Veranstaltungen

Weltweit werden täglich zum Thema Meer Filmfestivals, politische Treffen, wissenschaftliche Symposien, Vorträge und Strandmüllsammeltage  veranstaltet.
Hier eine Übersicht über das, was gerade geschieht.

CineMare Internationales Meeresfilmfestival Kiel: 24.–28. Okt 2018

© CineMare

Nachdem DEEPWAVE e.V. im Jahr 2016 beim 1. CineMare Meeresfilmfestival als Partner mit an Bord war, freuen wir uns sehr, dass das Festival in diesem Oktober nun schon in die dritte Runde geht.

CINEMARE geht in die dritte Runde und zeigt über 60 Filme von Filmemacher*Innen aus 20 Ländern.

Zentraler Grundgedanke des Filmfestivals ist es, interdisziplinär die Meeresforschung, die Kunst und den Wassersport über den Film zu integrieren. Teil dieses Konzeptes ist es, durch die Einbindung des Kieler Mediendoms als Abspielort für hoch innovative 360°-Full-Dome-Projektionen, das West- und das Ostufer in einem die Kieler Förde überspannenden Filmfestival zu verbinden. Das Internationale Meeresfilmfestival CineMare Kiel bringt die Ozeane an Land und auf die Kinoleinwände und macht so das Blaue im Grünen erfahrbar. Ziel des Festivals ist, die Menschen für Meere zu begeistern und ihre Verbundenheit zum Wasser zu fördern. Denn nur wem der Wert unseres überwiegend blauen Planeten bewusst ist, kann sich auch zu dessen Schutz einsetzen.

Meeresverschmutzung, Überfischung, Klimawandel… es gibt reichlich Anlässe über den menschlichen Einfluss auf den größten Lebensraum unseres Planeten zu diskutieren.


Von Mi. 24. – So. 28. Oktober 2018 findet das Meeresfilmfestival unter der Schirmherrschaft des Kieler Oberbürgermeisters Dr. Ulf Kämpfer wieder in der Sailing City statt.
Kino-Tickets gibt es direkt bei den teilnehmenden Kinos bzw. den entsprechenden Veranstaltungsorten ab dem 01.10.2018.

Das vollständige Programm steht ab sofort online zur Verfügung.

Das Festivalprogramm könnt ihr hier einsehen: https://issuu.com/cinemare/docs/cinemare_2018_katalog

Mehr Informationen über CineMare findet ihr hier: http://cinemare.org/

Europas größte Klimawoche feiert zehnten Geburtstag vom 23. bis 30. September in Hamburg

Foto: Hamburger Klimawoche

Und die BLUE STRAW Kampagne von DEEPWAVE ist auch mit dabei. Im Rahmen der 10. Klimawoche wird die Hamburger FCKSTRAWS Initiative der clubkinder und greenmusic initiative vorgestellt (http://fckplastic.org/#). DEEPWAVE ist als Meeresschutzorganisation Kooperationspartner für den Wissenstransfer.

10. Hamburger Klimawoche – Pressemitteilung der Veranstalter

Hamburg – Ein unabhängiges Netzwerk aus 200 Unternehmen, Organisationen und Verbänden engagiert sich vom 23. bis 30. September im Rahmen der bislang größten Klimawoche im Herzen Hamburgs für eine klimafreundliche und zukunftsfähige Stadt. Eröffnet wird sie am Montag, den 24. September, um 15 Uhr auf der Klimawochen- Bühne am Lattenplatz vorm Knust von Schirmherr Fürst Albert II von Monaco.
Neben dem traditionellen Bildungsprogramm für über 3.000 Kinder und Jugendliche werden ein Themenpark und ein umfangreiches Bühnenprogramm auf dem Lattenplatz sowie zahlreiche Vorträge und ein vielseitiges Kulturprogramm angeboten. Höhepunkt ist die Researchersʼ Night am Freitag, den 28. September. Sie findet zeitgleich in mehreren Städten Europas statt. Für Hamburg wird es eine Grußbotschaft aus dem All von Astronaut Alexander Gerst geben. Außerdem findet in der U-Bahn- Linie U3 der Research Ride statt, ein stündlicher Science Slam zu Klimathemen.
Die Klimawoche zeigt, was jeder selbst zu einer nachhaltigen Welt und zur Vermeidung der Fluchtursachen auf Basis der seit 2016 weltweit verbindlichen 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beitragen kann. Deswegen stehen Themen wie Bildung, die Nutzung von erneuerbaren Energien, Maßnahmen zum Klimaschutz, die Bedeutung von Wasser und sanitären Einrichtungen bis hin zu Innovationen in Technik und Infrastruktur ganz oben auf der Agenda. Mehr als 200 Veranstaltungen sind über die gesamte Stadt verteilt und über eine App und im Internet abrufbar. Die zehnte Hamburger Klimawoche wird klimaneutral ausgerichtet durch die Unterstützung des Unternehmens South Pole, das im Namen der Klimawoche in Initiativen zum Schutz des Waldes in Zimbabwe und für saubere Energie in China investiert.
Initiative aus der Mitte der Gesellschaft
Die Hamburger Klimawoche zeigt mit Partnern aus der Wirtschaft konkrete Lösungsansätze, wie die weltweit gültigen Nachhaltigkeitsziele in der Metropole Hamburg zusammen mit Umweltverbänden, Bildungseinrichtungen, Kulturinstitutionen, Start-ups und Kirchen umgesetzt werden können. Dabei geht es nicht um Einschränkungen im Alltag: „Wir können eigentlich nur gewinnen – aber irgendwie führen wir immer die Verzichtsdebatte“, so der bekannte Hamburger Meteorologe und Klimaforscher Prof. Mojib Latif, der sich neben 30 weiteren Persönlichkeiten im Klimawochenbeirat engagiert (…)

Die gesamte Pressemitteilungen sowie weitere Informationen über die Klimawoche findet ihr hier: https://www.klimawoche.de/

Der 6. Runde Tisch Meeresmüll

Der Runde Tisch Meeresmüll (https://muell-im-meer.de/) bringt Vertreter von Umweltschutzorganisationen, Instituten, Industrie und Wirtschaft an einen Tisch und wird vom Niedesächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und dem Umweltbundesamt ausgerichtet.

Die zweitägige Konferenz fand dieses Jahr vom 29. bis 30. August in Hannover statt, wobei see- und landbasierte Einträge behandelt wurden. In diesem Rahmen wurden aktuelle Projekte, Maßnahmen und Vorschläge vorgestellt, diskutiert und bearbeitet. Dabei wurden beispielsweise der Legislativvorschlag der EU Kommision zur Kunststoffstrategie, der Verzicht von Dolly-Ropes oder die Vermeidung des Einsatzes von primären Mikroplastikpartikeln besprochen.

DEEPWAVE hat die Gelegenheit genutzt und zum Thema Substitution von Alltagsgegenständen die BLUE STRAW Kampagne vorgestellt, sowie sich einen Überblick über die politische Situation verschafft.

Meeresumweltsymposium 2018 zeigt positive Entwicklungen auf

Hamburg 22.06.2018

Die Entwicklungen zum Schutz der Meeresumwelt haben in den letzten Jahren erhebliche Fortschritte gezeigt.

Umweltbelastende Chemikalien haben auf Grund der gesetzlichen Regulierung in Nord- und Ostsee deutlich abgenommen. Einige Substanzen im Bereich der Flammschutzmittel nehmen bereits im Vorfeld des ab 2020 geltenden Verbotes ab. Die präsentierten Untersuchungen zum Verhalten von Seevögeln in der Nähe von Offshore-Windparks fließen in die Konsultationen zum Vorentwurf des Flächenentwicklungsplans für Nord- und Ostsee ein.

Das sind einige Ergebnisse aus dem 28. Meeresumwelt-Symposium in Hamburg. Schwerpunkte waren dieses Jahr Vorhaben zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels 14 „Schutz und Nachhaltige Nutzung der Meere und ihrer Ressourcen“ der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie Fragen im Bereich „Schifffahrt und Umwelt“, „Meeresmüll“, „Offshore-Windenergie und Seevögel“ und „Nachhaltige Aquakultur“.

In ihrer Rede zur Eröffnung zeigte die Präsidentin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie und maritime Botschafterin der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation IMO, Monika Breuch-Moritz, auf, dass die internationalen Übereinkommen zum Schutz der Umwelt wirken. „Diese positiven Ergebnisse motivieren die Nutzer der Meere, sich weiter dem Umweltschutz zu verschreiben“, betonte sie vor rund 400 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Umweltschutzverbänden, Politik und Medien. „Gerade beim Kampf gegen Müll im Meer ist es erforderlich, weltweit bei den Hauptbelastungspfaden von Land aus anzusetzen, um möglichst effektiv die Meeresumwelt zu schützen. “ Dies komme auch der dortigen Bevölkerung zugute, erläuterte sie.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Florian Pronold, bezeichnete Meeresschutz als das Bohren dicker Bretter auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Er warnte davor, die gleichen Anforderungen, die in den hochentwickelten Industrienationen umgesetzt werden können, an den Meeresumweltschutz in Entwicklungsländern zu stellen.

Der Hauptgeschäftsführer des Verbands Deutscher Reeder betonte die Verantwortung der Nutzer der Meere, so auch der Schifffahrt für deren Schutz. Die Ablösung des Schweröls durch alternative Kraftstoffe, zum Beispiel verflüssigtes Erdgas LNG, sei ein wichtiger Schritt zu einem klimaneutralen Seetransport. Er forderte hierzu eine Innovationsoffensive in Forschung und Entwicklung.

Erste Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen des Verhaltens von Seetaucher, Trottellumme und Dreizehenmöwe im Bereich von Offshore-Windparks waren ein weiterer Bestandteil der Diskussion auf dem 28. Meeresumweltsymposium. Die Untersuchungen hatte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gemeinsam mit dem Bundesamt für Naturschutz in Auftrag gegeben, um die neuesten Erkenntnisse aus dem Betriebsmonitoring der Windparks auswerten zu lassen. Die Erkenntnisse werden in den Entwurf des Flächenentwicklungsplans von Nord- und Ostsee einfließen.

Das Meeresumwelt-Symposium ist die wichtigste interdisziplinäre Plattform zum Schutz der marinen Umwelt in Deutschland. Jährlich diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung, Politik und Umweltverbänden die drängenden Fragen und aktuellen Erkenntnisse zum Schutz der Meere.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist die zentrale maritime Behörde in Deutschland. Rund 850 Menschen in rund 100 Berufen befassen sich mit Aufgaben in der Seeschifffahrt, der Ozeanographie, der nautischen Hydrographie, der Offshore-Windenergie und der Verwaltung. Fünf eigene Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffen operieren in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone von Nord- und Ostsee. Das BSH arbeitet international in mehr als 12 Organisationen und etwa 200 dort angesiedelten Gremien unter anderem bei der Entwicklung internationaler Übereinkommen mit. Das BSH ist eine Bundesoberbehörde und Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur mit Dienstsitzen in Hamburg und Rostock.

Vortrag: 100 Tage Ozeane – Die Helden der Meere (York Hovest)

Foto: © Sea Shepherd

OZEANEUM, 01.06.2018

 

Im Jubiläumsjahr zum 10. Geburtstag des OZEANEUMs ist der Fotograf York Hovest mit seinem Multimediavortrag „100 Tage Ozeane“ zu Gast unter den 1:1 Riesen der Meere. In dem bilderreichen Vortrag nimmt der investigative Fotograf die Zuhörer anhand faszinierender Fotos und Videos mit auf seine Expeditionsreisen und berichtet von der Schönheit und der Verletzlichkeit der Ozeane.

York Hovest lebt in München und arbeitet auf der ganzen Welt. Berührt von einem persönlichen Zusammentreffen mit dem Dalai Lama im Jahre 2011 und inspiriert von dessen bewegenden Worten versprach er ihm, Tibet in Bild und Ton festzuhalten. Ein Jahr später brach der Fotograf zu seiner ersten 100-tägigen Reise auf. Nach dem Bestseller „100 Tage Tibet“ erschien 2016 York Hovests zweiter Bildband „100 Tage Amazonien“. Hierfür begab er sich in teils unberührte Tiefen des Regenwaldes, wo er sich auf die Suche machte nach den letzten indigenen Völkern und den Gefahren, die ihre Existenz bedrohen.

Seit 2017 widmet er sich nun seinem dritten und bisher größten Projekt – den Ozeanen. In 100 Tagen sucht er nach den „Helden der Meere“. Dabei begegnet er Wissenschaftlern, Aktivisten und Visionären, deren innovative Lösungsansätze ein Leitfaden zur Rettung der Ozeane sein könnten. „Ich freue mich auf den Abend im OZEANEUM, denn dort geht es genauso wie in meinem Projekt darum, den Menschen Wissen über die Meere zugänglich zu machen und ihr Bewusstsein für die Umwelt zu schärfen“, sagt York Hovest.

Der Vortragsabend mit York Hovest am 01.06.2018 beginnt um 20:00 Uhr in der Ausstellung 1:1 Riesen der Meere im OZEANEUM Stralsund. Tickets für 15 Euro pro Person sind an den Kassen des OZEANEUMs und im Online-Ticketshop erhältlich.

Quelle und weitere Informationen:

https://www.ozeaneum.de/veranstaltungen/event/show/12122/

https://www.ozeaneum.de/

„Green Oscars“

08.05.2018

….und noch mehr Preise an Meeresschutzprojekte, die man sich merken sollte

Die Verleihung der Oscars in Hollywood zieht jedes Jahr aufs Neue große Aufmerksamkeit auf sich.  Aber auch im Naturschutz gibt es die sogenannten „Green Oscars“  (offiziell: Whitely Awards), mit denen jährlich lokale Naturschutzprojekte vom Whitely Fund for Nature  ausgezeichnet werden. (https://whitleyaward.org/about-us/).

Dieses Jahr ist unter anderem Kerstin Forsberg und ihre Meeresschutzorganisation“ Planeta Océano“ in Peru (http://www.planetaoceano.org/) unter den Preisträgern, die sich unter Einbeziehung der lokalen Fischer erfolgreich dafür eingesetzt hat, dass der Fang, Verzehr oder Verkauf von Mantarochen in Peru für illegal erklärt wurde.  Mantarochen gelten als gefährdete Art, die als Beifänge in Netzen landen oder auch gezielt befischt werden, da z.B. die Kiemen in der chinesischen Medizin Anwendung finden.

Film: https://www.youtube.com/watch?v=7AX1TByXTpQ

Pablo Borboroglu und seine Organisation Global Penguin Society (GPS) wurden ausgezeichnet für die bisher erzielten Erfolge für den Schutz der Pinguine. Viele Pinguinarten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und durch das Zusammenspiel von Wissenschaft, Bildung und Fischereimanagment, hat GPS 125 Organisationen zusammengebracht.  Unter anderem hat GPS an der Ausweisung des „UNESCO Blue Patagonia Biosphere Reserve“ mitgewirkt, Bildungsprojekte an Schulen durchgeführt und durch seine wissenschaftlichen Forschungsprojekte Datengrundalgen für Management und Schutzvorhaben geschaffen. Weitere Informationen über GPS gibt es hier zu finden: http://www.globalpenguinsociety.org/about-us.html

Film: https://www.youtube.com/watch?time_continue=60&v=aRID0kkwYF8

Verleihung des ZEIT WISSEN-Preises

Der diesjährige ZEIT WISSEN-Preis (Verleihung am 20.3.2018 in Hamburg) stand unter dem Motto „Mut zur Nachhaltigkeit“. Zwar hatte keiner der Nominierten einen direkten Bezug zum Meer oder dem Meeresschutz. Aber ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, allgemeine Müllvermeidung oder Innovationen können natürlich auch positive Auswirkungen auf die Ozeane und ihre Bewohner haben.

Die Organisation „Yeşil Çember“ (türkisch für „Grüner Kreis“), Preisträgerin in der Kategorie „Wissen“, beispielsweise setzt sich für Umweltschutz über kulturelle Grenzen hinweg ein. Sie bildet unter anderem Umweltbotschafter aus, die den Umweltschutzgedanken in ihren (türkischen und deutschen) Alltag integrieren und weitertragen können. Je mehr Leute man für umweltfreundliches Handeln begeistern und motivieren kann desto besser kann man auch die Verschmutzung der Meere eindämmen.

Der Gewinner in der Kategorie „Handeln“, die Brauerei „Neumarkter Lammsbräu“, setzt nicht nur auf ökologische Rohstoffe für die Herstellung ihrer Getränke, sondern auch auf CO2 und Wasser Einsparungen in der Produktion durch nachhaltige Energie-, Logistik und Produktionskonzepte. Auch das ein Plus für die Umwelt und somit auch für die Meere.

Auch durch reduzierte Lebensmittelverschwendung kann viel CO2 eingespart werden. So ging der Preis in der Kategorie „Durchstarten“ an die kostenlose App „Too Good to Go“, die gastronomische Betriebe und Einzelpersonen vernetzt und so die Möglichkeit bietet, überzählige Gerichte oder Lebensmittel zu reduzierten Preisen beim jeweiligen Restaurant, Bäcker o.ä. abzuholen.

Dass auch die Zeit Wissen Stiftung noch ein wenig Nachhilfe in Nachhaltigkeit benötigt, machte einer der Redner mit einem Augenzwinkern deutlich, als er auf die unnötigen Plastik-Strohhalme beim Mittagsbuffet aufmerksam machte.

Der Zeit Leo Weltretter Preis, der jedes Jahr an ein Projekt einer Schulklasse verliehen wird, hatte diese Jahr einen sehr aktuellen Bezug zum Meer. Schüler einer dritten Klasse haben einen Filter entwickelt, um Mikroplastik im Haushalt direkt aus dem Abfluss herauszufiltern. Toll, dass dieses wichtige Thema bei den Kindern angekommen ist und wir wollen hoffen, dass es durch weitere Aufklärung und Informationen auch noch verstärkt zu den Erwachsenen und Unternehmen durchdringt und aus Duschgels, Shampoos etc. verbannt werden wird.

 

DEEPWAVE Elbstrand Clean Up Day 17. September 2016

Am 17.9.2016 ist der diesjährige internationale Coastal Clean Up Day. Als deutscher Partner will DEEPWAVE sich auch diesmal wieder beteiligen und einen Teil des Elbestrands reinigen. Seien Sie auch dabei und sammeln Sie mit uns!

Flaschen, Dosen, Kippen, Tüten, Grillreste – viele Besucher lassen ihren Müll am Strand zurück. Von dort ist der Weg ins Meer dann nicht mehr weit. Laut einer Studie des Umweltprogramms der UN befinden sich heute bis zu 18.000 Plastikteile auf einem Quadratkilometer Meeresfläche. Das birgt Verletzungsgefahren für Mensch und Tier und bedroht die Ökosysteme der Meere.

Treffpunkt wird wie im vorherigen Jahr der Övelgönner Museumshafen sein (Gut zu erreichen mit dem Bus 112 von Altona oder Fähren von Landungsbrücken sowie von Finkenwerder). Um 15 Uhr beginnen wir hier und arbeiten uns weiter vor zur „Strandperle“ und evtl. weiter bis Teufelsbrück.

Nehmen Sie am Coastal Clean Up Day teil, helfen Sie uns den Elbstrand von Plastik und anderem Müll zu befreien, damit ein Zeichen zu setzen und auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen.

Kurz:

Elbe Beach Clean Up, Samstag, 17. September 15:00 – 18:00

Start Museumshafen Oevelgönne, Neumühlen, 22763 Hamburg

 

BTW-Filmfest: Über Dori den Doktorfisch und die tropische Muschelmafia

Beneath the Wave Festival DEEPWAVE in Hamburg 2016

Beneath the Wave Festival DEEPWAVE in Hamburg 2016

Nachhaltigkeit und blaues Wachstum –geht das zusammen? Dies war das Hauptthema unseres Kurzfilmfestival Beneath the Wave“ im Hamburger Lichtmeß-Kino. Es war ein voller Erfolg mit vollem Haus (>150 Personen), interessanten Rednern und guter Rezeption in den Medien und relevanten Communities. Ziel des Abends war die Sensibilisierung der Bevölkerung für den Ozeanschutz und der Hinweis zu unserem Konsumentenverhalten und dem Bezug zum Globalen Süden.

Fotostream vom BTW:2016

Dies wurde besonders erreicht durch die Premiere des Films „Sale of the Sea – der Muschelhandel“, durch Kurzfilme mit Fokussierung auf weltweite Nutzungsaktivitäten im Meer und die Vertiefung des Themas durch die Referenten vor Ort , u.a. den Filmemacherinnen, einem langjährigem Umweltpolitiker, dem Leiter des Hagenbeck Aquariums und einem Experten für den Aquariumhandel.

BTW2016 Hauptfilm "Ausverkauf der Meere- Das Millionengeschäft mit Muscheln" von H. Keuthen & B. Klumpp

2016 Hauptfilm „Ausverkauf der Meere- Das Millionengeschäft mit Muscheln“ von H. Keuthen & B. Klumpp

Was für ein Wahnsinn die Globalisierung treibt, zeigte der erste Film „Ausverkauf der Meere – Das Millionengeschäft mit Muscheln“. Aus den einst kleinen Familienbetrieben mit Korallenmuscheln auf den philippinischen Inseln ist ein internationales Exportgeschäft geworden. Mehrere Container werden dabei monatlich verschifft, mit Zwischenhändlern die in mafiösen Strukturen Billigpreise für die Einkäufer weltweit erreichen. Allein auf der Insel Cebu setzt die philippinische Muschel-Industrie jährlich fast 60 Millionen Dollar um. 30 Tonnen am Tag werden von dort aus in alle Welt exportiert. Mehr Menschen und immer weniger Muscheln lautet das Fazit dieser nicht nachhaltigen Industrie.

Wer also Schnecken und Muscheln hier in Deutschland kauft, fügt dem Korallenmeer einen weiteren großen Schaden zu und hilft in den seltensten Fällen der lokalen Bevölkerung!

In der Podiumsdiskussion mit den Filmemacherinnen Heike Keuthen und Birgit Klumpp und Eckart Kuhlwein vom SPD-Umweltforum wurde der Ruf nach mehr Forschung laut, ein striktere Überwachung vor Ort und auch eine Aufklärung der Konsumenten. Wir hoffen der Film findet weitere Beachtung, denn das Thema ist für die Zukunft unsere Meere immens wichtig: Wie erschaffen wir eine nachhaltige Wirtschaft und schaffen gleichzeitig genug Meeresschutz?

Handel mit Tropenmuscheln. Filmfest Deepwave /c: H. Keuthen

Handel mit Tropenmuscheln. Filmfest Deepwave /c: H. Keuthen

Im zweiten Filmblock reichten die Filmbeiträge von Haien bis zur Korallenwelt, von der Überfischung im Golf von Mexiko bis zur Wallace-Line Unterwasserwelt in Asien. Als Gäste konnten wir Frank Schmidt (SAIA e.V.) und Guido Westhoff (Leiter Hagenbeck Tropen-Aquarium) begrüßen, die über den weltweiten Handel mit Aquarienfischen berichteten. Demnächst steht der Film „Findet Dori“ statt und schon heute wird mit Tropenfischen zu besonders günstigen Preisen geworben. Aber so SAIA: Es gibt keine Nachzucht dieser Aquarienfische.

Mehr Informationen zur Kampagne „Schützt DORI“ finden sich hier und hier und es gibt ein Radio-Interview „Augen auf beim Dory-Kauf“

Zum Abschluss des Abends folgten weiter spannende Unterwasserfilme von der Erforschung der Sandfauna bis hin zur Antartkis-Expedition – siehe Programm weiter unten.

DEEPWAVE dankt allen Gästen und den Unterstützern für diese tolle Veranstaltung.

PS Wer nächstes Jahr mitmachen will, kann sich gerne melden unter

 


Die Filmliste z.T. mit Internetlinks:

Ausverkauf der Meere – Das Millionengeschäft mit Muscheln

In Souvenir- und Dekorationsgeschäften findet man sie bei uns zuhauf: Tropische Muscheln und Schnecken. Verkauft für ein paar Euro den Beutel. Doch wo kommen die Tiere in diesen Massen her? Und warum sind sie so billig? Die Filmemacherinnen Birgit Klumpp und Heike Keuthen wurden fündig auf den Philippinen. Allein auf der Insel Cebu setzt die philippinische Muschel-Industrie jährlich fast 60 Millionen Dollar um. 30 Tonnen am Tag werden von dort aus in alle Welt exportiert. Ein legales Geschäft mit verheerenden Auswirkungen auf die marine Unterwasservielfalt. Heike: Keuthen / Birgit Klumpp L: 35 min

The Edge: “The Edge” is a short film about the power of passion to push our experiences to the limit. This film is crafted in darker, subtle hues that provides a personal mood-scape for us to explore one man’s fascination with sharks, but also reflect on what passions drive us. Carlos Toro L: 4.50 min https://vimeo.com/147893094

Ripple: “Ripple” is a film about the shift change of life between night and day on the coral reef ecosystem of the British Virgin Islands. The film, featuring stunning imagery of marine life off the coast of Guana Island, examines the relationship between the life found there and the parasite life that orchestrates their behavior. Jennifer Berglund (Co-producer Paul Sikkel) L: 10.00 min https://vimeo.com/139351650

Illusions of Plenty: Spawning aggregations are massive gatherings of fish for breeding, a behavior shared by many species. Such aggregations support some of the most productive fisheries, from multi-billion dollar industries to subsistence cultures. In the upper Gulf of California in Mexico, a large marine fish known as Gulf Corvina offers an insight into the importance of this behavior. Brad Erisman L: 9.52min https://www.youtube.com/watch?v=bpLMCyx9cic

Beneath Wallace’s Line: One of the areas of the world with the widest range of biodiversity is located in the coral traingle, known as Wallacea. 150 years ago, the British naturalist Alfred Russel Wallace developed here the theory of natural selection and evolution. But these areas is increasingly under threat of destruction. A few individuals want to protect these fragile ecosystems. Nick & Cheryl Dean L: 10.13 min https://vimeo.com/147893094

A Fuzzy Fairytale: “A Fuzzy Fairytale” is a parody of “Dumb Ways to Die” introducing exponential growth and its impacts on humans and the environment. Edith A. Widder L: 3.44min https://www.youtube.com/watch?v=SBrwLI0kIdA

Bali Close Up:, Bali is home to some of the best diving in the world. But not just any diving: muck diving. What is muck diving, you ask? It’s a dive experience that defines the mud and mire that lay at the bottom of many dive sites. The short film reveals the allure of these hidden treasures, unimaginable numbers of creatures that flourish in the island’s underwater slopes. Evan Sherman L: 5.11 min https://vimeo.com/seasickproductions/bali-close-up

The Amazing Life Cycle of the European Eel: “The Romans kept European eels as pets and adorned them with jewelry. The oldest known European eel lived to be over 100 years old in a well in Sweden. And nowadays, they continue to travel over 12,000 km back and forth from the Sargasso Sea to complete their life cycles. Learn more about the European eel’s amazing life cycle and some of the unusual theories behind it – first up, Aristotle. Sofia Castello y Tickell & Chris Doble L: 9.08 min https://www.youtube.com/watch?v=WBRnNk_uo9Y

The Sound of the Seafloor: “The Sound of the Seafloor” is a film about burrowing organisms. The activities of these animals are critical for the function of benthic systems but difficult to study. The film presents new technologies that have become available to study these activities and their effects on geochemical dynamics in marine sediments. Nils Volkenborn L: 3.13 min

One Voice: This is the story of a sentient beings epic battle to prove to the world that is has every right to call this pale blue dot their home. The North Pacific Humpback Whale was hunted to the brink of extinction. The early 70’s brought us close to no return, only about 500 left in the entire North Pacific. 40 years later and were looking at a population over 25,000. Protests have successfully brought back one of this planets oldest living forms of consciousness. Chris Cilfone L: 6.18 min https://vimeo.com/139563640

Antarctic Sea Science Expedition: Peek into the world of deep sea exploration, ocean science, and Antarctic adventure with this documentary style short film. Along the way, team members are building an image of the seafloor that has never been seen before! Allison Randolph L: 7.50 min https://vimeo.com/132273385

 

Programm zum 4. Beneath the Wave Filmfest steht

Wir freuen uns Sie bei unserem 4. Beneath the Wave Filmfest am 10. Juni in Hamburg mit spannenden Filmen und interessanten Gästen begrüßen zu dürfen.

Programm:

Programmheft2016

Beginn 18:15 Uhr: Premierenfilm

Ausverkauf der Meere – Das Millionengeschäft mit Muscheln

In Souvenir- und Dekorationsgeschäften findet man sie bei uns zuhauf: Tropische Muscheln und Schnecken. Verkauft für ein paar Euro den Beutel. Doch wo kommen die Tiere in diesen Massen her? Und warum sind sie so billig? Die Filmemacherinnen Birgit Klumpp und Heike Keuthen wurden fündig auf den Philippinen. Allein auf der Insel Cebu setzt die philippinische Muschel-Industrie jährlich fast 60 Millionen Dollar um. 30 Tonnen am Tag werden von dort aus in alle Welt exportiert. Ein legales Geschäft mit verheerenden Auswirkungen auf die marine Unterwasservielfalt.   Heike: Keuthen / Birgit Klumpp L: 35 min

DISKUSSION (20 MIN.) MIT ANSCHLIESSENDER PAUSE (20 MIN.)

Gäste: Heike Keuthen & Birgit Klumpp (Filmemacherinnen)

Eckart Kuhlwein SPD-Umweltforum


19:50 Uhr: Blaues Wachstum

The Edge: “The Edge” is a short film about the power of passion to push our experiences to the limit. This film is crafted in darker, subtle hues that provides a personal mood-scape for us to explore one man’s fascination with sharks, but also reflect on what passions drive us. Carlos Toro L: 4.50 min

Ripple: “Ripple” is a film about the shift change of life between night and day on the coral reef ecosystem of the British Virgin Islands. The film, featuring stunning imagery of marine life off the coast of Guana Island, examines the relationship between the life found there and the parasite life that orchestrates their behavior. Jennifer Berglund (Co-producer Paul Sikkel) L: 10.00 min

Illusions of Plenty: Spawning aggregations are massive gatherings of fish for breeding, a behavior shared by many species. Such aggregations support some of the most productive fisheries, from multi-billion dollar industries to subsistence cultures. In the upper Gulf of California in Mexico, a large marine fish known as Gulf Corvina offers an insight into the importance of this behavior. Brad Erisman L: 9.52min

Beneath Wallace’s Line: One of the areas of the world with the widest range of biodiversity is located in the coral traingle, known as Wallacea. 150 years ago, the British naturalist Alfred Russel Wallace developed here the theory of natural selection and evolution. But these areas is increasingly under threat of destruction. A few individuals want to protect these fragile ecosystems. Nick & Cheryl Dean L: 10.13 min

A Fuzzy Fairytale: “A Fuzzy Fairytale” is a parody of “Dumb Ways to Die” introducing exponential growth and its impacts on humans and the environment. Edith A. Widder L: 3.44min

DISKUSSION (20 MIN.) MIT ANSCHLIESSENDER PAUSE (20 MIN.)

Gäste Frank Schmidt (SAIA e.V.) & Guido Westhoff (Leiter Hagenbeck Tropen-Aquarium), Moderation Dr. Onno Groß (Deepwave)

 


21:10 Uhr: Faszination Ozean

Bali Close Up:, Bali is home to some of the best diving in the world. But not just any diving: muck diving. What is muck diving, you ask? It’s a dive experience that defines the mud and mire that lay at the bottom of many dive sites. The short film reveals the allure of these hidden treasures, unimaginable numbers of creatures that flourish in the island’s underwater slopes.  Evan Sherman L: 5.11 min

The Amazing Life Cycle of the European Eel: “The Romans kept European eels as pets and adorned them with jewelry. The oldest known European eel lived to be over 100 years old in a well in Sweden. And nowadays, they continue to travel over 12,000 km back and forth from the Sargasso Sea to complete their life cycles. Learn more about the European eel’s amazing life cycle and some of the unusual theories behind it – first up, Aristotle.”   Sofia Castello y Tickell & Chris Doble L: 9.08 min

The Sound of the Seafloor: “The Sound of the Seafloor” is a film about burrowing organisms. The activities of these animals are critical for the function of benthic systems but difficult to study. The film presents new technologies that have become available to study these activities and their effects on geochemical dynamics in marine sediments.
Nils Volkenborn L: 3.13 min

One Voice: This is the story of a sentient beings epic battle to prove to the world that is has every right to call this pale blue dot their home. The North Pacific Humpback Whale was hunted to the brink of extinction. The early 70’s brought us close to no return, only about 500 left in the entire North Pacific. 40 years later and were looking at a population over 25,000. Protests have successfully brought back one of this planets oldest living forms of consciousness.  Chris Cilfone L: 6.18 min

Antarctic Sea Science Expedition: Peek into the world of deep sea exploration, ocean science, and Antarctic adventure with this documentary style short film. Along the way, team members are building an image of the seafloor that has never been seen before!
Allison Randolph L: 7.50 min

FINALE DISKUSSION mit allen Gästen

Die Geschichte zum Festival:

Beneath the Waves ist ein internationales Filmfestival zum Schutz der Meere, das seinen Ursprung in den USA hat. Dort werden jedes Jahr Kurzfilme von jungen Filmemachern, Tauchern, Meeresschützern und Wissenschaftlern aus aller Welt präsentiert und gekürt. Die Filme erzählen Geschichten von einem faszinierenden Lebensraum: Sie thematisieren Aspekte des Meeresschutzes, berichten über die Bedrohungen der Weltmeere oder vermitteln aktuelle Forschungsergebnisse. Weltweit finden weitere Mini-Festivals statt.

Nach der gelungenen Premiere 2013 zeigen wir das „Beneath the Waves“ Kurzfilmfestival nun zum vierten Mal in Deutschland. Die Idee dazu entstand Studenten, die die Gründerinnen des US-Festivals trafen. Fasziniert von dem Gedanken, den Schutz der Meere auch in unserer Hamburger Heimat an die Öffentlichkeit zu tragen, begannen sie mit der Umsetzung und fanden mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und uns von der Meeresschutzorganisation Deepwave einen Partner. Auch das Lichtmeß-Kino unterstützt uns vielfältig.

Nach Durchsicht der vielen, kreativen Kurzfilme des Beneath the Waves-Hauptfestivals entstand schließlich die finale Film-Auswahl. Diese präsentieren wir heute unter dem Motto: Abtauchen, Eintauchen, Aufwachen!

Viel Spaß wünscht das Hamburger Beneath the Waves-Team!

Die Meeresschutzorganisation Deepwave e.V. wurde 2003 in Hamburg von dem Meeresbiologen Dr. Onno Groß und Hamburger Naturschützern gegründet mit dem Ziel umwelt-verträgliche Strukturen und mehr Öffentlichkeit für das bedrohte Ökosystem Ozean zu schaffen.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung ist die älteste politische Stiftung in Deutschland. Sie hat sich den Ideen und Grundwerten der sozialen Demokratie verpflichtet. Durch politische Bildungsprogramme, Begabtenförderung, Forschung und internationale Zusammenarbeit verfolgt sie diesen Auftrag weltweit.

Die Veranstaltung wird mit Mitteln des Bundesministerium für wirtschaftlichen Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

BTWLogo Verticle on White

//