Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

Juniors Corner: „forscher ahoi!“ – Magazin nimmt die Meere und Ozeane in den Fokus

Das Magazin „forscher ahoi!“ nimmt Kinder und Jugendliche mit auf eine Expedition in unbekannte Welten.

Räuber am Riff – Forscher Ahoi Magazin 1/2016

Die erste Ausgabe „Räuber am Riff“ im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane stellt jungen Leserinnen und Lesern im Alter von acht bis zwölf Jahren nicht nur Haie und ihren Lebensraum vor, es verrät auch, wie die Profis große Fischschwärme zählen. Das Heft ist jetzt kostenlos erhältlich.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler forschen zu vielen Aspekten der Nachhaltigkeit rund um den Globus. Das „forscher“-Magazin stellt neben tollen Forscherpersönlichkeiten auch die deutsche Forschungsflotte vor: Tauchende Roboter, Eisbrecher und Satelliten im All gehören zum Equipment.

Deutschlands berühmteste Meeresforscherin Dr. Antje Boetius berichtet von ihrer Expedition auf dem Forschungsschiff „Sonne“ in den Pazifik. Dort spürt sie wertvollen Bodenschätzen nach. Sie erzählt, wie ein Tiefseepflug zum Einsatz kommt und warum Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler so gerne Tiefsee-Fernsehen schauen. In weiteren Nachrichten und Stories geht es um „Alleskönner Algen“ oder auch um zarte Schönheiten – um Quallen. Ob die hirnlosen Glibbertiere Schmerzen spüren, wenn sie am Strand herumgeworfen werden, wird in der Rubrik „Die freche Frage“ beantwortet.

Wer Lust auf mehr bekommt und seine Forscherleidenschaft noch an weiteren Themen aus Wissenschaft und Forschung erproben möchte, findet im Magazin zahlreiche Veranstaltungstipps des Wissenschaftsjahres 2016*17, die sich besonders für junge Neugierige eignen.

Die Meere und Ozeane sind von zentraler Bedeutung für die Zukunft. Mehr als ein Drittel sensibler Lebensräume sind bereits zu stark benutzt oder zerstört. Es ist höchste Zeit, sie zu retten und verantwortungsvoll zu nutzen, signalisiert das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) herausgegebene Kindermagazin „forscher“. Denn wir beeinflussen, wie viel Mikroplastik aus Duschgels und Waschmittel über die Flüsse in die Weltmeere fließen. Wir entscheiden, wie viel CO2 wir den Weltmeeren zumuten und ob wir damit eine Versauerung der Meere und den Klimawandel in Kauf nehmen. Denn um Gewohnheiten zu ändern und die Trendwende einleiten zu können, braucht es Mut und Wissen.

Hier gibt es das Heft:
Per Post: Publikationsversand der Bundesregierung, Postfach 48 10 09, 18132 Rostock
Per Telefon: 030 18 272 272 1, per Fax: 030 18 10 272 272 1
Per E-Mail: publikationen@bundesregierung.de, Internet: www.bmbf.de
Als E-Paper im Internet: www.forscher-online.de

Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane

Die Meeresforschung ist Thema des Wissenschaftsjahres 2016*17. Zu 71 Prozent bedecken Ozeane und Meere unseren Planeten. Sie sind Klimamaschine, Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum – und sie bieten für viele Pflanzen und Tiere Platz zum Leben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler untersuchen die Ozeane seit Jahrhunderten; und doch sind sie noch immer geheimnisvoll und in weiten Teilen unerforscht. Im Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane geht es um die Ergründung der Gewässer, ihren Schutz und eine nachhaltige Nutzung. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit. Das Wissenschaftsjahr 2016*17 wird vom Konsortium Deutsche Meeresforschung (KDM) als fachlichem Partner begleitet. 

https://www.wissenschaftsjahr.de/2016-17/

Charity-Rallye for DEEPWAVE

Charity-Rallye for DEEPWAVE

Alle Teilnehmner der Superlative Adventure Club-Challenges (Knights of the Island-Rallye, Baltic Sea Rallye, European and Pacific Rallye) und auch alle anderen Freunde der Meere: seid herzlich willkommen!

Hilf uns für den Schutz der Ozeane Spenden einzusammeln.

Als Charity-Partner freuen wir uns wenn Ihr die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. unterstützt.

Bald startet die Knights of the Island – das ist der ultimative Abenteuer Roadtrip im vereinigten Königreich. Erobere die Burgen und Schlösser Englands, erklimme die sagenumwobenen Highlands in Schottland und entdecke die alten keltische Wurzeln im Land des Drachens, Wales.
http://knights.superlative-adventure.com/

Und bald startet die Baltic Sea Rallye – In 16 Tagen 7.500 km rund um die Ostsee. Ohne Navi, ohne GPS, in einem Auto älter als 20 Jahre. Das ist die Baltic Sea Circle Rally.

Über DEEPWAVE:
Die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. hat sich im Frühjahr 2003 gegründet. Ziel der Initiative ist es, zur Entwicklung und Förderung umweltverträglicher Strukturen für das Ökosystem Ozean beizutragen.

DEEPWAVE will
– das Bewusstsein über Umweltgefährdungen fördern
– politischen Druck machen, um die Ursachen zu beheben
– die Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnisse fördern und
– einen organisatorischen Rahmen für Informations- und Meinungsaustausch zu meereskundlichen Themen bieten

Juniors Corner: Bis Februar 2017 kannst Du an einem Schreibwettbewerb teilnehmen:

Unter dem Titel BlueFiction starten das Wissenschaftsjahr 2016*17 – Meere und Ozeane und das Onlinemagazin www.LizzyNet.de einen Schreibwettbewerb für Jugendliche und junge Erwachsene. Nachwuchsautorinnen und -autoren zwischen 12 und 26 Jahren sind aufgefordert, in die Welt der Meere und Ozeane abzutauchen und ihre Idee für eine Kurzgeschichte in einem Exposé zu skizzieren. Ob Öko-Thriller oder Fantasy-Story, Science-Fiction-Abenteuer oder romantische Liebesgeschichte – das Genre ist frei. Einsendeschluss für die Exposés ist der 1. Februar 2017. Eine Jury kürt die zehn besten Beiträge, die mit tollen Sachpreisen belohnt werden. Die besten vier Autorinnen und Autoren werden bei der Ausarbeitung ihrer Idee in einem dreimonatigen Mentoring durch die erfahrenen Schriftstellerinnen und Schriftsteller Katja Brandis, Ilona Einwohlt, Jana Frey und Christoph Marzi bis zur druckfertigen Kurzgeschichte begleitet. Die Geschichten erscheinen als E-Book im Arena Verlag und werden auf der Buchmesse 2017 in Frankfurt präsentiert.  Alle Informationen zum Wettbewerb gibt es unter www.lizzynet.de/bluefiction.

Juniors Corner: Walprojekt der Klasse 4c

Die Klasse 4c der Grundschule Geisenhausen in Niederbayern hat sich mit dem Thema „Walfang“ beschäftigt. Innerhalb des Unterrichts haben die Schülerinnen und Schüler „Die sanften Riesen der Meere“ von Nina Rauprich gelesen. Dazu haben sie Zeichnungen über den Walfang angefertigt, ihre Meinung zu diesem Thema kundgetan und Alternativen aufgestellt. Die Kinder der Klasse 4c gehen damit mit gutem Beispiel voran und haben ihre Wünsche und Forderungen an die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere in Quickborn weitergeleitet.
Wir stellen hier ein paar der Kunstwerke vor und danken für das tolle Engagement.

von Peter

von Daria

von Janina

von Johanna

von Julian

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Juniors Corner: Lesung Grundschule Hasenthal

Innerhalb des Unterrichts haben die Schülerinnen und Schüler der 4. Klasse der Grundschule Hasenthal in Sonneberg „Die sanften Riesen der Meere“ von Nina Rauprich gelesen. Hier eine Zeichnung einer Schülerin, die in einfachster und ergreifender Weise den Walfang eindrücklich anprangert:

Dieser Wal will nur leben gelassen werden!

Ökoschuldentag – Earth Overshoot Day 2014

Ökoschuldentag – Earth Overshoot Day 2014
Der Tag, an dem unser Okologischer Fussabdruck unsere jahrlich erneurbaren Ressourcen übersteigt

In weniger als acht Monaten hat die Menschheit das gesamte Budget an erneuerbaren Ressourcen für das Jahr 2014 aufgebraucht. Die Menschheit lebt jetzt auf ökologischen Pump laut Daten von Global Footprint Network, einem internationalen Think-Tank zum Thema Nachhaltigkeit mit Niederlassungen in Nordamerika, Europa und Asien.

Global Footprint Network berechnet und vergleicht die Inanspruchnahme des Planeten durch die Menschheit („Ökologischer Fußabdruck“) mit Biokapazität, der Fähigkeit der Natur, Rohstoffe zu erzeugen und Schadstoffe abzubauen, wie Kohlenstoffdioxid. Der Earth Overshoot Day (“Ökoschuldentag”) wird an jeweils dem Tag im Jahr begangen, an dem der Ökologische Fußabdruck der Menschheit unsere jährlich erneuerbaren Ressourcen übersteigt. Global Footprint Networks Berechnungen zeigen, dass seit dem Jahr 2000 die Ökoschulden (“Overshoot”) kontinuierlich gewachsen sind. Folglich findet Earth Overshoot Day immer früher im Kalenderjahr statt – im Jahr 2000 am 1. Oktober, dieses Jahr bereits am 19. August.

„Der ‚Global Overshoot‘ (globale Öko-Verschuldung) wird immer mehr zu einer der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Es ist ein ökologisches und ökonomisches Problem gleichermaßen,“ so Mathis Wackernagel, Präsident von Global Footprint Network und Miterfinder des Ökologischen Fußabdruck –Konzeptes (Englisch Ecological Footprint), ein Buchhaltungssystem, dass die Bestände der natürlichen Ressourcen erhebt und bewertet. „Länder mit Ressourcendefiziten und niedrigem Pro-Kopf-Einkommen sind besonders betroffen. Aber auch Länder mit hohem Einkommen, die in der finanziellen Lage sind, sich vor den unmittelbaren Auswirkungen der Ressourcenabhängigkeit zu schützen, müssen sich darüber klar werden, dass eine langfristige Lösung diese Ressourcenabhängigkeit angehen muss, bevor sich diese zu einer größer werdenden wirtschaftlichen Belastung entwickeln kann.“

Noch 1961 hat die Menschheit etwa dreiviertel der Kapazität genutzt, über die die Erde verfügt, um Nahrungsmittel, Forst- und Faserprodukte, sowie Fischbestände zu erneuern und Treibhausgase zu binden. Die meisten Länder hatten mehr Biokapazität zur Verfügung als sie in Form von Resourcen (Footprint) beanspruchten. In den frühen 1970er Jahren hatte das weltweite Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum den Ecological Footprint der Menschheit jenseits dessen was unser Planet nachhaltig erneuern konnte, anwachsen lassen. Dies war der Beginn der Überschreitung der ökologischen Grenzen.

Mittlerweile leben 86 Prozent der Weltbevölkerung in Ländern, die mehr erneuerbare Ressourcen beanspruchen, als deren eigene Ökosystem erneuern können. Global Footprint Networks Berechungen zufolge bedarf es 1,5 Planeten um die erneuerbaren Resourcen zu produzieren und den momentan Ressourcenverbrauch der Menschheit zu ermöglichen. Moderate Bevölkerungs-, Energie- und Nahrungsmittelprognosen legen nahe, dass die Menschheit die Biokapazität von drei Planeten bereits vor 2050 benötigen könnte. Die dafür benötigten Ressourcen könnten jedoch nicht zur Verfügung stehen.

Die Kosten der ökologischen Budgetüberschreitung werden täglich mehr und mehr ersichtlich. Die Extrakosten in Form von Entwaldung, Trinkwassermangel, Erosion, Verlust an Artenvielfalt sowie die Anreicherung von CO2 in unserer Atmosphäre, die wir für diese wachsenden Ökoschulden bezahlen, verursachen auch steigende menschliche und wirtschaftliche Verluste.

Regierungen, die knapper werdende Ressourcen nicht bei politischen Entscheidungen berücksichtigen, könnten so die eigene wirtschaftliche Entwicklung gefährden. In Zeiten von ständiger Ressourcenüberbeanspruchung werden die Länder mit Biokapazitätsdefiziten, die ihre Ressourcenabhängikeit reduzieren, erkennen, dass dies im Eigeninteresse ihres Landes ist. Dagegen werden Länder, die über eine Biokapazitätsreserve verfügen, einen Anreiz haben, diese ökologischen Vermögenswerte als wachsenden Wettbewerbsvorteil in einer Welt von verschärften ökologischen Rahmenbedingungen zu sehen.

Eine wachsende Zahl an Länder hat dies erkannt und ergreift eine Vielzahl an Maßnahmen.

Die Philippinen, als erstes Land in Südostasien, befinden Sie auf dem Weg, den Ökologischen Fußabdruck auf höchster politischer Ebene in die Gesetzgebung festzuschreiben – in dem Nationalen Raumplanungsgesetz. Diese Richtlinie ist die Erste dieser Art in den Philippinen, und soll das Land vor willkürlicher Bebauung schützen und bei der Planung der Ressourcennutzung und dem Ressourcenmanagement von Nutzen sein. Die Gesetzgeber wollen den Ökologischen Fußabdruck in diese Richtlinie integrieren, um so Ressourcenknappheit zu einem entscheidenden Gesichtspunkt bei der Entscheidungsfindung zu machen.

Die finanzstarken Vereinigten Arabischen Emirate haben die Absicht, ihren Pro-Kopf Ecological Footprint — einer der größten weltweit — deutlich zu verringern, angefangen mit den Co2-Emissionen. Dies ist das Ziel der Beleuchtungsrichtlinie für Energieeffizienz welche vorsieht, dass nur energieeffiziente Innenbeleuchtungsprodukte in allen Emiraten bis zum Ende des Jahres erhältlich sind.

Marokko zeigt sich interessiert an einer Zusammenarbeit mit Global Footprint Network, um eine Analyse seiner 15-Jahr-Strategie für Nachhaltige Entwicklung im Bereich der Landwirtschaft – ‘Plan Maroc Vert‘ – mit Hilfe des Ökologischen Fußabdrucks durchzuführen. Marokko ist bestrebt zu untersuchen wie der Plan zur Nachhaltigkeit des Landwirtschaftssektors und einem landesweiten Übergang zu einer nachhaltigen Gesellschaft beiträgt.

Unabhängig von länderspezifischen Umständen zeugt die Berücksichtigung von ökologischen Risiken bei der wirtschaftlichen Gestaltung und Entwicklung des Landes nicht nur von Weitblick — es ist zu einer Notwendigkeit geworden.

Berechnen Sie Ihren Ökologischen Fußabdruck hier und finden Sie heraus, wie Sie diesen verringern können:
http://www.footprintnetwork.org/calculator

To learn more about Global Footprint Network please go to http://www.myprgenie.com/company/profile/global-footprint-network.

Deutsche Wal- und Delfinschützer demonstrieren auf den Färöer-Inseln gegen die Grindwaljagd

Deutsche Wal- und Delfinschützer demonstrieren auf den Färöer-Inseln gegen die Grindwaljagd

Alljährlich werden auf den europäischen Färöer-Inseln im Nordatlantik mit etwa 48.000 Einwohnern meist mehr als tausend Grindwale und andere Delfine an die Strände getrieben und brutal abgeschlachtet. Die Geschäftsführer der Tierschutzorganisationen Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF (Jürgen Ortmüller) und ProWal (Andreas Morlok) haben für kommenden Dienstag die historisch erste offizielle Demonstrationen gegen das Walschlachten in der Inselhauptstadt Tórshavn angekündigt.

Die Aktivität der Tierschützer löste in verschiedenen Internet-Foren bereits im Vorfeld bei einigen Färingern heftigste Beschimpfungen und sogar Morddrohungen aus. „Nazis go home“ und „bullshit“ gehörten dabei zum Standardrepertoire.

Vor vier Jahren waren die beiden Tierschutzaktivisten bereits als Undercover-Angler getarnt auf den Färöer-Inseln und konnten mehrfach Missstände bei der Grindwaljagd dokumentieren, die vom WDSF bei der Generalstaatsanwaltschaft in Kopenhagen (Dänemark) zur Anzeige gebracht wurden. Die Inselgruppe ist zwar autonom, jedoch obliegen die Bereiche der Justiz und der Verteidigung dem Mutterland Dänemark. In der Folge der Anzeige wurde ein Gesetz erlassen, das ab 2015 nur noch Personen mit einer erworbenen Lizenz erlaubt, an den Treibjagden teilzunehmen. Bisher dürfen sich noch alle Einwohner mit ihren Kindern ab 14 Jahre und auch Touristen an dem blutigen Gemetzel beteiligen. Restaurants und Märkte benötigen seit der Anzeige eine Genehmigung der Gesundheitsbehörde zum kommerziellen Grindwalfleischverkauf. Gleichwohl wird das mit Umweltgiften belastete Walfleisch auch Touristen entgeltlich zum Verzehr angeboten.

Die Färinger berufen sich auf ihren autonomen Status und ihre Nicht-EU-Zugehörigkeit, die ihnen die Grindwaljagd erlaubt. Der von den Einwohnern genannte „Grindadráp“ endet meist in volksfestähnlicher Stimmung. Jeder, der sich in Listen eingetragen hat, erhält kostenlos zugeordnete Quoten an Fleisch und Speck der Grindwale. Die letztjährige Fleischmenge von 1.104 getöteten Grindwalen im Zeitraum vom 21. Juli bis 14. November belief sich auf rund 315.000 Kilogramm Walfleisch und etwa 280.000 Kilogramm Walspeck. Hinzu kam das Fleisch von 430 getöteten Weißseiten-Delfinen.

Andres Morlok (ProWal): „Der Konsum des mit Quecksilber, PCBs und anderen Giften kontaminierten Grindwalfleisches trägt zur schleichenden Vergiftung der Bevölkerung bei. Der Leiter der örtlichen Gesundheitsbehörde, Pál Weihe, kam nach einer Studie, die mehrere renommierte Wissenschaftler im Jahr 2012 erstellten, zu der Schlussfolgerung, dass Grindwalfleisch und -speck nicht mehr für den menschlichen Verzehr geeignet sind. Die färöische Regierung kann es sich nicht mehr leisten, das Wichtigste was es hat, seine Bewohner und auch seine ausländischen Gäste, nicht ausreichend zu schützen. Wir haben die Weltgesundheitsorganisation (WHO) aufgefordert, auf die färöische Regierung einzuwirken, damit der Grindwalfang gänzlich verboten wird. Nahrungsmittel hat das reiche Land genügend. 2008 gab es keinen Grindwalfang und niemand musste deshalb an Hunger leiden. Wir baten auch das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) gegen den Grindwalfang zu intervenieren. Wir haben Indizien dafür, dass sich nach ihrer jahrhundertelangen Bejagung mit der Tötung von mehr als 266.000 Tieren, die Grindwalbestände nicht mehr erholen und diese Art ohne Not an den Rand der Ausrottung gebracht wird.“

Die beiden Tierschützer haben im Hinblick auf die massiven Drohungen Polizeischutz bei der Behörde in Tórshavn beantragt und das Auswärtige Amt in Berlin informiert. Mehr als 90 Personen hatten sich für die Färöer-Demonstration auf einer online-Veranstaltungsseite angemeldet. Aus Sicherheitsgründen haben die Veranstalter nun darum gebeten, von der Teilnahme an der Demonstration abzusehen. Die beiden Geschäftsführer wollen sich der Herausforderung nun alleine stellen.

Jürgen Ortmüller (WDSF): „Die Polizei hat uns mitgeteilt, dass wir willkommen seien, obwohl unsere Demo auf den höchsten Nationalfeiertag, die Ólavsøka, fällt. Den Färingern hat es noch nie gefallen, mit ihrer unzeitgemäßen Tradition im kritischen Licht der Öffentlichkeit zu stehen. Wir wollen dennoch friedlich auf die barbarische Treibjagd der Grindwale aufmerksam machen, die weltweit verurteilt wird. Die Demonstration wird erst der Anfang von weiteren Aktivitäten sein. Wir werden die deutschen Kreuzfahrtunternehmen AIDA und TUI Cruises erneut auffordern, nicht das Risiko von Augenzeugenberichten einer blutigen Treibjagd ihren Gästen zuzumuten. Kinder könnten traumarisiert werden.“

AIDA hatte im letzten Jahr nach intensivem Druck des WDSF zwei geplante Färöer-Anlandungen gestoppt und den Ministerpräsidenten der Färöer-Inseln, Kaj Leo Holm Johannesen, in einem Brief gebeten, den unzeitgemäßen Grindwalfang zu beenden.

Hintergrund:
WDSF: http://www.wdsf.eu/index.php/aktionen/faeroeer-walfang
ProWal: http://www.walschutzaktionen.de/2318201.html

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