Zwei Delfine springen in Delfinarium über einen Mann mit Kind im Becken

© Federicoghedini / Pixabay

Wer denkt, dass Meeressäuger lediglich in bekannten Themenparks wie Seaworld zur Schau gestellt werden, liegt mit dieser Annahme falsch: Auch in Deutschland werden Delfine immer noch zur Bespaßung in Delfinarien gefangengehalten.

Das Delfinweibchen Nynke lebt mit sechs anderen großen Tümmlern in einem der beiden letzten Delfinarien Deutschlands in Nürnberg. Lediglich 1.078 m³ füllen das größte Becken in Nürnberg. Das entspricht ungefähr zehn aneinander gereihten Delfinen. Auch das junge Delfinmännchen Dobbie und sechs weitere große Tümmler sowie ein Amazonasflussdelfin leben innerhalb trister Betonbecken in Gefangenschaft in Duisburg.

Innerhalb der beiden Delfinarien haben die Tiere nicht annähernd ausreichend Platz, um sich wie aus freier Wildbahn gewohnt zu bewegen. Die durchschnittliche Strecke, die ein ausgewachsener Delfin tagtäglich zurück legt, beträgt 30 km. Zudem bieten die jeweiligen Betonbecken weder die gewohnte Flora und Fauna noch die gewohnte Jagdumgebung der Meeressäuger. Daher ist das alltägliche Leben von Nynke und Dobbie durch Leid und Deflinshows geprägt, die lediglich zur Bespaßung der Besucher dienen. Zusätzlich sind die sonst sehr sozialen Tiere, die in freier Wildbahn zusammen mit ihren Familienmitglieder leben, mit völlig fremden Tieren gemeinsam in einem Becken gefangen.

FREI: mein Zuhause hat keine Wände  lautet die aktuelle Kampagne des Whale and Dolphin Conservation Deutschland. Sie fordert, dass die Delfine in Nürnberg und Duisburg die letzten gefangenen Delfine in Deutschland sind. Zusätzlich soll der Transport sowie das Züchten der Tiere beendet werden, um ein leidvolles Leben der Tiere zu verhindern. Um die Gefangenschaft von Delfinen in deutschen Delfinarien zu beenden, müssen wir uns für die Freiheit der Meeressäuger einsetzen.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=zbHd16z6-3I&feature=youtu.be

Quelle: WDC Deutschland auf YouTube

Den Artikel „Frei – mein Zuhause hat keine Wände“ findet ihr auf der Seite des WDC Deutschland.

Allerdings lebt es sich für Delfine auch „in Freiheit“ nicht gut. Delfine verenden als „Beifang“, wenn sie sich in Fischernetzen verheddern und dann nicht zum Atmen auftauchen können. Dies führt dazu, dass tote Delfine an Strände angespült werden, wie der Artikel „Verstümmelte Delfine in Rekordzahl an der französischen Küste angespült“ verdeutlicht. Erst dann bekommen wir von diesem massenhaften Sterben mit.

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