Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

Gewässertyp des Jahres 2019: Das große Nordseeästuar

Eine Satellitenaufnahme der Nordseeästuare
© Umweltbundesamt

Pressemitteilung, 21.03.2019 vom Umweltbundesamt (UBA)

Die Flussmündungen von Elbe, Ems und Weser haben sich in den vergangenen Jahren aufgrund der vielfältigen Nutzungsanforderungen aus Industrie, Schifffahrt, Hafenbetrieb und Hochwasserschutz stark verändert. Dazu haben vor allem Deiche und Sperrwerke zur Landgewinnung sowie zum Schutz vor Sturmfluten beigetragen. Dadurch gibt es weniger Überflutungs- und Sedimentationsflächen. Nähr- und Schadstoffeinträge aus den landwirtschaftlichen Flächen im Einzugsgebiet von Elbe, Ems und Weser beeinträchtigen die Wasserqualität. Auch die Fischerei und der Tourismus wirken sich auf den Zustand der Mündungen aus. Um auf diese Entwicklungen aufmerksam zu machen, werden die Flussmündungen von Elbe, Ems und Weser zum Gewässertyp des Jahres 2019 ernannt. In der Fachsprache werden die trichterförmigen Flussmündungen auch als Nordseeästuare bezeichnet. Noch zum Ende des 19. Jahrhunderts wiesen die drei Ästuare eine weitgehend natürliche Gestalt auf. Heute wird ihr ökologischer Zustand – insbesondere die Vielfalt von Pflanzen, Tier und Organismen und natürlichen Lebensräumen – als mäßig bis unbefriedigend bewertet.

Ästuare entstehen, wenn Gezeitenwellen weit in Flussmündungen vordringen. Das ist in der Nordsee der Fall, da der Tidenhub, also der Unterschied zwischen Hoch- und Niedrigwasser groß ist. Die regelmäßigen Flutwellen und Ebbeströme weiten das Flusstal aus, sodass nach und nach eine trichterförmige Mündung entsteht: diese nennt man Ästuar. In der südlichen deutschen Nordsee sind die Mündungen von Ems, Weser und Elbe Ästuare. Der Tidenhub beträgt dort zwischen zwei und drei Metern. In den Ästuaren mischt sich das Süßwasser der Flüsse mit dem Salzwasser der Nordsee zu Brackwasser. […]

Die vollständige Pressemitteilung findet ihr hier.

Weitere Informationen über die Kampagne:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/wasser/gewaessertyp-des-jahres/gewaessertyp-des-jahres-2019-grosses-nordseeaestuar#textpart-1

https://www.umweltbundesamt.de/publikationen/poster-gewaessertyp-des-jahres-2019

UBA: https://www.umweltbundesamt.de/

 

 

 

 

ReplacePlastic- Eine App gegen Plastikverpackungen


© Küste gegen Plastik e.V.

Die Meere werden überflutet von Plastikmüll. Ein großer Teil gelangt vom Land her über die Flüsse in die Meere. Plastikverpackungen spielen dabei eine große Rolle. Es ist schwierig in Supermärkten auf Plastikverpackung für Produkte des täglichen Bedarfs zu verzichten, obwohl viele Verbraucher*Innen das möchten. Aus diesem Grund hat die Küsten gegen Plastik e.V. die „ReplacePlastic“-App gewickelt. Mit dieser App können wir die Barcodes von Produkten scannen, von denen wir uns wünschen, dass die Verpackungen nicht aus Plastik bestehen. Das Feedback wird dann an die Anbieter*Innen der Produkte weitergeleitet. Es gibt bereits mehrere Unternehmen, die auf das Feedback der Nutzer*Innen von „ReplacePlastic“ reagiert und ihre Plastikverpackungen umgestellt oder, weggelassen haben.

Weitere Informationen über die „ReplacePlastic“-App findet ihr hier.

„ReplacePlastic“-App Downloadlink für Apple: https://itunes.apple.com/de/app/replaceplastic/id1257771601

„ReplacePlastic“-App Downloadlink für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.kuestegegenplastik.replaceplastic

Küsten gegen Plastik e.V.: https://www.kueste-gegen-plastik.de/

 

FCKSTRAWS-Initiative bietet Know-how an

Die FCKSTRAWS-Initiative ruft dazu auf, keine Strohhalme mehr aus Plastik zu verwenden. Sie haben die Hamburger Clubszene bereits mit unserem Wissen über Alternativen, Stickern und Flyer ausgestattet. Jetzt bieten die Kampaigner von FCKSTRAWS allen Interessierten an, dass sie ihre Erfahrungen und das Know-how weitergeben. Wir freuen uns, dass die Initiative auch außerhalb Hamburgs ihre Wirkung zeigt.

Weitere Informationen über FCKSTRAWS findet ihr hier.

Kontakt aufnehmen zu FCKSTRAWS: https://fckplastic.org/kontakt/

 

 

Vergleichstabelle für Alternativen zum Plastiktrinkhalm

BLUE STRAW- Welche Alternativen gibt es zum Plastiktrinkhalm? Aus welchem Material bestehen die alternativen Trinkhalme? Können wir diese Produkte wiederverwenden, kompostieren oder recyceln? Die Beantwortung dieser Fragen und viele weitere Informationen über Zusammensetzung der verwendeten Materialien und die Vor- und Nachteile der Alternativen zum Plastiktrinkhalm findet ihr in unserer Vergleichstabelle.

DEEPWAVE_Vergleichstabelle_Alternativen_zum_Plastiktrinkhalm

Neue Kooperation in Hamburg mit FCKSTRAWS

Für die Hamburger Clubszene machen die „clubkinder“ und die „greenmusic initiative“ den Anfang: Sie wollen das Hamburger Nachtleben nachhaltiger gestalten mit ihrer Initiative „FCKSTRAWS“ und fangen mit den Plastikstrohhalmen an. DEEPWAVE als Kooperationspartner sorgt für das nötige Wissen.

Hier findet ihr weitere Informationen über die Kampagne:

http://fckplastic.org/#

Choose To Refuse

Eine Aktion der Initiative  Plastic Free July

Join the challenge and ‘Choose To Refuse’ single-use plastic during July.

Imagine a world without plastic waste. That’s our mission – to build a global movement that dramatically reduces plastic use and improves recycling, worldwide.

​Will you join us and give up single-use plastic this July?

http:// www.plasticfreejuly.org

 

 

„Green Oscars“

08.05.2018

….und noch mehr Preise an Meeresschutzprojekte, die man sich merken sollte

Die Verleihung der Oscars in Hollywood zieht jedes Jahr aufs Neue große Aufmerksamkeit auf sich.  Aber auch im Naturschutz gibt es die sogenannten „Green Oscars“  (offiziell: Whitely Awards), mit denen jährlich lokale Naturschutzprojekte vom Whitely Fund for Nature  ausgezeichnet werden. (https://whitleyaward.org/about-us/).

Dieses Jahr ist unter anderem Kerstin Forsberg und ihre Meeresschutzorganisation“ Planeta Océano“ in Peru (http://www.planetaoceano.org/) unter den Preisträgern, die sich unter Einbeziehung der lokalen Fischer erfolgreich dafür eingesetzt hat, dass der Fang, Verzehr oder Verkauf von Mantarochen in Peru für illegal erklärt wurde.  Mantarochen gelten als gefährdete Art, die als Beifänge in Netzen landen oder auch gezielt befischt werden, da z.B. die Kiemen in der chinesischen Medizin Anwendung finden.

Film: https://www.youtube.com/watch?v=7AX1TByXTpQ

Pablo Borboroglu und seine Organisation Global Penguin Society (GPS) wurden ausgezeichnet für die bisher erzielten Erfolge für den Schutz der Pinguine. Viele Pinguinarten stehen auf der Roten Liste der gefährdeten Arten und durch das Zusammenspiel von Wissenschaft, Bildung und Fischereimanagment, hat GPS 125 Organisationen zusammengebracht.  Unter anderem hat GPS an der Ausweisung des „UNESCO Blue Patagonia Biosphere Reserve“ mitgewirkt, Bildungsprojekte an Schulen durchgeführt und durch seine wissenschaftlichen Forschungsprojekte Datengrundalgen für Management und Schutzvorhaben geschaffen. Weitere Informationen über GPS gibt es hier zu finden: http://www.globalpenguinsociety.org/about-us.html

Film: https://www.youtube.com/watch?time_continue=60&v=aRID0kkwYF8

Verleihung des ZEIT WISSEN-Preises

Der diesjährige ZEIT WISSEN-Preis (Verleihung am 20.3.2018 in Hamburg) stand unter dem Motto „Mut zur Nachhaltigkeit“. Zwar hatte keiner der Nominierten einen direkten Bezug zum Meer oder dem Meeresschutz. Aber ein nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, allgemeine Müllvermeidung oder Innovationen können natürlich auch positive Auswirkungen auf die Ozeane und ihre Bewohner haben.

Die Organisation „Yeşil Çember“ (türkisch für „Grüner Kreis“), Preisträgerin in der Kategorie „Wissen“, beispielsweise setzt sich für Umweltschutz über kulturelle Grenzen hinweg ein. Sie bildet unter anderem Umweltbotschafter aus, die den Umweltschutzgedanken in ihren (türkischen und deutschen) Alltag integrieren und weitertragen können. Je mehr Leute man für umweltfreundliches Handeln begeistern und motivieren kann desto besser kann man auch die Verschmutzung der Meere eindämmen.

Der Gewinner in der Kategorie „Handeln“, die Brauerei „Neumarkter Lammsbräu“, setzt nicht nur auf ökologische Rohstoffe für die Herstellung ihrer Getränke, sondern auch auf CO2 und Wasser Einsparungen in der Produktion durch nachhaltige Energie-, Logistik und Produktionskonzepte. Auch das ein Plus für die Umwelt und somit auch für die Meere.

Auch durch reduzierte Lebensmittelverschwendung kann viel CO2 eingespart werden. So ging der Preis in der Kategorie „Durchstarten“ an die kostenlose App „Too Good to Go“, die gastronomische Betriebe und Einzelpersonen vernetzt und so die Möglichkeit bietet, überzählige Gerichte oder Lebensmittel zu reduzierten Preisen beim jeweiligen Restaurant, Bäcker o.ä. abzuholen.

Dass auch die Zeit Wissen Stiftung noch ein wenig Nachhilfe in Nachhaltigkeit benötigt, machte einer der Redner mit einem Augenzwinkern deutlich, als er auf die unnötigen Plastik-Strohhalme beim Mittagsbuffet aufmerksam machte.

Der Zeit Leo Weltretter Preis, der jedes Jahr an ein Projekt einer Schulklasse verliehen wird, hatte diese Jahr einen sehr aktuellen Bezug zum Meer. Schüler einer dritten Klasse haben einen Filter entwickelt, um Mikroplastik im Haushalt direkt aus dem Abfluss herauszufiltern. Toll, dass dieses wichtige Thema bei den Kindern angekommen ist und wir wollen hoffen, dass es durch weitere Aufklärung und Informationen auch noch verstärkt zu den Erwachsenen und Unternehmen durchdringt und aus Duschgels, Shampoos etc. verbannt werden wird.

 

The Clean Ocean Project

The Clean Ocean Project is a non-governmental organization based on Fuerteventura. It was founded in 2000 to protect the oceans, waves and beaches. Our approach is simple, we are driven by the idea that everybody is part of the problem – and the solution.
Do your bit, be part of it.

Wim Geirnaert came to Fuerteventura in 1993. The northshore with it’s beautiful scenery formed out of volcanic rocks became his playground. Somehow the rough coastline looks indestructible but it isn’t. It’s a fragile ecosystem. The beaches were dirty, something had to be done. He invited his the friends and together they they cleaned the beach in Cotillo. The Clean Ocean Project was born.


© The Clean Ocean Project

Quelle: http://www.cleanoceanproject.org/

 

DEEPWAVE geht weiter!

DEEPWAVE geht weiter!

Am Dienstag, dem 27. Juni, fand die jährliche Mitgliederversammlung statt, auf der der neue Vorstand gewählt wurde:

1. Vorsitzender: Heye Groß

2. Vorsitzende: Barbara Focke

Schatzmeisterin: Ariane Tessloff

Schriftführerin: Christiane Stange

Beisitzerin: Anna Groß

Über die inhaltliche Form, in der wir Onnos Arbeit weiterführen werden, informieren wir Sie in Kürze.

Wir danken allen, die uns in dieser Zeit mit Rat, Zuspruch und Spenden zur Seite stehen.

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