Gedanken zum World Ocean Day

© Anna Mandel / DEEPWAVE

Am Donnerstag war der Weltozeantag. Dieses Jahr stand er bei uns im Zeichen von meerespolitischen Treffen und Tagungen, die ein ganz gutes Bild geben von dem, womit wir uns beschäftigen und wo wir uns wie einsetzen.

Los ging es in der Woche davor mit dem Schirmherr:innentreffen vom „Runden Tisch Meeresmüll“. Ein klassisches Stakeholder Format, 2016 gegründet, zu dem auch DEEPWAVE gehört, in dem sich alle treffen, die irgendwie versuchen, den Plastikeintrag in unsere Meere zu verringern: Behörden, NGOs, aber auch beteiligte Industrien.

In Berlin ging es darum, mit den Schirmherr:innen eine erste Bilanz zu ziehen, was der RTM in den letzten 7 Jahren erreicht hat. Kurz gesagt: VIEL.

Steffi Lemke, unsere Umweltministerin, kam frisch und ermutigend aus Paris von den Verhandlungen zum UN Plastikabkommen, das 2024 in Kraft treten soll und auf das wir alle große Hoffnung setzen.

U.a. sollen dann endlich diese verdammten Dolly Ropes verboten werden, eine Art Plastikfransen, die die Grundschleppnetze vor dem Kaputtgehen schonen sollen, bittere Ironie, weil ja die Grundschleppnetze den Grund der Meere kaputt machen. Die Dolly Ropes reiben sich dabei ab und sorgen dann z.B auf Helgoland in den Nestern der Basstölpel für eine fünffache Todesrate der Jungvögel.

Und siehe da, wie ein Fischer berichtete: Man braucht die Dinger gar nicht. Es gibt andere Möglichkeiten.

Ein gutes Beispiel für die Richtung, in die wir denken müssen.
Es fiel immer wieder das Wort: „Wir können uns aus dem Plastikdesaster nicht herausrecyclen.“

Daher liegt der Hauptfokus bei allem auf zwei Aspekten: der drastischen Verringerung der weltweiten Plastikproduktion und dem Redesign der nicht zu vermeidenden Kunststoffprodukte, das eine Zirkuläre Verwendung überhaupt erst ermöglicht, und der Entwicklung von Alternativen.

Ersteres ist vor allem ein politisches Problem. Und unsere Aufgabe bei DEEPWAVE die der Aufklärung.
Zweiteres gehen wir konkret in unserem Projekt Applied Consilience gemeinsam mit der spanischen NGO Montemero an.

Dieser Beitrag und unsere anderen Reflexionen stammen ursprünglich von unserem Instagram Kanal @deepwave_ocean_org.

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