Meerespolitik

Die internationale Bühne hat eine ganze Menge Instrumente, um sich für die Belange der Ozeane zu kümmern. Nicht weniger komplex ist die nationale Aufteilung der Kompetenzen. Unsere Forderungen an Ressorts, Ministerien und internationale Gremien finden sich in von uns mitunterzeichneten Papieren und unserem Blog.

Forderungspapier „Meeresoffensive 2020“

Das Jahr 2020 ist für die Meere und somit für das Ökosystem Erde das Jahr der Entscheidungen. Es werden die Weichen für unsere nächsten Jahrzehnte gestellt. Daher haben BUND, DEEPWAVE, DUH, fair oceans, Forum Umwelt und Entwicklung, NABU, Slow Food, WDC, WWF, gemeinsam mit Brot für die Welt, fair fish, Greenpeace, Ozeanien Dialog, Reef Check, urgewald, der Schutzstation Wattenmeer und Waterkant Kernforderungen für eine “Meeresoffensive 2020“ erarbeitet. 

In unserem Anschreiben an die zuständigen Ministerien heißt es:

Dieses Forderungspapier entstand vor der Coronakrise. Viele Vorzeichen und Rahmenbedingungen im politischen und gesellschaftlichen Kontext haben sich seitdem geändert. Dennoch – oder auch gerade deswegen – sind unsere Forderungen gültig, da ihre konsequente Umsetzung entscheidend dazu beitragen kann, die ökologische Resilienz unserer Meere zu stärken und damit die Lebensgrundlage von Millionen von Menschen zu sichern.

Wir bei DEEPWAVE erarbeiten derzeit eine ausführliche Erläuterung und „Übersetzung“ dieses ursprünglich an Policy-Maker gerichteten Forderungspapiers.

Termine der Meeresoffensive 2020

(mit aktualisierten Auswirkungen durch Corona):
15. bis 28. Oktober 2020
verschoben auf den
17. bis 30. Mai 2021

CBD COP15

Die Biodiversitätskonvention (Convention on Biological Diversity, CBD) hält alle zwei Jahre eine Vertragsstaatenkonferenz (Conference of the Parties, COP) ab. Aktuell befindet sich die CBD gemeinsam mit der Zwischenstaatlichen Plattform für Biodiversität und Ökosystem­dienstleistungen (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, IPCES) im Post-2020 Prozess. Die 15. Konferenz (COP15) findet nun vom 17. bis 30. Oktober 2020 in Kunming, China, stattfinden, um unter anderem eine transparente und partizipatorische Raum- und Ressourcennutzung der Meere unter Beteiligung lokaler Küstengemeinschaften einzuführen.

26. Oktober bis 6. November 2020

CCAMLR Jahrestagung

Die Kommission zur Erhaltung der lebenden Meeresschätze der Antarktis (Commission for the Conservation of Antarctic Marine Living Resources, CCAMLR) tritt im Juli in die zweite Phase zur Ausweisung eines Meeresschutz­gebiets im antarktischen Weddelmeer ein. Bereits 2016 wurde ein Schutz­gebietsantrag eingereicht, um das von der UN beschlossene Ziel zu erreichen, bis 2020 zehn Prozent der Meere unter Schutz zu stellen. Bei der Jahrestagung der CCAMLR in 2019 wurde der damalige Vertrag abgelehnt. Nun besteht ab dem 29. Oktober in Hobart, Australien, die erneute Chance für eine Durchsetzung.

Quelle: PEW auf YouTube

9. bis 20. November
verschoben auf den
1. bis 12. November 2021

UNFCCC COP26

Die vom 9. bis 20. November in Glasgow geplante UN-Klimakonferenz, die von der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC) ausgerichtete 26. Konferenz der Vertragsparteien (Conference of the Parties, COP26), findet nun erst vom 1. bis 12. November 2021 statt. Die UNFCC ist ein internationales Abkommen, das eine gefährliche anthropogene Störung des Klimasystems verhindern will. Zu diesem Ziel werden  regelmäßig Berichte über den aktuellen Zustand der Treibhausgasemissionen veröffentlicht. Auf der Basis dieser und der IPCC-Berichte hat sich Deutschland im Zuge des Übereinkommens von Paris 2015 verpflichtet, die globale Erwärmung auf möglichst unter 1,5°C zu begrenzen. Hierbei sollte vor allem der Meeresschutz als effektive Maßnahme im Kampf gegen den Klimawandel anerkannt und natürliche Kohlenstoffsenken wie Seegraswiesen, Kelpwälder, Mangroven und Marschen wiederhergestellt und geschützt werden (Nature-based Solutions, NbS).

2020-2030: „Blue Manifesto“ – Der Rettungsplan für gesunde Meere

© Seas at Risk

Am 28. Januar 2020 veröffentlichten insgesamt 102 Umweltorganisationen, DEEPWAVE eingenommen, das sogenannte „Blue Manifesto“. Hierbei handelt es sich um einen von Seas At RiskBirdLife EuropeClientEarthOceanaOceanCareSurfrider Foundation Europe und dem WWF verfassten Plan mit konkreten Maßnahmen, die innerhalb der nächsten zehn Jahre, also bis 2030, umgesetzt werden müssen, um unsere Meere zu retten.

Meerespolitik-Blog

Gemeinnützigkeit für eine kritische Zivilgesellschaft schützen

Im Oktober letzten Jahres verloren die...

Über Schweine in Kästen und Fische in Netzen

Vor dem Gesetz sind sie nicht alle gleich. So haben...

Figueres ruft zu zivilem Ungehorsam auf

Als ehemalige Ministerin des UN Rahmenabkommens des...

Umweltzerstörung im Schatten des Virus

Abholzung, Plastikverschmutzung, Zerstörung von...

Am Ende des Tunnels – „Green Recovery Alliance“ legt Post-Corona-Plan vor

Die durch SARS-CoV-2 ausgelöste Krise ist in vollem Gange,...
//