Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

„Green Oscars“

08.05.2018

….und noch mehr Preise an Meeresschutzprojekte, die man sich merken sollte

Die Verleihung der Oscars in Hollywood zieht jedes Jahr aufs Neue große Aufmerksamkeit auf sich.  Aber auch im Naturschutz gibt es die sogenannten „Green Oscars“  (offiziell: Whitely Awards), mit denen jährlich lokale Naturschutzprojekte vom Whitely Fund for Nature  ausgezeichnet werden. (https://whitleyaward.org/about-us/).

Dieses Jahr ist unter anderem Kerstin Forsberg und ihre Meeresschutzorganisation“ Planeta Océano“ in Peru (http://www.planetaoceano.org/) unter den Preisträgern, die sich unter Einbeziehung der lokalen Fischer erfolgreich dafür eingesetzt hat, dass der Fang, Verzehr oder Verkauf von Mantarochen in Peru für illegal erklärt wurde.  Mantarochen gelten als gefährdete Art, die als Beifänge in Netzen landen oder auch gezielt befischt werden, da z.B. die Kiemen in der chinesischen Medizin Anwendung finden.

Film: https://www.youtube.com/watch?v=7AX1TByXTpQ

Pablo Borboroglu und seine Organisation Global Penguin Society (GPS) wurden ausgezeichnet für die bisher erzielten Erfolge für den Schutz der Pinguine. Viele Pinguinarten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und durch das Zusammenspiel von Wissenschaft, Bildung und Fischereimanagment, hat GPS 125 Organisationen zusammengebracht.  Unter anderem hat GPS an der Ausweisung des „UNESCO Blue Patagonia Biosphere Reserve“ mitgewirkt, Bildungsprojekte an Schulen durchgeführt und durch seine wissenschaftlichen Forschungsprojekte Datengrundalgen für Management und Schutzvorhaben geschaffen. Weitere Informationen über GPS gibt es hier zu finden: http://www.globalpenguinsociety.org/about-us.html

Film: https://www.youtube.com/watch?time_continue=60&v=aRID0kkwYF8

Verleihung des ZEIT WISSEN-Preises

Der diesjährige ZEIT WISSEN-Preis (Verleihung am 20.3.2018 in Hamburg) stand unter dem Motto „Mut zur Nachhaltigkeit“. Zwar hatte keiner der Nominierten einen direkten Bezug zum Meer oder dem Meeresschutz. Aber ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, allgemeine Müllvermeidung oder Innovationen können natürlich auch positive Auswirkungen auf die Ozeane und ihre Bewohner haben.

Die Organisation „Yeşil Çember“ (türkisch für „Grüner Kreis“), Preisträgerin in der Kategorie „Wissen“, beispielsweise setzt sich für Umweltschutz über kulturelle Grenzen hinweg ein. Sie bildet unter anderem Umweltbotschafter aus, die den Umweltschutzgedanken in ihren (türkischen und deutschen) Alltag integrieren und weitertragen können. Je mehr Leute man für umweltfreundliches Handeln begeistern und motivieren kann desto besser kann man auch die Verschmutzung der Meere eindämmen.

Der Gewinner in der Kategorie „Handeln“, die Brauerei „Neumarkter Lammsbräu“, setzt nicht nur auf ökologische Rohstoffe für die Herstellung ihrer Getränke, sondern auch auf CO2 und Wasser Einsparungen in der Produktion durch nachhaltige Energie-, Logistik und Produktionskonzepte. Auch das ein Plus für die Umwelt und somit auch für die Meere.

Auch durch reduzierte Lebensmittelverschwendung kann viel CO2 eingespart werden. So ging der Preis in der Kategorie „Durchstarten“ an die kostenlose App „Too Good to Go“, die gastronomische Betriebe und Einzelpersonen vernetzt und so die Möglichkeit bietet, überzählige Gerichte oder Lebensmittel zu reduzierten Preisen beim jeweiligen Restaurant, Bäcker o.ä. abzuholen.

Dass auch die Zeit Wissen Stiftung noch ein wenig Nachhilfe in Nachhaltigkeit benötigt, machte einer der Redner mit einem Augenzwinkern deutlich, als er auf die unnötigen Plastik-Strohhalme beim Mittagsbuffet aufmerksam machte.

Der Zeit Leo Weltretter Preis, der jedes Jahr an ein Projekt einer Schulklasse verliehen wird, hatte diese Jahr einen sehr aktuellen Bezug zum Meer. Schüler einer dritten Klasse haben einen Filter entwickelt, um Mikroplastik im Haushalt direkt aus dem Abfluss herauszufiltern. Toll, dass dieses wichtige Thema bei den Kindern angekommen ist und wir wollen hoffen, dass es durch weitere Aufklärung und Informationen auch noch verstärkt zu den Erwachsenen und Unternehmen durchdringt und aus Duschgels, Shampoos etc. verbannt werden wird.

 

The Clean Ocean Project

The Clean Ocean Project is a non-governmental organization based on Fuerteventura. It was founded in 2000 to protect the oceans, waves and beaches. Our approach is simple, we are driven by the idea that everybody is part of the problem – and the solution.
Do your bit, be part of it.

Wim Geirnaert came to Fuerteventura in 1993. The northshore with it’s beautiful scenery formed out of volcanic rocks became his playground. Somehow the rough coastline looks indestructible but it isn’t. It’s a fragile ecosystem. The beaches were dirty, something had to be done. He invited his the friends and together they they cleaned the beach in Cotillo. The Clean Ocean Project was born.


© The Clean Ocean Project

Quelle: http://www.cleanoceanproject.org/

 

DEEPWAVE geht weiter!

DEEPWAVE geht weiter!

Am Dienstag, dem 27. Juni, fand die jährliche Mitgliederversammlung statt, auf der der neue Vorstand gewählt wurde:

1. Vorsitzender: Heye Groß

2. Vorsitzende: Barbara Focke

Schatzmeisterin: Ariane Tessloff

Schriftführerin: Christiane Stange

Beisitzerin: Anna Groß

Über die inhaltliche Form, in der wir Onnos Arbeit weiterführen werden, informieren wir Sie in Kürze.

Wir danken allen, die uns in dieser Zeit mit Rat, Zuspruch und Spenden zur Seite stehen.

Charity-Rallye for DEEPWAVE

Charity-Rallye for DEEPWAVE

Alle Teilnehmner der Superlative Adventure Club-Challenges (Knights of the Island-Rallye, Baltic Sea Rallye, European and Pacific Rallye) und auch alle anderen Freunde der Meere: seid herzlich willkommen!

Hilf uns für den Schutz der Ozeane Spenden einzusammeln.

Als Charity-Partner freuen wir uns wenn Ihr die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. unterstützt.

Bald startet die Knights of the Island – das ist der ultimative Abenteuer Roadtrip im vereinigten Königreich. Erobere die Burgen und Schlösser Englands, erklimme die sagenumwobenen Highlands in Schottland und entdecke die alten keltische Wurzeln im Land des Drachens, Wales.
http://knights.superlative-adventure.com/

Und bald startet die Baltic Sea Rallye – In 16 Tagen 7.500 km rund um die Ostsee. Ohne Navi, ohne GPS, in einem Auto älter als 20 Jahre. Das ist die Baltic Sea Circle Rally.

Über DEEPWAVE:
Die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. hat sich im Frühjahr 2003 gegründet. Ziel der Initiative ist es, zur Entwicklung und Förderung umweltverträglicher Strukturen für das Ökosystem Ozean beizutragen.

DEEPWAVE will
– das Bewusstsein über Umweltgefährdungen fördern
– politischen Druck machen, um die Ursachen zu beheben
– die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse fördern und
– einen organisatorischen Rahmen für Informations- und Meinungsaustausch zu meereskundlichen Themen bieten

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Ökoschuldentag – Earth Overshoot Day 2014

Ökoschuldentag – Earth Overshoot Day 2014
Der Tag, an dem unser Okologischer Fussabdruck unsere jahrlich erneurbaren Ressourcen übersteigt

In weniger als acht Monaten hat die Menschheit das gesamte Budget an erneuerbaren Ressourcen für das Jahr 2014 aufgebraucht. Die Menschheit lebt jetzt auf ökologischen Pump laut Daten von Global Footprint Network, einem internationalen Think-Tank zum Thema Nachhaltigkeit mit Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Asien.

Global Footprint Network berechnet und vergleicht die Inanspruchnahme des Planeten durch die Menschheit („Ökologischer Fußabdruck“) mit Biokapazität, der Fähigkeit der Natur, Rohstoffe zu erzeugen und Schadstoffe abzubauen, wie Kohlenstoffdioxid. Der Earth Overshoot Day (“Ökoschuldentag”) wird an jeweils dem Tag im Jahr begangen, an dem der Ökologische Fußabdruck der Menschheit unsere jährlich erneuerbaren Ressourcen übersteigt. Global Footprint Networks Berechnungen zeigen, dass seit dem Jahr 2000 die Ökoschulden (“Overshoot”) kontinuierlich gewachsen sind. Folglich findet Earth Overshoot Day immer früher im Kalenderjahr statt – im Jahr 2000 am 1. Oktober, dieses Jahr bereits am 19. August.

„Der ‚Global Overshoot‘ (globale Öko-Verschuldung) wird immer mehr zu einer der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es ist ein ökologisches und ökonomisches Problem gleichermaßen,“ so Mathis Wackernagel, Präsident von Global Footprint Network und Miterfinder des Ökologischen Fußabdruck –Konzeptes (Englisch Ecological Footprint), ein Buchhaltungssystem, dass die Bestände der natürlichen Ressourcen erhebt und bewertet. „Länder mit Ressourcendefiziten und niedrigem Pro-Kopf-Einkommen sind besonders betroffen. Aber auch Länder mit hohem Einkommen, die in der finanziellen Lage sind, sich vor den unmittelbaren Auswirkungen der Ressourcenabhängigkeit zu schützen, müssen sich darüber klar werden, dass eine langfristige Lösung diese Ressourcenabhängigkeit angehen muss, bevor sich diese zu einer größer werdenden wirtschaftlichen Belastung entwickeln kann.“

Noch 1961 hat die Menschheit etwa dreiviertel der Kapazität genutzt, über die die Erde verfügt, um Nahrungsmittel, Forst- und Faserprodukte, sowie Fischbestände zu erneuern und Treibhausgase zu binden. Die meisten Länder hatten mehr Biokapazität zur Verfügung als sie in Form von Resourcen (Footprint) beanspruchten. In den frühen 1970er Jahren hatte das weltweite Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum den Ecological Footprint der Menschheit jenseits dessen was unser Planet nachhaltig erneuern konnte, anwachsen lassen. Dies war der Beginn der Überschreitung der ökologischen Grenzen.

Mittlerweile leben 86 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern, die mehr erneuerbare Ressourcen beanspruchen, als deren eigene Ökosystem erneuern können. Global Footprint Networks Berechungen zufolge bedarf es 1,5 Planeten um die erneuerbaren Resourcen zu produzieren und den momentan Ressourcenverbrauch der Menschheit zu ermöglichen. Moderate Bevölkerungs-, Energie- und Nahrungsmittelprognosen legen nahe, dass die Menschheit die Biokapazität von drei Planeten bereits vor 2050 benötigen könnte. Die dafür benötigten Ressourcen könnten jedoch nicht zur Verfügung stehen.

Die Kosten der ökologischen Budgetüberschreitung werden täglich mehr und mehr ersichtlich. Die Extrakosten in Form von Entwaldung, Trinkwassermangel, Erosion, Verlust an Artenvielfalt sowie die Anreicherung von CO2 in unserer Atmosphäre, die wir für diese wachsenden Ökoschulden bezahlen, verursachen auch steigende menschliche und wirtschaftliche Verluste.

Regierungen, die knapper werdende Ressourcen nicht bei politischen Entscheidungen berücksichtigen, könnten so die eigene wirtschaftliche Entwicklung gefährden. In Zeiten von ständiger Ressourcenüberbeanspruchung werden die Länder mit Biokapazitätsdefiziten, die ihre Ressourcenabhängikeit reduzieren, erkennen, dass dies im Eigeninteresse ihres Landes ist. Dagegen werden Länder, die über eine Biokapazitätsreserve verfügen, einen Anreiz haben, diese ökologischen Vermögenswerte als wachsenden Wettbewerbsvorteil in einer Welt von verschärften ökologischen Rahmenbedingungen zu sehen.

Eine wachsende Zahl an Länder hat dies erkannt und ergreift eine Vielzahl an Maßnahmen.

Die Philippinen, als erstes Land in Südostasien, befinden Sie auf dem Weg, den Ökologischen Fußabdruck auf höchster politischer Ebene in die Gesetzgebung festzuschreiben – in dem Nationalen Raumplanungsgesetz. Diese Richtlinie ist die Erste dieser Art in den Philippinen, und soll das Land vor willkürlicher Bebauung schützen und bei der Planung der Ressourcennutzung und dem Ressourcenmanagement von Nutzen sein. Die Gesetzgeber wollen den Ökologischen Fußabdruck in diese Richtlinie integrieren, um so Ressourcenknappheit zu einem entscheidenden Gesichtspunkt bei der Entscheidungsfindung zu machen.

Die finanzstarken Vereinigten Arabischen Emirate haben die Absicht, ihren Pro-Kopf Ecological Footprint — einer der größten weltweit — deutlich zu verringern, angefangen mit den Co2-Emissionen. Dies ist das Ziel der Beleuchtungsrichtlinie für Energieeffizienz welche vorsieht, dass nur energieeffiziente Innenbeleuchtungsprodukte in allen Emiraten bis zum Ende des Jahres erhältlich sind.

Marokko zeigt sich interessiert an einer Zusammenarbeit mit Global Footprint Network, um eine Analyse seiner 15-Jahr-Strategie für Nachhaltige Entwicklung im Bereich der Landwirtschaft – ‘Plan Maroc Vert‘ – mit Hilfe des Ökologischen Fußabdrucks durchzuführen. Marokko ist bestrebt zu untersuchen wie der Plan zur Nachhaltigkeit des Landwirtschaftssektors und einem landesweiten Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft beiträgt.

Unabhängig von länderspezifischen Umständen zeugt die Berücksichtigung von ökologischen Risiken bei der wirtschaftlichen Gestaltung und Entwicklung des Landes nicht nur von Weitblick — es ist zu einer Notwendigkeit geworden.

Berechnen Sie Ihren Ökologischen Fußabdruck hier und finden Sie heraus, wie Sie diesen verringern können:
http://www.footprintnetwork.org/calculator

To learn more about Global Footprint Network please go to http://www.myprgenie.com/company/profile/global-footprint-network.

Deutsche Wal- und Delfinschützer demonstrieren auf den Färöer-Inseln gegen die Grindwaljagd

Deutsche Wal- und Delfinschützer demonstrieren auf den Färöer-Inseln gegen die Grindwaljagd

Alljährlich werden auf den europäischen Färöer-Inseln im Nordatlantik mit etwa 48.000 Einwohnern meist mehr als tausend Grindwale und andere Delfine an die Strände getrieben und brutal abgeschlachtet. Die Geschäftsführer der Tierschutzorganisationen Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF (Jürgen Ortmüller) und ProWal (Andreas Morlok) haben für kommenden Dienstag die historisch erste offizielle Demonstrationen gegen das Walschlachten in der Inselhauptstadt Tórshavn angekündigt.

Die Aktivität der Tierschützer löste in verschiedenen Internet-Foren bereits im Vorfeld bei einigen Färingern heftigste Beschimpfungen und sogar Morddrohungen aus. „Nazis go home“ und „bullshit“ gehörten dabei zum Standardrepertoire.

Vor vier Jahren waren die beiden Tierschutzaktivisten bereits als Undercover-Angler getarnt auf den Färöer-Inseln und konnten mehrfach Missstände bei der Grindwaljagd dokumentieren, die vom WDSF bei der Generalstaatsanwaltschaft in Kopenhagen (Dänemark) zur Anzeige gebracht wurden. Die Inselgruppe ist zwar autonom, jedoch obliegen die Bereiche der Justiz und der Verteidigung dem Mutterland Dänemark. In der Folge der Anzeige wurde ein Gesetz erlassen, das ab 2015 nur noch Personen mit einer erworbenen Lizenz erlaubt, an den Treibjagden teilzunehmen. Bisher dürfen sich noch alle Einwohner mit ihren Kindern ab 14 Jahre und auch Touristen an dem blutigen Gemetzel beteiligen. Restaurants und Märkte benötigen seit der Anzeige eine Genehmigung der Gesundheitsbehörde zum kommerziellen Grindwalfleischverkauf. Gleichwohl wird das mit Umweltgiften belastete Walfleisch auch Touristen entgeltlich zum Verzehr angeboten.

Die Färinger berufen sich auf ihren autonomen Status und ihre Nicht-EU-Zugehörigkeit, die ihnen die Grindwaljagd erlaubt. Der von den Einwohnern genannte „Grindadráp“ endet meist in volksfestähnlicher Stimmung. Jeder, der sich in Listen eingetragen hat, erhält kostenlos zugeordnete Quoten an Fleisch und Speck der Grindwale. Die letztjährige Fleischmenge von 1.104 getöteten Grindwalen im Zeitraum vom 21. Juli bis 14. November belief sich auf rund 315.000 Kilogramm Walfleisch und etwa 280.000 Kilogramm Walspeck. Hinzu kam das Fleisch von 430 getöteten Weißseiten-Delfinen.

Andres Morlok (ProWal): „Der Konsum des mit Quecksilber, PCBs und anderen Giften kontaminierten Grindwalfleisches trägt zur schleichenden Vergiftung der Bevölkerung bei. Der Leiter der örtlichen Gesundheitsbehörde, Pál Weihe, kam nach einer Studie, die mehrere renommierte Wissenschaftler im Jahr 2012 erstellten, zu der Schlussfolgerung, dass Grindwalfleisch und -speck nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Die färöische Regierung kann es sich nicht mehr leisten, das Wichtigste was es hat, seine Bewohner und auch seine ausländischen Gäste, nicht ausreichend zu schützen. Wir haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgefordert, auf die färöische Regierung einzuwirken, damit der Grindwalfang gänzlich verboten wird. Nahrungsmittel hat das reiche Land genügend. 2008 gab es keinen Grindwalfang und niemand musste deshalb an Hunger leiden. Wir baten auch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) gegen den Grindwalfang zu intervenieren. Wir haben Indizien dafür, dass sich nach ihrer jahrhundertelangen Bejagung mit der Tötung von mehr als 266.000 Tieren, die Grindwalbestände nicht mehr erholen und diese Art ohne Not an den Rand der Ausrottung gebracht wird.“

Die beiden Tierschützer haben im Hinblick auf die massiven Drohungen Polizeischutz bei der Behörde in Tórshavn beantragt und das Auswärtige Amt in Berlin informiert. Mehr als 90 Personen hatten sich für die Färöer-Demonstration auf einer online-Veranstaltungsseite angemeldet. Aus Sicherheitsgründen haben die Veranstalter nun darum gebeten, von der Teilnahme an der Demonstration abzusehen. Die beiden Geschäftsführer wollen sich der Herausforderung nun alleine stellen.

Jürgen Ortmüller (WDSF): „Die Polizei hat uns mitgeteilt, dass wir willkommen seien, obwohl unsere Demo auf den höchsten Nationalfeiertag, die Ólavsøka, fällt. Den Färingern hat es noch nie gefallen, mit ihrer unzeitgemäßen Tradition im kritischen Licht der Öffentlichkeit zu stehen. Wir wollen dennoch friedlich auf die barbarische Treibjagd der Grindwale aufmerksam machen, die weltweit verurteilt wird. Die Demonstration wird erst der Anfang von weiteren Aktivitäten sein. Wir werden die deutschen Kreuzfahrtunternehmen AIDA und TUI Cruises erneut auffordern, nicht das Risiko von Augenzeugenberichten einer blutigen Treibjagd ihren Gästen zuzumuten. Kinder könnten traumarisiert werden.“

AIDA hatte im letzten Jahr nach intensivem Druck des WDSF zwei geplante Färöer-Anlandungen gestoppt und den Ministerpräsidenten der Färöer-Inseln, Kaj Leo Holm Johannesen, in einem Brief gebeten, den unzeitgemäßen Grindwalfang zu beenden.

Hintergrund:
WDSF: http://www.wdsf.eu/index.php/aktionen/faeroeer-walfang
ProWal: http://www.walschutzaktionen.de/2318201.html

Petition to Ban Ki-moon: Help secure high seas protection

Ban Ki-moon: Help secure a living ocean, food and prosperity – propose a new agreement for high seas protection in September 2014

Petition:
https://api.change.org/petitions/ban-ki-moon-help-secure-a-living-ocean-food-and-prosperity-propose-a-new-agreement-for-high-seas-protection-in-september-2014

Background Info:
http://missionocean.me/

To
Ban Ki-moon, Secretary General, United Nations
Dear Secretary-General,

I know that you are personally committed to ocean health and protection.

I do not need to remind you that the ocean supplies the oxygen in every second breath we take, or that billions of us rely on it for food, fresh water, energy, transport and medicine, or that it covers 70% of the Earth’s surface and supports all life on Earth.

And as valuable resources such as medicines will increasingly come from the deep sea in the future, I am sure you agree we must ensure marine resources are protected and managed responsibly and fairly, and that we all benefit, including future generations.

Three billion people rely on the ocean for their livelihoods. Marine and coastal resources are worth US$3 trillion a year – around 5% of the world’s GDP – and worldwide, 350 million jobs are linked to the ocean while 97% of fishers live in developing countries.

Scientists are telling us that we are pushing our ocean system to the point of collapse, and without proper governance, we are putting food security, global prosperity, and our own health and livelihoods at risk.

I understand that the UN General Assembly is to take a decision on whether to negotiate a new agreement on high seas protection at its session starting on September 24, 2014.

I support the many States that have already called for the adoption of an implementing agreement under the UN Convention on the Law of the Sea that supports the restoration of ocean productivity, guards against irresponsible exploitation, prioritises ocean health, enhances equitable sharing of benefits, and allows for the creation of marine protected areas on the high seas to replenish fish stocks.

In your opening address to world leaders at the General Assembly in September, please add my voice to those of millions of others who want to empower you and the members of the United Nations to open negotiations for the sustainable use and conservation of the high seas.

It’s time we took proper care of our ocean. Please call for a new agreement for high seas protection and ocean health.

Petition:
https://api.change.org/petitions/ban-ki-moon-help-secure-a-living-ocean-food-and-prosperity-propose-a-new-agreement-for-high-seas-protection-in-september-2014

Tauchen für den Frieden

Tauchen für den Frieden

In diesem Jahr jährt sich bereits zum einhundertsten Mal der Erste Weltkrieg. Die UNESCO organisiert aus diesem Anlass im Rahmen der Konvention zum Schutz des Kulturerbes unter Wasser den „Dive for Peace Day“, an dem sich der Verband Deutscher Sporttaucher (VDST) e.V. und der Welttauchsportverband CMAS beteiligen. Dieser Tauchaktionstag findet weltweit am 28. Juni 2014 statt und wird von einer Vielzahl von Tauch- und Unterwasserclubs unterstützt und mitgetragen.

Offenbach, 18.06.2014: Ziel dieses Aktionstages ist es, möglichst viele Menschen bei Gedenktauchgängen an den Seekriegsstätten des Ersten Weltkrieges zu sensibilisieren und kulturhistorische Objekte unter Wasser zu schützen. Archäologisches Unterwasserkulturgut ermöglicht Aussagen zur Kultur- und Umweltgeschichte, einen Zugang zur Vergangenheit und trägt zum besseren Verständnis der Geschichte bei. Jedoch sind diese Unterwassergüter durch Schatzjäger, Metallrückgewinnung und Fischfang auf dem Meeresgrund bedroht.

Am 28. Juni 2014 sind Sporttaucher aller Ausbildungsstufen aufgerufen bei ihren Gedenktauchgängen die Unterwasserkulturgüter zu besuchen und sie dabei mit Bildern, Videos und Berichten aus erster Hand zu dokumentieren. Eingereicht werden können diese Bilder unter archaeologie@vdst.de, die dann anschließend durch die UNESCO weltweit online verfügbar gemacht werden.

„Kulturhistorische Objekte unter Wasser sind faszinierend und einzigartig“, so PD Dr. Ralph Schill vom VDST. „Ein freier Zugang kann wesentlich zum Erhalt des verborgenen Kulturerbes beitragen. Das zu besichtigende kulturelle Erbe steht dabei als Mahnmal. Ein respektvolles, vorsichtiges und angemessenes Verhalten gegenüber unserem kulturellen Erbe und seiner Bedeutung sind dabei sehr wichtig. Bei Gefahr einer nachhaltigen Schädigung der kulturhistorischen Objekte muss jeder Sporttaucher unaufgefordert und selbstverständlich auf die Ausübung des Tauchens verzichten und seine persönlichen Interessen nachordnen.“

Der Verband Deutscher Sporttaucher
Im Verband Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) sind über 75.000 Unterwassersport-Begeisterte in rund 1.000 Tauchsportvereinen organisiert. Dabei bietet der VDST seinen Mitgliedern die besten Möglichkeiten, das Sporttauchen sicher zu erlernen und auszuüben.
Schon Mitte der 1990er Jahre entwickelte der VDST als einer der ersten Sportverbände die „Leitlinien für einen umweltverträglichen Sport“, für eine naturschonende Sportausübung in der freien Natur. Der VDST ist einziger deutscher Vertreter des ideellen Welttauchsportverbandes Confédération Mondiale des Activités Subaquatiques (CMAS) und bietet damit eine international anerkannte Brevetierung. Das hohe Qualitätsniveau der Ausbildung ist durch den Europäischen Tauchsportverband (EUF) zertifiziert und durch den Deutschen Olympischen Sportbund ( DOSB ) lizenziert.

Weitere Informationen & druckfähige Bilder:
http://www.unesco.org/new/fileadmin/MULTIMEDIA/HQ/CLT/pdf/Press_kit-Bruges_Conference_EN_Final.pdf

Ansprechpartner
Verband Deutscher Sporttaucher e.V.
Berliner Str. 312, 63067 Offenbach
Tel. +49 69 – 9819 02 5
Fax +49 69 – 9819 02 98
presse@vdst.de | www.vdst.de

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