Politik

Um die systematische Zerstörung der Ozeane zu verhindern, müssen wir uns gemeinsam dafür entscheiden.
Jeder für sich und alle zusammen als Teil von Politik und Wirtschaft.

„Wir brauchen ein Ministerium zur Rettung der Welt“

Mehrere Menschen mit zugeklebten Mündern stehen vor dem Kanzleramt und halten ein Plakat von Scientists for Future hoch: "Jahrzente der Klimaforschung ignoriert!"

© Leonhard Lenz / Wikimedia Common (CC0)

Die Grünen haben bei der Europawahl die besten Ergebnisse ihrer Geschichte erlangt. Jetzt ist nur fraglich, ob sie wirklich Maßnahmen ergreifen, um die notwendigen Klimaschutzziele zu erreichen. Es ist zwar wichtig, dass viele Wähler:innen erkannt haben, wie ernst der Notstand des weltweiten Klimas ist, aber jetzt müssen wir und die verantwortlichen Politiker:innen auch handeln. Insgesamt haben sich schon 27000 Wissenschaftler:innen fachübergreifend für die „Scientists for Future“ zusammengeschlossen. Die Wissenschaft identifiziert die Probleme der Klimakrise klar und hat konkrete Lösungsvorschläge, was wir und die Politik machen müssen, um die Erde vor der nächsten Heißzeit zu bewahren. Das Greenpeace Magazin veröffentlichte ein Interview mit Volker Quaschning nach der Europawahl, einem der Mitinitiatoren von „Scientists for Future“.

Das gesamte Interview, geführt von Svenja Beller am 28.05.2019, findet ihr beim Greenpeace Magazin.

Kein Fisch Meer: Deutsche Umwelthilfe, Our Fish und Deepwave fordern ein Ende der Überfischung zum Welttag der Meere


© Finke/DUH

Deutsche Umwelthilfe, Our Fish und Deepwave kritisieren Versäumnis der Politik, Überfischung zu stoppen – DUH fordert Ende der Überfischung und illegaler Fischrückwürfe auf See – Aktion der DUH, Our Fish und Deepwave zum Welttag der Meere vor den Toren der Bundesregierung veranschaulicht verheerende Auswirkungen der Überfischung – Marktschreier prangert zu hohe Fangmengen für Dorsch, Hering & Co. an

Berlin, 4.6.2019: Es bleiben nicht mal mehr sieben Monate, um die Überfischung in unseren europäischen Meeren zu beenden. Zu dieser Frist verpflichteten sich 2013 alle EU-Mitgliedstaaten in der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP). Kurz vor dem Welttag der Meere am 8. Juni machen die Deutsche Umwelthilfe (DUH), Our Fish und Deepwave auf die verheerenden Folgen eines nicht nachhaltigen Fischereimanagements aufmerksam. Vor dem Reichstag in Berlin forderten sie die Bundesregierung mit einer bildstarken Aktion auf, die Überfischung bis 2020 zu beenden.

Leere Marktstände auf einem inszenierten abgesagten Fischmarkt verdeutlichen, wie es in Zukunft an der Nord- und Ostseeküste immer häufiger aussehen könnte. Ein einsamer Marktschreier schildert stimmgewaltig, wie es zu den leeren Fischauslagen kommen konnte.

41 Prozent der Fischbestände im Nordostatlantik sind überfischt. Zu diesen Fischpopulationen zählen auch der westliche Hering und der östliche Dorsch in der Ostsee. Diese Populationen sind aktuell in einem sehr schlechten Zustand. Erstmals empfehlen die Wissenschaftler vom Internationale Rat für Meeresforschung 2019 für beide Populationen eine Null-Quote, das heißt einen Fangstopp ab 2020. Auch das Warnemünder Heringsfest wurde bereits in diesem Jahr abgesagt, da es im Frühjahr nicht genug Heringe in der Ostsee gab. Das ist unter anderem das Resultat jahrzehntelanger Überfischung.

„Unsere wichtigsten Speisefischarten in Nord- und Ostsee stehen unter Druck: Überdüngung, Verschmutzung, die Folgen der Klimakrise und die Überfischung machen unseren Meeresökosystemen zu schaffen“, sagt Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer. „Trotz der gesetzlichen Vorgabe, die Überfischung bis 2020 zu beenden, wurden wieder zu viele Fangquoten für 2019 oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen festgelegt. Frau Klöckner – es ist fünf vor zwölf und Sie sind als Fischereiministerin verantwortlich für unsere Fischpopulationen. Sorgen Sie für den sofortigen Fangstopp bedrohter Populationen und nachhaltige Fangmengen bis 2020“, fordert Müller-Kraenner weiter.

„2019 muss das Jahr sein, in dem die Fanggrenzen endlich den wissenschaftlichen Empfehlungen entsprechen. Außerdem müssen die EU-Fischereiminister das 2020-Ziel der Gemeinsamen Fischereipolitik ernst nehmen, um die Überfischung in den europäischen Meeren zu beenden“, sagt Rebecca Hubbard, Direktorin der Our Fish Kampagne. „Eigentlich ist es eine einfache Rechnung: Wird zu viel Fisch aus dem Meer geholt, kollabieren die Fischpopulationen und sind dann wirtschaftlich nicht mehr nutzbar. Nur eine nachhaltige Fischerei kann die Widerstandsfähigkeit unserer Fischpopulationen gegenüber den Auswirkungen der Klimakrise stärken und führt zu höheren wirtschaftlichen Erträgen und somit zur Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen in der Fischerei und den Küstengemeinden.“

Anna Groß, CEO der Meeresschutzorganisation Deepwave: „Überfischung ist nicht nur ein ökonomisches Problem. Sie zeigt deutlich unseren völlig falschen Bezug zu den Meeren. Wir behandeln sie als auszuschöpfende Ressource, als Wasserstraße, als Entsorgungsdeponie. Ohne uns darüber im Klaren zu sein, dass wir so zielstrebig auf das Kippen unserer Meere zusteuern. Die derzeitige Fischerei ist verschwenderisch und zerstört eine gemeinschaftliche Ressource. Sie kann dies nur tun, weil sie durch eine Politik gedeckt wird, die unseren Meeren nicht genug Zeit gibt, um sich zu regenerieren. Trotz der seit Januar 2019 vollumfänglichen Anlandungspflicht werden für den täglichen Konsum unvorstellbare Mengen an Meereslebewesen als ungewollter Beifang zurück ins Meer geworfen und wie Abfall behandelt.“

Über Our Fish

Die europäische Initiative Our Fish will sicherstellen, dass die EU-Mitgliedstaaten die Gemeinsame Fischereipolitik umsetzen und für nachhaltige Fischbestände in den europäischen Meeren sorgen. Die Deutsche Umwelthilfe koordiniert die Our Fish-Kampagne in Deutschland.

Über Deepwave

Die Meeresschutzorganisation mit Sitz in Hamburg setzt sich regional und international für den Schutz der Ozeane und ihrer Bewohner ein. Deepwave setzt sich für ein geschärftes Bewusstsein für den globalen Zusammenhang der Gefährdungen des Wasserplaneten ein, denn nur so kann das gemeinsame Erbe des Weltmeeres für künftige Generationen erhalten werden. Die essentielle Problematik der Überfischung auf der Agenda zu halten, ist eine der Aufgaben von Deepwave.

Links:

Kontakt:

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH
0160 90354509, mueller-kraenner@duh.de

Anna Groß, CEO Deepwave
040 4609 1461, deepwave.annagross@gmx.de

Katja Hockun, Projektmanagerin DUH
030 2400867-895, hockun@duh.de

Rebecca Hubbard, Programmdirektorin Our Fish
+34 657669425, rebecca@our.fish

DUH-Pressestelle:

Ann-Kathrin Marggraf, Marlen Bachmann
030 2400867-20, presse@duh.de

www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe,www.instagram.com/umwelthilfe

 

 

 

Dorschbestand in der östlichen Ostsee kollabiert – Umweltverbände fordern sofortigen Fangstopp

5 tote Dorsche liegen übereinander in einer weißen Plastikbox

© Susanna Winqvist / Pixabay

Pressemitteilung, 11.04.2019 von der Deutschen Umwelthilfe (DUH)

Internationale Fischereiwissenschaftler berichten über alarmierenden Zustand des östlichen Dorschbestands in der Ostsee – Umweltorganisationen fordern Fischereiminister aller EU-Ostseestaaten zu sofortigem Fangstopp auf

Berlin, 11.4.2019: Laut einem kürzlich veröffentlichten Bericht des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) befindet sich der östliche Dorschbestand in der Ostsee in einem so kritischen Zustand, dass er selbst nach einem sofortigen Fangstopp noch immer im roten Bereich bliebe.

Bereits seit Jahren warnen Wissenschaftler davor, dass der östliche Dorschbestand in Gefahr ist. Besonders besorgniserregend sind die geringe Bestandsgröße und das unzureichende Nahrungsangebot. Im Januar dieses Jahres präsentierten Wissenschaftler Daten von Forschungsfahrten in der östlichen Ostsee aus 2018. Das alarmierende Ergebnis: Oft blieben die Fangnetze weitestgehend leer.

Angesichts der aktuellen Bestandslage fordern die fünf Umweltverbände Coalition Clean Baltic, Deutsche Umwelthilfe, Oceana, Our Fish und WWF:

„Der neue ICES-Bericht sowie die Daten der Forschungsfahrten in der Ostsee von 2018 liefern schockierende Beweise für die verheerend geringe Populationsgröße, auf die der östliche Dorschbestand geschrumpft ist. Die Fischereiminister der Ostseestaaten und die Europäische Kommission müssen unverzüglich Sofortmaßnahmen ergreifen und den Fischfang stoppen. Andernfalls tragen sie Verantwortung für das kommerzielle Aussterben des Dorsches in der östlichen Ostsee.“ […]

Die vollständige Pressemitteilung findet ihr hier.

Deutsche Umwelthilfe: https://www.duh.de/

 

 

NABU fordert Regulierung von Plastikmüllexporten

Pressemitteilung, 23.03.2019 vom NABU

Berlin – Anlässlich der Tagung der Vertragsparteien des Basler Übereinkommens in Genf (ab 29. April) fordert der NABU eine strengere Regulierung von Plastikmüllexporten aus Deutschland.

Jährlich werden gut eine Million Tonnen Plastikabfälle von Deutschland ins Ausland exportiert. Dies entspricht etwa einem Sechstel des insgesamt in Deutschland erzeugten Plastikabfalls. In Folge der chinesischen Importrestriktionen wird der Abfall seit vergangenem Jahr verstärkt in südost- und südasiatische Länder wie Malaysia, Indien oder Indonesien verschifft. Allein diese drei Länder nahmen 2018 mehr als ein Viertel der deutschen Exporte auf. Durch Medienberichte und NGO-Arbeit wurde nachgewiesen, dass nur ein Teil dieser Exporte in den Zielländern recycelt wird. Der Rest wird unter niedrigen Umweltstandards verbrannt oder deponiert.

„Die Folge sind schädliche Emissionen durch die Verbrennung sowie Einträge von Plastik in die Natur, Gewässer und letztlich ins Meer“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Nicht nur die Umwelt, auch die lokale Bevölkerung leide unter den Belastungen, wenn Luft, Böden und Gewässer vor Ort verschmutzt werden. „Länder wie Malaysia werden als Müllkippe für Plastikabfälle aus der sogenannten entwickelten Welt missbraucht“, so Miller.

Das internationale Basler Übereinkommen regelt die grenzüberschreitende Verbringung gefährlicher Abfälle und ihrer Entsorgung. Der NABU fordert, dass das Übereinkommen dahin gehend angepasst wird, dass Plastikabfall niedriger Qualität nicht mehr in Länder mit geringen Entsorgungs- und Recyclingstandards exportiert werden kann. Der NABU unterstützt den Vorschlag Norwegens, gemischte oder verunreinigte Plastikabfälle, die nicht oder nur schwer recycelbar sind, zur Gruppe von Abfällen, die besonderer Prüfung bedürfen, zuzurechnen. In der EU würde diese Klassifizierung aufgrund der geltenden EU-Abfallverbringungsverordnung einem Verbot von Exporten jener Plastikabfälle in Nicht-OECD-Länder gleichkommen. […]

Die vollständige Pressemitteilung findet ihr hier.

NABU: https://www.nabu.de/

 

 

 

 

Klimaaktivisten legen Forderungen an deutsche Politik vor

Die „Fridays for Future“-Bewegung kämpft weiter. Zum ersten Mal stellen die Klimaaktivist*innen in Deutschland konkrete Forderungen an die Politik. Die Regierungen werden auf Kommunal-, Landes-, und Bundesebene aufgefordert, die Klimakrise als solche auch zu benennen. Zu den Forderungen gehören auch der Kohleausstieg bis 2030, 100% erneuerbare Energieversorgung  und ein Nettonull in der Treibhausgasbilanz bis 2035. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Wissenschaftler:innen haben sie ein Grundsatzpapier mit ihren Forderungen ausgearbeitet, damit die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten sind und die globale Erwärmung auf unter 1,5 °C zu begrenzen ist.

Den Artikel Klimaaktivisten legen Forderungen an deutsche Politik vor findet ihr bei ZEIT ONLINE.

Forderungen und weitere Informationen über Fridays for Future findet ihr hier:

https://www.deepwave.org/schuelerstreik-organisatorin-luisa-neubauer-im-interview/

https://www.deepwave.org/klimastreikende-fangen-bei-sich-an/

 

 

 

 

Kommunen verbieten Luftballons im Freien

Eine Hand hält viele bunte Luftballons

© Gaelle Marcel / Unsplash

Ballonschnüre sind eine tödliche Gefahr für Tiere. Besonders Meeressäuger, Fische und Vögel ersticken an den Plastikteilen oder verwickeln sich in den Schnüren. Bei einer Untersuchung mit 1733 Seevögeln fand die Forscherin Lauren Roman in jedem dritten Vogel Müll und bei jedem fünften tot gefundenen Vogel waren Plastikmüll oder Ballonreste die eindeutige Todesursache. Roman betitelt Ballons als den „tödlichsten Müll im Meer“, denn die Wahrscheinlichkeit für einen Seevogel, an Ballons oder ihren Einzelteilen zu sterben, ist ca. 32-mal höher als bei härteren Plastikteilen.

Im Plastikverbot der EU aus dem vergangenen Jahr für Strohhalme, Einmalgeschirr, Wattestäbchen und andere Wegwerfartikel, wurden Luftballons letztendlich nicht mit einbezogen. Viele Niederländischen Gemeinden verbieten nun den Gebrauch von Luftballons im Freien. Inzwischen sind es 17 Prozent, die ein Ballonverbot erlassen haben und etwa ein Fünftel aller Gemeinden rät von der Nutzung im Freien ab. Wir hoffen, dass weitere Gemeinden und Regierungen diesem Beispiel folgen, um für den Schutz für Land- und Meeresbewohner zu sorgen.

Den zugehörigen Artikel „Kommunen verbieten Luftballons im Freien“ vom 13.03.2019 findet ihr bei der ZEIT ONLINE.

Hier findet ihr weitere Informationen über den Beschluss zum Verbot von Wegwerf-Plastikprodukten in der EU.

Bei unserer Kampagne BLUE STRAW findet ihr außerdem nachhaltige Alternativen zu Einwegplastikprodukten.

 

 

 

 

 

NABU reicht EU-Beschwerde gegen Offshore-Windpark Butendiek ein

Pressemitteilung, 20.03.2019 vom NABU

Bundesbehörden müssen sofortige Schutzmaßnahmen für Seevögel einleiten

Berlin – Der NABU hat formell Beschwerde bei der Europäischen Kommission gegen die Bundesrepublik Deutschland eingelegt. Grund dafür ist der massive Umweltschaden durch den Offshore-Windpark „Butendiek“ und durch weitere Windparks am europäischen Vogelschutzgebiet „Östliche Deutsche Bucht“ in der Nordsee. „Seit fast zwei Jahren zeigen die Daten, dass seltene und streng geschützte Seetaucher aus dem für sie ausgewiesenen Schutzgebiet vertrieben werden. Die verantwortlichen Behörden müssen jetzt handeln. Sonst verstößt Deutschland weiter jeden Tag gegen geltendes EU-Naturschutzrecht,“ sagt NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass sich die Offshore-Windparks in der Nordsee erheblich stärker auf die Vogelwelt auswirken als prognostiziert. Besonders betroffen sind die störungsempfindlichen Seetaucher, die Windräder in großem Abstand meiden. Bis zu einer Entfernung von 16 Kilometern um die errichteten Windparks werden deutlich weniger Seetaucher gezählt. Fast zwei Drittel des EU-Vogelschutzgebietes sind beeinträchtigt.  Die Vögel werden so aus ihrem angestammten Rast- und Nahrungsgebiet, dem für sie ausgewiesenen Schutzgebiet, verdrängt. „Allein ‚Butendiek‘ führt zu einem Totalverlust von rund 265 Quadratkilometern, das sind 8,5 Prozent des Vogelschutzgebiets. […]

Die vollständige Pressemitteilung vom NABU findet ihr hier.

Weitere Informationen über die EU-Beschwerde des NABUs und den Fall „Butendiek“: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/meere/offshore-windparks/butendiek/index.html

„Fridays for Future“- Greta Thunberg in Hamburg

Viele Kinder, darunter Greta Thunberg, demonstrieren mit einem großen Plakat in Hamburg

© Malte Hübner (Diskussion) / Wikimedia Commons (CC-BY-SA 3.0)

1.3.2019 – Am Freitagmorgen finden sich knapp 10 000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Norddeutschland in Hamburg zusammen und machen sich gemeinsam für den Klimaschutz stark.

Um 8:30 versammeln sich Tausende engagierter junger Menschen auf dem Gänsemarkt für die „Fridays for Future“-Demonstration. „Fridays for Future“ ist eine Klimastreik-Bewegung, die als Vorbild die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg hat, die schon seit Monaten freitags streikt. Der fröhlich gestimmte Demonstrationszug zieht mit Schildern, Plakaten und Musik durch Hamburgs Innenstadt in Richtung Rathausmarkt. Neben den zahlreichen Schüler:innen, die anstatt zur Schule zu gehen, für echten Klimaschutz demonstrieren, schließen sich auch einige Lehrer:innen, Eltern und Großeltern der Aktion an. Der Höhepunkt des Geschehens ist Greta, die anlässlich des Protests in Hamburg mit dem Zug aus Schweden anreiste. Sie hält zum Abschluss der Demo eine Ansprache auf Englisch vor der jubelnden Menschenmenge. Die Nachricht an die Verantwortlichen der Klimapolitik ist eindeutig: „Wir machen weiter, bis sie etwas unternehmen“.

DEEPWAVE war auch vor Ort und hat am Protest teilgenommen. Wir danken allen Menschen, die sich der „Fridays for Future“-Bewegung angeschlossen haben. Wir wollen euch alle ermutigen, weiter für den Klimaschutz und die Zukunft unseres Planeten einzustehen!

„Fridays for Future“: https://fridaysforfuture.de/

Weitere Informationen über die „Fridays for Future“-Demonstration:

http://www.taz.de/Fridays-for-Future-in-Hamburg/!5574064/

https://www.greenpeace.de/themen/klimawandel/klimaschutz/heiss-ist-nicht-sexy

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Greta-Thunberg-in-Hamburg-Wir-machen-weiter,demo2550.html

 

 

 

 

NABU fordert mehr Anstrengungen gegen Verpackungsmüll

Pressemitteilung, 27.02.2019 vom NABU

Tschimpke: Handel und Industrie müssen bis zum Herbst konkrete Angebote machen

Berlin – Der NABU hat Industrie und Handel zu deutlich mehr Anstrengungen bei der Reduzierung von Verpackungsmüll aufgefordert. Über 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fallen in Deutschland im Jahr an, darunter drei Millionen aus Kunststoff. Ohne Maßnahmen zur Abfallvermeidung wird diese Menge immer weiter steigen, eine Verschwendung natürlicher Ressourcen.

„Abfallvermeidung wird in der Diskussion um Verpackungen noch viel zu stiefmütterlich behandelt. Wir erwarten nun konkrete Angebote von Industrie und Handel, wo und wie sie überflüssige Verpackungen vermeiden wollen und bei welchen Produkten auch mit kreativen Wegen Einweg durch Mehrweg ersetzt werden kann. Auch brauchen wir einen viel stärkeren Einsatz von Kunststoff-Recyclaten aus der Gelben Tonne, daher begrüßen wir, dass sich die Ministerin hierfür mit einer neuen bundesweiten Initiative einsetzt“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich des Rundes Tisches, zu dem Bundesumweltministerin Schulze Handel und Industrie sowie auch den NABU eingeladen hatte. Wenn es keine Bereitschaft gebe, müsse Ministerin Schulze, wie sie bereits angekündigt hat, gesetzlich dazu verpflichten.

Die Plastiktüten-Vereinbarung zwischen dem Umweltministerium und Handel soll als Blaupause für neue freiwillige Verpflichtungen seitens Industrie und Handel dienen. „Bei der Plastiktüten-Vereinbarung war es ein Fehler, nicht auch die Einwegpapiertüten mit einzubeziehen. Dies darf sich bei neuen Vereinbarungen nicht wiederholen, denn Kunststoffverpackungen einfach durch andere Materialien zu ersetzen, die ein besseres Öko-Image haben, ist nicht die Lösung des Problems. Verpackungen aller Materialien gehören in den Fokus der Bemühungen“, so Tschimpke weiter. […]

Die vollständige Pressemitteilung vom NABU findet ihr hier.

 

The future of deep seabed mining

drei riesengroße Maschinen im Watt, die für den Tiefseebergbau eingesetzt werden© Nautilus Minerals

“Our current knowledge of the deep sea is not sufficient to protect the unique species that live there from mining operations. It is alarming to see contracts being granted for these still largely unexplored and vulnerable areas. We need a 10-year moratorium on seabed mining exploitation.” -Carl Gustaf Lundin, Direktor der International Union for Conservation of Nature’s (IUCN) of Global Marine and Polar Programme.

Diese Woche tagt die Internationale Meeresbodenbehörde (ISA), um gemeinsam mit der Industrie Richtlinien für die Zukunft des Tiefseebergbaus zu entwickeln. Eine Publikation von Jessica Aldred vom Chinadialogue ocean aus dem Jahr 2019 befasste sich mit der komplexen Natur des Tiefseebodens, der als mineralienreiche Ressource das Potenzial für zukünftigen Reichtum birgt, aber zu welchem Preis? Die Frage der Rechtsprechung, dass der Meeresboden außerhalb der Grenzen eines Landes liegt, hat zu Missständen geführt, da Länder wie Japan Tiefseeböden innerhalb ihrer kontinentalen Gewässer besitzen und diese ausbeuten dürfen, während andere Länder diese „Möglichkeit“ nicht haben. Diese und andere Fragen sollten auf der jüngsten Sitzung der Internationalen Meeresbodenbehörde (ISA) diskutiert werden, um einen Verhaltenskodex für die verantwortungsvolle Nutzung der Ressourcen des Tiefseebodens auf umweltverträgliche Weise zu erarbeiten.

Den gesamten Artikel von Jessica Aldred vom 25.02.2019 findet ihr bei Chinadialogue ocean.

IUCN, International Union for Conservation of Nature: https://www.iucn.org/

Weitere Informationen über die Tiefsee findet ihr bei unserer Kampagne zum Tiefseebergbau DEEP SEA.

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