Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

Zero Waste in Hamburg: Neue App um Müll zu vermeiden

Eine Hand hält ein weißes Iphone, der Bildschirm zeigt viele verschiedene Apps

© Sara Kurfess / Unsplash

Müll im Alltag zu reduzieren, scheint vielen schwerzufallen und oft wird aus Gemütlichkeit und aufgrund Unwissens erneut zum Coffee-to-go-Becher gegriffen oder zu dem, in Plastik abgepackten Salat. Damit in Hamburg in Zukunft mehr Müll und Einwegverpackungen vermieden werden können, hat die Stadtreinigung Hamburg die App Zero-Waste-Map entwickelt. Sie hilft den Hamburger:innen dabei, Zero-Waste-Hotspots, wie Cafés, die nachhaltige Produkte verwenden, in der Nähe zu finden und hilft mit Tipps und Vorschlägen rund um das Thema Müllvermeidung.

Den Artikel zur App findet ihr auf hamburg.de.

Mehr Informationen zur Reduzierung von Plastikmüll könnt ihr bei unserer Kampagne BLUE STRAW und in unserem Plastic Pollution Blog nachlesen.

BLUE: The Day The Sea Changed

„No matter where you live on our planet, you are connected to the sea“

„BLUE: The Day The Sea Changed“ nimmt uns mit auf eine Reise ins Ozeanreich in einer Zeit, in der die Meereswelt am Abgrund steht. Es wird aufgedeckt, wie sich die Geschichte des Ozeans verändert und was von dem einst vorhandenen Artenreichtum und Leben in den Meeren übrig geblieben ist. In dem Film treffen wir auf Ozeanadvokat*innen, die sich für die Meeren einsetzen, für nachhaltigere Fischerei stark machen, die Meeresverschmutzung bekämpfen und die in den Meeren lebenden Arten schützen. Ein Film, der unmissverständlich zeigt, wie es um unseren Blauen Planeten wirklich steht.

„This is a hidden crisis falling on silent shores“

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=wwMh9Y_xxhw

Quelle: Madman Films auf YouTube

Am 15. Juli 2019 wird im Kino Moviemento in Berlin eine exklusive Filmvorführung des australischen Dokumentarfilms BLUE in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln gezeigt.
DEEPWAVE ist vor Ort und nimmt an der Podiumskdiskussion teil.

Wenn ihr euch engagieren wollt: Become an ocean guardian

Weitere Informationen findet ihr im Film Presse-Kit: BLUE: The Day The Sea Changed

 

 

Juniors Corner: Podcast – Müll in den Meeren

Schülerinnen interviewen Anna Groß von DEEPWAVE zum Thema Meeresmüll

Im ersten Schulhalbjahr 2019 gab es in der Louise Schroeder Schule in Hamburg Altona einen Deutschzirkel. Dafür wurden Kinder aus den vierten Klassen ausgewählt, die Spaß an Hörbeiträgen haben.

Die Kinder haben das ganze Halbjahr über an Themen gearbeitet, die sie besonders spannend fanden. Das Ziel war es, für diese Themen Experten zu finden und zu interviewen. Für den Podcast haben die Kinder mit einer Loop-Station passende Geräusche aufgenommen und sich selbst ein Intro ausgedacht, sowie beim Schneiden am Computer mitgeholfen. Am Ende haben alle Kinder aus der Gruppe ihre Beiträge auf Audiyou hochgeladen.

Vier Mädchen wandten sich an DEEPWAVE und luden Anna Groß zum Interview ein.

 

 

 

Meer und Müll – ein Reisebericht von den Britischen Inseln

von Elke Körner, DEEPWAVE

Mit unserer Segelyacht Tordas waren wir im Sommer 2018 an den Küsten Irlands und Schottlands unterwegs. Dort laufen wir auch oft Inseln und Küstenabschnitte an, die von Land aus nicht erreichbar sind. Einsam und wild stellen wir sie uns deshalb vor, wenn wir als einziges Boot vor Anker gehen. Doch selbst in den verborgensten Winkeln hinterlässt der Mensch Spuren. 8 Millionen Tonnen Plastikmüll landen jährlich neu im Meer und 80 Millionen Tonnen Müll sind bereits darin. Eine schier unvorstellbare Zahl, die sich in Form von Netzresten, Plastikkanistern, Flaschen, Flipflops, Arbeitshandschuhen, Bojen, materialisiert, die die Ufer und Klippen säumen.

Treibgut auf den Britischen Inseln: Plastikflaschen, Taue, Europlaletten

© Elke Koerner

Britsche Inseln - Strand mit Muell, Fischernetzen, Tauen, Boje

© Elke Koerner

Egal wo wir sind, sammeln wir den Müll. Wenn wir ihn nicht mitnehmen können, bauen wir Müllberge, die von nahegelegenen bewohnten Küsten gesehen werden können. Was wir tragen können, nehmen wir mit und versuchen es zu entsorgen.

In Irland konnten wir das Gesammelte nicht einfach enstorgen: Wir mussten dafür eigens einen Müllbeutel kaufen! An der Westküste von Irland ist uns auch regelmäßig auf dem Wasser Plastikmüll begegnet. In Meeresarmen, wie dem River Lee sammeln sich mitunter Berge von Plastikflaschen in geschützten Bereichen. Fehlendes Pfandsystem, privatwirtschaftlich organisierte Müllentsorgung, schlechtes Trinkwasser, die Ursachen sind vielfältig.

Schön, wenn wir dann sehen, dass es auch anders geht – mit kleinen Initiativen vor Ort. In Nord Schottland beispielsweise fanden wir auf South Walls, einem der dünn besiedelten Eilande der Orkney Inseln, die Intitiative „Bring three pieces“ mit eigens dafür bereitgestelltem Müllcontainer. Wir haben uns erlaubt ein wenig mehr zu sammeln.

Müllcontainer der Intitiative „Bring three pieces“ am Strand von South Walls, Orkney Insel

© Elke Koerner

Ein weiteres positives Beispiel begegnete uns auf Lundy am Bristol Kanal. Dort fanden wir einen Aufsteller der Kampagen #2minutebeachclean mit Tütenvorrat und Teleskopgreifern zum Müllsammeln plus Informationstafel.

Aufsteller an der Kueste von Lundy am Bristol Kanal der Aktion "2 Minute Beach Clean"

© Elke Koerner

Informationstafel an der Kueste von Lundy am Bristol Kanal mit Tuetenvorrat und Teleskopgreifern zum Muellsammeln

© Elke Koerner

Besonders schön ist es, Wassersportlern zu begegnen, die ebenfalls Müll sammeln und an Bord versuchen wenig Plastikprodukte zu verwenden.

Gibt es ein Fazit? Eines sicher, dass kleine, lokale Initiativen einen wertvollen Beitrag zur Wahrnehmung leisten und jede noch so kleine Aktion helfen kann. Jede*r kann etwas tun, damit unser Ozean wieder blauer wird.

Elke Körner für DEEPWAVE

Auf unserer Seite findet ihr weitere Informationen zum Thema Meer und Müll:
Was hat die EU vor gegen die Plastikvermüllung zu unternehmen?
Bundesregierung will internationales Exportverbot für unsortierten Plastikmüll
Ein Video zu Plastikmüll im Meer: So könnten unsere Ozeane gereinigt werden
uvm.

 

Erste Virtuelle Realität der Ostsee-Unterwasserwelt

OstseeLIFE: Oberer Teil eines Steinbutts auf Meeresboden

© Lekies / Pixabay

Jetzt können wir zusammen mit OstseeLIFE in die faszinierende Ostsee-Unterwasserwelt abtauchen – auch ohne Taucherbrille und Flossen. Es gibt viel zu entdecken. Die Ostsee hat neben schönen Stränden und Badespaß auch eine spannende Unterwasserwelt zu bieten. Seegraswiesen, Sandbänke und Steinriffe sind das Zuhause von Dorschen, Seenadeln, Robben und der Schweinswale, der einzigen heimischen Walart Deutschlands. Aber die Fauna der Ostsee leidet unter der Industrie und unter Eutrophierung. Dies und vieles mehr ist durch 3D-Animationen zu entdecken. Als Anreiz, die Ostsee-Unterwasserwelt vollständig zu ergründen, gewinnt man Tauchmedaillen.

Weitere Informationen über OstseeLIFE findet ihr auf der Seite des NABU.

Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.

Unterwasserlärm ist eine tödliche Gefahr für Wale und viele andere Meeresbewohner. Wir sind dafür verantwortlich, dass sich der Schallpegel in den Meeren in den letzten 60 Jahren etwa alle zehn Jahre verdoppelt hat. Der zunehmende Schiffsverkehr, Druckluftkanonen, Militärsonare, Sprengstoffe und Bautätigkeiten führen zu einem bedrohlichen Lärm im Ozean. Durch diese erheblichen Störungen müssen die Meeresbewohner ihre Lebensräume verlassen, erleiden gravierenden Hörschäden und stranden –  oder ertrinken unbemerkt in den Tiefen der Meere. In dem animierten Kurzfilm „Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.“ von Michael Stünzi und Ocean Care wird die eher unbekannte Problematik des Unterwasserlärms einem breiten Publikum anschaulich erklärt. Dieser Kurzfilm ist Teil der internationalen Kampagne „Silent Oceans.“

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=tIV8FRVzNjs

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=tIV8FRVzNjs

Weitere Informationen über den Kurzfilm „Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.“ findet ihr hier.

Weitere Informationen zu Unterwasserlärm:

https://www.deepwave.org/laermschutz-fuer-wale/

https://www.deepwave.org/die-ozeane/laerm/

https://www.deepwave.org/klimakrise-in-der-arktis-wie-der-laerm-unter-wasser-die-wale-bedroht/

 

Juniors Corner: Girls‘ & Boys‘ Day 2019 – Strandausflüge mit schlimmen Folgen

Gastbeitrag

Am 28. März fand dieses Jahr der bundesweite Girls´ & Boys´ Day statt. Auch bei DEEPWAVE hatten mehrere Schüler*innen die Chance in den Alltag der Arbeit einer Meeresschutzorganisation einzutauchen. Die 13-jährige Naomi hat nach diesem Tag einen Artikel für unseren Blog geschrieben über Plastikmüll in den Meeren und wie wir verhindern können, dass er dort landet.

Naomi schreibt dazu: Den Girls Day bei Deepwave zu machen, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich habe sehr viel Neues über das Meer herausgefunden und habe gemerkt, dass das Meer viel mehr als nur ein Gewässer ist.

 

Strandausflüge mit schlimmen Folgen

Die meisten von uns haben schon öfters ein Strandausflug oder ein Picknick am Strand gemacht. Erstmal unsere Einwegbestecke und die restlichen aus Plastik bestehenden Dinge rausgeholt und uns es dann richtig gemütlich gemacht. Doch landet unser Plastik auch wirklich immer in der Tonne? Die Antwort lautet NEIN!

Es landet im Meer und verschwindet nicht. Jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr sterben zahlreiche Meeresbewohner wegen uns, weil sie Plastik nicht vertragen können. Tatsächlich kommen wir aus dieser Sache auch nicht wirklich raus, da schon zu viel Müll im Meer ist. Aber wir können es trotzdem noch verhindern, dass Plastik ins Meer gelangt, indem wir:

  • Müll sammeln gehen
  • unseren Plastikkonsum verringern
  • KEIN Einwegplastik (Strohhalme, Plastikbecher usw.) verwenden
  • beim Einkaufen Baumwolltasche bzw. Rucksack benutzen
  • bei Kosmetik darauf achten, dass sie kein Mikroplastik – Acrylate Copolymer (AC), Polyamide (PA), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Siloxane – enthalten.

Es gibt nur einen bewohnbaren Planeten für uns und das ist die Erde. Wir müssen unsere Welt nicht zerstören, sondern versuchen sie wieder schön zu machen. Unsere Zukunft findet auf der Erde statt und wenn die Erde nicht gut behandelt wird, haben wir dann noch überhaupt eine Zukunft?

Naomi für DEEPWAVE

Juniors Corner: Girls‘ & Boys‘ Day 2019 – 22 Kilo Plastik im Magen eines Pottwals

Gastbeitrag

Am 28. März fand dieses Jahr der bundesweite Girls´ & Boys´ Day statt. Auch bei DEEPWAVE hatten mehrere Schüler*innen die Chance in den Alltag der Arbeit einer Meeresschutzorganisation einzutauchen. Der 13-jährige Tomke, der später gerne Meeresbiologe werden möchte, hat nach diesem Tag einen Artikel für unseren Blog geschrieben über die Gefahr für Meereslebewesen durch Plastikmüll in den Meeren.

22 Kilo Plastik im Magen eines Pottwals

Viele von Euch haben bestimmt schon von dem toten Pottwal gelesen, der im April in Italien am Strand gefunden wurde. Es stand dort, dass er zuvor 22 Kilo Plastikmüll verschluckt hatte.

Als ich weiter las, fand ich heraus, dass dieser Pottwal schwanger war. Es mussten also im Grunde zwei Tiere sterben wegen des Plastikmülls. Ich habe mir gedacht, dass diese 22 Kilo ja irgendwoher kommen müssen. Das entspricht ungefähr dem Gewicht von drei vollen Schulrucksäcken – eine ganz Menge Plastik!

Und ich bezweifle, dass die Tiere Plastik herstellen. Daher waren wahrscheinlich wir Menschen die Schuldigen. Das war nicht das erste Mal. 2017 wurden schon 30 Plastiktüten im Magen eines toten Wals gefunden.

Jeder von uns kann etwas dagegen tun. Z.B. könnten wir alle den Müll aufheben, den wir so finden oder wir könnten weniger Plastikverpacktes kaufen.

Wenn alle Kinder auf dieser Welt ab morgen Müll aufheben würden und keinen neuen Plastikkram kaufen, wäre die Erde bald schon viel sauberer. Wir Kinder haben viel mehr Einfluss als wir manchmal glauben. Wenn wir uns nicht kümmern, wer dann?

Tomke für DEEPWAVE

Autorensteckbrief
Mein Name ist Tomke und ich bin 13 Jahre alt. Hamburg ist meine Geburtsstadt und gestorben bin ich noch nicht. Ich war im März 2019 bei DEEPWAVE und interessiere mich für Ozeane, Wale und Umweltschutz.

 

OMCAR unterstützt lokale Fischhändler

Ein Einblick in die momentane Arbeit unserer Partnerorganisation OMCAR, mit der DEEPWAVE seit dem Jahr 2005 und dem Start der MANGREEN Kampagne den Küstenschutz in Tamil Nadu fördert. Die Fahrrad fahrenden Fischhändler, die küstenferne Dörfer mit der essenziellen Proteinquelle Fisch versorgen, sind ein wichtiger Bestandteil der vom Fischfang abhängigen Region. OMCAR hat 2017 diese Fischhändler ins Palk Bay Zentrum eingeladen, um nachhaltige Ideen im direkten Dialog zu entwickeln. Zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und zur sicheren Versorgung der lokalen Communities mit Fisch hat OMCAR den Fischhändlern neue Fahrräder, Transportboxen und Lampen zur Verfügung gestellt. Wenn ihr euch für die weitere Arbeit von OMCAR interessiert könnt ihr auf www.omcar.org mehr erfahren.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=a0koY_jv-6w&t=53s

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=a0koY_jv-6w&t=53s

Mehr zum MANGREEN Projekt und zum Aufbau des Palk Bay Zentrums findet ihr hier.

Urban/Coastal Clean-Up Guide

Gruppenfoto mit mehreren Menschen am Strand, die gefüllte Müllsäcke in der Hand halten

© Luisa Knüppe / Whale and Dolphin Conservation

Unsere Freund*innen von der Whale and Dolphin Conservation (WDC) haben einen Urban und Costal Clean-Up Guide herausgegeben. Jetzt könnt ihr eure eigenen Müllsammelaktionen und Strand Clean-Ups noch besser organisieren, egal an welchem Ort. Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren, davon stammt 80% vom Festland. Um gegen die Plastikmüllflut im Ozean anzukämpfen müssen wir Einweg-Plastik vermeiden und unsere Umwelt sauber halten.

Müll sammeln können wir überall und zu jeder Zeit!

Mit dem Urban/Costal Clean-Up Guide von der Whale and Dolphin Conservation bekommt ihr viele nützliche Tipps und Informationen z.B. eine Clean-Up-Checkliste, informative Links, eine Liste hilfreicher Dokumente und einen Müllerfassungsbogen. Mit dem Müllerfassungsbogen könnt ihr genau die Art und Anzahl des Mülls festhalten, den ihr gesammelt habt. Diese Informationen könnt ihr dann an das Team der Whale and Dolphin Conservation weiterleiten, denn sie dienen der Forschung zum Schutz der Meere und setzten ein wichtiges Zeichen für den Umweltschutz!

Der komplette Urban/Coastal-Clean-Up-Guide (Whale and Dolphin Conservation): Beach-Clean-Up-Guide

Die kurze Druckversion (Whale and Dolphin Conservation): Druckversion-Beach-Clean-Up-Guide

WDC-Newsletter: https://secure.whales.org/secure/newsletter/

 

//