Plastic Pollution - wie wir die Meere mit Plastik vermüllen und wie nicht

Bundesregierung will internationales Exportverbot für unsortierten Plastikmüll

© Rafiq Maqbool/dpa

Allein im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung zugelassen, dass 100 000 Tonnen Plastikmüll nach Malaysia verschifft wurden. Die Umweltministerin, Svenja Schulze, strebt ein Exportverbot für Plastikmüll an, der zu verschmutzt ist, um ihn zu recyceln. Unsere Abfälle sind verantwortlich für schwerwiegende Gesundheits- und Umweltschäden in einigen südostasiatischen Ländern wie zum Beispiel Indonesien, Malaysia und Vietnam.

Süddeutsche Zeitung, 29.04.2019, Autorin: Vivien Timmler

Es hat ein bisschen gedauert, aber nun schließt sich auch die Bundesregierung dem Vorstoß Norwegens an: Deutschland fordert ein internationales Verbot für den Export stark verschmutzter Plastikabfälle. Grund dafür sind Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zufolge die anhaltenden Berichte über die Umweltverschmutzung durch Plastikabfälle in vielen Ländern Südostasiens.

Recherchen verschiedener Umweltorganisationen, aber auch der Süddeutschen Zeitung, haben gezeigt, was mit dem exportierten Plastikmüll aus den USA, Japan oder Deutschland in Ländern wie Malaysia, Vietnam oder Thailand geschieht. Nicht immer wird er von legalen Importeuren ins Land gebracht, teils gelangt er auf illegalen Wegen in die Dörfer – und was von den Firmen vor Ort nicht recycelt werden kann, bleibt einfach in der Gegend liegen. In Malaysia beispielsweise brannten über Monate immer wieder Berge von Plastikmüll unter freiem Himmel, der Gestank von verkohltem Kunststoff lag in der Luft, und neben den Menschen litt auch die Natur unter den verdreckten Böden und Gewässern.

Die Bundesregierung will das künftig verhindern. Europa sei in der Verantwortung, seinen Plastikmüll selbst zu sortieren und möglichst auch selbst zu recyceln, so Schulze. „Dass Plastikabfälle aus Deutschland in Staaten wie Malaysia die Umwelt verschmutzen, ist zwar sicher nicht die Regel, aber wenn es doch passiert, ein unerträglicher Zustand“, sagte Schulze. Was sie jedoch verkennt: Allein nach Malaysia hat Deutschland im vergangenen Jahr mehr als 100 000 Tonnen Plastikmüll verschifft, hinzu kommen tonnenweise Exporte nach Indonesien, Thailand und Vietnam. Das mag für Deutschland nur etwa ein Zehntel des gesamten Plastikmüllaufkommens sein, für die Zielländer bedeutet diese Menge jedoch eine gewaltige Belastung. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Süddeutsche Zeitung

Weitere Informationen über Plastikmüllexporte und Müllverschmutzung:

https://www.deepwave.org/das-unternimmt-die-eu-gegen-plastikmuell/

https://www.deepwave.org/nabu-fordert-mehr-anstrengungen-gegen-verpackungsmuell/

https://www.deepwave.org/nabu-fordert-regulierung-von-plastikmuellexporten/

 

 

So umweltschädlich sind abbaubare Plastiktüten

Forscher*innen von der Universität Plymoth in Großbritannien schreiben im Fachmagazin „Environmental Science & Technology“ über die Ergebnisse ihrer Forschung zu biologisch abbaubaren und kompostierbaren Tüten. Sie untersuchen, ob „Bio-Tüten“ wirklich umweltfreundlicher sind als Plastiktüten und welche Materialien in der Erde und im Meer beim Wegwerfen zurückbleiben.

WELT, 29.04.2019

Auch Tüten aus biologisch abbaubarem Kunststoff können länger die Natur belasten als gedacht. Eine Studie zeigt, dass sie nach drei Jahren im Boden oder im Meerwasser noch so stabil sein können, dass sie auch mit mehr als zwei Kilogramm Inhalt nicht reißen. Am stärksten zerfiel biologisch abbaubarer Kunststoff – wie auch gewöhnlicher Kunststoff –, wenn er Luft und Sonne ausgesetzt war, berichten Imogen Napper und Richard Thompson von der Universität Plymouth (Großbritannien) im Fachmagazin „Environmental Science & Technology“.

„Biologisch abbaubare, oxo-abbaubare und kompostierbare Kunststoffe werden häufig als mögliche Lösung gegen die Ansammlung von Plastikmüll und Abfällen angesehen“, schreiben die Forscher. Oxo-abbaubare Kunststoffe enthalten Zusätze, die das Material rascher zerfallen lassen. Weil dabei Mikroplastik entsteht, das kaum mehr weiter abgebaut wird, gibt es Bestrebungen in der EU, solche Kunststoffe zu verbieten.

Napper und Thompson wollten herausfinden, was tatsächlich mit den Materialien in verschiedenen Umgebungen geschieht. Sie besorgten sich im lokalen Einzelhandel Tüten verschiedener Kunststoffsorten, darunter Polyethylen (PE), aus dem die meisten Plastiktüten bestehen.

Den Großteil der Tüten schnitten sie in 15 mal 25 Millimeter große Stücke und legten sie in Netze aus Polyethylen hoher Dichte mit einer Maschengröße von einem Millimeter. Dann hängten die Wissenschaftler die Netze im Freien auf, vergruben sie im Boden oder versenkten sie mit einem Gewicht beschwert in Meerwasser. Nach neun, 18 und 27 Monaten nahmen sie jeweils Proben und untersuchten sie. Außerdem wurden ganze Plastiktüten den entsprechenden Umgebungen ausgesetzt. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

WELT

Weitere Informationen über Plastik, Verpackungen, „Plastic Pollution“ und „Alternativen zu Einwegplastik“ findet ihr unter unserer BLUE STRAW Kampagne.

 

NABU fordert Regulierung von Plastikmüllexporten

Pressemitteilung, 23.03.2019 vom NABU

Berlin – Anlässlich der Tagung der Vertragsparteien des Basler Übereinkommens in Genf (ab 29. April) fordert der NABU eine strengere Regulierung von Plastikmüllexporten aus Deutschland.

Jährlich werden gut eine Million Tonnen Plastikabfälle von Deutschland ins Ausland exportiert. Dies entspricht etwa einem Sechstel des insgesamt in Deutschland erzeugten Plastikabfalls. In Folge der chinesischen Importrestriktionen wird der Abfall seit vergangenem Jahr verstärkt in südost- und südasiatische Länder wie Malaysia, Indien oder Indonesien verschifft. Allein diese drei Länder nahmen 2018 mehr als ein Viertel der deutschen Exporte auf. Durch Medienberichte und NGO-Arbeit wurde nachgewiesen, dass nur ein Teil dieser Exporte in den Zielländern recycelt wird. Der Rest wird unter niedrigen Umweltstandards verbrannt oder deponiert.

„Die Folge sind schädliche Emissionen durch die Verbrennung sowie Einträge von Plastik in die Natur, Gewässer und letztlich ins Meer“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Nicht nur die Umwelt, auch die lokale Bevölkerung leide unter den Belastungen, wenn Luft, Böden und Gewässer vor Ort verschmutzt werden. „Länder wie Malaysia werden als Müllkippe für Plastikabfälle aus der sogenannten entwickelten Welt missbraucht“, so Miller.

Das internationale Basler Übereinkommen regelt die grenzüberschreitende Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung. Der NABU fordert, dass das Übereinkommen dahin gehend angepasst wird, dass Plastikabfall niedriger Qualität nicht mehr in Länder mit geringen Entsorgungs- und Recyclingstandards exportiert werden kann. Der NABU unterstützt den Vorschlag Norwegens, gemischte oder verunreinigte Plastikabfälle, die nicht oder nur schwer recycelbar sind, zur Gruppe von Abfällen, die besonderer Prüfung bedürfen, zuzurechnen. In der EU würde diese Klassifizierung aufgrund der geltenden EU-Abfallverbringungsverordnung einem Verbot von Exporten jener Plastikabfälle in Nicht-OECD-Länder gleichkommen. […]

Die vollständige Pressemitteilung findet ihr hier.

NABU: https://www.nabu.de/

 

 

 

 

Study: Every Animal Pulled from the Deepest Trenches of the Ocean Had Plastic in its Gut


© Alan Jamieson / Newcastle University

Ein Forschungsteam der „Newcastle University“ hat eine Studie veröffentlicht über den Einfluss von Plastikmüllverschmutzung auf Amphipoden (Flohkrebse) in der Tiefsee. Die Ergebnisse sind schockierend. Selbst im fast 11 Kilometer tiefen Marianengraben, dem tiefsten Punkt des Ozeans, hatten alle Exemplare Mikroplastik in ihrem Körper. Es zeigt, dass kein marines Ökosystem mehr unberührt ist. Immer mehr Hinweise deuten darauf hin, dass die Tiefsee, als größter Lebensraum, auch das größte Reservoir für Plastikmüll sein könnte. Die Amphipoden stehen ganz unter in der Nahrungskette und werden von vielen anderen Meerestieren gefressen, wenn die nun Mikroplastik essen, wirkt sich das auf das ganze Ökosystem aus.

The Atlantic, 27.02.2019, Autor: Ed Yong

Alan Jamieson remembers seeing it for the first time: a small, black fiber floating in a tube of liquid. It resembled a hair, but when Jamieson examined it under a microscope, he realized that the fiber was clearly synthetic—a piece of plastic. And worryingly, his student Lauren Brooks had pulled it from the gut of a small crustacean living in one of the deepest parts of the ocean.

For the past decade, Jamieson, a marine biologist at Newcastle University, has been sending vehicles to the bottom of marine trenches, which can be as deep as the Himalayas are tall. Once there, these landers have collected amphipods—scavenger relatives of crabs and shrimp that thrive in the abyss. Jamieson originally wanted to know how these animals differ from one distant trench to another. But a few years ago, almost on a whim, he decided to analyze their body for toxic, human-made pollutants such as polychlorinated biphenyls, or PCBs, which have been banned for decades but which persist in nature for much longer.

The team found PCBs galore. Some amphipods were carrying levels 50 times higher than those seen in crabs from one of China’s most polluted rivers. When the news broke, Jamieson was inundated with calls from journalists and concerned citizens. And in every discussion, one question kept coming up: What about plastics? […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

The Atlantic: https://www.theatlantic.com/world/

Weitere Informationen über die Studie der „Newcastle University“:

https://royalsocietypublishing.org/doi/10.1098/rsos.180667

 

The Final Straw?

© Greenpeace

Achtung! In diesem Beitrag von Greenpeace über Plastikverschmutzung in den Meeren ist ein sehr blutiges Video von einer Schildkröte eingebaut, das zeigt wie unter Qualen ein Strohhalm aus dem Nasenloch des Tiers herausgezogen werden muss. Nichts für schwache Nerven!

Greenpeace, 10.03.2019, Autorin: Ariana Densham

Millions of straws are used every day around the world. Many of these are used for just a few minutes, then are simply thrown away. In fact plastic straws are one of the top 10 items found in beach clean ups.

I’ve seen this for myself. When I was in the Philippines last year, I collected more than 50 straws from a small area of a beach in just 20 minutes.

In the ocean, plastic does not biodegrade. Instead it just breaks down into smaller pieces over hundreds of years, and it’s impossible to clean up. With up to 12 million tonnes of plastic clogging up the oceans every year, it’s no wonder wildlife is facing the brunt of the impacts.

More than 10 million people have seen this video of a sea turtle with a straw stuck up its nostril:

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=4wH878t78bw&feature=youtu.be

Source: https://www.youtube.com/watch?v=4wH878t78bw&feature=youtu.be

It’s distressing watching, but also a grim reminder of the impacts of the plastic we throw away.

Plastic bags and toothbrushes have also been found inside the stomachs of sea turtles – in fact, 1 in 3 sea turtles have eaten marine plastic.

Not only are straws made from fossil fuels (which unnecessarily contributes to climate change) but they are also completely unnecessary for most people!

Next time you’re at a bar, ask for your drink without a straw and at home, keep a reusable one on hand. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Greenpeace: https://www.greenpeace.org/international/

Mehr Informationen über Alternativen zu Plastik findet ihr hier.

 

 

Plastik Soup of Atlas


© Plastic Soup Atlas of the World/ Plastic Soup Foundation/ Island Press

Unsere Freund*innen von der Plastic Soup Foundation (PSF) haben ihr Buch „Plastic Soup Atlas of the World“ jetzt auch in englischer Sprache veröffentlicht.

„Plastics have transformed every aspect of our lives. Yet the very properties that make them attractive—they are cheap to make, light, and durable—spell disaster when trash makes its way into the environment. Plastic Soup: An Atlas of Ocean Pollution is a beautifully-illustrated survey of the plastics clogging our seas, their impacts on wildlife and people around the world, and inspirational initiatives designed to tackle the problem.“ – Island Press

Im Interview von „Environment Journal“ mit Michiel Roscam Abbing, dem Autor von „Plastic Soup Atlas of the World“, erfahrt ihr mehr über die Inhalte und Hintergründe des Buchs.

Environment Journal, 03.04.2019, Author: Thomas Barrett

Plastic Soup: An Atlas of Ocean Pollution is a beautifully-illustrated book that details the ‘plastic soup’ that is clogging the world’s seas and polluting the environment.

Its author Michiel Roscam Abbing spoke to Environment Journal about ‘plastic fatigue’, how nations can better work together to tackle the issue, and why technology should be the key to cutting down on waste.

What was the most shocking thing you learnt about plastic pollution when researching the book?

The most shocking thing is what is not visible. We breathe microplastics continuously without fully understanding the consequences for our health in the long run.

And what is the impact of increasing concentrations of microplastics in soil? Scientists claim that negative effects on terrestrial ecosystems might have a greater impact than at sea. The most shocking is probably what we don’t know yet.

Why do children seem more engaged with climate change, plastic pollution and other environmental matters than their parents (and grandparents) generation?

Children realise that climate change and problems like ‘plastic soup’ have arisen within one generation —that of their parents. They are uncertain what the world will look like by the time they grow up themselves. While their parents’ generation has profited from plastics, they will be confronted by the negative impacts of plastics on the environment and on their health.

There are some shocking images in your book, such as the turtle stuck in a net, how important have visual mediums such as social media been in raising awareness of the plastic problem?

Some of the images have become iconic and the suffering of animals easily evokes emotion. The impact of these images for raising awareness cannot be underestimated. For the book, we selected images that are beautiful and shocking at the same time. Next to these images, there is context and information. […]

Das gesamte Interview findet ihr hier.

„Plastic Soup Atlas of the World“ könnt ihr hier kaufen.
Mit dem Gutscheincode – PLASTIC – bekommt ihr 20% Rabatt

Plastic Soup Foundation: https://www.plasticsoupfoundation.org/en/
Twitter: @plasticsoupfoun
Facebook: @plasticsoupfoundation
Instagram: @plasticsoupfoundation

 

 

 

Schwangerer Wal war voller Plastik


© picture alliance / dpa

Ein weiterer Wal wird mit mehreren Kilogramm Plastikmüll im Magen an der Küste angespült. Dieses Mal strandet ein Weibchen mit dem bereits toten Nachwuchs im Bauch am Strand des Touristenorts Porto Cervo in Sardinien.

n-tv, 01.04.2019

Der vor einer Woche in Sardinien angespülte Wal ist offenbar durch den Verzehr von Plastik verendet. Das Tier hatte demnach 22 Kilogramm davon im Magen, teilten das italienische Umweltministerium und die Umweltschutzorganisation SeaMe dem US-Sender CNN zufolge mit.

Laut Luca Bittau von SeaMe gehörten zum Mageninhalt Müllsäcke, Fischernetze, Leinen und ein Behältnis mit Flüssigwaschmittel, bei dem die Marke und der Barcode noch komplett lesbar waren. Das Walweibchen war den Angaben zufolge schwanger, das Kalb war aber bereits gestorben. Ob es einen Zusammenhang mit dem aufgenommenen Plastik gibt, ist nicht ganz klar.

Der acht Meter lange Meeressäuger war am Strand von Porto Cervo angespült worden. Die genaue Todesursache soll nach histologischen und toxikologischen Untersuchungen herausgefunden werden. Italiens Umweltminister Sergio Costa fragte mit Blick auf die Verwendung von Plastik auf Facebook. „Gibt es immer noch Leute, die sagen, dass das kein wichtiges Problem ist?“

Jahrelang habe man diese Produkte leichtfertig verwendet, jetzt bekomme man die Konsequenzen zu spüren. Den Preis zahlten aber Lebewesen wie dieser Wal. Erst in der vergangenen Woche hatte das Europaparlament eine Richtlinie verabschiedet, die das Verbot bestimmter Plastikprodukte wie Einweggeschirr und Strohhalme vorsieht. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

n-tv: https://www.n-tv.de/

 

Zu viel Mikroplastik im Boden

Bodenprobe im Labor© ZDF/Michael Nieberg

Die Kunststoffindustrie feiert dieses Jahr wieder Absatzrekorde. Nun haben Wissenschaftler*innen festgestellt, dass es auch im Boden ein sehr großes Problem mit der Mikroplastikbelastung gibt. Plastik befindet sich in unseren Gärten und auf den Feldern. Hauptquelle ist der Abrieb von Autoreifen, Kunststoff im Biomüll und Verluste bei der Abfallentsorgung. Mikroplastik landet nicht nur durch den Verzehr von Meerestieren in uns, sondern auch durch die systematische Vermüllung der Landwirtschaft.

ZDF, 24.03.2019, Autor: Michael Nieberg

Während in der EU Trinkhalme aus Plastik verboten werden und viele Städte über ein Verbot von Plastiktüten nachdenken, feiert die Kunststoffindustrie Absatzrekorde: Allein 2018 betrug der Umsatz in Deutschland mehr als 64 Milliarden Euro. Und von einer Trendwende ist wenig zu spüren. In einer Befragung des Gesamtverbandes der kunststoffverarbeitenden Industrie gaben 37 Prozent der Betriebe an, dass ihr Geschäft von der aktuellen Mikroplastik-Debatte überhaupt nicht beeinflusst werde.

Plastik im Garten und im Acker

Dabei wird immer deutlicher: Die Müllberge, die durch den immer noch steigenden Verbrauch von Kunststoffen entstehen, sind ohne Umweltschäden kaum noch zu bewältigen. Vor allem der Boden ist belastet. „Egal, ob ich in Ihrem Garten nach Mikroplastik suche oder auf der Wiese vor der Universität oder auf irgendwelchen Äckern – wir werden Mikroplastik finden“, sagt Prof. Christian Laforsch von der Universität Bayreuth. Die Hauptquellen sind: Abrieb von Autoreifen, Verluste bei der Abfallentsorgung und Kunststoff im Biomüll – aber auch Granulate von Kunstrasenplätzen, die in die Landschaft verwehen.
Die Bayreuther Forscher haben jede Menge Plastikmüll auf Ackerflächen in der Landwirtschaft nachgewiesen. Daneben Mikroplastik im Kompost: Bis zu 900 Kunststoffpartikel fanden sie in einem Kilogramm. Pro Hektar Ackerfläche errechneten sie Belastungen von 150.000 Mikroplastikteilchen. Der in der Landwirtschaft verwendete Kompost wird einmal aus dem Biomüll der Haushalte gewonnen, er kommt aber auch aus Biogasanlagen, die Lebensmittelabfälle aus Supermärkten verarbeiten. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

ZDF: https://www.zdf.de/

 

Dead whale washed up in Philippines had 40kg of plastic bags in its stomach

Darrell Blatchley pulling plastic out of the juvenile male Cuvier’s beaked whale.
© Darrell Blatchley/D‘ Bone Collector Museum Inc.

Auf den Philippinen wurde ein toter Wal mit 40 Kilogramm Plastik im Magen angespült. Die Wissenschaftler*Innen des Naturkundemuseums und Bildungszentrums „D‘ Bone Collector Museum“ meinen es die größte Menge von Plastik, die sie jemals im Magen eines Wals gefunden haben…

The Guardian, 18.03.2019, Autorin: Hannah Ellis-Peterson

A young whale that washed up in the Philippines died from “gastric shock” after ingesting 40kg of plastic bags.

Marine biologists and volunteers from the D’Bone Collector Museum in Davao City, in the Philippine island of Mindanao, were shocked to discover the brutal cause of death for the young Cuvier’s beaked whale, which washed ashore on Saturday.

In a damning statement on their Facebook page, the museum said they uncovered “40 kilos of plastic bags, including 16 rice sacks. 4 banana plantation style bags and multiple shopping bags” in the whale’s stomach after conducting an autopsy.

Images from the autopsy showed endless piles of rubbish being extracted from the inside of the animal, which was said to have died from “gastric shock” after ingesting all the plastic.

The D’ Bone Collector Museum biologists who conducted the autopsy said it was “the most plastic we have ever seen in a whale”.

“It’s disgusting,” they added. “Action must be taken by the government against those who continue to treat the waterways and ocean as dumpsters.”

The use of single-use plastic is rampant in south-east Asia. A 2017 report by Ocean Conservancy stated that China, Indonesia, the Philippines, Thailand, and Vietnam have been dumping more plastic into the ocean than the rest of the world combined.

Marine biologist Darrell Blatchley, who also owns the D’Bone Collector Museum, said that in the 10 years they have examined dead whales and dolphins, 57 of them were found to have died due to accumulated rubbish and plastic in their stomachs. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

The Guardian: https://www.theguardian.com/international

Chris Jordan: Polluting Plastics

Ein Kunstwerk aus 2,4 Millionen Plastikteilchen aus dem Pazifik? Künstler und Fotograf Chris Jordan zeigt, wie so etwas aussehen kann. So will er das Thema stärker in den Fokus rücken. Denn die unendliche Menge an Plastikmüll im Meer zersetzt sich zu winzigen Teilchen, die dieselbe Größe haben wie Plankton – somit sind sie für uns unsichtbar. Und wenn wir etwas nicht fühlen und sehen können, dann fällt es uns extrem schwer, uns damit auseinanderzusetzen, so Jordan. Seinen Vortrag in voller Länge seht ihr hier.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=pGl62LuQask

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=pGl62LuQask

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