Politik

Um die systematische Zerstörung der Ozeane zu verhindern, müssen wir uns gemeinsam dafür entscheiden.
Jeder für sich und alle zusammen als Teil von Politik und Wirtschaft.

Umweltkonferenz der UNO – Startschuss gegen Plastikmüll im Meer?

Plastikmüll am Strand© dpa

Es besteht die Hoffnung, dass bei der Umweltkonferenz der UNO in Nairobi nun endlich der erste Schritt in die Richtung eines verbindlichen globalen Abkommens, für das Stoppen der Plastikmülleinträge in die Weltmeere, gemacht wird. Die Bundesregierung befürwortet zwar ein solches Abkommen und will schrittweise die Recyclingquote erhöhen und den Verpackungsmüll reduzieren, aber setzt bedauerlicherweise immer noch weitestgehend auf Freiwilligkeit.

ZDF, 11.03.2019, Autor: Mark Hugo

„Die Zeit rennt uns davon.“ Mit so deutlichen Worten fordert die derzeitige Leiterin des UNO-Umweltprogramms (UNEP), Joyce Musya, die Weltgemeinschaft zum Handeln auf. „Wir sind über Versprechungen und Politisieren weit hinaus“, sagt sie. Es stünden Leben auf dem Spiel und die ganze Gesellschaft „so, wie die meisten von uns sie heute kennen und genießen.“ Ein eindringlicher Appell zum Start der fünftägigen UNO-Umweltkonferenz im kenianischen Nairobi.

Dort treffen sich Minister, Staatssekretäre und Regierungschefs, um über die größten globalen Umweltprobleme zu reden. Eines davon: Der stetig wachsende Müll im Meer. Als „Kronzeuge“ könnte ein im vergangenen November an der indonesischen Küste tot angespülter Wal dienen. In seinem Magen wurden 115 Plastikbecher, zwei Flip-Flop-Sandalen, vier Plastikflaschen, 25 Plastiktüten, ein Nylonsack und mehr als 1.000 weitere Plastikteile gefunden – insgesamt fast sechs Kilo Müll.

Schätzungen gehen davon aus, dass weit mehr als 100 Millionen Tonnen Müll die Weltmeere verschmutzen, jährlich kommen vermutlich zehn Millionen Tonnen dazu. Vor allem Plastik treibt dort in gewaltigen Strudeln oder verdreckt die Strände. Eine Gefahr ist das nicht nur für Tiere. Denn mit den Jahren zerfällt der Müll in winzige Mikroplastik-Partikel und gelangt über die Nahrungskette schließlich auch auf den Teller. Ein gewaltiges Problem, dessen Lösung gewaltige Anstrengungen bräuchte. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

ZDF: https://www.zdf.de/

 

 

 

 

 

„Fridays for Future“- Greta Thunberg in Hamburg

1.3.2019- Am Freitagmorgen finden sich knapp 10 000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Norddeutschland in Hamburg zusammen und machen sich gemeinsam für den Klimaschutz stark.


© dpa

Um 8.30 versammeln sich tausende engagierte junge Menschen auf dem Gänsemarkt für die „Fridays for Future“-Demonstration. „Fridays for Future“ ist eine Klimastreik-Bewegung, die als Vorbild die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg hat, die schon seit Monaten freitags streikt. Der fröhlich gestimmte Demonstrationszug zieht mit Schildern, Plakaten, und Musik durch Hamburgs Innenstadt in Richtung Rathausmarkt. Neben den zahlreichen Schüler*Innen, die anstatt zur Schule zu gehen, für echten Klimaschutz demonstrieren, schließen sich auch einige Lehrer*Innen, Eltern und Großeltern der Aktion an. Der Höhepunkt des Geschehens ist Greta, die anlässlich des Protests in Hamburg, mit dem Zug aus Schweden anreiste. Sie hält zum Abschluss der Demo eine Ansprache auf Englisch vor der jubelnden Menschenmenge. Die Nachricht an die Verantwortlichen der Klimapolitik ist eindeutig: „Wir machen weiter, bis sie etwas unternehmen“.

DEEPWAVE war auch vor Ort und hat am Protest teilgenommen. Wir danken allen Menschen, die sich der „Fridays for Future“-Bewegung angeschlossen haben. Wir wollen euch alle ermutigen, weiter für den Klimaschutz und die Zukunft unseres Planten einzustehen!

„Fridays for Future“: https://fridaysforfuture.de/

Weitere Informationen über die „Fridays for Future“-Demonstration:

http://www.taz.de/Fridays-for-Future-in-Hamburg/!5574064/

https://www.greenpeace.de/themen/klimawandel/klimaschutz/heiss-ist-nicht-sexy

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Greta-Thunberg-in-Hamburg-Wir-machen-weiter,demo2550.html

 

 

 

 

Nordamerika treibt CO₂-Steuer voran

©Susanne Götze

Nachdem Kanada bereits Steuern auf den Ausstoß von Treibhausgasen eingeführt hat, sollen die Vereinigten Staaten nun folgen. Immer mehr Politiker*Innen, Wissenschaftler*Innen und Ökonom*Innen unterstützen den Gesetzesentwurf „Energy Innovation and Carbon Dividend Act“, der vorsieht, dass die Einnahmen durch die CO2-Steuer an die Bürger*Innen zurückgegeben werden.

Klimareporter°, 27.02.2019, Autor: Benjamin von Brackel

Seit vielen Jahren fordern Ökonomen und Klimaschützer, den Ausstoß von Treibhausgasen zu besteuern. Nun scheint zumindest in Nordamerika die Zeit für dieses Instrument gekommen zu sein.
In Kanada hat die Regierung zwei CO2-Steuern eingeführt. Zum einen müssen Produzenten und Händler fossiler Energien eine Brennstoffsteuer auf Kohle, Öl oder Gas entrichten.
Die Steuer bezieht sich dabei auf den Treibhausgasausstoß, der durch das Verfeuern der fossilen Energieträger entsteht. Von diesem Jahr an müssen die Energiefirmen umgerechnet 13 Euro pro Tonne CO2 bezahlen. Jedes Jahr nimmt die Steuer um über sechs Euro zu, bis sie 2022 den oberen Deckel von gut 33 Euro erreicht.
Die gestiegenen Preise dürften die fossilen Energieunternehmen an ihre Kunden weitergeben. In anderen Ländern hat das in der Vergangenheit zu starken Protesten geführt. Diese „Falle“ will die kanadische Regierung vermeiden, indem sie vorsieht, dass die kanadischen Provinzen 90 Prozent der Einnahmen an die Privathaushalte weitergeben. Unterm Strich sollen die meisten Bürger damit mehr Geld in der Tasche haben.
Alle anderen Unternehmen hat die kanadische Regierung mit einer weiteren Steuer belegt: Übersteigt der CO2-Ausstoß eines Unternehmens den für den Sektor vorgesehenen Grenzwert, muss es für die zusätzlichen Emissionen die Steuer begleichen. Sie liegt auf der Höhe der Brennstoffsteuer. Andersherum bekommen Unternehmen einen finanziellen Zuschlag, wenn sie unter der Grenze liegen. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Klimareporter°: https://www.klimareporter.de/

 

 

 

NABU fordert mehr Anstrengungen gegen Verpackungsmüll

Pressemitteilung, 27.02.2019 vom NABU

Tschimpke: Handel und Industrie müssen bis zum Herbst konkrete Angebote machen

Berlin – Der NABU hat Industrie und Handel zu deutlich mehr Anstrengungen bei der Reduzierung von Verpackungsmüll aufgefordert. Über 18 Millionen Tonnen Verpackungsmüll fallen in Deutschland im Jahr an, darunter drei Millionen aus Kunststoff. Ohne Maßnahmen zur Abfallvermeidung wird diese Menge immer weiter steigen, eine Verschwendung natürlicher Ressourcen.

„Abfallvermeidung wird in der Diskussion um Verpackungen noch viel zu stiefmütterlich behandelt. Wir erwarten nun konkrete Angebote von Industrie und Handel, wo und wie sie überflüssige Verpackungen vermeiden wollen und bei welchen Produkten auch mit kreativen Wegen Einweg durch Mehrweg ersetzt werden kann. Auch brauchen wir einen viel stärkeren Einsatz von Kunststoff-Recyclaten aus der Gelben Tonne, daher begrüßen wir, dass sich die Ministerin hierfür mit einer neuen bundesweiten Initiative einsetzt“, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke anlässlich des Rundes Tisches, zu dem Bundesumweltministerin Schulze Handel und Industrie sowie auch den NABU eingeladen hatte. Wenn es keine Bereitschaft gebe, müsse Ministerin Schulze, wie sie bereits angekündigt hat, gesetzlich dazu verpflichten.

Die Plastiktüten-Vereinbarung zwischen dem Umweltministerium und Handel soll als Blaupause für neue freiwillige Verpflichtungen seitens Industrie und Handel dienen. „Bei der Plastiktüten-Vereinbarung war es ein Fehler, nicht auch die Einwegpapiertüten mit einzubeziehen. Dies darf sich bei neuen Vereinbarungen nicht wiederholen, denn Kunststoffverpackungen einfach durch andere Materialien zu ersetzen, die ein besseres Öko-Image haben, ist nicht die Lösung des Problems. Verpackungen aller Materialien gehören in den Fokus der Bemühungen“, so Tschimpke weiter. […]

Die vollständige Pressemitteilung vom NABU findet ihr hier.

 

The future of deep seabed mining

drei riesengroße Maschinen im Watt, die für den Tiefseebergbau eingesetzt werden© Nautilus Minerals

“Our current knowledge of the deep sea is not sufficient to protect the unique species that live there from mining operations. It is alarming to see contracts being granted for these still largely unexplored and vulnerable areas. We need a 10-year moratorium on seabed mining exploitation.” -Carl Gustaf Lundin, Direktor der International Union for Conservation of Nature’s (IUCN) of Global Marine and Polar Programme.

Diese Woche trifft sich die „International Seabed Authority (ISA)“, um Richtlinien über den zukünftigen Tiefseebergbau mit der Industrie zu entwickeln.

Chinadialogue ocean, 25.02.2019, Autorin: Jessica Aldred

It’s one of the coldest, darkest places on earth, full of marine life – much of which is yet to be discovered – with a seabed rich in mineral deposits.

In the last decade, the floor of the deep ocean that lies outside the jurisdiction of any one country has been increasingly explored. A number of parties are assessing the size and extent of mineral deposits that could provide raw materials for everything from batteries and jet engines to wind turbines and mobile phones.

Some deep seabed mining has already taken place within countries’ waters: Japan in 2017, and in Papua New Guinea where the controversial Solwara 1 mining project has ground to a halt. But this year will see a critical global debate on how to manage the resources that lie in “the area” – international waters of more than 200 metres deep that cover nearly two-thirds of the earth.

The question of who mines these – and how – is due to be formalised in a “code” being drawn up by the International Seabed Authority (ISA), the UN–appointed body responsible for managing the riches of the deep seabed for the “common heritage of mankind”.

Tasked with what some say is an impossible mandate of promoting the development of deep seabed mining while ensuring the practice does not harm the marine environment, the ISA’s 168 members must agree on how these fragile and unique ecosystems will be protected, how the potentially multibillion dollar industry will be regulated, how any profits will be shared equitably, and how it can demonstrate accountability and transparency. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Chinadialogue ocean: https://chinadialogueocean.net/

IUCN, International Union for Conservation of Nature: https://www.iucn.org/

Weitere Informationen über die Tiefsee: https://www.deepwave.org/die-ozeane/die-tiefsee/

 

 

 

 

MSC zieht Zertifikate zurück

© NOOA / Wikimedia Commons

fair-fish, 31.01.2019, Autor: Billo Heinzpeter Studer

Das für seine oft etwas lasche Zertifizierung kritisierte Label MSC zeigt für einmal Zähne: Makrelen aus dem Nordost-Atlantik verloren im Januar 2019 das Label bis auf weiteres. Im Februar 2019 zog MSC zudem das Zertifikat für die Ringwaden-Fischerei auf Sardinen im Golf von Biskaya ist zurück. Nimmt der MSC seine Kritiker endlich ernst, oder sind das nur Bauernopfer, um an der bisherigen Haltung nichts andern zu müssen?

Der Marine Stewardship Council (MSC) suspendiert alle seine Zertifikate für Makrelen aus dem Nordost-Atlantik, bis der Internationale Meeresforschungsrat (ICES) die Bestände dieser Fischart überprüft hat. Zum vorläufigen Entzug der Zertifikate entschloss sich der MSC, nachdem ein Audit im letzten November zeigte, dass mehr Makrelen gefangen wurden, als der ICES als maximal zulässige Menge definiert hatte. 2018 hatte der ICES eine Abnahme der Makrelenbestände in der Region festgestellt. Verschiedene MSC-zertifizierte Makrelenfischereien vor allem in Schottland kritisieren die Massnahme als übereilt. Zum Hintergrund gehört auch der bis heute nicht richtig beigelegte «Makrelenkrieg» zwischen der EU und Island. Nachdem die Makrelenschwärme wegen der Klimaerwärmung sich weiter nördlich aufzuhalten begannen, nämlich in isländischen Gewässern, liessen sich die lokalen Fischer nicht zweimal bitten und bedienten sich am für sie ungewohnten Reichtum, sehr zum Ärger der schottischen Fischer, die geltend machten, sie hätten ein traditionelles Recht auf die Makrelen, die nun «illegal» von den Isländern dezimiert würden, bevor die Schotten zum Zug kämen. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Fair-fish: http://www.fair-fish.ch/de/

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Weiter Informationen zum Newsletter findet ihr hier.

 

Strengere Umweltstandards für Rohstoff-Abbau nötig

Pressemitteilung, 19.02.2019 vom Umwelt Bundesamt (UBA)

Rohstoffpreise müssen die ökologische Wahrheit sagen

Angesichts des global steigenden Rohstoffbedarfs rät das Umweltbundesamt (UBA) zu mehr Umweltschutz im Bergbau. „Als Großimporteur hat Deutschland eine Mitverantwortung für die durch Rohstoff-Abbau weltweit verursachten lokalen, regionalen und globalen Umweltschäden. Wir sollten mit der EU auf international verbindliche Umweltstandards entlang der Rohstofflieferkette vom Bergwerk bis zur Rohstoffaufbereitung drängen“, sagte Maria Krautzberger, Präsidentin des UBA. Die neuen Pflichten müssten als zweite Säule der Rohstoffsicherung neben das Recycling treten. Sonst könne nicht sichergestellt werden, dass Deutschland seinen Rohstoffbedarf künftig aus ökologisch unbedenklichen Quellen decken kann. Deutschland ist einer der größten Rohstoff-Importeure der Welt: Bei Aluminium, Blei, Kupfer und Zinn der fünftgrößte Nachfrager und bei Stahl der sechstgrößte (Zahlen für 2017). Prognosen der OECD erwarten, dass sich für Metalle die weltweite Nachfrage bis 2060 gegenüber 2011 nahezu verdreifachen wird.
[…]

Die vollständige Pressemitteilung findet ihr beim Umwelt Bundesamt (UBA).

Hier findet ihr Informationen zu der Raw Materials & Enviroment Konferenz 2019.

Weiteres zum Thema:´
Ressourcen aus dem Meer: Löst der Ozean die Rohstoffprobleme der Zukunft?

„I want you to panic“- 16-jährige Greta Thunberg spricht in Davos

Jan 25, 2019, Der englische Guardian hat das folgende Video veröffentlicht. Greta Thunberg, eine 16-jährige Klimaaktivistin aus Schweden, findet auf dem Weltwirtschaftsforum 2019 in Davos klare Worte über den Klimawandel und den Umgang damit: „I don’t want you to be hopeful, I want you to panic! I want you to feel the fear I feel every day and then I want you to act!“

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=RjsLm5PCdVQ&feature=youtu.be

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=RjsLm5PCdVQ&feature=youtu.be

„Menschen, kümmert euch darum!“

Naturschutz: Gipfeltreffen im Museum der Harvard University: Der Ökologe Edward O. Wilson und die Meeresbiologin Antje Boetius
© Kieran Kesner für DIE ZEIT
„Wir können nicht warten, bis sich ein globaler Bewusstseinswandel einstellt, wir brauchen eine Abkürzung“, Meeresbiologin Antje Boetius im Gespräch mit Ökologe Edward O. Wilson.
DIE ZEIT, 09.01.2019, Interview: Fritz Habekuß
Soll die Hälfte der Erde zum Naturschutzgebiet werden, oder hilft eine Kohlenstoff-Steuer? Zwei Biologen, die die Welt auf unzähligen Expeditionen erforscht haben, debattieren über Lösungen

DIE ZEIT: Frau Boetius, Herr Wilson, Sie haben beide viele Jahre Erfahrung in der Feldforschung. Sie sehen die Zerstörung der Natur mit eigenen Augen und suchen nach Strategien gegen den Verlust der biologischen Vielfalt. Sie, Herr Wilson, haben vorgeschlagen, die Hälfte der Erde der Natur zu überlassen …

Antje Boetius: … dazu habe ich gleich einmal eine Frage: Wo bleibt bei dieser Idee der Mensch? Denken Sie ihn als Teil der Natur?

Edward O. Wilson: Natürlich sind wir ein Teil des Ökosystems. Doch Menschen gibt es noch nicht lange, gerade einmal 300.000 Jahre, und erst vor rund 50.000 Jahren haben wir begonnen, den gesamten Planeten zu besiedeln – gemessen am Alter vieler anderer Arten ist das ein Wimpernschlag. Der Mensch ist eine Pionier-Art, die alle Lebensräume erobert, andere Arten verdrängt, Habitate zerstört. Aber wir sind weit davon entfernt, unsere Wirkung bei der Zerstörung der Erde genau zu verstehen. Wir kennen ja noch nicht einmal den Großteil der Arten auf dieser Welt.

ZEIT: Wenn wir so wenig wissen, woher wollen Sie wissen, wann wir das Richtige tun?

Boetius: Dieses Argument kenne ich aus Debatten mit Politikern oder Vertretern der Industrie. Das Problem ist, dass wir mit dem Handeln nicht warten können, bis wir alles wissen. Dazu fehlt uns die Zeit. Forschen und Handeln müssen zeitgleich passieren.

Wilson: Es ist wie in der Medizin: Wir wissen auch heute nicht alles über Lungenkrebs, aber wenn jemand daran erkrankt ist, behandeln wir ihn. Genauso ist es mit dem Umweltschutz. Wir wissen ja, wie wir Ökosysteme vor der Zerstörung bewahren: indem wir sie in Ruhe lassen.

ZEIT: Sie wollen dazu die Hälfte der Erde unter Schutz stellen. Das klingt, mit Verlaub, ziemlich ambitioniert.

Das gesamte Interview findet ihr hier.

DIE ZEIT: https://www.zeit.de/index

Klimaplan ohne Ambitionen

©Simon Steinberger/​​Pixabay

Der Entwurf des nationalen Energie- und Klimaplans, den die Bundesregierung der Eu-Kommission übermittelt hat, liegt vor. Die Bundesregierung zeigt weiterhin keine Ambitionen aus der Kohle ausszustiegen, lediglich diese auslaufenzulassen.

Klimareporter°, 08.01.2019, Autor: Jörg Staude

Was das Klimaschutzgesetz für Deutschland garantieren soll, will die EU mit der Vorlage sogenannter nationaler Energie- und Klimapläne (National Energy and Climate Plan – NECP) erreichen: mehr Verbindlichkeit. Bis Ende 2019 müssen alle EU-Staaten der Europäischen Kommission ihre NECPs vorlegen, der Entwurf musste bis Ende 2018 in Brüssel sein.

Mit den nationalen Energie- und Klimaplänen will die EU bis 2030 drei Ziele erreichen: eine CO2-Reduktion um 40 Prozent gegenüber 1990, einen Anteil der Öko-Energien am Endenergieverbrauch von 32 Prozent sowie eine um mindestens 32,5 Prozent höhere Energieeffizienz.

Die Bundesregierung versteht ihren NECP-Entwurf als „Arbeitsdokument“, das bis Ende des Jahres vor allem auch mit den Vorschlägen der Kohlekommission „fortentwickelt“ werden soll. Das ist auch dringend nötig, denn bisher ist der fast 150-seitige Plan ein Spiegelbild der ambitionslosen Klimapolitik der Bundesregierung.

So soll Deutschland nach den Prognosen im geltenden „Arbeitsdokument“ im Jahr 2040 noch mehr als 620 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen, darunter allein aus der Energiewirtschaft über 200 Millionen. Kein Wunder, laufen doch laut dem NECP-Entwurf 2040 noch 9.100 Megawatt Braunkohle- und 12.500 Megawatt Steinkohleverstromung, fast die Hälfte der derzeitigen Kapazität. […]

Den gesamten Artikel findet hier.

Den vollständigen Entwurf des National Energy and Climate Plan (NECP) findet ihr hier.

Klimareporter°: https://www.klimareporter.de/

 

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