Ein Delfin springt aus einem offenen Meer. In der oberen Ecke des Bildes steht der Text: Frei, mein Zuhause hat keine Wände

© Charlie Phillips | WDC

Wer denkt, dass Meeressäuger lediglich in bekannten Themenparks wie Seaworld zur Schau gestellt werden, liegt mit dieser Annahme falsch, denn auch in Deutschland werden immer noch Delfine zur Bespaßung der Delfinarienbesucher gefangengehalten.

Das Delfinweibchen Nynke lebt mit sechs anderen großen Tümmlern in einem der beiden letzten Delfinarien Deutschlands in Nürnberg. Lediglich 1.078 m³ füllen das größte Becken in Nürnberg, das entspricht ungefähr zehn aneinander gereihten Delfinen.  Auch das junge Delfinmännchen Dobbie und  sechs weitere große Tümmler sowie ein Amazonasflussdelfin leben innerhalb trister Betonbecken in Gefangenschaft in Duisburg.

 

Ein kleiner Junge sitzt in einem Wasserbecken auf einem kleinen Boot, das unter Wasser von einem Delfin gezogen wird

©WDC

Innerhalb der beiden Delfinarien haben die Tiere nicht annähernd ausreichend Platz um sich wie aus freier Wildbahn gewohnt zu bewegen. Die durchschnittliche Strecke, die ein ausgewachsener Delfin tagtäglich zurück legt, beträgt 30 km, und die jeweiligen Betonbecken bieten weder die gewohnte Flora und Fauna noch die gewohnte Jagdumgebung der Meeressäuger. Daher ist das alltägliche Leben von Nynke und Dobbie durch Leid  und Deflinshows geprägt, die lediglich zur Bespaßung der Besucher dienen. Zusätzlich werden die sonst so sozialen Tiere, die in freier Wildbahn zusammen mit ihren Familienmitglieder leben, mit ihnen völlig fremden Tieren gemeinsam in einem Becken gehalten.

FREI: mein Zuhause hat keine Wände  lautet die aktuelle Kampagne des WDC Deutschland mit der Forderung, dass Nynke und Dobbie sowie die restlichen Delfine in Nürnberg und Duisburg die letzten gefangenen Delfine in Deutschland sein sollen. Zusätzlich soll der Transport sowie das Züchten der Tiere beendet werden, um ein leidvolles Leben der wilden Tiere zu verhindern.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=zbHd16z6-3I&feature=youtu.be

Quelle: WDC Deutschland auf YouTube

Um die Gefangenschaft innerhalb deutscher Delfinarien zu beenden, fordert der WDC Deutschland uns auf, sich für die Freiheit der Meeressäuger einzusetzen. Der an die beiden Zoodirektoren adressierte Protestbrief ist auf der Seite der Kampagne FREI: mein Zuhause hat keine Wände zu finden.

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