Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

Charity-Rallye for DEEPWAVE

Charity-Rallye for DEEPWAVE

Alle Teilnehmner der Superlative Adventure Club-Challenges (Knights of the Island-Rallye, Baltic Sea Rallye, European and Pacific Rallye) und auch alle anderen Freunde der Meere: seid herzlich willkommen!

Hilf uns für den Schutz der Ozeane Spenden einzusammeln.

Als Charity-Partner freuen wir uns wenn Ihr die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. unterstützt.

Bald startet die Knights of the Island – das ist der ultimative Abenteuer Roadtrip im vereinigten Königreich. Erobere die Burgen und Schlösser Englands, erklimme die sagenumwobenen Highlands in Schottland und entdecke die alten keltische Wurzeln im Land des Drachens, Wales.
http://knights.superlative-adventure.com/

Und bald startet die Baltic Sea Rallye – In 16 Tagen 7.500 km rund um die Ostsee. Ohne Navi, ohne GPS, in einem Auto älter als 20 Jahre. Das ist die Baltic Sea Circle Rally.

Über DEEPWAVE:
Die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. hat sich im Frühjahr 2003 gegründet. Ziel der Initiative ist es, zur Entwicklung und Förderung umweltverträglicher Strukturen für das Ökosystem Ozean beizutragen.

DEEPWAVE will
– das Bewusstsein über Umweltgefährdungen fördern
– politischen Druck machen, um die Ursachen zu beheben
– die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse fördern und
– einen organisatorischen Rahmen für Informations- und Meinungsaustausch zu meereskundlichen Themen bieten

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Ökoschuldentag – Earth Overshoot Day 2014

Ökoschuldentag – Earth Overshoot Day 2014
Der Tag, an dem unser Okologischer Fussabdruck unsere jahrlich erneurbaren Ressourcen übersteigt

In weniger als acht Monaten hat die Menschheit das gesamte Budget an erneuerbaren Ressourcen für das Jahr 2014 aufgebraucht. Die Menschheit lebt jetzt auf ökologischen Pump laut Daten von Global Footprint Network, einem internationalen Think-Tank zum Thema Nachhaltigkeit mit Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Asien.

Global Footprint Network berechnet und vergleicht die Inanspruchnahme des Planeten durch die Menschheit („Ökologischer Fußabdruck“) mit Biokapazität, der Fähigkeit der Natur, Rohstoffe zu erzeugen und Schadstoffe abzubauen, wie Kohlenstoffdioxid. Der Earth Overshoot Day (“Ökoschuldentag”) wird an jeweils dem Tag im Jahr begangen, an dem der Ökologische Fußabdruck der Menschheit unsere jährlich erneuerbaren Ressourcen übersteigt. Global Footprint Networks Berechnungen zeigen, dass seit dem Jahr 2000 die Ökoschulden (“Overshoot”) kontinuierlich gewachsen sind. Folglich findet Earth Overshoot Day immer früher im Kalenderjahr statt – im Jahr 2000 am 1. Oktober, dieses Jahr bereits am 19. August.

„Der ‚Global Overshoot‘ (globale Öko-Verschuldung) wird immer mehr zu einer der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es ist ein ökologisches und ökonomisches Problem gleichermaßen,“ so Mathis Wackernagel, Präsident von Global Footprint Network und Miterfinder des Ökologischen Fußabdruck –Konzeptes (Englisch Ecological Footprint), ein Buchhaltungssystem, dass die Bestände der natürlichen Ressourcen erhebt und bewertet. „Länder mit Ressourcendefiziten und niedrigem Pro-Kopf-Einkommen sind besonders betroffen. Aber auch Länder mit hohem Einkommen, die in der finanziellen Lage sind, sich vor den unmittelbaren Auswirkungen der Ressourcenabhängigkeit zu schützen, müssen sich darüber klar werden, dass eine langfristige Lösung diese Ressourcenabhängigkeit angehen muss, bevor sich diese zu einer größer werdenden wirtschaftlichen Belastung entwickeln kann.“

Noch 1961 hat die Menschheit etwa dreiviertel der Kapazität genutzt, über die die Erde verfügt, um Nahrungsmittel, Forst- und Faserprodukte, sowie Fischbestände zu erneuern und Treibhausgase zu binden. Die meisten Länder hatten mehr Biokapazität zur Verfügung als sie in Form von Resourcen (Footprint) beanspruchten. In den frühen 1970er Jahren hatte das weltweite Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum den Ecological Footprint der Menschheit jenseits dessen was unser Planet nachhaltig erneuern konnte, anwachsen lassen. Dies war der Beginn der Überschreitung der ökologischen Grenzen.

Mittlerweile leben 86 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern, die mehr erneuerbare Ressourcen beanspruchen, als deren eigene Ökosystem erneuern können. Global Footprint Networks Berechungen zufolge bedarf es 1,5 Planeten um die erneuerbaren Resourcen zu produzieren und den momentan Ressourcenverbrauch der Menschheit zu ermöglichen. Moderate Bevölkerungs-, Energie- und Nahrungsmittelprognosen legen nahe, dass die Menschheit die Biokapazität von drei Planeten bereits vor 2050 benötigen könnte. Die dafür benötigten Ressourcen könnten jedoch nicht zur Verfügung stehen.

Die Kosten der ökologischen Budgetüberschreitung werden täglich mehr und mehr ersichtlich. Die Extrakosten in Form von Entwaldung, Trinkwassermangel, Erosion, Verlust an Artenvielfalt sowie die Anreicherung von CO2 in unserer Atmosphäre, die wir für diese wachsenden Ökoschulden bezahlen, verursachen auch steigende menschliche und wirtschaftliche Verluste.

Regierungen, die knapper werdende Ressourcen nicht bei politischen Entscheidungen berücksichtigen, könnten so die eigene wirtschaftliche Entwicklung gefährden. In Zeiten von ständiger Ressourcenüberbeanspruchung werden die Länder mit Biokapazitätsdefiziten, die ihre Ressourcenabhängikeit reduzieren, erkennen, dass dies im Eigeninteresse ihres Landes ist. Dagegen werden Länder, die über eine Biokapazitätsreserve verfügen, einen Anreiz haben, diese ökologischen Vermögenswerte als wachsenden Wettbewerbsvorteil in einer Welt von verschärften ökologischen Rahmenbedingungen zu sehen.

Eine wachsende Zahl an Länder hat dies erkannt und ergreift eine Vielzahl an Maßnahmen.

Die Philippinen, als erstes Land in Südostasien, befinden Sie auf dem Weg, den Ökologischen Fußabdruck auf höchster politischer Ebene in die Gesetzgebung festzuschreiben – in dem Nationalen Raumplanungsgesetz. Diese Richtlinie ist die Erste dieser Art in den Philippinen, und soll das Land vor willkürlicher Bebauung schützen und bei der Planung der Ressourcennutzung und dem Ressourcenmanagement von Nutzen sein. Die Gesetzgeber wollen den Ökologischen Fußabdruck in diese Richtlinie integrieren, um so Ressourcenknappheit zu einem entscheidenden Gesichtspunkt bei der Entscheidungsfindung zu machen.

Die finanzstarken Vereinigten Arabischen Emirate haben die Absicht, ihren Pro-Kopf Ecological Footprint — einer der größten weltweit — deutlich zu verringern, angefangen mit den Co2-Emissionen. Dies ist das Ziel der Beleuchtungsrichtlinie für Energieeffizienz welche vorsieht, dass nur energieeffiziente Innenbeleuchtungsprodukte in allen Emiraten bis zum Ende des Jahres erhältlich sind.

Marokko zeigt sich interessiert an einer Zusammenarbeit mit Global Footprint Network, um eine Analyse seiner 15-Jahr-Strategie für Nachhaltige Entwicklung im Bereich der Landwirtschaft – ‘Plan Maroc Vert‘ – mit Hilfe des Ökologischen Fußabdrucks durchzuführen. Marokko ist bestrebt zu untersuchen wie der Plan zur Nachhaltigkeit des Landwirtschaftssektors und einem landesweiten Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft beiträgt.

Unabhängig von länderspezifischen Umständen zeugt die Berücksichtigung von ökologischen Risiken bei der wirtschaftlichen Gestaltung und Entwicklung des Landes nicht nur von Weitblick — es ist zu einer Notwendigkeit geworden.

Berechnen Sie Ihren Ökologischen Fußabdruck hier und finden Sie heraus, wie Sie diesen verringern können:
http://www.footprintnetwork.org/calculator

To learn more about Global Footprint Network please go to http://www.myprgenie.com/company/profile/global-footprint-network.

Deutsche Wal- und Delfinschützer demonstrieren auf den Färöer-Inseln gegen die Grindwaljagd

Deutsche Wal- und Delfinschützer demonstrieren auf den Färöer-Inseln gegen die Grindwaljagd

Alljährlich werden auf den europäischen Färöer-Inseln im Nordatlantik mit etwa 48.000 Einwohnern meist mehr als tausend Grindwale und andere Delfine an die Strände getrieben und brutal abgeschlachtet. Die Geschäftsführer der Tierschutzorganisationen Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF (Jürgen Ortmüller) und ProWal (Andreas Morlok) haben für kommenden Dienstag die historisch erste offizielle Demonstrationen gegen das Walschlachten in der Inselhauptstadt Tórshavn angekündigt.

Die Aktivität der Tierschützer löste in verschiedenen Internet-Foren bereits im Vorfeld bei einigen Färingern heftigste Beschimpfungen und sogar Morddrohungen aus. „Nazis go home“ und „bullshit“ gehörten dabei zum Standardrepertoire.

Vor vier Jahren waren die beiden Tierschutzaktivisten bereits als Undercover-Angler getarnt auf den Färöer-Inseln und konnten mehrfach Missstände bei der Grindwaljagd dokumentieren, die vom WDSF bei der Generalstaatsanwaltschaft in Kopenhagen (Dänemark) zur Anzeige gebracht wurden. Die Inselgruppe ist zwar autonom, jedoch obliegen die Bereiche der Justiz und der Verteidigung dem Mutterland Dänemark. In der Folge der Anzeige wurde ein Gesetz erlassen, das ab 2015 nur noch Personen mit einer erworbenen Lizenz erlaubt, an den Treibjagden teilzunehmen. Bisher dürfen sich noch alle Einwohner mit ihren Kindern ab 14 Jahre und auch Touristen an dem blutigen Gemetzel beteiligen. Restaurants und Märkte benötigen seit der Anzeige eine Genehmigung der Gesundheitsbehörde zum kommerziellen Grindwalfleischverkauf. Gleichwohl wird das mit Umweltgiften belastete Walfleisch auch Touristen entgeltlich zum Verzehr angeboten.

Die Färinger berufen sich auf ihren autonomen Status und ihre Nicht-EU-Zugehörigkeit, die ihnen die Grindwaljagd erlaubt. Der von den Einwohnern genannte „Grindadráp“ endet meist in volksfestähnlicher Stimmung. Jeder, der sich in Listen eingetragen hat, erhält kostenlos zugeordnete Quoten an Fleisch und Speck der Grindwale. Die letztjährige Fleischmenge von 1.104 getöteten Grindwalen im Zeitraum vom 21. Juli bis 14. November belief sich auf rund 315.000 Kilogramm Walfleisch und etwa 280.000 Kilogramm Walspeck. Hinzu kam das Fleisch von 430 getöteten Weißseiten-Delfinen.

Andres Morlok (ProWal): „Der Konsum des mit Quecksilber, PCBs und anderen Giften kontaminierten Grindwalfleisches trägt zur schleichenden Vergiftung der Bevölkerung bei. Der Leiter der örtlichen Gesundheitsbehörde, Pál Weihe, kam nach einer Studie, die mehrere renommierte Wissenschaftler im Jahr 2012 erstellten, zu der Schlussfolgerung, dass Grindwalfleisch und -speck nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Die färöische Regierung kann es sich nicht mehr leisten, das Wichtigste was es hat, seine Bewohner und auch seine ausländischen Gäste, nicht ausreichend zu schützen. Wir haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgefordert, auf die färöische Regierung einzuwirken, damit der Grindwalfang gänzlich verboten wird. Nahrungsmittel hat das reiche Land genügend. 2008 gab es keinen Grindwalfang und niemand musste deshalb an Hunger leiden. Wir baten auch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) gegen den Grindwalfang zu intervenieren. Wir haben Indizien dafür, dass sich nach ihrer jahrhundertelangen Bejagung mit der Tötung von mehr als 266.000 Tieren, die Grindwalbestände nicht mehr erholen und diese Art ohne Not an den Rand der Ausrottung gebracht wird.“

Die beiden Tierschützer haben im Hinblick auf die massiven Drohungen Polizeischutz bei der Behörde in Tórshavn beantragt und das Auswärtige Amt in Berlin informiert. Mehr als 90 Personen hatten sich für die Färöer-Demonstration auf einer online-Veranstaltungsseite angemeldet. Aus Sicherheitsgründen haben die Veranstalter nun darum gebeten, von der Teilnahme an der Demonstration abzusehen. Die beiden Geschäftsführer wollen sich der Herausforderung nun alleine stellen.

Jürgen Ortmüller (WDSF): „Die Polizei hat uns mitgeteilt, dass wir willkommen seien, obwohl unsere Demo auf den höchsten Nationalfeiertag, die Ólavsøka, fällt. Den Färingern hat es noch nie gefallen, mit ihrer unzeitgemäßen Tradition im kritischen Licht der Öffentlichkeit zu stehen. Wir wollen dennoch friedlich auf die barbarische Treibjagd der Grindwale aufmerksam machen, die weltweit verurteilt wird. Die Demonstration wird erst der Anfang von weiteren Aktivitäten sein. Wir werden die deutschen Kreuzfahrtunternehmen AIDA und TUI Cruises erneut auffordern, nicht das Risiko von Augenzeugenberichten einer blutigen Treibjagd ihren Gästen zuzumuten. Kinder könnten traumarisiert werden.“

AIDA hatte im letzten Jahr nach intensivem Druck des WDSF zwei geplante Färöer-Anlandungen gestoppt und den Ministerpräsidenten der Färöer-Inseln, Kaj Leo Holm Johannesen, in einem Brief gebeten, den unzeitgemäßen Grindwalfang zu beenden.

Hintergrund:
WDSF: http://www.wdsf.eu/index.php/aktionen/faeroeer-walfang
ProWal: http://www.walschutzaktionen.de/2318201.html

Petition to Ban Ki-moon: Help secure high seas protection

Ban Ki-moon: Help secure a living ocean, food and prosperity – propose a new agreement for high seas protection in September 2014

Petition:
https://api.change.org/petitions/ban-ki-moon-help-secure-a-living-ocean-food-and-prosperity-propose-a-new-agreement-for-high-seas-protection-in-september-2014

Background Info:
http://missionocean.me/

To
Ban Ki-moon, Secretary General, United Nations
Dear Secretary-General,

I know that you are personally committed to ocean health and protection.

I do not need to remind you that the ocean supplies the oxygen in every second breath we take, or that billions of us rely on it for food, fresh water, energy, transport and medicine, or that it covers 70% of the Earth’s surface and supports all life on Earth.

And as valuable resources such as medicines will increasingly come from the deep sea in the future, I am sure you agree we must ensure marine resources are protected and managed responsibly and fairly, and that we all benefit, including future generations.

Three billion people rely on the ocean for their livelihoods. Marine and coastal resources are worth US$3 trillion a year – around 5% of the world’s GDP – and worldwide, 350 million jobs are linked to the ocean while 97% of fishers live in developing countries.

Scientists are telling us that we are pushing our ocean system to the point of collapse, and without proper governance, we are putting food security, global prosperity, and our own health and livelihoods at risk.

I understand that the UN General Assembly is to take a decision on whether to negotiate a new agreement on high seas protection at its session starting on September 24, 2014.

I support the many States that have already called for the adoption of an implementing agreement under the UN Convention on the Law of the Sea that supports the restoration of ocean productivity, guards against irresponsible exploitation, prioritises ocean health, enhances equitable sharing of benefits, and allows for the creation of marine protected areas on the high seas to replenish fish stocks.

In your opening address to world leaders at the General Assembly in September, please add my voice to those of millions of others who want to empower you and the members of the United Nations to open negotiations for the sustainable use and conservation of the high seas.

It’s time we took proper care of our ocean. Please call for a new agreement for high seas protection and ocean health.

Petition:
https://api.change.org/petitions/ban-ki-moon-help-secure-a-living-ocean-food-and-prosperity-propose-a-new-agreement-for-high-seas-protection-in-september-2014

Tauchen für den Frieden

Tauchen für den Frieden

In diesem Jahr jährt sich bereits zum einhundertsten Mal der Erste Weltkrieg. Die UNESCO organisiert aus diesem Anlass im Rahmen der Konvention zum Schutz des Kulturerbes unter Wasser den „Dive for Peace Day“, an dem sich der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) e.V. und der Welttauchsportverband CMAS beteiligen. Dieser Tauchaktionstag findet weltweit am 28. Juni 2014 statt und wird von einer Vielzahl von Tauch- und Unterwasserclubs unterstützt und mitgetragen.

Offenbach, 18.06.2014: Ziel dieses Aktionstages ist es, möglichst viele Menschen bei Gedenktauchgängen an den Seekriegsstätten des Ersten Weltkrieges zu sensibilisieren und kulturhistorische Objekte unter Wasser zu schützen. Archäologisches Unterwasserkulturgut ermöglicht Aussagen zur Kultur- und Umweltgeschichte, einen Zugang zur Vergangenheit und trägt zum besseren Verständnis der Geschichte bei. Jedoch sind diese Unterwassergüter durch Schatzjäger, Metallrückgewinnung und Fischfang auf dem Meeresgrund bedroht.

Am 28. Juni 2014 sind Sporttaucher aller Ausbildungsstufen aufgerufen bei ihren Gedenktauchgängen die Unterwasserkulturgüter zu besuchen und sie dabei mit Bildern, Videos und Berichten aus erster Hand zu dokumentieren. Eingereicht werden können diese Bilder unter archaeologie@vdst.de, die dann anschließend durch die UNESCO weltweit online verfügbar gemacht werden.

„Kulturhistorische Objekte unter Wasser sind faszinierend und einzigartig“, so PD Dr. Ralph Schill vom VDST. „Ein freier Zugang kann wesentlich zum Erhalt des verborgenen Kulturerbes beitragen. Das zu besichtigende kulturelle Erbe steht dabei als Mahnmal. Ein respektvolles, vorsichtiges und angemessenes Verhalten gegenüber unserem kulturellen Erbe und seiner Bedeutung sind dabei sehr wichtig. Bei Gefahr einer nachhaltigen Schädigung der kulturhistorischen Objekte muss jeder Sporttaucher unaufgefordert und selbstverständlich auf die Ausübung des Tauchens verzichten und seine persönlichen Interessen nachordnen.“

Der Verband Deutscher Sporttaucher
Im Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) sind über 75.000 Unterwassersport-Begeisterte in rund 1.000 Tauchsportvereinen organisiert. Dabei bietet der VDST seinen Mitgliedern die besten Möglichkeiten, das Sporttauchen sicher zu erlernen und auszuüben.
Schon Mitte der 1990er Jahre entwickelte der VDST als einer der ersten Sportverbände die „Leitlinien für einen umweltverträglichen Sport“, für eine naturschonende Sportausübung in der freien Natur. Der VDST ist einziger deutscher Vertreter des ideellen Welttauchsportverbandes Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques (CMAS) und bietet damit eine international anerkannte Brevetierung. Das hohe Qualitätsniveau der Ausbildung ist durch den Europäischen Tauchsportverband (EUF) zertifiziert und durch den Deutschen Olympischen Sportbund ( DOSB ) lizenziert.

Weitere Informationen & druckfähige Bilder:
http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/HQ/CLT/pdf/Press_kit-Bruges_Conference_EN_Final.pdf

Ansprechpartner
Verband Deutscher Sporttaucher e.V.
Berliner Str. 312, 63067 Offenbach
Tel. +49 69 – 9819 02 5
Fax +49 69 – 9819 02 98
presse@vdst.de | www.vdst.de

„Das Meer braucht dringend unsere Hilfe!“

„Das Meer braucht dringend unsere Hilfe!“

Zum Welttag der Ozeane am 8. Juni veröffentlicht das IASS zusammen mit IDDRI umfassende Vorschläge für eine nachhaltigere Nutzung der Hohen See. Diese Meeresgebiete bedecken fast die Hälfte der Erdoberfläche und werden zunehmend als Ressourcenquelle erschlossen, dennoch fehlen angemessene internationale Regelungen zu ihrem Schutz. Die Forschungsergebnisse zeigen auf, wie die Governance der Ozeane durch eine Verbindung unterschiedlicher Strategien, von schrittweisen und kurzfristig umsetzbaren Verbesserungen bis hin zu langfristigeren international verbindlichen Abkommen, reformiert werden kann.

Die Empfehlungen, die mit Partnern aus Wissenschaft, Politik, internationalen Organisationen und der Zivilgesellschaft erarbeitet wurden, werden in diesen Tagen mit weltweit führenden Meeresschutz-Experten in einem aus 14 Fachartikeln bestehenden Sonderteil der englischsprachigen Fachzeitschrift „Marine Policy“ veröffentlicht. Sie werden von IASS und IDDRI bei den Verhandlungen der Vereinten Nationen über ein neues, globales Abkommen zum Schutz der Hohen See vom 16. bis 19. Juni in New York vorgestellt und diskutiert.

Überfischung, Meeresverschmutzung, Klimawandel und andere Einwirkungen haben dazu geführt, dass bereits heute der größte Teil der Meere stark vom Menschen beeinflusst ist. In einer Welt mit bald 9 Milliarden Menschen ist davon auszugehen, dass die Gefährdung der Weltmeere zunehmen wird. Insbesondere die Hohe See – jene Meeresgebiete, die außerhalb nationaler Hoheitsgewässer liegen – wird zunehmend als letzte große Ressourcenquelle erschlossen und ausgebeutet. „Das Meer braucht dringend unsere Hilfe! Das ist auch in unserem eigenen Interesse. Denn das Meer ist eine unverzichtbare Nahrungsquelle und der Lebensraum für unzählige Arten. Hier müssen wir zeigen, dass wir unsere gemeinsamen Lebensgrundlagen nachhaltig und gerecht nutzen können“, unterstreicht IASS-Exekutivdirektor Klaus Töpfer anlässlich der Veröffentlichung des Sonderteils „Advancing Governance of Areas Beyond National Jurisdiction“ in der „Marine Policy“.

Den Vorschlag eines neuen, verbindlichen Abkommens für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt auf der Hohen See – eine Lücke im bestehenden internationalen Seerechtsübereinkommen – hatte die Staatengemeinschaft auf dem Umweltgipfel Rio+20 aufgegriffen: Bis August 2015 (Ende der 69. Sitzungsperiode der UN-Generalversammlung) soll über die Notwendigkeit und den Start von Verhandlungen entschieden werden. Mögliche Elemente des Abkommens wären die Einrichtung von Meeresschutzgebieten, Umweltverträglichkeitsprüfungen für menschliche Aktivitäten, der gerechte Zugang zu marinen genetischen Ressourcen sowie der Transfer maritimer Technologien in Entwicklungsländer.

Mit Blick auf die UN-Verhandlungen warnen die Direktoren von IDDRI und IASS, Laurence Tubiana und Klaus Töpfer, allerdings davor, dort alles nur auf eine Karte zu setzen. Neben den Verhandlungen eines neuen Abkommens, die möglicherweise viele Jahre in Anspruch nehmen könnten und deren Abschluss ungewiss sei, sollten deshalb auch komplementäre Strategien, die kurzfristiger umsetzbar sind, verfolgt werden. Dazu zählt insbesondere die Nutzung regionaler Abkommen. Über diese konnten bereits Erfolge erzielt werden wie z.B. im Nordost-Atlantik, wo ein erstes Netzwerk von Meeresschutzgebieten auf der Hohen See ausgewiesen wurde. Ein weiterer Weg wäre über die ebenfalls 2012 in Rio beschlossene Verhandlung globaler Nachhaltigkeitsziele möglich. Dadurch kann ein ganzheitlicher globaler Ansatz für die Entwicklungs- und Umweltpolitik in der Zeit nach 2015 erreicht werden, der die nachhaltige Nutzung der Ozeane einschließen sollte.

Für Interviewwünsche, Nachfragen oder Gastkommentare stehen Ihnen unsere Ocean Governance-Experten Sebastian Unger und Katherine Houghton vom IASS gern zur Verfügung.
Weitere Informationen:

http://www.iass-potsdam.de
http://www.iddri.org/

Jap. Whaling – Japanische Waljagd 2013/2014

Alle Jahre im Ende November / Anfang Dezember gehen die japanischen Waljäger wieder auf Jagd im Südpolarmeer. Alle Jahre wieder entsenden seit einigen Jahren die Sea Shepherds als einzige Umweltschutzorganisation Schiffe in das Südpolarmeer, um die japanische Waljagd zu filemen und wo möglich zu behindern. So auch dieses Jahr.

Aufgrund eines Gerichtsurteils in den USA unterstützt Sea Shepherd USA die Waljagdaktion nicht. Man findet auf der Hauptwebseite des Sea Shepherds daher nichts zu der laufenden „Operation Relentless“, aber bei Sea Shepherd Australien und auch Sea Shepherd Deutschland.

Wie in den Vorjahren werde ich hier ab und zu zusammengefasste Information zum Thema bringen.

10. August 2013:

In science terms, Japan has no need at all to kill whales
Final arguments from the defence and prosecution were heard in mid-July, and the world court is now considering its judgment. At issue is Japan’s right to conduct its seasonal “scientific” whaling program in Antarctic waters. But the case has involved arguments about how to define science itself.

The legal challenge to Japan has been brought to the International Court of Justice (ICJ) in the Hague by Australia, which has asked the Netherlands-based court to find that Japan’s whaling program is illegal because it is actually commercial whaling — not scientific research that is permissable under the 1982 moratorium on commercial whaling declared by the International Whaling Commission (IWC), which went into effect in the 1985/86 coastal and pelagic hunting seasons.

On June 1, 2010, Australia initiated proceedings at the ICJ against Japan, alleging breach of international obligations concerning whaling. …

More: http://www.japantimes.co.jp/news/2013/08/10/national/in-science-terms-japan-has-no-need-at-all-to-kill-whales/

23. November 2013:

Meeresschützer von Sea Shepherd starten zehnte Kampagne in der Antarktis – und Deutschland-Geschäftsführer Sven „Maddy“ Matthiessen aus Itzehoe ist dabei. …

Quelle und mehr: http://www.shz.de/lokales/norddeutsche-rundschau/unerbittlicher-kampf-gegen-japanische-walfaenger-id4534316.html

03. Dezember 2013:

Whaling fight: Sea Shepherd accuses Coalition of backing away from pledge
Government is refusing to redeploy a patrol vessel which is being used to intercept asylum seekers near Christmas Island

Source and more: http://www.theguardian.com/environment/2013/dec/03/whaling-sea-shepherd-accuses-coalition

7. Dezember 2013:

Japanische Walfangflotte fährt los ins Australische Antarktische Walschutzgebiet

Quelle und mehr: http://www.sea-shepherd.info/news-and-media/2013/12/08/japanische-walfangflotte-fhrt-los-ins-australische-antarktische-walschutzgebiet-1502

18. Dezember 2013:

Die Sea Shepherd-Flotte sticht in See – Start der zehnten Antarktiskampagne zum Schutz der Wale: Operation Relentless …

Quelle und mehr: http://sea-shepherd.info/news-and-media/2013/12/19/die-sea-shepherd-flotte-sticht-in-see-start-der-zehnten-antarktiskampagne-zum-schutz-der-wale-1505

22. Dezember 2013:

Australia says it will send a surveillance plane to the Southern Ocean to monitor Japanese whaling ships.

The government hopes the aircraft will help prevent conflict between the whalers and environmentalists.

But a campaign group says officials should be sending ships to stop – not monitor – the annual whale catch.

The International Court of Justice is due to rule next year on an Australian claim that Japanese whaling is illegal …

Source and more: http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-25485221

Read also:
http://japandailypress.com/tag/whaling/

Kämpfen für die letzten 300 Ostseeschweinswale

Hannes Jaenicke kämpft für die letzten 300 Ostseeschweinswale

Schauspieler und Umweltschützer übernimmt Schirmherrschaft für Kreativwettbewerb „Die letzten 300“ zum Schutz des Schweinswals in der zentralen Ostsee

München, Berlin 12.08.2013: Die Zahl toter Schweinswale, die entlang der deutschen Ostseeküste angeschwemmt werden, ist auch in diesem Sommer dramatisch hoch. Für die letzten 300 Tiere der zentralen Ostsee geht es schlicht ums Überleben. Mit dem Kreativwettbewerb „Die letzten 300“ machen der Schauspieler und Umweltschützer Hannes Jaenicke und Umweltverbände auf die drohende Gefahr des Aussterbens des letzten bei uns heimischen Kleinwals aufmerksam.

Allein in diesem Sommer sind bisher an den Stränden der deutschen Ostsee 44 verendete Schweinswale gemeldet worden. Erst Mitte Juli wurde ein hochträchtiges Weibchen an den Strand nahe Bad Doberans gespült. In der zentralen Ostsee östlich der Halbinsel Fischland-Darss gehen Wissenschaftler von nur noch etwa 300 Schweinswalen aus.

„Die Todesrate ist viel zu hoch. So kann sich der Bestand nicht erholen. Wir müssen jetzt handeln, bevor es zu spät ist!“, sagt Schauspieler und Umweltschützer Hannes Jaenicke, der heute die Schirmherrschaft für ein Wettbewerbsprojekt zum Schutz der letzten Schweinswale übernommen hat.

Mit dem Kreativwettbewerb „Die letzten 300“ rufen die Umweltverbände Whale and Dolphin Conservation (WDC), NABU und OceanCare in Kooperation mit dem UN-Abkommen zum Schutz von Kleinwalen in Nord- und Ostsee ASCOBANS die Öffentlichkeit auf, sich kreativ mit den Schweinswalen in Deutschland auseinanderzusetzen. Unter dem Motto „Was bedeuten dir Wale?“ können Fotoarbeiten, Videos, Bilder, digitale Projekte und Skulpturen bis zum 19. Oktober eingereicht werden. Zu gewinnen gibt es neben einer Reise nach Fehmarn auch Preisgelder und attraktive Walpakete. Hobbybastler, Künstler und professionelle Kreative sind gleichermaßen angesprochen, ihrer Sorge um Schweinswale kreativ Ausdruck zu verleihen.

Die Gewinnereinsendungen werden Ende des Jahres der Bundesregierung übergeben, um sie aufzufordern, sich jetzt aktiv für den Ausbau von Schutzgebieten einzusetzen, in denen für Schweinswale gefährliche Fischerei verboten ist. „Nur wenn wir den Politikern zeigen, dass uns unsere letzten Wale wirklich wichtig sind und dass die Politik jetzt Handeln muss, werden sie sich bewegen!“, appelliert Hannes Jaenicke.

„Wie verfolgen mit dem Wettbewerb eine eigene, moderne Strategie, um auf die Probleme eines der letzten in Deutschland heimischen Wale aufmerksam zu machen“, so die Verbände.

„Wir erhoffen uns ideenreiche Beiträge, die uns auf kreative Weise verdeutlichen, inwiefern Schweinswale in unserem menschlichen Denken verankert sind – und wie dies weiter verbessert werden kann. Wenn ein wirkliches Bewusstsein in der Bevölkerung für die „deutschen“ Wale da ist, muss die Politik auch entsprechend handeln. Wir brauchen dringend effektive Schutzgebiete ohne schädliche menschliche Nutzung und Fischereitechniken, die Beifänge von Walen und Seevögeln verhindern.“ www.schweinswal.eu

Hintergrundinformationen:
In der Ostsee unterscheiden Wissenschaftler zwei Populationen von Schweinswalen. Die Schweinswal-Population in der zentralen Ostsee unterscheidet sich von den Schweinswalen in der westlichen Ostsee und gilt als eigenständig. Von der ursprünglich die gesamte Ostsee bewohnenden Population ist nunmehr nur noch ein winziger Bruchteil übrig geblieben. Die Hauptbedrohung sind Stellnetze, in denen sich viele Individuen – vor allem junge Tiere – immer wieder verheddern und qualvoll umkommen. Aber auch andere Eingriffe des Menschen wie Schifffahrt, seismische Untersuchungen zur Erdölerkundung, Bau von Windkraftanlagen und der dadurch verursachte enorme Lärm im Meer setzen den sensiblen Meeressäugern enorm zu.

1994 wurde ASCOBANS, das Abkommen zur Erhaltung der Kleinwale in Nord- und Ostsee, des Nordostatlantiks und der Irischen See unter der Schirmherrschaft des UN-Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden Tierarten (Bonner Konvention, UNEP/CMS) ins Leben gerufen. ASCOBANS fördert die enge Zusammenarbeit der Vertragsstaaten, um günstige Lebensbedingungen für Delfine und Kleinwale zu schaffen. www.ascobans.org
Kontakt: Heidrun Frisch, Koordinatorin des ASCOBANS Sekretariats, Tel. +49 228 815 2418

Whale and Dolphin Conservation (WDC) ist die größte internationale Organisation, die sich ausschließlich dem Schutz von Walen und Delfinen widmet. www.whales.org

Kontakt: Laura Döhring, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Tel.: +49 89 61002395

Der NABU setzt sich seit mehr als 110 Jahren für Mensch und Natur ein. Mit mehr als 520.000 Mitgliedern und Förderern ist er Deutschlands mitgliederstärkster Umweltverband. www.NABU.de

Kontakt: Dr. Kim Cornelius Detloff, Referent für Meeresschutz, Tel. +49 30 284984 1626

OceanCare setzt sich seit 1989 weltweit für die Meeressäuger und Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie intensivem Einsatz in internationalen Gremien unternimmt die Organisation konkrete Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Weltmeeren. Im Juli 2011 erhielt die Organisation von den Vereinten Nationen den UN-Sonderberaterstatus zugesprochen. www.oceancare.or

Mehr als 200 Organisationen fordern zügiges Ende der Überfischung in Europa

Mehr als 200 Organisationen fordern zügiges Ende der Überfischung in Europa

Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) und ihre EU-Kollegen müssen für den Wiederaufbau der europäischen Fischbestände bis 2020 sorgen

10.4.13 Mit einem offenen Brief haben sich am heutigen Mittwoch 217 Organisationen aus ganz Europa an die Fischereiminister der Europäischen Union gewandt. Sie fordern ein zügiges Ende der Überfischung und den Wiederaufbau der Bestände bis 2020. Die Verhandlungen über die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) erreichen derzeit die letzte und entscheidende Phase. Im Juni 2013 sollen sie zum Abschluss kommen.

„Die EU hat die Pflicht, die Überfischung zu beenden. Unser gemeinsamer Appell soll den Ministern klar machen, dass gesunde Fischbestände in Europa über die ökologische Dimension hinaus auch handfeste wirtschaftliche und soziale Vorteile nach sich ziehen würden“, erklärt die deutsche OCEAN2012-Koordinatorin Nina Wolff von der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH). „Wir fordern Frau Bundesministerin Aigner und ihre EU-Ministerkollegen eindringlich auf, die Chance der GFP-Reform zu nutzen und den notwendigen Wiederaufbau der Fischbestände auf ein nachhaltiges Niveau nicht länger zu verzögern.“

Am 6. Februar 2013 hatte das Europäische Parlament mit einer Mehrheit von 502 gegen 137 Stimmen beschlossen, die Überfischung bis 2015 zu beenden. Mittelfristiges Ziel ist es, die europäischen Fischbestände bis 2020 oberhalb des so genannten höchstmöglichen Dauerertrags wiederherzustellen und so zu erhalten. Die 27 Fischereiminister des EU-Ministerrats haben diesen ambitionierten, aber durchaus realistischen Plan bislang zurückgewiesen und sich lediglich auf die Einführung nachhaltiger Fanggrenzen für alle Bestände bis 2020 verständigt. Eine zeitliche Zielmarke für den Wiederaufbau der Fischbestände zu nachhaltigen Größen fehlt bislang.

Im Rahmen ihrer Verhandlungen über die Ausgestaltung der GFP-Reform haben EU-Rat und Parlament die Gelegenheit, die bereits 30 Jahre andauernde Misswirtschaft in der EU-Fischereipolitik zu beenden: Gegenwärtig sind 47 Prozent der untersuchten Bestände im Atlantischen Ozean überfischt, im Mittelmeer sind es 80 Prozent und in der Ostsee fünf von sieben Fischbeständen. Für die Versorgung mit wild gefangenem Seefisch und Meeresfrüchten sind die EU-Mitgliedstaaten zu fast 50 Prozent auf Importe angewiesen. Mit der Überfischung europäischer Fischbestände werden Schätzungen zufolge jedes Jahr potenzielle Fangerträge im Wert von über drei Milliarden Euro verschwendet, mit denen mehr als 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.

„Wir fordern die EU-Fischereiminister eindringlich auf, sicherzustellen, dass die Gemeinsame Fischereipolitik für ein verantwortungsvolles Fischereimanagement sorgt“, sagt Onno Groß von der Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e. V. „Dabei geht es nicht nur um ökologische Fragen, sondern auch um den Erhalt öffentlicher Güter und die wirtschaftliche Zukunft unserer Küstenregionen.“

Den offenen Brief der Organisationen an die Fischereiminister der Europäischen Union finden Sie im Internet unter
http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=3077&tx_ttnews[backPid]=84

Pressekontakt:
Dr. Nina Wolff, Projektleiterin Meeresschutz Deutsche Umwelthilfe
e.V. (DUH)und OCEAN2012 Koordinatorin Deutschland
Mobil: 0170 8127346, E-Mail: wolff@duh.de

Dr. Onno Groß, 1. Vorsitzender DEEPWAVE. e.V.
Mobil: 0179 598 69 69, E-Mail: info@deepwave.org

Dr. Gerd Rosenkranz, Leiter Politik und Presse, Deutsche Umwelthilfe
e.V. (DUH),Tel. 030 2400867-0, Mobil: 0171 5660577,
E-Mail: rosenkranz@duh.de

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