Meerespolitik

Die internationale Bühne hat eine ganze Menge Instrumente, um sich für die Belange der Ozeane zu kümmern. Nicht weniger komplex ist die nationale Aufteilung der Kompetenzen. Unsere Forderungen an Ressorts, Ministerien und internationale Gremien finden sich in von uns mitunterzeichneten Papieren und unserem Blog.

Forderungspapier „Meeresoffensive 2020“

Das Jahr 2020 ist für die Meere und somit für das Ökosystem Erde das Jahr der Entscheidungen. Es werden die Weichen für unsere nächsten Jahrzehnte gestellt. Daher haben BUND, DEEPWAVE, DUH, fair oceans, Forum Umwelt und Entwicklung, NABU, Slow Food, WDC, WWF, gemeinsam mit Brot für die Welt, fair fish, Greenpeace, Ozeanien Dialog, Reef Check, urgewald, der Schutzstation Wattenmeer und Waterkant Kernforderungen für eine “Meeresoffensive 2020“ erarbeitet. 

In unserem Anschreiben an die zuständigen Ministerien heißt es:

Dieses Forderungspapier entstand vor der Coronakrise. Viele Vorzeichen und Rahmenbedingungen im politischen und gesellschaftlichen Kontext haben sich seitdem geändert. Dennoch – oder auch gerade deswegen – sind unsere Forderungen gültig, da ihre konsequente Umsetzung entscheidend dazu beitragen kann, die ökologische Resilienz unserer Meere zu stärken und damit die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen zu sichern.

Wir bei DEEPWAVE erarbeiten derzeit eine ausführliche Erläuterung und „Übersetzung“ dieses ursprünglich an Policy-Maker gerichteten Forderungspapiers.

Termine der Meeresoffensive 2020

(mit aktualisierten Auswirkungen durch Corona):
2. bis 6. Juni 2020
verschoben

UN Ocean Conference

Als Teil der UN-Offensive „Ocean Action“ sollte die United Nations Ocean Conference gemeinsam von den Regierungen Kenias und Portugals in Lissabon vom 2. bis 6. Juni ausgerichtet werden. Im Rahmen dieser Konferenz ist es Aufgabe der Bundesregierung sich insbesondere für eine Umsetzung des nachhaltigen Entwicklungsziels 14 (Sustainable Development Goal 14, SDG14) zur Bewahrung und nachhaltigen Nutzung der Ozeane, Meere und Meeresressourcen auf Basis von Forderungspapieren wie unserer Meeresoffensive 2020 oder dem Blue Manifesto von Seas at Risk einzusetzen.

8. bis 11. Juni 2020
verschoben

WTO Ministerkonferenz

Die Welthandelsorganisation (World Trade Organization, WTO) sollte Anfang Juni ihre zwölfte Ministerkonferenz in Nur-Sultan, Kasachstan, abhalten. Dort werden auf der Basis bereits abgehaltener, informeller Treffen Entscheidungen bezüglich verschiedener Subventionen getroffen. Von besonderer Relevanz für die Meere ist die Beendigung aller schädlichen Fischerei­subventionen.

11. bis 16. Juni 2020
verschoben auf den
7. bis 15. Januar 2021

IUCN World Conservation Congress

Der ursprünglich für den 11. bis 16. Juni  in Marseille geplante Weltnaturschutzkongress (World Conservation Congress, WCC) der Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature, IUCN) findet nun vom 7. bis 15. Januar 2021 statt. Hier treffen sich Naturschutz­expert:innen, Repräsentant:innen von Staaten und Unternehmen, indigene Völker, Wissenschaftler:innen und andere Interessenvertreter:innen, um sich über Themen des Naturschutzes auszutauschen. Auch zum Schutz der Ozeane werden aktuelle Themen diskutiert, sodass eine Agenda für die kommenden zwei Jahre aufgestellt werden kann.

2020-2030: „Blue Manifesto“ – Der Rettungsplan für gesunde Meere

© Seas at Risk

Am 28. Januar 2020 veröffentlichten insgesamt 102 Umweltorganisationen, DEEPWAVE eingenommen, das sogenannte „Blue Manifesto“. Hierbei handelt es sich um einen von Seas At RiskBirdLife EuropeClientEarthOceanaOceanCareSurfrider Foundation Europe und dem WWF verfassten Plan mit konkreten Maßnahmen, die innerhalb der nächsten zehn Jahre, also bis 2030, umgesetzt werden müssen, um unsere Meere zu retten.

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