Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

Gemeinnützigkeit für eine kritische Zivilgesellschaft schützen

Ein Pappschild mit der Aufschrit „Alarmstufe Rot“ ist im Vordergrund. Es wird von einem Demonstranten hochgehalten.

© Markus Spiske on Unsplash

Im Oktober letzten Jahres verloren die globalisierungskritische Organisation Attac und das Netzwerk Campact den Status der Gemeinnützigkeit. Nach einer Rechtsauslegung des Bundesfinanzhofes (BFH) sei bei ihren Vorgehen die „geistige Offenheit“ wegen Einmischungen in politische Debatten nicht gegeben. Nun klärt das Hessische Finanzgericht, welche Verantwortlichkeiten beim Attac-Trägerverein liegen. Auf dieses Urteil wartet die Organisation aktuell und will im Nachgang weitere rechtliche Schritte prüfen und ggf. Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe einlegen. Aufgrund der aktuellen Rechtslage und des BFH-Urteils sind rechtliche Schritte nach Auffassung der Rechtsanwälte von Campact allerdings nicht erfolgversprechend. Deswegen fordert Campact eine Änderung der gesetzlichen Grundlagen der Gemeinnützigkeit. Demnach soll Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) einen Vorschlag zur Modernisierung der Abgabenordnung vorlegen, damit gemeinnützige Organisationen sich an der politischen Debatte beteiligen können, ohne dadurch steuerliche Nachteile befürchten zu müssen.

Der Verlust der Gemeinnützigkeit bei Attac und Campact hat auch bei uns von DEEPWAVE für Diskussionen und Aufregung gesorgt. Felix Kolb von Campact bringt unsere Befürchtungen, „dass viele Vereine […] sich überlegen werden: Äußere ich mich selbst nur gelegentlich zu politischen Themen, die nicht in meiner Satzung stehen und riskiere da vielleicht meine Gemeinnützigkeit“ auf den Punkt. Das Urteil kann nämlich zum Anlass werden, Akteure der Zivilgesellschaft verstummen zu lassen. Das betrifft auch uns. Wir sind zwar nach der Abgabenordnung zweifelsfrei gemeinnützig, da wir uns für Umwelt- und Tierschutz engagieren, aber wir können diese Ziele nicht mit aufgesetzten Scheuklappen verfolgen. Wir sehen uns als Teil einer kritischen Zivilgesellschaft und für unsere Demokratie mitverantwortlich. Klima-, Umwelt- und Tierschutz sind untrennbar mit dem Einstehen für eine offene, tolerante und demokratische Gesellschaft verbunden. „Letztlich geht es um parteipolitische Neutralität. Und da sollte dann auch die Grenze gezogen werden, weil, geistig offen kann nicht eine Grundhaltung sein. Geistig offen kann nur der Prozess der Meinungsbildung sein. Aber die eigentliche Meinung selbst kann per definitionem nicht mehr geistig offen sein.“, bekräftigt die Steuerrechtprofessorin Anna Leisner-Egensperger.

Um zu verhindern, dass Vereine nicht den Status der Gemeinnützigkeit verlieren, nur weil sie sich gegen Rassismus äußern, hat sich die Allianz „Rechtssicherheit für politische Willensbildung e.V.“ gebildet. Mehr als 170 politisch engagierte Vereine und Stiftungen haben sich zusammengeschlossen, um zum Beispiel die Förderung sozialer Gerechtigkeit oder Menschenrechte zu erweitern und Forderungen wie die von Campact zur Modernisierung der Abgabenordnung zu unterstützen.

Campact hat außerdem eine entsprechende Petition aufgesetzt, welche bereits gut 300.000 Unterschriften sammeln konnte. Da auch die Gemeinnützigkeit von openPetition bedroht ist, verweisen wir ebenfalls auf deren Petition.

DEEPWAVE ruft ausdrücklich dazu auf, die Petitionen von Campact und openPetition für den Schutz der Gemeinnützigkeit für eine kritische Zivilgesellschaft zu unterzeichnen, um diesen unabdingbaren Beitrag zur demokratischen Debatte zu schützen.

EU-Bürgerinitiative gegen Haifischflossenhandel: Jede Stimme zählt!

Ein Hai ist im Hintergrund zu sehen, von einem roten Messer durchstochen. Im Vordergrund steht in weißer Schrift: STOp FINNING- It's time for Europe to act!

© STOP FINNING

Shark finning. Ein Thema, das leider viel zu selten in den Medien behandelt wird. Auch wenn bereits viele von der sogenannten Haifischflossensuppe, einer asiatischen Delikatesse, gehört haben, geraten die damit zusammenhängenden Ausmaße oft in den Hintergrund. Da diese barbarische Suppe hauptsächlich in Ländern wie China oder Japan konsumiert wird, fühlt man sich als Europäer für dieses Problem nicht verantwortlich.

Dass Europa jedoch einer der Hauptakteure im Haifischflossenhandel ist und somit sehr wohl für das Massentöten der Haie verantwortlich ist, ist den meisten nicht bewusst. Jedes Jahr werden über 200 Millionen Haie für ihre Flossen, ihr Fleisch oder die in der Leber enthaltenen Öle abgeschlachtet. Besonders gefährdet sind in Europa der Blauhai, der Kurzflossen-Mako und der Heringshai. Auch wenn bekannt ist, was für eine wichtige Rolle Haie als Spitze der Nahrungskette in einem Ökosystem spielen, ist das Töten der bedrohten Tiere unverständlicherweise legal. Die einzige Einschränkung des grausamen Handels, die momentan aufgrund der „fins naturally attached“- Verordnung existiert, ist das Verbot des Abtrennens der Flossen innerhalb von EU-Gewässern. Sprich, der noch lebendige Hai mit entfernter Flosse, darf nicht auf offener See entsorgt werden, sondern das Abschneiden der Flosse darf erst an Land erfolgen.

Um dem kaltblütigen Handel mit den Flossen und Europas Rolle als Flossenexporteur endlich ein Ende zu setzten, wurde eine neue EU-Bürgerinitiative von Umweltorganisationen wie Stop Finning oder Sea Shepherd initiiert. Ziel sind eine Million Unterschriften, wovon mindestens 72.000 von deutschen Bürgern stammen müssen. Durch ein Verbot, dass den Haifischflossenhandel untersagt, wird sich das Töten der Tiere finanziell nicht mehr lohnen und somit einen Rückgang des Haifangs bewirken.

Auch wenn das Abtrennen der Haifischflossen der Hauptgrund für das Töten der Tiere ist, spielt Europa zusätzlich eine erschreckend große Rolle bezüglich des Haifischfleischkonsums. Spanien ist beispielsweise weltweit der zweitgrößte Verbraucher von Haifischfleisch. Wer hätte gedacht, dass das Land, dass sich mit beliebten Gerichten wie Paella schmückt, tatsächlich schockierend hohe Mengen an Haifischfleisch legal konsumiert? Spanien, sowie auch Italien verkaufen Haifischfleisch oft gekennzeichnet als Schwertfisch und auch wegen des in der Leber enthaltenden Öls Squalen, das für Kosmetikprodukte oder als Nahrungsergänzungsmittel genutzt wird, steigt die Zahl der massakrierten Haie stetig an. Ein Verbot, dass das Töten der Haie oder die damit zusammenhängende Squalennutzung untersagt, ist jedoch noch nicht in Sicht.

DEEPWAVE setzt sich schon seit seiner Gründung gegen das Shark Finning ein und wie wir sehen ist, der Schutz der Haie immer noch nicht erreicht, daher unterstützt uns und alle anderen NGOs in dieser wichtigen Angelegenheit und unterschreibt auf  STOP FINNING !

Aktuelle Infos als anschaulich gestaltete Grafiken zum globalen Handel mit Haifischflossen und Haifischfleisch gibt es bei Project Aware.

„Blue Manifesto“ – Der Rettungsplan für gesunde Meere

Blauer Hintergrund mit folgenden weißen Schriftzug: BLUE MANIFESTO THE ROADMAP TO A HEALTHY OCEAN IN 2030: We need thriving marine and coastal ecosystems to support a climate-resilient future

© Seas at Risk

Am 28. Januar veröffentlichten insgesamt 102 Umweltorganisationen, uns eingenommen, das sogenannte „Blue Manifesto“. Hierbei handelt es sich um einen von Seas At Risk, BirdLife Europe, ClientEarth, Oceana, OceanCare, Surfrider Foundation Europe und dem WWF verfassten Plan mit konkreten Maßnahmen, die innerhalb der nächsten zehn Jahre, also bis 2030, umgesetzt werden müssen, um unsere Meere zu retten. Das „Blue Manifesto“ wird die kommenden Tage an führende EU-Politiker innerhalb der Europäischen Kommission gesendet, mit dem Appell endlich für unsere Meere zu handeln.

Seas at risk, 28.01.2020:

„Die Lage der Meeresökosysteme ist auf der ganzen Welt düster. Das betonten auch die jüngsten Berichte des Weltklimarats (IPCC) und des Weltbiodiversitätsrat (IPBES) der UNO. Es besteht dringender Handlungsbedarf und Europa kann sich dieser Herausforderung in führender Position stellen. Die Meere, von denen das Leben auf der Erde abhängt, stehen unter großem und zunehmendem Druck. Die Empfehlungen des Blue Manifesto zu beherzigen, wird Europa auf den richtigen Pfad für den Schutz und die Gesundung der Weltmeere bringen. Mit dem European Green Deal hat sich die Europäische Kommission zur Umsetzung von Klima- und Biodiversitätsstrategien bekannt, die diesen Namen auch verdienen und die Gesetzgebung und die Finanzflüsse in Richtung Klimaschutz und Artenvielfalt umlenken. Die Umweltorganisationen fordern nun von der Europäischen Kommission, den Schutz der Meere als wesentliches Element in diesen Strategien zu verankern und den im Blauen Manifest dargelegten Richtschnüren zu folgen.“

Das „Blue Manifesto“ soll sicher stellen, dass sich die Meere bis 2030 von bisher verursachten Schäden erholen können, nicht mehr verschmutzt sind und menschliche Aktivitäten nur innerhalb festgelegter Auflagen durchgeführt werden. Zusätzlich wird gefordert, dass die Meere grundlegend zunehmend unter Schutz gestellt werden.

Zeitleiste von 2020 bis 2030 mit den Texten des Blue Manifesto und Zeichnungen von in einem Grundschleppnetz gefangenen Meerestieren bis hin zu gesunden und fischreichen Korallenriffen

© Seas at Risk

Die gesamte Pressemitteilung und das Blaue Manifest selbst findet ihr bei Seas at Risk.

Ergänzend machen die Verfasser vom „Blue Manifesto“ auf die zwischen dem 3. und 9. Februar in Brüssel stattfindende Ocean Week aufmerksam. Im Rahmen der Ocean Week findet auch die Ocean Action! Conference statt, bei der Politiker:innen, Wissenschaftler:innen und Aktivist:innen aufeinander treffen, um neue innovative Ideen und Lösungsansätze zur Rettung der Meere zu teilen.

 

Kassenbonwahnsinn stoppen.

Das Gasthaus Gutenberg aus Karlsruhe demonstriert schön die Auswirkungen des Gesetzes. Über 1000 überflüssige kamen in einer Woche zusammen.

© Christoph Schmidt/dpa

Keine Kassenbonpflicht ab 01​.​01​.​2020 – Jetzt Petition unterschreiben

Anstatt einer langen und ausführlichen Argumentation:

1. Der Handelsverband Deutschland rechnet mit mehr als 2 Millionen Kilometern mehr Kassenbonpapier durch ein umstittenes Gesetz.

2. Bei unserem Mülltrennungsinfostand konnten weniger als 10% diese Frage richtig beantworten: „In welchen Müll kommt denn nun der Bon?“.

3. Wie in unserer Recyclingbroschüre beschrieben, führt jeder falsch ins Altpapier entsorgte Bon zu einem direkten Verlust des Gesundheitszustands unserer Meere.

Mehr muss man eigentlich nicht sagen. (Außer vielleicht, dass selbst die Wirksamkeit des Gesetzes heftigst kritisiert wird. Daher kann man schon in ernstem Ton von „Wahnsinn“ sprechen)
 

Jetzt Petition unterschreiben!

GermanZero: Der 1,5-Grad-Klimaplan für Deutschland

Weißer Text auf gelbem Hintergrund: GermanZero: Der 1,5-Grad-Klimaplan für Deutschland- Gemeinsamer Aufbruch gegen die Klimakrise

© GermanZero

Hier ein Newsletter, den wir gerade bekommen haben. Wir unterstützen die Sache!

Newsletter von der Warenwirtschaft Hamburg:

Die Jugend hat uns auf die Straße geholt, als wir zu träge dafür waren, selbst die Hintern hochzukriegen, und das ist eine wirklich große Sache. Leider muss man nicht weit über den Tellerrand schauen um zu erkennen, dass an wesentlichen Stellen die große Sache, die auf der Straße passiert, den Entscheidern nicht besonders wichtig ist.

Die Straße, mit dem erhebenden Wir-ändern-was-Gefühl der letzten Monate, hat den Klimaschutz auf die Agenda gesetzt und zu einem Thema gemacht, dem sich niemand mehr entziehen kann – jetzt braucht es nächste Schritte, und um einen besonders imposanten nächsten Schritt soll es in diesem Schrieb gehen.

Bisher hat keine Nation einen Plan vorgelegt, wie sie das in Paris vereinbarte 1,5-Grad-Ziel zu erreichen gedenkt. Nicht einmal einen Plan! Von seiner Umsetzung ganz zu schweigen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Vier Jahre ist das her, dass die unterzeichnenden Staaten völkerrechtlich bindend zugesagt haben, die Erdüberhitzung bei 1,5° zu stoppen, und die größten Verschmutzer unter diesen Regierungen haben bisher nicht einmal ernsthaft darüber nachgedacht, wie man das überhaupt anpacken müsste.

Parallel dazu die unangenehmen Prognosen, die wir alle kennen und möglichst weit wegschieben, weil mehr Wissen eben entgegen aller Erwartungen und zum großen Frust der weltweiten Klimaforschung nicht zu mehr Handeln führt, eher im Gegenteil.

Aber irgendwie was machen fürs Klima, das wollen wir doch alle. Und nun sind sie einmal in der Höhe, unsere Hintern. Wir sollten sie nicht sinken lassen. Wir sollten mithelfen, dass die große Sache, die unten auf der Straße ihren Anfang genommen hat, auch unter den Regierenden die Wucht entfaltet, die nötig ist, um einen Unterschied zu machen.

Wir verfügen über ein paar Dinge, von denen die Jugend weniger hat: Geld (ja klar, in Maßen, aber doch), Einfluss (nicht so viel wie Rezo, aber immerhin), Wählerstimmen (nicht so viele wie Putin, aber schon). Die Fridays for Future nehmen uns in die Pflicht, diese Dinge wirklich in die Waagschale zu werfen – und zwar über die gelegentliche Demonstration und das liken von Greta-Fotos auf Twitter hinaus.

„Ja aber was, ja aber wie denn?“, fragt ihr euch ganz aufgescheucht gemeinsam mit mir im Chor. „Selbst, wenn wir persönlich superklimabewusst leben, können wir in Deutschland derzeit kaum unter 5 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr kommen, das ist natürlich von durchschnittlich über 11 Tonnen pro Kopf schon ein ganz schöner Fortschritt! Aber um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, müssten wir in kürzestmöglicher Zeit auf null, das schaffen wir nicht alleine! Da fehlt es an einem massiven, strukturellen Umschwung von oben! Auch um der breiten Masse die notwendige Umstellung auf klimafreundlichere Lebensweisen leichter zu machen! Denn 80% Prozent Klimaneutralität ist durch Politik machbar, für den Rest müssen wir als Individuen sorgen!“, ruft ihr erstaunlich gut informiert.

Und mit chirurgischer Präzision wähle ich macchiavellisch genau diesen Zeitpunk eurer größtmöglichen Empfänglichkeit, um– nee, Zeitpunks gibt es nicht, schade eigentlich, die wären sicher ziemlich, hm, ich weiß gar nicht, wie die wären, auf jeden Fall interessant.
Nochmal von vorn:
Und mit chirurgischer Präzision wähle ich macchiavellisch genau diesen Zeitpunkt eurer größtmöglichen Empfänglichkeit, um Werbung für GermanZero zu machen: Das Handlungsangebot für den klimabeunruhigten Menschen über 30.

GermanZero ist eine neue NGO und größenwahnsinnig. GermanZero will dafür sorgen, dass Deutschland bis 2035 klimaneutral wird, damit das 1,5-Grad-Ziel doch noch erreicht werden kann. Es ist die Art von sachlich unterfüttertem, kenntnisreichem, idealistischem Größenwahn, die wir dringend brauchen.

Ich sag’s gleich, damit kein falscher Eindruck entsteht: Nicht nur findet die warenwirtschaft das ein gutes Projekt, sondern ich, Nico, der immer den ganzen Kram hier schreibt, mache da mit. Ich war in den letzten Wochen (kleiner) Teil eines für Textmenschen wie mich schwer beeindruckenden, sehr intensiven Redaktionsprozesses, in dem GermanZero gemeinsam mit über zwanzig namhaften Experten und Wissenschaftlern einen überzeugenden Klimaplan zusammengeschrieben hat, der mit großer Konkretheit beschreibt, was an Maßnahmen und Gesetzen gebraucht wird, um diesen Kraftakt möglich zu machen.

Ich kenne diese Organisation von innen und treffe dort auf fähige, besonnene, optimistische und tatkräftige Leute, die wissen, was sie tun und denen ich zutraue, Großes zu erreichen. Deutschland hat keinen Plan? Nehmt unseren. Wir haben ihn vorgestern veröffentlicht. Das ist ein gigantischer erster Schritt und ein gutes Argument für die Glaubwürdigkeit und Schlagkraft dieser Kampagne. Ihr könnt hier in das Dokument reinschauen.

Was weiter mit diesem Plan passiert und wie er am Ende in ein im neuen Bundestag verabschiedetes Gesetzespaket münden soll, das unseren Beitrag zum Erreichen der 1,5° festschreibt und umsetzt, könnt ihr ebenfalls dort nachlesen, oder ihr lasst es euch direkt von Gründer Heinrich Strößenreuther erklären, der macht das mit großer Ruhe, Souveränität und Eindringlichkeit zum Beispiel hier.

Größenwahnsinnig, ja. Aber dieser Größenwahn unterliegt der zwingenden Logik desjenigen, der eine reelle letzte Chance sieht, die Zukunft lebenswert zu machen, anstatt sie noch innerhalb der Lebenszeit unserer Kinder den Bach runtergehen zu lassen.

Damit das was werden kann, muss GermanZero nicht nur Reichweite entwickeln, bekannter werden, und viele viele weitere ehrenamtliche Unterstützende finden. Es braucht auch Geld. Die erste Phase der Kampagne, die mit der Veröffentlichung des Klimaplans ihren Abschluss findet, ist zu einem überwältigenden Anteil durch hunderte Stunden ehrenamtlicher Arbeit möglich geworden. Um aber über die lange Strecke diesen Druck aufrecht zu erhalten, braucht es ein Kernteam angemessen bezahlter, richtig guter Fachleute (Interessiert? Stellenausschreibungen hier) – das kostet keine kleine Summe, aber über die gesamte Laufzeit der Kampagne immer noch deutlich weniger, als zum Beispiel SPD oder gar CDU/CSU für ihren Bundestagswahlkampf auszugeben pflegen.

Also, Weihnachtszeit, Spendenzeit:
GermanZero braucht von unserem Geld.
So plusminus 20 Cent von jedem Bundesbürger würden schon reichen, und was wäre das für eine Botschaft demokratischer Legitimierung, aber ein persönlicher Tipp von mir für den Fall, dass nicht alle mitmachen: Schenkt ein zwei weniger wichtigen Leuten nix und reicht das Eingesparte an GermanZero weiter. Von der Rettung des Klimas profitieren am Ende auch die weniger wichtigen Leute. Könnt ihr denen sagen, dass ich das gesagt habe.

Überzeugt?
Falls nicht, stehe ich für weitere Überzeugungsarbeit bereit. Fragt gern kritisch nach.

Und damit verbleiben wir mit herzlichen Weihnachtsgrüßen.
Macht euch ein sehr schönes Fest und ein paar ruhige Tage!

Hier findet ihr nochmal das komplette Dokument des 1,5-Grad-Klimaplans.

Hier kommt ihr zur Website von GermanZero.

Vermeidung des Mikroplastikeintrags in die marine Umwelt – Workshop

Vor einem schwarzen Hintergrund sieht man eine Fingerspitze. Ein Haufen an winzigem Mikroplastik liegt auf dem Finger

© Helmholtz Zentrum für Umweltforschung

Für unseren Wocheneinkauf haben wir den Baumwollbeutel immer dabei, wenn wir Lust auf Kaffee haben, füllen wir diesen in unseren eigenen Kaffeebecher und unterwegs füllen wir unser Wasser in eine Edelstahlflasche. Plastik im Alltag zu vermeiden, scheint nicht schwer und es gibt mittlerweile viele Möglichkeiten Plastik sogar ganz zu boykottieren. Doch liegen wir mit dieser Annahme wirklich richtig? PET-Flaschen, Einwegplastiktüten und der Einwegkaffeebecher fallen lediglich in die Kategorie Makroplastik. Der Großteil des Plastiks, dessen Wege oft in den Ozean führen, ist jedoch nicht wie gedacht das Makroplastik, sondern Mikroplastik.

Mikroplastik beschreibt jene Plastikteilchen, deren Durchmesser unter 5 mm liegt, und aufgrund dieser, teils für das eigene Auge nicht sichtbaren Größe stellt es eine große Bedrohung dar. Doch vorab, was ist Mikroplastik eigentlich genau? Mikroplastik wird in primäres und sekundäres unterteilt. Bei primärem Mikroplastik handelt es sich um Plastikteilchen, die bereits bei ihrer Freisetzung eine Größe von unter 5 mm haben. Bei primärem Mikroplastik des Typ A werden die Teilchen auch direkt innerhalb dieses Größenbereichs eingesetzt. Hierbei sind viele Anwendungsbereiche innerhalb der Kosmetik zu finden. Das Paradebeispiel sind die sogenannten Microbeads, welche oft in Körperpeelings oder Zahnpasta zu finden sind. Jeder, der bereits ein Körperpeeling benutzt hat, ist mit den kleinen farbigen Kügelchen vertraut, welche für den Peeling- und den reinigenden Effekt sorgen sollen.

Doch auch unsere Straßen sind vor Mikroplastik nicht sicher. Mit 290.00 Tonnen pro Jahr stellt der Reifenabtrieb von herkömmlichen Autoreifen die größte Mikroplastikquelle dar im Ozean dar.
Bei dem Abrieb von Reifen handelt es sich um primäres Mikroplastik des Typ B, bei dem das Mikroplastik während der Nutzungsphase entsteht und dadurch in die Umwelt freigesetzt wird. Zusätzlich zählen synthetische Fasern von Textilien (190.000 Tonnen pro Jahr im Ozean), welche sich beim Wäschewaschen lösen, zu Typ B des primären Mikroplastiks.

Sekundäres Mikroplastik entsteht, indem Makroplastik durch Zersetzungsprozesse wie Hydrolyse oder Photooxidation zerfällt. 74% des gesamten Plastiks im Umlauf ist Mikroplastik. Doch warum sind diese unscheinbaren Kunststoffteilchen so bedrohlich für unsere Umwelt, die Ozeane und sogar uns Menschen? In der Herstellung wird Plastik oft mit sogenannten Additiven versehen, welche verschiedene Funktionen wie eine färbende oder flammenhemmende Wirkung erfüllen. Bei diesen Additiven handelt es sich jedoch größtenteils um schädliche Chemikalien wie beispielsweise polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs).

Befindet sich Mikroplastik im Ozean, zieht es im Wasser vorhandene langlebige organische Schadstoffe (POPs) wie Polychlorierte Biphenyle (PCBs) an sich und adsorbiert sie, das heißt diese lagern sich an der Oberfläche an. Die Konzentration an Schadstoffen ist somit an den Plastikteilchen wesentlich höher als in dem sie umgebenden Wasser. Aufgrund der unscheinbaren Größe wird Mikroplastik von im Wasser lebenden Organismen unbemerkt aufgenommen. Hierbei werden die am Plastik haftenden Schadstoffe jedoch oft innerhalb des Magendarmtraktes gelöst und haben somit toxische Wirkung für das Lebewesen. Teils wird das Plastik anschließend wieder ausgeschieden, teils verweilt es innerhalb des Körpers mit dem Potential innerhalb der Nahrungskette stets zu akkumulieren. Daher gelangt das Mikroplastik (oft inklusive Schadstoffe) bis auf unseren Teller, durch Fisch und Meeresfrüchte, die wir konsumieren. Doch nicht nur so werden wir als Mensch von dem von uns selbst freigesetzten Mikroplastik eingeholt. Auch der bereits erwähnte Reifenabrieb gelangt oft in Form von Feinstaub in die Luft, die wir atmen. Im Durchschnitt konsumieren wir im Alltag fünf Gramm Plastik pro Woche, das entspricht etwa dem Gewicht einer Kreditkarte.

Oft sind wir uns der Reichweite unseres Konsums nicht bewusst, doch das Mikroplastik in unserer Kosmetik sowie aus unserer Kleidung gelangt über das Abwasser direkt in den Ozean. Auch die Partikel des Autoreifenabriebs werden mit dem nächsten Regen in die Kanalisation gespült und können in den Kläranlagen nicht herausgefiltert werden.

Doch wie können wir als Konsument unseren Mikroplastikeinfluss gezielt verändern und minimieren?

Unter dem Titel „Vermeidung des Mikroplastikeintrags in die marine Umwelt “ fand am 18. und 19. November im Umweltbundesamt (UBA) in Berlin ein Workshop der Unterarbeitsgruppe Mikroplastik des Runden Tisches Meeresmüll statt. Hierbei trafen mehrere Vertreter aus Umweltschutzorganisationen, Forschungsinstituten, Wirtschaft und Industrie zusammen, um gemeinsam neue und innovative Lösungsansätze zu jeweiligen Mikroplastikquellen vorzustellen. 50.000 Tonnen Mikroplastik werden jährlich innerhalb der Kosmetikbranche verwendet. Oft sind die Inhaltsstoffe synthetischer Herkunft in Kosmetikartikeln nicht ausreichend gekennzeichnet. Vielen Nutzern ist nicht bewusst, dass Mikroplastik mit dem richtigen Ansatz und Wissen leicht zu vermeiden ist. Apps wie „Beat the Microbead“ (nur EN) oder „ToxFox“ scannen Kosmetikartikel und deren Inhalte auf Mikroplastik. Auch der vom BUND veröffentlichten Einkaufsratgeber zu Mikroplastik enthaltenden Produkten hilft dem Konsument Plastik zu umgehen. Zusätzlich ist es sinnvoll, ein Mikroplastik-FREI-Siegel für Produkte einzuführen. Allerdings sollten neue Gesetze eingeführt werden, die den Gebrauch von Microbeads in Rinse-off-Produkten anfänglich verbieten. Microbeads können in Produkten wie Peelings durch natürliche Komponenten wie Tonerde, Kieselmineralien, Weizenklee oder gemahlenen Nussschalen ersetzt werden.

Der als lästig wahr genommene Hausstaub besteht zu mindestens 85% aus synthetischen Fasern (PET-Fasern) oder Kunststoffpartikeln wie Polyurethan. Um die Freisetzung dieser Plastikteilchen während der Hausreinigung zu umgehen, wird dazu geraten, Filter zu verwenden, welche bei der Entsorgung des Putzwassers den Weg der Kunststoffpartikel in das Abwassersystem vermeiden. Das Verwenden von Filtersystemen wird auch für das Waschen von Kleidung empfohlen. Denn Kleidung aus beispielsweise Fleece oder Polyester nutzt sich während des Tragens ab und verliert während der Reinigung in der Waschmaschine oder beim darauffolgenden Trocknen synthetische Fasern. Der angestrebte Filtereffekt kann durch Wäschenetze oder einen sogenannten Coraball (ein Filterball, welcher gelöste Fasern mit Fangarmen an sich bindet) erzielt werden.

Zusätzlich wurde während des Workshops das hohe Mikroplastikaufkommen in Form von Füllgranulat auf Sportplätzen mit Kunstrasen thematisiert. Hierbei bleiben die Plastikkügelchen beispielweise an Schuhsohlen haften und werden dadurch weiter transportiert. Letzten Endes gelangen die Partikel teils durch Regen oder teils von privaten Haushalten ausgehend in Abwasser, welches nicht geklärt wird. Primär wird gefordert, dass das Füllgranulat nicht mehr aus synthetischer Herkunft stammt, sondern durch natürliche Stoffe wie Sand, Holz oder Kork ersetzt wird. Zusätzlich muss sichergestellt werden, dass das Granulat bei Verlassen der Sportfläche herausgefiltert wird. Zum Filtern eignen sich Banden am Rande der Fläche oder Sauberlaufzonen zum Reinigen der Schuhsohle. Innerhalb Europas stammen momentan bis zu 72.000 Tonnen Mikroplastik pro Jahr aus der Nutzung von Sportflächen.

Das wie bereits erwähnte größte Aufkommen an Mikroplastik ist jedoch auf den Abrieb bei Autoreifen zurückzuführen. Der Abrieb selbst lässt sich während der Nutzung von Reifen aus Kunststoff nicht vermeiden, jedoch minimieren. Wichtig ist auch, den Mikroplastikeintrag ins Abwasser zu kontrollieren und dadurch ganz zu umgehen. Umso größer, schwerer und schneller ein Fahrzeug ist, desto höher ist der daraus resultierende Reifenabrieb. Daher kann bereits durch die Wahl des eigenen Fahrzeugs ein deutlicher Unterschied erbracht werden. Zusätzlich wird empfohlen, den Transport von schweren Gütern weitgehend auf Schienenfahrzeuge zu übertragen. Innerhalb des alltäglichen Straßenverkehrs muss darauf geachtet werden, dass der Abrieb, welcher durch Regen in das Abwasser gespült wird, herausgefiltert wird. Eine optimierte Straßenreinigung kombiniert mit Filtersystemen in Straßengullys soll den Plastikeintrag stoppen. Abwasser, das seinen Ursprung in Straßensystemen hat, soll zusätzlich in Kläranlagen gereinigt werden und nicht direkt in den Ozean führen.

Weitere Maßnahmen sind auch innerhalb der Nutzung von Mikroplastikpellets nötig. Plastikpellets werden in Form von Kunststoffgranulaten transportiert und anschließend geschmolzen und in die gewünschte Form gepresst. Während des Transportes oder vor der eigentlichen Verwendung der Pellets gehen diese oft in die Umgebung verloren. Transport, Lagerung und Entsorgung soll im Rahmen von „Null Pellet Verlust“ Projekten optimiert werden.

Auch Bootsbesitzer haben einen Einfluss auf Mikroplastik im Ozean. So genannte Antifouling-Anstriche, welche an der Unterseite von Booten zu finden sind und die Anlagerung von Tieren und Pflanzen verhindern sollen, sind synthetischer Herkunft. Bei der Reinigung des Bootes gelangen Plastik sowie die dabei verwendeteten Biozide in das umgebende Wasser. Aufgrund dessen erweist es sich als sinnvoll, das Boot in gesicherten Waschplätzen an Land zu reinigen, wobei die Antifoulingreste gezielt entsorgt werden können. Während der Reinigung sollten auf biozidhaltige Reinigungsverfahren verzichtet werden und genutzte Antifoulinganstriche sollten abriebfest sein.

Der Workshop in Berlin hat verdeutlicht, dass bereits viele Möglichkeiten und innovative Methoden dazu beitragen können, den Mikroplastikeintrag im Alltag zu kontrollieren und zu minimieren. Oftmals muss hierbei aufgrund der möglichen Alternativen weder auf etwas verzichtet werden noch hat der Nutzer einen Nachteil. Wichtig sind jedoch das Bewusstsein und der aufgeklärte Umgang mit Plastik, denn wir als Konsument tragen Verantwortung. Unser Einfluss reicht weiter als wir es uns vorstellen können und auch wenn es nicht unsere Intention ist, Plastik in den Ozean zu befördern, geschieht dies dennoch. Um zu verhindern, dass zunehmend Plastik in die Umwelt gelangt, müssen wir bewusst darauf verzichten und erdenkliche Alternativen immer bevorzugen.

Noemi Merz für DEEPWAVE

Quellen:

Dr. Chris Sherrington, Plastics in the Marine Environment 2016

„Vermeidung des Mikroplastikeintrags in die marine Umwelt “, Workshop der Unterarbeitsgruppe Mikroplastik des Runden Tisches Meeresmüll.

Green Kayaks

Zwei Personen auf einem grünen Kayak in Hamburg, ein Eimer für Müll steht zwischen ihnen

© Zeit | Elbvertiefung

Mit einem Kajak bei schönem Wetter durch die Kanäle Hamburgs zu paddeln, dabei noch etwas Gutes zu tun und das umsonst, hört sich gut an oder?

Bereits 6 Standorte der dänischen NGO Green Kayak sind in Hamburg zu finden. Bei Green Kayak kann man sich in den Sommermonaten kostenfrei ein Kajak leihen und innerhalb der befahrbaren Kanäle Müll aufsammeln und währenddessen die Sonne sowie die frische Luft genießen.

Das zunehmende Müllproblem in Städten und vor allem in deren Gewässer und Kanälen war der auslösende Anreiz für Tobias Weber-Andersen zur Gründung von Green Kayak. Mittlerweile sind Green Kayaks in 5 Ländern aktiv und im Rahmen des Müllsammelns wurden seit 2017 bereits über 24 Tonnen Müll aus den städtischen Gewässern entfernt. Auch in Hamburg kommen pro Kajakfahrt im Durchschnitt 3,4 kg Müll zusammen.

Ab den Frühlingsmonaten darf wieder zum Paddel gegriffen werden und fleißig Müll aus der Alster gefischt werden.

Wo die Green Kayaks liegen und wie ihr euch ein Kajak mieten könnt, erfahrt ihr bei GreenKayak .

Für unsere eigene Müllsammelaktion auf den Hamburger Kanälen, waren wir anlässlich des International Coastal Cleanup Days gemeinsam mit Globetrotter unterwegs.

 

 

 

FREI: Mein Zuhause hat keine Wände- Kampagne gegen deutsche Delfinarien

Ein Delfin springt aus einem offenen Meer. In der oberen Ecke des Bildes steht der Text: Frei, mein Zuhause hat keine Wände

© Charlie Phillips | WDC

Wer denkt, dass Meeressäuger lediglich in bekannten Themenparks wie Seaworld zur Schau gestellt werden, liegt mit dieser Annahme falsch, denn auch in Deutschland werden immer noch Delfine zur Bespaßung der Delfinarienbesucher gefangengehalten.

Das Delfinweibchen Nynke lebt mit sechs anderen großen Tümmlern in einem der beiden letzten Delfinarien Deutschlands in Nürnberg. Lediglich 1.078 m³ füllen das größte Becken in Nürnberg, das entspricht ungefähr zehn aneinander gereihten Delfinen.  Auch das junge Delfinmännchen Dobbie und  sechs weitere große Tümmler sowie ein Amazonasflussdelfin leben innerhalb trister Betonbecken in Gefangenschaft in Duisburg.

 

Ein kleiner Junge sitzt in einem Wasserbecken auf einem kleinen Boot, das unter Wasser von einem Delfin gezogen wird

©WDC

Innerhalb der beiden Delfinarien haben die Tiere nicht annähernd ausreichend Platz um sich wie aus freier Wildbahn gewohnt zu bewegen. Die durchschnittliche Strecke, die ein ausgewachsener Delfin tagtäglich zurück legt, beträgt 30 km, und die jeweiligen Betonbecken bieten weder die gewohnte Flora und Fauna noch die gewohnte Jagdumgebung der Meeressäuger. Daher ist das alltägliche Leben von Nynke und Dobbie durch Leid  und Deflinshows geprägt, die lediglich zur Bespaßung der Besucher dienen. Zusätzlich werden die sonst so sozialen Tiere, die in freier Wildbahn zusammen mit ihren Familienmitglieder leben, mit ihnen völlig fremden Tieren gemeinsam in einem Becken gehalten.

FREI: mein Zuhause hat keine Wände  lautet die aktuelle Kampagne des WDC Deutschland mit der Forderung, dass Nynke und Dobbie sowie die restlichen Delfine in Nürnberg und Duisburg die letzten gefangenen Delfine in Deutschland sein sollen. Zusätzlich soll der Transport sowie das Züchten der Tiere beendet werden, um ein leidvolles Leben der wilden Tiere zu verhindern.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=zbHd16z6-3I&feature=youtu.be

Quelle: WDC Deutschland auf YouTube

Um die Gefangenschaft innerhalb deutscher Delfinarien zu beenden, fordert der WDC Deutschland uns auf, sich für die Freiheit der Meeressäuger einzusetzen. Der an die beiden Zoodirektoren adressierte Protestbrief ist auf der Seite der Kampagne FREI: mein Zuhause hat keine Wände zu finden.

Petition: Beenden wir die Plastikflut

Text: Sie brauchen ungefähr eine Woche um diese Kreditkarte zu essen- Essstäbchen halten links im Bild eine Kreditkarte und halten eine Kreditkarte Sojasauce tunken

©WWF

„Sie brauchen ungefähr 1 Woche um diese Kreditkarte zu essen“

Mit diesem provozierenden Fakt macht der WWF in seiner aktuellen Kampagne auf die Ausmaße der Plastikverschmutzung aufmerksam und wie wir bereits von dem von uns verursachten Plastikmüll eingeholt werden. Weil Plastikmüll auf verschiedenste Wege bis in den Ozean gelangt, finden wir die kleinen Kunststoffpartikel nicht selten auf unserem eigenem Teller wieder. Von kleinen Organismen oder Fischen verdaut, wandert das Plastik die Nahrungskette entlang, bis es sich innerhalb des Fisches oder der Meeresfrüchte befindet, die wir konsumieren. Doch nicht nur auf diesem Weg gelangt Plastik in unsere Körper: auch feine Partikel, sogenanntes Mikroplastik, befindet sich in der Luft, die wir atmen, oder in unserem Trinkwasser. Geschätzte 100.000 Plastikpartikel werden jährlich pro Person aufgenommen. Da Plastikpartikel oft Schadstoffe an sich tragen, können diese toxisch auf uns wirken. Meereslebewesen, die von der Plastikflut deutlich stärker betroffen sind als wir Menschen, können durch große Plastikpartikel tödlich verletzt oder durch die anhaftenden Chemikalien vergiftet werden.  Aus diesen Gründen fordert der WWF eine rechtlich bindende UN-Konvention, die den Plastikeintrag in den Ozean bis 2030 stoppen soll.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=I3oxO3Alyg0&feature=youtu.be

Quelle: WWF Deutschland auf YouTube

Die WWF-Petition gegen die Plastikverschmutzung könnt ihr hier unterschreiben: Petition: Beenden wir die Plastikflut

Mehr zum Thema Plastikmüll in den Meeren findet ihr auf unserem PLASTIC POLLUTION Blog.

Refill: Leitungswasser ist Trinkwasser!

Ein Stabel von "Refill Sation" Aufkleber auf einem Holzhintergrund. In der Mitte des runden, blauen Aufklebers befindet sich ein großer Wassertropfen. Unter ihm befindet sich der Text: Kostenfrei Trinkwasser/Free Tap Water

© Refill Deutschland

Leitungswasser ist Trinkwasser! Leider werden auch in Deutschland noch immer Tonnen von Wasserplastikflaschen verkauft und das obwohl das deutsche Leitungswasser gesund und trinkbar ist. Außerdem hat es eine wesentlich bessere CO2-Bilanz und ist auch preiswerter als gekauftes Wasser.
Darum sind schon viele Menschen auf Mehrweg-Trinkflaschen für unterwegs umgestiegen. Trotzdem kommt es dabei vor, dass die Flasche nach einem langen Tag in der Stadt leer wird und man keine Möglichkeit hat, diese wieder aufzufüllen. Zwar könnte man sicher in einem Geschäft oder Café nachfragen, ob man nicht schnell die Flasche am Wasserhahn auffüllen könnte, doch die meisten von uns trauen sich genau das nicht. Also hat die ehrenamtliche und nicht kommerzielle Organisation Refill die perfekte Lösung entwickelt. In Hamburg gegründet und nun in ganz Deutschland.

Es funktioniert ganz einfach: Geschäfte, Cafés, Restaurants, Kirchen, Gemeindezentren und öffentliche Orte jeder Art können Teil der Refill-Bewegung werden. Alles was das Geschäft tun muss, ist einen Refill-Aufkleber deutlich anzubringen. Somit wissen Passant:innen, dass sie hier ihre Flasche gerne mit Leitungswasser auffüllen können. Auch gibt es eine Karte, auf der sich Refill-Stationen eintragen können. So könnt ihr auch leicht einsehen, wo ihr in eurer Stadt leicht an frisches Wasser kommt. Bisher gibt es schon über 4700 Stationen deutschlandweit.

Somit ist Refill eine super Initiative gegen die Ressourcenverschwendung, die Plastikverschmutzung und für den Meeresschutz. Zwar lässt sie allein die Einwegflaschen nicht verschwinden, jedoch ist sie ein erster Schritt in diese Richtung. Stephanie Wiermann, die Gründerin von „Refill Deutschland“, sagt:

„Wenn wir es schaffen, dass keine Plastikflaschen mehr gekauft werden und Leitungswasser selbstverständlich ist, sind wir zufrieden und die Refill Bewegung hat sich überflüssig gemacht.“

 

 

 

//