem du diesen Text liest? Deine Kleidung? Die Flasche in deinem Rucksack? Der Rucksack selbst? Nichts davon hört auf wertvoll zu sein, nur weil es nicht mehr funktioniert. Aber so arbeitet unser Sieb nicht. Wir filtern nach Dingen mit Funktion und setzten diese gleich mit ihrem Wert. Hat die Kleidung Löcher? Hat das Handy nicht mehr alle Features die man heute erwartet? Ist die Flasche leer und hat so ihren Zweck erfüllt? Dann fällt der Wert. Was aufhört zu funktionieren, fängt an Müll zu werden. Aber nur weil ich den Nutzen nicht mehr sehe, gilt das nicht für unsere Weltgemeinschaft. Das Konzept Müll gibt es nicht mehr, wenn wir begreifen, dass alles wertvoll sein kann. Kleidung kann repariert, eine leere Flasche eingeschmolzen, und das alte Handy auseinandergenommen werden. Auch wenn noch ein weiter technologischer und mentaler Weg zu gehen ist, so ist doch eine Kreislaufgesellschaft die einzige mit Zukunft in einer Welt knapper Ressourcen.

Und auch die Frage nach der Gefahr von Unnützem kann man beantworten. Der einzige Grund, warum wir alle auf den Wassern waren, ist genau diese Gefahr. Müll kann sehr viel Schaden anrichten. Ein aus Versehen ins Altpapier entsorgter Kassenbon und schon geht irgendwo eine Fischpopulation zugrunde (Was?? Hier.). Eine Plastikdose in die Alster geworfen? Unvorhersehbare Konsequenzen werden Folgen. Jedes Stückchen Plastik in den Meeren ist wie eine Büchse der Pandora. Wir wissen fast nichts über die Auswirkungen auf die Ökosysteme und uns. Wir werden es erst herausfinden, wenn es schon zu spät ist.

Die Veranstaltung war unser Beitrag zum International Coastal Cleanup Day, der am 21. September stattfand. Mehr als eine Million Helfer sammelten die Überreste unserer Gesellschaft von den Stränden. 5.716.331 Zigarettenstummel und genug Plastiktüten, um jedem Helfer ein Superheldencape zu basteln. Das Problem der mit Plastik vermüllten Ozeane ist inzwischen bekannt.

Auch wir fanden eine Menge dreckiger, kaputter, stinkender, verfaulter Gegenstände. Tüten und Flaschen, Dosen und Tetra-Paks. Schon in unseren Sinnen wird unsere Weltsicht gefiltert und wir wissen: das ist Müll. Aber unser Sieb täuscht. Denn was achtlos weggeworfen und im Wasser treibend aus den Sinnen verschwindet, das ist wertvoll und/oder gefährlich. 

© DEEPWAVE

Felix und ich gewannen den Preis übrigens nicht: die Dose war leer. Außerdem machten uns ein verrosteter Bauzaun mit Batterien und unser größerer Botschafter Frederik Götz mit seinem Fund Konkurrenz: Kopfhörern inkl. Ladestation.

Ich hätte früher aus der leeren Dose gelernt, wie wertlos alles ist. Aber vielleicht lernen wir jetzt die Welt mit den Augen von Felix zu sehen. Wo ein Zigarettenstummel eine Zeitbombe ist und eine Plastikdose ein Goldnugget sein könnte.

DEEPWAVE Team und Helfer mit der erbeuten Müllsammlung im Vordergrund

© DEEPWAVE

Heye Groß für DEEPWAVE

Meer und Müll – ein Reisebericht von den Britischen Inseln

von Elke Körner, DEEPWAVE

Mit unserer Segelyacht Tordas waren wir im Sommer 2018 an den Küsten Irlands und Schottlands unterwegs. Dort laufen wir auch oft Inseln und Küstenabschnitte an, die von Land aus nicht erreichbar sind. Einsam und wild stellen wir sie uns deshalb vor, wenn wir als einziges Boot vor Anker gehen. Doch selbst in den verborgensten Winkeln hinterlässt der Mensch Spuren. 8 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich neu im Meer und 80 Millionen Tonnen Müll sind bereits darin. Eine schier unvorstellbare Zahl, die sich in Form von Netzresten, Plastikkanistern, Flaschen, Flipflops, Arbeitshandschuhen, Bojen, materialisiert, die die Ufer und Klippen säumen.

Treibgut auf den Britischen Inseln: Plastikflaschen, Taue, Europlaletten

© Elke Koerner

Britsche Inseln - Strand mit Muell, Fischernetzen, Tauen, Boje

© Elke Koerner

Egal wo wir sind, sammeln wir den Müll. Wenn wir ihn nicht mitnehmen können, bauen wir Müllberge, die von nahegelegenen bewohnten Küsten gesehen werden können. Was wir tragen können, nehmen wir mit und versuchen es zu entsorgen.

In Irland konnten wir das Gesammelte nicht einfach enstorgen: Wir mussten dafür eigens einen Müllbeutel kaufen! An der Westküste von Irland ist uns auch regelmäßig auf dem Wasser Plastikmüll begegnet. In Meeresarmen, wie dem River Lee sammeln sich mitunter Berge von Plastikflaschen in geschützten Bereichen. Fehlendes Pfandsystem, privatwirtschaftlich organisierte Müllentsorgung, schlechtes Trinkwasser, die Ursachen sind vielfältig.

Schön, wenn wir dann sehen, dass es auch anders geht – mit kleinen Initiativen vor Ort. In Nord Schottland beispielsweise fanden wir auf South Walls, einem der dünn besiedelten Eilande der Orkney Inseln, die Intitiative „Bring three pieces“ mit eigens dafür bereitgestelltem Müllcontainer. Wir haben uns erlaubt ein wenig mehr zu sammeln.

Müllcontainer der Intitiative „Bring three pieces“ am Strand von South Walls, Orkney Insel

© Elke Koerner

Ein weiteres positives Beispiel begegnete uns auf Lundy am Bristol Kanal. Dort fanden wir einen Aufsteller der Kampagen #2minutebeachclean mit Tütenvorrat und Teleskopgreifern zum Müllsammeln plus Informationstafel.

Aufsteller an der Kueste von Lundy am Bristol Kanal der Aktion  "2 Minute Beach Clean"

© Elke Koerner

Informationstafel an der Kueste von Lundy am Bristol Kanal mit Tuetenvorrat und Teleskopgreifern zum Muellsammeln

© Elke Koerner

Besonders schön ist es, Wassersportlern zu begegnen, die ebenfalls Müll sammeln und an Bord versuchen wenig Plastikprodukte zu verwenden.

Gibt es ein Fazit? Eines sicher, dass kleine, lokale Initiativen einen wertvollen Beitrag zur Wahrnehmung leisten und jede noch so kleine Aktion helfen kann. Jede*r kann etwas tun, damit unser Ozean wieder blauer wird.

Elke Körner für DEEPWAVE

Auf unserer Seite findet ihr weitere Informationen zum Thema Meer ud Müll:
Was hat die EU vor gegen die Plastikvermüllung zu unternehmen?
Bundesregierung will internationales Exportverbot für unsortierten Plastikmüll
Ein Video zu Plastikmüll im Meer: So könnten unsere Ozeane gereinigt werden
uvm.

 

Erste Virtuelle Realität von der Ostsee-Unterwasserwelt

Ein neugieriger Seehund spielt im Seegras in der Ostsee

© Kubikfoto

Jetzt können wir zusammen mit OstseeLIFE in die faszinierende Unterwasserwelt der Ostsee abtauchen – auch ohne Taucherbrille und Flossen. Es gibt viel zu entdecken. Die Ostsee hat neben schönen Stränden und Badespaß auch eine spannende Unterwasserwelt zu bieten. Seegraswiesen, Sandbänke und artenreiche Steinriffe sind das Zuhause von Seenadeln, Robben und der Schweinswale, die einzige heimische Walart Deutschlands.

Möglich macht dies der NABU mit OstseeLIFE, der deutschlandweit ersten virtuellen Unterwasser-Realität (VR) eines heimischen Meeres. Täuschend echt wird das Erlebnis mit einer VR-Brille: Über die innovative Technik „Authentic VR“ steuern Nutzer den „Tauchgang“ durch die Ostsee mit ihren eigenen Augen! Eine einfache VR-Brille bietet der NABU über seinen Shop an. Alternativ kann die Ostsee auch auf dem Computer, Tablet oder Smartphone über faszinierende 360-Grad-Aufnahmen erkundet werden!

Hintergründe des Projekts

Die Ostsee ist Deutschlands Urlaubsziel Nr. 1. Rund 6,5 Millionen Urlauber besuchten im vergangenen Jahr die Ostsee, vielleicht auch du. Doch die Ostsee hat viel mehr zu bieten als Strand und Badevergnügen: Sie besitzt eine wunderschöne und artenreiche Unterwasserwelt.

Nur wenige Menschen wissen: Die Ostsee ist stark bedroht. Denn Verschmutzung und industrielle Nutzung nehmen jedes Jahr zu. Jede dritte Art ist gefährdet und steht auf der deutschen Roten Liste. Lass uns gemeinsam ein neues Bewusstsein schaffen für den Erhalt und Schutz der Ostsee – als Lebensraum und Urlaubsziel! Für uns und für spätere Generationen.

OstseeLIFE vom NABU hilft dir dabei. Erlebe selbst, was die Ostsee so besonders macht und verstehe, wie wir sie schützen können. Tauche ein in eine faszinierende Unterwasserwelt, teile deine Eindrücke mit deinen besten Freunden – gemeinsam können wir viel bewegen! […]

Weitere Informationen über OstseeLIFE vom NABU findet ihr hier.

JETZT ABTAUCHEN!

 

 

 

 

Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.

Unterwasserlärm ist eine tödliche Gefahr für Wale und viele andere Meeresbewohner. Wir sind dafür verantwortlich, dass sich der Schallpegel in den Meeren in den letzten 60 Jahren etwa alle zehn Jahre verdoppelt hat. Der zunehmende Schiffsverkehr, Druckluftkanonen, Militärsonare, Sprengstoffe und Bautätigkeiten führen zu einem bedrohlichen Lärm im Ozean. Durch diese erheblichen Störungen müssen die Meeresbewohner ihre Lebensräume verlassen, erleiden gravierenden Hörschäden und stranden –  oder ertrinken unbemerkt in den Tiefen der Meere. In dem animierten Kurzfilm „Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.“ von Michael Stünzi und Ocean Care wird die eher unbekannte Problematik des Unterwasserlärms einem breiten Publikum anschaulich erklärt. Dieser Kurzfilm ist Teil der internationalen Kampagne „Silent Oceans.“

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=tIV8FRVzNjs

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=tIV8FRVzNjs

Weitere Informationen über den Kurzfilm „Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.“ findet ihr hier.

Weitere Informationen zu Unterwasserlärm:

https://www.deepwave.org/laermschutz-fuer-wale/

https://www.deepwave.org/die-ozeane/laerm/

https://www.deepwave.org/klimakrise-in-der-arktis-wie-der-laerm-unter-wasser-die-wale-bedroht/

 

OMCAR unterstützt lokale Fischhändler

Ein Einblick in die momentane Arbeit unserer Partnerorganisation OMCAR, mit der DEEPWAVE seit dem Jahr 2005 und dem Start der MANGREEN Kampagne den Küstenschutz in Tamil Nadu fördert. Die Fahrrad fahrenden Fischhändler, die küstenferne Dörfer mit der essenziellen Proteinquelle Fisch versorgen, sind ein wichtiger Bestandteil der vom Fischfang abhängigen Region. OMCAR hat 2017 diese Fischhändler ins Palk Bay Zentrum eingeladen, um nachhaltige Ideen im direkten Dialog zu entwickeln. Zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und zur sicheren Versorgung der lokalen Communities mit Fisch hat OMCAR den Fischhändlern neue Fahrräder, Transportboxen und Lampen zur Verfügung gestellt. Wenn ihr euch für die weitere Arbeit von OMCAR interessiert könnt ihr auf www.omcar.org mehr erfahren.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=a0koY_jv-6w&t=53s

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=a0koY_jv-6w&t=53s

Mehr zum MANGREEN Projekt und zum Aufbau des Palk Bay Zentrums findet ihr hier.

 

 

 

 

Urban/Coastal Clean-Up Guide


© Whale and Dolphin Conservation (WDC)

Unsere Freund*innen von der Whale and Dolphin Conservation (WDC) haben einen Urban und Costal Clean-Up Guide herausgegeben. Jetzt könnt ihr eure eigenen Müllsammelaktionen und Strand Clean-Ups noch besser organisieren, egal an welchem Ort. Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren, davon stammt 80% vom Festland. Um gegen die Plastikmüllflut im Ozean anzukämpfen müssen wir Einweg-Plastik vermeiden und unsere Umwelt sauber halten.

Müll sammeln können wir überall und zu jeder Zeit!

Mit dem Urban/Costal Clean-Up Guide von der Whale and Dolphin Conservation bekommt ihr viele nützliche Tipps und Informationen z.B. eine Clean-Up-Checkliste, informative Links, eine Liste hilfreicher Dokumente und einen Müllerfassungsbogen. Mit dem Müllerfassungsbogen könnt ihr genau die Art und Anzahl des Mülls festhalten, den ihr gesammelt habt. Diese Informationen könnt ihr dann an das Team der Whale and Dolphin Conservation weiterleiten, denn sie dienen der Forschung zum Schutz der Meere und setzten ein wichtiges Zeichen für den Umweltschutz!

Der komplette Urban/Coastal-Clean-Up-Guide (Whale and Dolphin Conservation): Beach-Clean-Up-Guide

Die kurze Druckversion (Whale and Dolphin Conservation): Druckversion-Beach-Clean-Up-Guide

WDC-Newsletter: https://secure.whales.org/secure/newsletter/

 

Meeresschutz ist machbar! „Zum Zustand der Meere – praktische Tipps zum aktiven Meeresschutz“


© SONNE UND STRAND Ferienhausvermittlung A/S

Das kostenfreie E-Book „Zum Zustand der Meere – praktische Tipps zum aktiven Meeresschutz“ der Ferienhausvermittlung „SONNE UND STRAND“ bietet einen Überblick zu den aktuellen Bedrohungen der Weltmeere und Ratschläge, wie wir die Meere auch während unseres Urlaubs schützen können. Das E-Book wurde von Ulrich Karlowski, Biologe und Gründer der Bürgerstiftung „Deutsche Stiftung Meeresschutz (DSM)„, verfasst. Der Inhalt umfasst wichtige Themen wie Überfischung durch industrielle Fischerei, die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll und den Zusammenhang von Umwelt – und Meeresschutz.

In „Zum Zustand der Meere – praktische Tipps zum aktiven Meeresschutz“ werden auch Empfehlungen für Freizeitangebote zum Schutz der Meere aufgezeigt z.B. auf Rømø gibt es „Meeresmülltouren“, die vom Naturcenter Tonnisgrad veranstaltet werden. Zusätzlich können wir Plastikmüll vermeiden, auf den Verzehr von Fisch verzichten und Müll sammeln, wenn wir an der frischen Luft sind.

Ohne Meer kein Leben!

Die Ozeane sind der größte Lebensraum unseres Planeten. Ihre weitgehend unerforschte Artenvielfalt ist überwältigend – noch. Sie sind essenziell für die Versorgung von Milliarden Menschen mit wertvollem Fischprotein und haben entscheidenden Anteil an der Stabilisierung des Weltklimas. Und doch setzen wir ihnen unerbittlich zu, beuten ihre Ressourcen gnadenlos aus. Bereits jetzt sind 80 Prozent der weltweiten Fischbestände bis an die Grenzen be- oder überfischt. Bis Mitte des Jahrhunderts könnte mehr Plastikmüll als Fisch in den Ozeanen sein. Neben dringend notwendigen politischen Maßnahmen auf internationaler Ebene kann jeder Einzelne etwas zum Meeresschutz beitragen. Umweltschutz geht auch im Urlaub: Zum Beispiel Abfälle sauber trennen, damit sie recycelt werden, bei einer Strandsäuberung mitmachen, Plastikmüll vermeiden. Jeder kann den Meeren helfen!

Das E-Book konzentriert sich auf den Meeresschutz in der Nord- und Ostsee, den beliebten Urlaubsregionen für jährlich Millionen Erholungsuchende und wirtschaftlich stark genutzten deutschen Meeren. […]

Weitere Informationen über das E-Book „Zum Zustand der Meere – praktische Tipps zum aktiven Meeresschutz“ und den Link zum downloaden findet ihr hier.

 

 

 

Einkaufstüten aus Hummerschalen

Das britische Start-up-Unternehmen „Shellworks“ produziert Kunststoffprodukte wie zum Beispiel Blumentöpfe und Einkaufstüten aus den Chitinpanzern von Krustentieren, die in Restaurants übrig bleiben und normalerweise entsorgt werden. In Kooperation mit einer Restaurantkette aus London, in der jährlich 375 Tonnen „Hummerreste“ anfallen, kann das Unternehmen pro Jahr etwa 7,5 Millionen Einkaufstüten herstellen, die nach der Benutzung als Dünger verwendet werden können. Eigentlich ist es absurd, dass diese Meerestiere jetzt unsere Plastiktüten ersetzten. Hummer, Garnelen und andere Krebstiere werden trotzdem noch in so hohen Mengen konsumiert, sodass die „Abfallprodukte“ dieser Lebewesen zumindest genutzt und nicht weggeworfen werden sollten.

Weitere Informationen findet ihr dem Video von ZEIT ONLINE: https://www.zeit.de/video/2019-04/6021666785001/plastik-einkaufstueten-aus-hummerschalen

Shellworks: https://www.theshellworks.com/

 

 

 

 

Gewässertyp des Jahres 2019: Das große Nordseeästuar

Eine Satellitenaufnahme der Nordseeästuare
© Umweltbundesamt

Pressemitteilung, 21.03.2019 vom Umweltbundesamt (UBA)

Die Flussmündungen von Elbe, Ems und Weser haben sich in den vergangenen Jahren aufgrund der vielfältigen Nutzungsanforderungen aus Industrie, Schifffahrt, Hafenbetrieb und Hochwasserschutz stark verändert. Dazu haben vor allem Deiche und Sperrwerke zur Landgewinnung sowie zum Schutz vor Sturmfluten beigetragen. Dadurch gibt es weniger Überflutungs- und Sedimentationsflächen. Nähr- und Schadstoffeinträge aus den landwirtschaftlichen Flächen im Einzugsgebiet von Elbe, Ems und Weser beeinträchtigen die Wasserqualität. Auch die Fischerei und der Tourismus wirken sich auf den Zustand der Mündungen aus. Um auf diese Entwicklungen aufmerksam zu machen, werden die Flussmündungen von Elbe, Ems und Weser zum Gewässertyp des Jahres 2019 ernannt. In der Fachsprache werden die trichterförmigen Flussmündungen auch als Nordseeästuare bezeichnet. Noch zum Ende des 19. Jahrhunderts wiesen die drei Ästuare eine weitgehend natürliche Gestalt auf. Heute wird ihr ökologischer Zustand – insbesondere die Vielfalt von Pflanzen, Tier und Organismen und natürlichen Lebensräumen – als mäßig bis unbefriedigend bewertet.

Ästuare entstehen, wenn Gezeitenwellen weit in Flussmündungen vordringen. Das ist in der Nordsee der Fall, da der Tidenhub, also der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser groß ist. Die regelmäßigen Flutwellen und Ebbeströme weiten das Flusstal aus, sodass nach und nach eine trichterförmige Mündung entsteht: diese nennt man Ästuar. In der südlichen deutschen Nordsee sind die Mündungen von Ems, Weser und Elbe Ästuare. Der Tidenhub beträgt dort zwischen zwei und drei Metern. In den Ästuaren mischt sich das Süßwasser der Flüsse mit dem Salzwasser der Nordsee zu Brackwasser. […]

Die vollständige Pressemitteilung findet ihr hier.

Weitere Informationen über die Kampagne:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaessertyp-des-jahres/gewaessertyp-des-jahres-2019-grosses-nordseeaestuar#textpart-1

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/poster-gewaessertyp-des-jahres-2019

UBA: https://www.umweltbundesamt.de/

 

 

 

 

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