Pressemitteilungen

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„Blue Manifesto“ – Der Rettungsplan für gesunde Meere

Blauer Hintergrund mit folgenden weißen Schriftzug: BLUE MANIFESTO THE ROADMAP TO A HEALTHY OCEAN IN 2030: We need thriving marine and coastal ecosystems to support a climate-resilient future

© Seas at Risk

Am 28. Januar veröffentlichten insgesamt 102 Umweltorganisationen, uns eingenommen, das sogenannte „Blue Manifesto“. Hierbei handelt es sich um einen von Seas At Risk, BirdLife Europe, ClientEarth, Oceana, OceanCare, Surfrider Foundation Europe und dem WWF verfassten Plan mit konkreten Maßnahmen, die innerhalb der nächsten zehn Jahre, also bis 2030, umgesetzt werden müssen, um unsere Meere zu retten. Das „Blue Manifesto“ wird die kommenden Tage an führende EU-Politiker innerhalb der Europäischen Kommission gesendet, mit dem Appell endlich für unsere Meere zu handeln.

Seas at risk, 28.01.2020:

„Die Lage der Meeresökosysteme ist auf der ganzen Welt düster. Das betonten auch die jüngsten Berichte des Weltklimarats (IPCC) und des Weltbiodiversitätsrat (IPBES) der UNO. Es besteht dringender Handlungsbedarf und Europa kann sich dieser Herausforderung in führender Position stellen. Die Meere, von denen das Leben auf der Erde abhängt, stehen unter großem und zunehmendem Druck. Die Empfehlungen des Blue Manifesto zu beherzigen, wird Europa auf den richtigen Pfad für den Schutz und die Gesundung der Weltmeere bringen. Mit dem European Green Deal hat sich die Europäische Kommission zur Umsetzung von Klima- und Biodiversitätsstrategien bekannt, die diesen Namen auch verdienen und die Gesetzgebung und die Finanzflüsse in Richtung Klimaschutz und Artenvielfalt umlenken. Die Umweltorganisationen fordern nun von der Europäischen Kommission, den Schutz der Meere als wesentliches Element in diesen Strategien zu verankern und den im Blauen Manifest dargelegten Richtschnüren zu folgen.“

Das „Blue Manifesto“ soll sicher stellen, dass sich die Meere bis 2030 von bisher verursachten Schäden erholen können, nicht mehr verschmutzt sind und menschliche Aktivitäten nur innerhalb festgelegter Auflagen durchgeführt werden. Zusätzlich wird gefordert, dass die Meere grundlegend zunehmend unter Schutz gestellt werden.

Zeitleiste von 2020 bis 2030 mit den Texten des Blue Manifesto und Zeichnungen von in einem Grundschleppnetz gefangenen Meerestieren bis hin zu gesunden und fischreichen Korallenriffen

© Seas at Risk

Die gesamte Pressemitteilung und das Blaue Manifest selbst findet ihr bei Seas at Risk.

Ergänzend machen die Verfasser vom „Blue Manifesto“ auf die zwischen dem 3. und 9. Februar in Brüssel stattfindende Ocean Week aufmerksam. Im Rahmen der Ocean Week findet auch die Ocean Action! Conference statt, bei der Politiker:innen, Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen aufeinander treffen, um neue innovative Ideen und Lösungsansätze zur Rettung der Meere zu teilen.

 

Meeresschutz ist Klimaschutz – Über 50 NGOs unterzeichnen offenen Brief an die EU

Nahaufnahme der Meeresoberfläche mit Lichtreflektionen. Darüber die Sätze: Worried about climate breakdown? There is an ocean of solutions

© climateocean

Der IPCC-Sonderbericht  über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima hat sehr deutlich gemacht, wie bedroht die Meere durch den Klimawandel sind. Die Ozeane haben eine tragende Rolle im Klimaschutz durch ihre Fähigkeit, CO2 und Wärme aufzunehmen (bisher haben sie schon 90% der anthropogenen Erwärmung absorbiert). Doch der Klimawandel geht nicht spurlos an den Ozeanen vorbei. Die Meeresökosysteme leiden unter anderem an Versauerung, Temperaturerhöhung, Sauerstoffarmut und Änderungen in den Meeresströmungen. Dies hat auch große Auswirkungen auf die Fische und andere Meeresbewohnen in unseren Meeren. Weitere, durch den Menschen verursachte Stressoren, tragen dazu bei, die Meeresumwelt unter Druck zu setzen. So haben sich zwar schon 2014 alle EU-Länder mit der Gemeinsamen Fischereipolitik, dazu verpflichtet, die europäischen Fischbestände bis spätestens 2020 nachhaltig zu bewirtschaften. Dennoch sind noch immer über 40% der Fischbestände in EU-Gewässern überfischt. Doch nur mit intakten Ökosystemen können die Ozeane ihre Fähigkeit beibehalten, die Folgen des Klimawandels abzupuffern.

Daher haben nun, in Anlehnung an den am 25.September 2019 veröffentlichten IPCC-Sonderbericht SROCC, insgesamt  52 europäische NGOs, unter anderem auch DEEPWAVE, einen offenen Brief an die Europäische Kommission unterzeichnet. Dieser ist an die aktuellen sowie zukünftigen Präsidenten der EU adressiert und darin sind  klare Forderung enthalten, wie die Europäische Union dazu beitragen muss, den Meeresschutz endlich aktiv voranzutreiben.

Forderungen der NGOs für effektiven Schutz der Ozeane

  1. Ein Ende der Überfischung und der illegalen, nicht gemeldeten und unregulierten Fischerei (IUU-Fishing). Alle EU-Institutionen und Mitgliedstaaten müssen die Vorgaben der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU vollständig umsetzen und durchsetzen, insbesondere die Frist für die Beendigung der Überfischung bis 2020.
  2. Ein wirksamen Abkommen zum Schutz der Hohen See bis Ende 2020.
  3. Mindestens 30% Prozent des Ozeans müssen bis Ende 2030 zu wirksamen und effektiv gemanagten Schutzgebieten werden. Die übrigen 70% müssen nachhaltig bewirtschaftet werden.
  4. Die Tiefsee muss durch ein Tiefseebergbau- Moratorium geschützt werden.

Die Beendigung der Überfischung und effektiv gemanagte Meeresschutzgebiete sind wesentliche Klimaschutzmaßnahmen, welche marine Lebensräume und die biologische Vielfalt schützen, zur Regeneration von Fischbeständen und marinen Nahrungsnetzen beitragen, die Bedingungen für die Kohlenstoffaufnahme verbessern und die Widerstandsfähigkeit der Ozeane gegen die Folgen des Klimawandels erhöhen werden. Auch die Tiefsee spielt eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels durch die Aufnahme und Speicherung von CO2. Durch die Aufnahme von überschüssiger Wärme verlangsamt die Tiefsee die Erwärmung an Land. Doch die Tiefsee ist ein empfindliches und weitgehend unerforschtes Gebiet, in dem Folgen durch gravierende menschliche Eingriffe nicht vorhersehbar sind. Sicher ist nur, dass der Tiefseebergbau Giftstoffe, Lichtverschmutzung und Lärm erzeugen wird, was zu einem dauerhaften Verlust der biologischen Vielfalt führen und das Meeresleben weit über die eigentlichen Abbaustätten hinaus beeinflussen könnte. Das Europäische Parlament nahm 2018 einen Beschluss an, welcher ein Moratorium für gewerbliche Förderlizenzen für den Tiefseebergbau fordert, bis die Risiken für die Meeresumwelt vollständig verstanden sind. Die EU muss zu ihren Verpflichtungen stehen, wirksame Maßnahmen durchzusetzen, um die Ozeane und damit auch das Klima zu schützen.

Franziska Bils für DEEPWAVE

Der offene Brief kann auf der Seite von climateocean heruntergeladen werden

Quellen: https://www.climateocean.com/2019/09/25/over-50-ngos-call-on-eu-leaders-to-protect-ocean-as-climate-action/

Kein Fisch Meer: Deutsche Umwelthilfe, Our Fish und Deepwave fordern ein Ende der Überfischung zum Welttag der Meere


© Finke/DUH

Deutsche Umwelthilfe, Our Fish und Deepwave kritisieren Versäumnis der Politik, Überfischung zu stoppen – DUH fordert Ende der Überfischung und illegaler Fischrückwürfe auf See – Aktion der DUH, Our Fish und Deepwave zum Welttag der Meere vor den Toren der Bundesregierung veranschaulicht verheerende Auswirkungen der Überfischung – Marktschreier prangert zu hohe Fangmengen für Dorsch, Hering & Co. an

Berlin, 4.6.2019: Es bleiben nicht mal mehr sieben Monate, um die Überfischung in unseren europäischen Meeren zu beenden. Zu dieser Frist verpflichteten sich 2013 alle EU-Mitgliedstaaten in der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP). Kurz vor dem Welttag der Meere am 8. Juni machen die Deutsche Umwelthilfe (DUH), Our Fish und Deepwave auf die verheerenden Folgen eines nicht nachhaltigen Fischereimanagements aufmerksam. Vor dem Reichstag in Berlin forderten sie die Bundesregierung mit einer bildstarken Aktion auf, die Überfischung bis 2020 zu beenden.

Leere Marktstände auf einem inszenierten abgesagten Fischmarkt verdeutlichen, wie es in Zukunft an der Nord- und Ostseeküste immer häufiger aussehen könnte. Ein einsamer Marktschreier schildert stimmgewaltig, wie es zu den leeren Fischauslagen kommen konnte.

41 Prozent der Fischbestände im Nordostatlantik sind überfischt. Zu diesen Fischpopulationen zählen auch der westliche Hering und der östliche Dorsch in der Ostsee. Diese Populationen sind aktuell in einem sehr schlechten Zustand. Erstmals empfehlen die Wissenschaftler vom Internationale Rat für Meeresforschung 2019 für beide Populationen eine Null-Quote, das heißt einen Fangstopp ab 2020. Auch das Warnemünder Heringsfest wurde bereits in diesem Jahr abgesagt, da es im Frühjahr nicht genug Heringe in der Ostsee gab. Das ist unter anderem das Resultat jahrzehntelanger Überfischung.

„Unsere wichtigsten Speisefischarten in Nord- und Ostsee stehen unter Druck: Überdüngung, Verschmutzung, die Folgen der Klimakrise und die Überfischung machen unseren Meeresökosystemen zu schaffen“, sagt Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer. „Trotz der gesetzlichen Vorgabe, die Überfischung bis 2020 zu beenden, wurden wieder zu viele Fangquoten für 2019 oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen festgelegt. Frau Klöckner – es ist fünf vor zwölf und Sie sind als Fischereiministerin verantwortlich für unsere Fischpopulationen. Sorgen Sie für den sofortigen Fangstopp bedrohter Populationen und nachhaltige Fangmengen bis 2020“, fordert Müller-Kraenner weiter.

„2019 muss das Jahr sein, in dem die Fanggrenzen endlich den wissenschaftlichen Empfehlungen entsprechen. Außerdem müssen die EU-Fischereiminister das 2020-Ziel der Gemeinsamen Fischereipolitik ernst nehmen, um die Überfischung in den europäischen Meeren zu beenden“, sagt Rebecca Hubbard, Direktorin der Our Fish Kampagne. „Eigentlich ist es eine einfache Rechnung: Wird zu viel Fisch aus dem Meer geholt, kollabieren die Fischpopulationen und sind dann wirtschaftlich nicht mehr nutzbar. Nur eine nachhaltige Fischerei kann die Widerstandsfähigkeit unserer Fischpopulationen gegenüber den Auswirkungen der Klimakrise stärken und führt zu höheren wirtschaftlichen Erträgen und somit zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Fischerei und den Küstengemeinden.“

Anna Groß, CEO der Meeresschutzorganisation Deepwave: „Überfischung ist nicht nur ein ökonomisches Problem. Sie zeigt deutlich unseren völlig falschen Bezug zu den Meeren. Wir behandeln sie als auszuschöpfende Ressource, als Wasserstraße, als Entsorgungsdeponie. Ohne uns darüber im Klaren zu sein, dass wir so zielstrebig auf das Kippen unserer Meere zusteuern. Die derzeitige Fischerei ist verschwenderisch und zerstört eine gemeinschaftliche Ressource. Sie kann dies nur tun, weil sie durch eine Politik gedeckt wird, die unseren Meeren nicht genug Zeit gibt, um sich zu regenerieren. Trotz der seit Januar 2019 vollumfänglichen Anlandungspflicht werden für den täglichen Konsum unvorstellbare Mengen an Meereslebewesen als ungewollter Beifang zurück ins Meer geworfen und wie Abfall behandelt.“

Über Our Fish

Die europäische Initiative Our Fish will sicherstellen, dass die EU-Mitgliedstaaten die Gemeinsame Fischereipolitik umsetzen und für nachhaltige Fischbestände in den europäischen Meeren sorgen. Die Deutsche Umwelthilfe koordiniert die Our Fish-Kampagne in Deutschland.

Über Deepwave

Die Meeresschutzorganisation mit Sitz in Hamburg setzt sich regional und international für den Schutz der Ozeane und ihrer Bewohner ein. Deepwave setzt sich für ein geschärftes Bewusstsein für den globalen Zusammenhang der Gefährdungen des Wasserplaneten ein, denn nur so kann das gemeinsame Erbe des Weltmeeres für künftige Generationen erhalten werden. Die essentielle Problematik der Überfischung auf der Agenda zu halten, ist eine der Aufgaben von Deepwave.

Links:

Kontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Anna Groß, CEO Deepwave
040 4609 1461, deepwave.annagross@gmx.de

Katja Hockun, Projektmanagerin DUH
030 2400867-895, hockun@duh.de

Rebecca Hubbard, Programmdirektorin Our Fish
+34 657669425, rebecca@our.fish

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe,www.instagram.com/umwelthilfe

 

 

 

Mehr Schutz für Haie und Rochen bei CITES gefordert

 

Cites COP17 (FAO)

Cites COP17 (FAO)

Mehr Schutz für Haie & Co. bei CITES dringend gefordert

Pressemitteilung, 24.9.2016 Wieder einmal trifft sich die Staatengemeinschaft zum CITES/Washingtoner Artenschutzabkommen und verhandelt über Wege den Artenverlust zu beschränken. Und auch diesmal geht es darum, den dringenden Schutz von Meerestieren wie einigen Haiarten, Korallenfischen und den Nautilus-Tintenfischen besser zu verankern. Dabei muss es gelingen die rein wirtschaftlichen Interessen insbesondere der Fischerei zurück zu drängen und den „gekauften“ Staaten ihr Treiben gegen den Artenschutz anzukreiden, fordert die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE.

Zwei Wochen lang beraten die Delegierten aus 183 Staaten über Regelungen und Handelsmoratorien für bedrohte Tier- und Pflanzenarten auf der so genannten CITES (Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora)-Konferenz. Auf der Agenda finden sich neben Anträgen zu Tropenholz oder Schuppentieren auch Anträge zu Haien und Rochen für die sich DEPWAVE vehement einsetzen wird. 2013 hat CITES bereits Regeln für Hammer-, Weißspitzen-Hochsee- sowie Heringshaie und Mantas eingeführt. Sie wurden im Anhang II des Abkommens gelistet. Dies bedeutet, dass sie nur noch international gehandelt werden können, wenn sie nachweislich aus einer ökologisch nachhaltigen Fischerei stammen.

„Es geht es mittlerweile um das pure Überleben einiger Haiarten, die von der Fischerei massiv bedroht sind“, sagt Dr. Onno Groß von der Meeresschutzorganisation DEEPWAVE in Südafrika. „Insgesamt mehr als ein Dutzend Arten sind neu auf der COP17-Agenda, je drei Fuchshai- und Seidenhai- Arten und die neun oder mehr Teufelsrochenarten. Dazu kommen Korallenfische und der Nautilus. CITES hat schon früh gezeigt wie wichtig ein Handelsverbot für den Artenschutz ist, und das muss sich für diese Arten wiederholen.“

Bei allen drei Hai-Gattungen gibt es massive Rückgänge von 70 Prozent und mehr, im Indischen Ozean zum Teil über 90 Prozent! Zwar sind Fuchshaie theoretisch durch die regionalen Fischereiabkommen im Indischen und Atlantischen Ozean geschützt, dasselbe gilt für Seidenhaie im Atlantik und im Westpazifik. Allerdings gibt es gewaltige Defizite bei der Umsetzung und Fuchshaie und Seidenhaie werden beispielsweise trotz des Verbots offen auf Fischmärkten angeboten. Bei beiden sind insbesondere die Flossen sehr begehrt und teuer.

„Mindestens 74 Haiarten gelten als sehr gefährdet, vermutlich sind es deutlich mehr“, warnt Dr. Ralf Sonntag, Meeresbiologe und Experte für DEEPWAVE vor Ort in Johannisburg. „Die Jagd auf Haifischflossen für die Suppe ist ein globales Problem und globale Probleme brauchen globale Lösungen. Das Flossenabschneiden auf hoher See ist nicht nur ein riesiges Artenschutzproblem es ist gegen alle internationalen Regeln des Tierschutzes, da viele Haie lebendig, aber ohne Flossen über Bord geworfen werde. Es ist auch eine riesige Verschwendung von Ressourcen, wenn nur 1-5% des Tieres genutzt werden.“

Sollte Cites nicht gelingen, wäre das ein katastrophales Signal. Dann würde die Gier einiger weniger Fischereinationen den internationalen Schutz verhindern.

„Es gibt keine versteckten Reserven von Haien irgendwo in der Tiefsee oder in anderen Regionen. Insbesondere durch ihre sehr niedrige Fortpflanzungsrate sind sie selbst für kleinen Fangquoten für Überfischung anfällig. Ihr Rückgang und ihr Verschwinden ist etwas Endgültiges“, so Ralf Sonntag.

Relativ neu ist auch die Jagd auf Teufelsrochen und Mantas. Deren Kiemenreusen finden seit erst ein paar Jahren mehr und mehr Anklang in der chinesischen Medizin, was weltweit zu drastischen Rückgängen geführt hat. CITES kann das ändern, es gilt weltweit als das effektivste und am besten umgesetzte Schutzabkommen. Allerdings müssen zwei Drittel der circa 180 Mitgliedsländer einer Listung zustimmen. Japan versucht genau dies massiv zu verhindern, hoffentlich erfolglos!

Hintergrund:

Fuchshaie (Alopias spp.) gehören zur Gruppe der Makrelenhaie und sind an der massiv verlängerten oberen Schwanzflosse, die fast so lang ist wie der restliche Körper, erkennbar. Sie dient zur Jagd kleiner Schwarmfische durch peitschenartige Hiebe. Fuchshaie können bis zu fünf Meter lang werden und haben 2-6 lebend geborene Nachkommen. 80 % des Bestandes sind verschwunden und sie gelten als bedrohte Tierart. Eine Listung bei CITES würde den Schutz zusätzlich deutlich verbessern.

Seidenhaie (Carcharhinus falciformis spp.) leben im Freiwasser tropischer Meere. Die über drei Meter langen Tiere treten manchmal in großen Schulen auf. Seidenhaie zeigen ein Drohverhalten, wenn sie sich gestört fühlen, und biegen den Rücken nach oben durch und zeigen einen Buckel. Sie sind häufiger Beifang in der Thunfisch-Fischerei aber die Fischereiabkommen im Atlantik und im Westpazifik reichen zum Schutz nicht aus. Die Malediven haben hier die Initiative ergriffen und mit circa 50 anderen Staaten den Antrag gestellt.

Etwa neun Arten Teufelsrochen (Mobulas spp.) und die beiden Manta-Arten bilden eine gefährdete Tiergruppe der Planktonfresser. Mobulas haben eher ein unterständiges Maul während dies bei Mantas endständig ist, und sie sind etwas kleiner. Kennzeich­nend sind die horn­artigen Kopflappen, die dazu dienen, das Plankton in das Maul zu leiten. Teufelsrochen werden erst mit etwa 10 geschlechtsreif und gebä­ren dann alle zwei Jahre nur ein Jungtier. Seit ein paar Jahren werden die getrockneten Kiemenbögen der Tiere für die chinesischen Me­dizin genutzt. Der vermehrte Fang hat dazu geführt, dass es in vielen Gebieten Rückgänge von über 90 Prozent gibt. Während die Bonner Konvention für wandernde Tierarten (CMS) schon ein Fangverbot gefordert hat, muss dies jetzt auch erfolgen. Es ist wichtig, dass die 50 CITES-Antragsteller unter der Führung Fidschis Erfolg haben.

Neben besseren Schutz für den Banggai-Kardinalbarsch (Pterapogon kauderni) und dem Clarion-Engelsfisch (Holacanthus clarionensis) ist auch der Tintenfisch Nautilus (Nautilus pompilius) bei einem Handelsgebot weit besser geschützt als bisher. Die Schalen dieser seltenen Tierart werden bisher von keinem Managementsystem erfasst und sind so der Ausbeutung Preis gegeben. In den Philippinen und Indonesien sind mehrere Bestände überfischt. Dieser Antrag von der USA, Fiji und anderen Staaten sollte dringend angenommen werden. Zudem sollte jeder Toruist auf den Kauf von solchen „Meeressouvenirs“ verzichten.

Für DEEPWAVE vor Ort auf der CITES-Konferenz in Johannesburg:

Dr. Ralf P. Sonntag, Senior advisor Marine Conservation
ralfsonntag@web.de
Tel. +49 / 172- 4390583
Pressekontakt: DEEPWAVE e.V. Dr. Onno Groß, President,  Tel. +49 / 0179 598 69 69

nautilus

 

And the Winner is… Blue Straw Campaign

DEEPWAVE gewinnt Google Impact Challenge 2016

DEEPWAVE gewinnt Google Impact Challenge 2016

„Im fernen Hollywood werden dieser Tage die Oscars vergeben. Gleich 110 “Oscars” für innovative gemeinnützige Organisationen gab es gestern Abend in Berlin, als die Gewinner der ersten “Google Impact Challenge” in Deutschland gekürt wurden.“

DEEPWAVE e.V. war erfolgreich und ist unter den Gewinnern mit der Blue-Straw Kampagne zum Schutz der Meere. Wir freuen uns riesig.

Hier gibts Fotos vom Event und „Unser Film“

Hier gehts zum Blog von Google.


Google-Pressemitteilung

„Mobile Retter“ gewinnen Google Impact Challenge

Förderwettbewerb für gemeinnützige Organisationen endet mit Siegerehrung in Berlin

  • Projekt aus Rheda-Wiedenbrück gewinnt Online-Abstimmung und Fördergelder von 500.000 Euro
  • Neun weitere „Leuchtturm-Projekte“ erhalten je 250.000 Euro
  • Jugendorchester Havixbeck, Kinder- und Jugendhospiz Balthasar aus Olpe und Plattform „Ich wünsch es Dir” für schwerkranke Kinder als beste lokale Projekte gewählt
  • Insgesamt werden 100 lokale Initiativen mit je 10.000 Euro gefördert

 

Berlin, 26. Februar 2016 – Fünf Monate Wettbewerb, über 2.200 Teilnehmer, über 700.000 abgegebene Stimmen ‒ nun stehen die Gewinner der ersten „Google Impact Challenge“ in Deutschland fest. Gesamtsieger in der Kategorie „Leuchtturm-Projekt“ sind die „Mobilen Retter“ aus Rheda-Wiedenbrück. Das smartphone-basierte System sorgt dafür, dass qualifizierte Ersthelfer schneller am Einsatzort eintreffen und somit Leben retten können. Die Idee erhielt bei der Online-Abstimmung die meisten Stimmen und kann sich über ein Fördergeld von 500.000 Euro freuen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die App „Draußenkinder Hilfefinder“  von Karuna aus Berlin sowie „Kiron“, die Online-Hochschule für Flüchtlinge. Diese beiden sowie sieben weitere Initiativen mit bundesweiter Bedeutung erhalten jeweils 250.000 Euro zur Umsetzung ihrer Ideen.  Die Liste der Gewinner in der Kategorie “Leuchtturm-Projekte” finden Sie hier.

In der Kategorie „Lokale Projekte“ konnten das Jugendorchester Havixbeck, das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar aus Olpe und die Plattform „Ich wünsch es Dir“  für schwerkranke Kinder die meisten Stimmen für sich verbuchen. Insgesamt erhielten 100 kleinere Vereine und Organisationen jeweils 10.000 Euro Fördergeld, 100 weitere bekamen 1.000 Euro. Die Liste der Gewinner in der Kategorie “Lokale Projekte” finden Sie hier.

Über 400 Gäste aus Politik und Gesellschaft feierten die Sieger am Donnerstagabend im Berliner Café Moskau ‒ im Beisein von Bundesarbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles sowie Jacquelline Fuller, Direktorin Google. org. Die 110 ausgezeichneten Projekte freuten sich neben den Fördergeldern in Höhe von fast 4 Millionen Euro auch über die ideelle Unterstützung durch die Partner Google, betterplace.org und Ashoka. Die „Leuchtturm-Projekte“ werden überdies bei der weiteren Umsetzung ihrer Ideen mit Coaching und Mentoring unterstützt.

„Von der App für Ersthelfer über eine Online-Beratung für Flüchtlinge oder eine Crowdsourcing-Plattform für öffentliche Obstbäume ‒ die Projektideen haben uns durch ihre große Bandbreite beeindruckt. Besonders inspiriert haben uns die lokalen Vereine und Organisationen in ganz Deutschland, die ihre innovativen Ideen, die einen positiven Einfluss auf ihre Gemeinschaft haben sollen, mit uns geteilt haben”, zeigte sich Jacquelline Fuller, Direktorin von Google.org, begeistert von der Vielfalt der Projekte.

„Was wir in Deutschland brauchen ‒ heute vielleicht sogar mehr als je zuvor ‒ sind Bürgerinnen und Bürger, die sich sozial engagieren. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Google Impact Challenge leisten einen sehr wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft, der in Zahlen kaum zu bemessen ist. Umso wichtiger ist es, dass Initiativen wie die Google Impact Challenge sie in ihrem Wirken unterstützen“, so Bundesarbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles.

Google hatte am 22. September 2015 mit seinen Partnern betterplace.org und Ashoka die „Google Impact Challenge“ gestartet. Bei dieser Mischung aus Trainingsprogramm und Wettbewerb konnte jede gemeinnützige Organisation mit innovativen oder digitalen Projekten teilnehmen. Insgesamt waren über 2.200 Bewerbungen eingegangen. Eine Expertenjury, bestehend neben anderen aus Stefanie Graf, Manuel Neuer, Gesche Joost und Ann-Kristin Achleitner und unterstützt von der Schirmherrin des Projektes, Bundesministerin Manuela Schwesig, bestimmte unter anderem die zehn „Leuchtturm-Projekte“.

 

Via Onlinevoting sowie offline am Berliner Hauptbahnhof wählten die Bürger die hundert besten lokalen Projekte sowie den Gesamtgewinner in der „Leuchtturm“-Kategorie. Von den Finalisten stammen die meisten Projekte aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Berlin, Baden-Württemberg und Bayern. Inhaltlich beschäftigen sich die große Mehrzahl der Einreichungen mit dem Themengebiet „Bildung und Jugendförderung“. „Integration“, „Soziale Dienste“ sowie „Natur, Umweltschutz und Energie“ folgen auf den Plätzen.

 

Weitere Statements

 

„Mich hat vor allem die Vielfalt der Projekte beeindruckt, von Bildung und Integration über soziale Dienste bis Kultur und Umweltschutz. Wir freuen uns, dass wir hier ein Zeichen für innovative Lösungen, gerade auch in der ehrenamtlichen Arbeit, setzen konnten.” (Philipp Justus, Vice President, Google Deutschland, Österreich, Schweiz & Zentral- und Osteuropa)

 

„Die Google Impact Challenge ist ein vorbildlicher Preis: Große finanzielle und inhaltliche Förderung, transparenter Prozess mit Experten und Öffentlichkeit.“ (Felix Oldenburg, Ashoka)

 

„Mit großer Freude habe ich die Kreativität und Vielfalt der bei der Challenge eingereichten Projektideen gesehen. Die Gewinner haben nun die Chance, eine neue Generation digital-sozialer Innovationen in die Tat umzusetzen, und so dem Gemeinwohl noch besser dienen zu können.“ (Dr. Joana Breidenbach, Mitgründerin von betterplace.org und Mitglied des Aufsichtsrats der gut.org gemeinnützige Aktiengesellschaft)

 

Plastikmüll sammeln am Elbstrand

Plastikmüll sammeln am Elbstrand

Pressemitteilung

Meeresschutzorganisation DEEPWAVE organisiert 28. Internationalen Müllsammeltag in Hamburg

• Müllsammeltag in Hamburg am 21. September, 15:00 Uhr, Museumshafen Övelgönne
•Plastik-Fußabdruck: Jährlicher Zuwachs von 6 Millionen Tonnen Plastikmüll in Weltmeeren
• Flüsse als Müllzubringer
• Meeresbewohner verenden durch Verwechslung mit Nahrung
• Müllvermeidung an Stränden und Flüssen als eine praktische Lösung

Hamburg, 12. September 2013 – Plastikmüll verschmutzt zunehmend die Weltmeere. Die UN Umweltschutzbehörde beziffert den Zuwachs auf 6.000.000 Tonnen jährlich. Im Atlantik bildet der von Menschen verursachte Plastik-Fußabdruck mittlerweile einen Teppich so groß wie die Fläche von Deutschland und Polen zusammen. Neben Mülldeponien, illegaler Müllbeseitigung, Fischereizubehör, Freizeitaktivitäten an Küsten etc. fungieren ebenso die Flüsse als „Mülllieferanten“ für achtlos hinterlassenen Landmüll.

Die Ansammlung von Plastikmüll in den Ozeanen stellt eine akute Gefahr für marine Arten dar. 400 Jahre dauert es, bis Plastik verrottet. Jedes Jahr kostet der langlebige Werkstoff Tausenden von Organismen das Leben, indem sie daran ersticken oder darin verwickelt werden.
Um auf dieses Problem aufmerksam zu machen, hat die amerikanische Umweltorganisation Ocean Conservancy bereits vor 28 Jahren den Internationalen Müllsammeltag ausgerufen. Seither erfolgen an jedem dritten Samstag im September Müllsammelaktionen an Stränden und Flüssen weltweit. Jeder, der will, kann mitmachen.

In Hamburg organisiert die Hamburger Meeresschutzorganisation Deepwave bereits zum siebten Mal die Sammelaktion. „Landabfälle wie Zigarettenstumpen, Q-Tips, Verpackungen, Tüten und PET-Flaschen finden ihren Weg in die Ozeane auch über die Flüsse“, erklärt Meeresbiologe Dr. Onno Groß von Deepwave die typische Beschaffenheit des Plastiktreibguts. Oftmals sei hierfür Unachtsamkeit verantwortlich. Die Menschen lassen den Müll einfach liegen.

Auch um den Elbstrand sei es nicht gut bestellt. Ein Großteil des Elbsandstrandes besteht bereits heute aus kleinsten Plastikkügelchen, die durch die Nahrungskette am Ende in den menschlichen Organismus gelangen können.

Groß sieht einen praktischen Lösungsansatz in der Schärfung des Problembewusstseins und damit einhergehenden Müllvermeidungsstrategie: „Wenn jeder Strandbesucher seinen Müll wieder mitnimmt, ist den Ozeanen und seinen Bewohnern bereits gedient. Auch konsequente Mülltrennung und das Recyceln von Plastikabfällen ist ein wichtiger Ansatz, bei dem jeder mithelfen kann. Wer sich zudem an der jährlichen Aufräumaktion beteiligt, ist herzlich willkommen“.

Langfristig sei dem Problem nur durch eine Reduzierung der weltweiten Plastikproduktion beizukommen. Onno Groß sieht hierbei einen positiven Einfluss der Verbraucher und rät: „Das eigene Einkaufsverhalten zu überdenken und künftig in Plastik verpackte Lebensmittel links liegen zu lassen“.

Treffpunkt für den Müllsammeltag am Elbufer in Hamburg: 21. September 2013, 15:00 Uhr Museumshafen Övelgönne. Gestellt werden Handschuhe und Müllbeutel. Gesammelt wird ca. 2-3 Stunden. Empfohlen wird wetterfeste Kleidung.

Deepwave e.V. ist eine in Hamburg 2003 gegründete Meeresschutzorganisation. Unter dem Motto „MEER- Bewusstsein MEER -Verantwortung MEER- Durchsetzung“ verfolgt die Initiative das Ziel, zur Entwicklung und Förderung umweltverträglicher Strukturen für das Ökosystem der Hoch- und Tiefsee beizutragen. Dabei stehen insbesondere Maßnahmen zur Bewusstseinssensibilisierung gegenüber Umweltgefährdungen im Fokus.

Kontakt
Dr. Onno Groß, Meeresbiologe und
1. Vorsitzender des Vereins DEEPWAVE e.V.
Tel.: 040-46856262
Mobil: 0179-5986969
E-Mail: presse@deepwave.org
www.deepwave.org

Hintergrundmaterial
• www.deepwave.org / www.deepwave.org/newsblog/
• www.oceanconservancy.org/icc
Bilder vom Müllsammeltag finden sich hier:
http://www.flickr.com/photos/64068253@N00/sets/72157627700043960/
Kurzfilm zum Müllsammeltag 2007
http://www.youtube.com/watch?v=zhMLqe_YN48&feature=related

Weiteres Film- und Fotomaterial schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.

Mehr als 200 Organisationen fordern zügiges Ende der Überfischung in Europa

Mehr als 200 Organisationen fordern zügiges Ende der Überfischung in Europa

Bundesministerin Ilse Aigner (CSU) und ihre EU-Kollegen müssen für den Wiederaufbau der europäischen Fischbestände bis 2020 sorgen

10.4.13 Mit einem offenen Brief haben sich am heutigen Mittwoch 217 Organisationen aus ganz Europa an die Fischereiminister der Europäischen Union gewandt. Sie fordern ein zügiges Ende der Überfischung und den Wiederaufbau der Bestände bis 2020. Die Verhandlungen über die Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) erreichen derzeit die letzte und entscheidende Phase. Im Juni 2013 sollen sie zum Abschluss kommen.

„Die EU hat die Pflicht, die Überfischung zu beenden. Unser gemeinsamer Appell soll den Ministern klar machen, dass gesunde Fischbestände in Europa über die ökologische Dimension hinaus auch handfeste wirtschaftliche und soziale Vorteile nach sich ziehen würden“, erklärt die deutsche OCEAN2012-Koordinatorin Nina Wolff von der Deutschen Umwelthilfe e. V. (DUH). „Wir fordern Frau Bundesministerin Aigner und ihre EU-Ministerkollegen eindringlich auf, die Chance der GFP-Reform zu nutzen und den notwendigen Wiederaufbau der Fischbestände auf ein nachhaltiges Niveau nicht länger zu verzögern.“

Am 6. Februar 2013 hatte das Europäische Parlament mit einer Mehrheit von 502 gegen 137 Stimmen beschlossen, die Überfischung bis 2015 zu beenden. Mittelfristiges Ziel ist es, die europäischen Fischbestände bis 2020 oberhalb des so genannten höchstmöglichen Dauerertrags wiederherzustellen und so zu erhalten. Die 27 Fischereiminister des EU-Ministerrats haben diesen ambitionierten, aber durchaus realistischen Plan bislang zurückgewiesen und sich lediglich auf die Einführung nachhaltiger Fanggrenzen für alle Bestände bis 2020 verständigt. Eine zeitliche Zielmarke für den Wiederaufbau der Fischbestände zu nachhaltigen Größen fehlt bislang.

Im Rahmen ihrer Verhandlungen über die Ausgestaltung der GFP-Reform haben EU-Rat und Parlament die Gelegenheit, die bereits 30 Jahre andauernde Misswirtschaft in der EU-Fischereipolitik zu beenden: Gegenwärtig sind 47 Prozent der untersuchten Bestände im Atlantischen Ozean überfischt, im Mittelmeer sind es 80 Prozent und in der Ostsee fünf von sieben Fischbeständen. Für die Versorgung mit wild gefangenem Seefisch und Meeresfrüchten sind die EU-Mitgliedstaaten zu fast 50 Prozent auf Importe angewiesen. Mit der Überfischung europäischer Fischbestände werden Schätzungen zufolge jedes Jahr potenzielle Fangerträge im Wert von über drei Milliarden Euro verschwendet, mit denen mehr als 100.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden könnten.

„Wir fordern die EU-Fischereiminister eindringlich auf, sicherzustellen, dass die Gemeinsame Fischereipolitik für ein verantwortungsvolles Fischereimanagement sorgt“, sagt Onno Groß von der Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e. V. „Dabei geht es nicht nur um ökologische Fragen, sondern auch um den Erhalt öffentlicher Güter und die wirtschaftliche Zukunft unserer Küstenregionen.“

Den offenen Brief der Organisationen an die Fischereiminister der Europäischen Union finden Sie im Internet unter
http://www.duh.de/pressemitteilung.html?&tx_ttnews[tt_news]=3077&tx_ttnews[backPid]=84

Pressekontakt:
Dr. Nina Wolff, Projektleiterin Meeresschutz Deutsche Umwelthilfe
e.V. (DUH)und OCEAN2012 Koordinatorin Deutschland
Mobil: 0170 8127346, E-Mail: wolff@duh.de

Dr. Onno Groß, 1. Vorsitzender DEEPWAVE. e.V.
Mobil: 0179 598 69 69, E-Mail: info@deepwave.org

Dr. Gerd Rosenkranz, Leiter Politik und Presse, Deutsche Umwelthilfe
e.V. (DUH),Tel. 030 2400867-0, Mobil: 0171 5660577,
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