Klima

Meeresschutz ist Klimaschutz.

Flucht in der Karibik – Die ersten Inseln versinken im Meer


© Lichterbeck

Die karibische Insel Gardi Sugdub, vor der Küste Panamas, steht vor dem Untergang im Meer. Die Bewohner*innen dieser Insel sind Menschen, die vor dem steigenden Meeresspiegel bzw. dem Klimawandel fliehen müssen. In den kommenden 30 Jahren werden bis zu 200 Millionen Menschen vor den Auswirkungen des Klimawandels auf der Flucht sein und müssen ihre Heimat zu verlassen. Es wird größtenteils die Menschen treffen, die am wenigsten für den Klimawandel verantwortlich sind: „Der Klimawandel trifft die Armen viel stärker als die Reichen“, so Loitza Brown, Bewohnerin der Insel Gardin Sugdub.

Der Tagesspiegel, 11.04.2019

Loitza Brown braucht keine Klimastudien, um festzustellen, dass die Umwelt sich verändert. Die kleine, kompakt gebaute Frau steht unter gleißender Sonne auf einem Landungssteg und zeigt aufs türkisblaue Meer hinaus.

„Jeden Winter wirft sich die Karibik mit mehr Wucht gegen unsere Insel“, sagt sie. „Es ist an der Zeit, fortzugehen. Sonst werden wir verschluckt.“

Loitza Brown ist Lehrerin und 41 Jahre alt. Genauso lange lebt sie schon auf der Insel Gardi Sugdub rund drei Kilometer vor der Küste Panamas. Auf Korallen gebettet, ragt das Eiland, das vom indigenen Volk der Kuna bewohnt wird, nur 40 Zentimeter aus dem Golf von Guna Yala heraus; mit lediglich 300 Metern Länge und 150 Metern Breite ist es zudem winzig. Und den Launen des Meeres gnadenlos ausgesetzt. „Das Meer“, sagt Brown, „wird immer wilder.“

Man kann die Krabbeninsel, wie sie auf Deutsch heißt, als Vorläufer für das betrachten, was sich auf der Erde anbahnt. Sie mag klein sein, aber wie durch ein Brennglas lässt sich hier beobachten, was im großen Maßstab schiefläuft. Denn zum einen ist die Bevölkerung von Gardi Sugdub so stark angewachsen, dass kein Platz mehr da ist und die Natur durch die Versuche, Land zu gewinnen, enorm geschädigt wird.

„Wir sind die ersten Opfern der Erderwärmung“

Gleichzeitig versinkt die Insel langsam aber sicher in der Karibik. Daran, so haben Experten keinen Zweifel, ist der Klimawandel schuld. Erst vor wenigen Tagen teilte die Weltorganisation für Meteorologie (WMO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, mit, dass der Meeresspiegel 2018 um den neuen Rekordwert von 3,7 Millimeter im Vergleich zum Vorjahr angestiegen ist. Insgesamt hat sich der Meeresspiegel damit seit 1993 um rund acht Zentimeter erhöht. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Der Tagesspiegel: https://www.tagesspiegel.de/

 

 

Klimaaktivisten legen Forderungen an deutsche Politik vor

Die „Fridays for Future“-Bewegung kämpft weiter. Zum ersten Mal stellen die Klimaaktivist*innen in Deutschland konkrete Forderungen an die Politik. Die Regierungen werden auf Kommunal-, Landes-, und Bundesebene aufgefordert die Klimakriese als solche auch zu benennen. Zu den Forderungen gehören auch der Kohleausstieg bis 2030, 100% erneuerbare Energieversorgung  und ein Nettonull in der Treibhausgasbilanz bis 2035. In Zusammenarbeit mit verschiedenen Wissenschaftler*innen haben sie ein Grundsatzpapier mit ihren Forderungen ausgearbeitet, damit die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten und die globale Erwärmung auf unter 1,5 °C zu begrenzen ist.

ZEIT ONLINE, 08.04.2019

Aktivistinnen und Aktivisten von Fridays for Future in Deutschland haben erstmals konkrete Forderungen für mehr Klimaschutz vorgestellt. In der Bundesrepublik müssten die Treibhausgasemissionen bis 2035 auf netto null sinken, teilten die Aktivistinnen und Aktivisten mit. Zudem müsse der Kohleausstieg bis 2030 erfolgt sein. Bis 2035 solle gänzlich auf eine erneuerbare Energieversorgung umgestellt werden.

Die Schülerinnen und Schüler riefen die Bundesregierung dazu auf, ihre Forderungen umzusetzen, um das Pariser Klimaabkommen einzuhalten und die globale Erwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. „Die Klimakrise stellt für die Stabilität der Ökosysteme unseres Planeten und für Millionen von Menschen eine existenzielle Bedrohung dar“, teilten die Aktivistinnen und Aktivisten mit. Eine ungebremste Erderwärmung sei eine „enorme Gefahr“ für Frieden und Wohlstand weltweit.

Deshalb sei es notwendig, Treibhausgasemissionen so schnell wie möglich stark zu reduzieren. Deutschland müsse schon 2019 die Subventionen für fossile Energieträger beenden, fordert die Bewegung. Zudem sollte noch in diesem Jahr ein Viertel der Kohlkraftwerke abgeschaltet und der Ausstoß aller Treibhausgase durch eine hohe Besteuerung stark verteuert werden. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

ZEIT ONLINE: https://www.zeit.de/index

Forderungen von „Fridays for Future“: https://fridaysforfuture.de/forderungen/

Weitere Informationen über „Fridays for Future“:

https://www.deepwave.org/schuelerstreik-organisatorin-luisa-neubauer-im-interview/

https://www.deepwave.org/klimastreikende-fangen-bei-sich-an/

https://fridaysforfuture.de/

 

 

 

Kaum noch neue Korallen im Great Barrier Reef


© James Cook University/AAP/dpa

Einer neuen Studie zufolge gibt es im weltgrößten Korallenriff kaum noch Korallennachwuchs. Durch die Klimaerwärmung steigt auch die Wassertemperatur, was dazu führt, dass die Korallen ausbleichen und absterben. Die ökologische Vielfalt in den Meeren ist stark bedroht durch das Massensterben der Korallen. Am 24.05.2019 zeigen wir auf unserem DEEPWAVE Filmfestival neue Dokumentarfilme über die Gefährdung des Ökosystems der Korallen.

HAZ, 04.04.2019

[…] Ungewiss ob sich das Riff erholen kann

Das mehr als 2300 Kilometer lange Riff war 2016 und 2017 von einem Massensterben erwachsener Korallen betroffen, dem sogenannten Korallenbleichen betroffen. Ursache waren überhöhte Temperaturen infolge des Klimawandels. Nach früheren Angaben der australischen Regierung ist etwa ein Drittel des Great Barrier Reefs davon betroffen. Ob sich das Riff davon wird erholen können, ist ungewiss. Korallen sind sogenannte Nesseltiere, einfach gebaute, vor allem in den Meeren vorkommende Lebewesen, zu denen etwa auch die Schirmquallen und die Seeanemonen zählen.

In der Studie ist von einem „noch nie da gewesenen Verlust an ausgewachsenen Korallen“ infolge der Bleichen die Rede, was sich massiv auf den Nachwuchs auswirke. „Tote Korallen bekommen keine Kinder“, sagte der Hauptautor der Studie, Terry Hughes, von der James Cook University im australischen Bundesstaat Queensland. Wegen des Klimawandels seien die Korallen nicht mehr so widerstandsfähig wie früher.

Artenvielfalt im Ozean könnte sich stark verringern

Korallenriffe bieten Schutz, Nahrung und Jagdgründe für zahlreiche Meereslebewesen. Der Tod von Korallen gilt deshalb vielen Wissenschaftlern als Warnsignal, dass sich die Artenvielfalt im Ozean künftig stark verringern könnte. Bei einer Bleiche sterben winzige Algen ab, die mit den Korallen in einer Lebens- und Nahrungsgemeinschaft (Symbiose) leben. Die Koralle erhält von ihnen gewöhnlich Nährstoffe, dafür bietet sie Halt und Schutz. Sterben die Korallenbewohner ab, wird das helle Korallenskelett sichtbar.

Quelle: http://www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Uebersicht/Klimawandel-Kaum-noch-neue-Korallen-im-Great-Barrier-Reef

Den vollständigen Bericht vom „Nature“ Magazin finder ihr hier.

DEEPWAVE Filmfestival: https://www.deepwave.org/projekte/deepwave-filmfestival/

 

Immer weniger Meereis erreicht die Arktis


© dpa/AWI

Forscher*innen vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung finden heraus, dass immer weniger Meereseis aus russischen Gewässern in der zentralen Arktis ankommt. Durch das vorzeitige Abschmelzen des Meereseises kommen die in dem Eis gespeicherte Schwebestoffe und Mineralien nicht mehr in der Arktis an. Wir kommen einem meereseisfreien Sommer in der Arktis einen gefährlichen Schritt näher…

FAZ, 02.04.2019

Immer mehr vor Russland gebildetes Eis schmilzt auf seinem Weg in die zentrale Arktis. Das habe Auswirkungen auf das Ökosystem, schreiben deutsche Forscher vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven in der Zeitschrift „Scientific Reports“. Denn wenn das Eis aus Gründen des Klimawandels frühzeitig schmelze, werden eingeschlossene Nährstoffe nicht im Nordpolarmeer verteilt.

Langfristig sei zu erwarten, dass sich dadurch die Arktis nicht nur physikalisch, sondern auch biologisch und chemisch verändere, sagte Awi-Forscherin Eva-Maria Nöthig: „Das Ausmaß kennen wir noch nicht.“ In den sogenannten russischen Randmeeren des Arktischen Ozeans entsteht dem AWI zufolge im Winter fortwährend Meereis, auch weil dort die Lufttemperaturen extrem niedrig sind – bis zu minus 40 Grad.

Kommt der Sommer ohne Meereis?

Ein starker, ablandiger Wind schiebt dann das im Flachwasser gebildete junge Eis auf das Meer hinaus. Ein Teil dieses Eises wandert durch die Transpolardrift wie auf einem Förderband innerhalb von zwei bis drei Jahren einmal quer durch die zentrale Arktis bis in die Framstraße. In diesem Seegebiet zwischen Grönland und Spitzbergen schmilzt es schließlich. Vor rund 20 Jahren erreichte noch etwa die Hälfte des in den Randmeeren gebildeten Eises die zentrale Arktis. Mittlerweile seien es nur noch 20 Prozent, schreiben die Forscher. Der Großteil schmelze vorzeitig. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Den vollständigen Forschungsbericht von den Forscher*innen vom AWI im „Scientific Reports“  findet ihr hier.

FAZ: https://www.faz.net/aktuell/

 

Was passiert, wenn die Erde 4°C wärmer wird?

Der Weltklimarat (IPCC) geht davon aus, dass sich unsere Erde um 4 °C erwärmen wird, ohne weitere Anstrengungen den Klimawandel zu bremsen. Die Folgen für die Menschheit und den Planeten werden schwerwiegend, selbst wenn die unrealistischen Ziele und freiwilligen Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz 2015 umgesetzt werden. Doch was macht es für einen Unterschied, um wie viel Grad sich die Erde genau erwärmt? Und was würde die weltweite Klimaerwärmung für die Menschheit und den Planeten bedeuten? Die Beantwortungen dieser Fragen und weitere Erklärungen zu den Auswirkungen des Klimawandels findet ihr in diesem Video.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=nARngHsFtl0&feature=youtu.be

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=nARngHsFtl0&feature=youtu.be

 

Bis zu fünf Grad mehr in der Arktis

© Ulf Mauder/dpa

Im Bericht „Global Linkages“, den das UN-Umweltprogramm Unep herausgegeben hat, wird deutlich, dass sich jetzt schon durch die steigende Wärme am Nordpol globale Konsequenzen abzeichnen.

taz, 27.03.2019, Berhard Pötter

Die Arktis steht nach einem neuen Bericht der UNO vor einer drastischen Erwärmung und tiefgreifenden Veränderungen. „Selbst wenn die jetzigen Versprechen der Länder zum Klimaschutz eingehalten werden, werden sich die Temperaturen über dem arktischen Ozean bis Mitte des Jahrhunderts um 3 bis 5 Grad Celsius erhöhen“, heißt es dem Bericht „Global Linkages“, den das UN-Umweltprogramm Unep veröffentlicht hat. Weil der Permafrostboden auftaue und weitere Treibhausgase freisetze, sei das Ziel des Pariser Klimaabkommens gefährdet. „Die Veränderungen in der Arktis nehmen deutlich an Geschwindigkeit zu, und das hat globale Auswirkungen auf uns alle“, erklärte die geschäftsführende Generalsekretärin der Unep, Joyce Msyuya im Vorwort des Berichts.

Die Erwärmung in den nördlichen Polargebieten geht deutlich schneller als im weltweiten Durchschnitt. Während sich die globale Atmosphäre seit 1880 bisher um 0,8 Grad Celsius erwärmt hat, steigen die Temperaturen in der Arktis doppelt so schnell an. Schon bis 2050, so „Global Linkages“, werden sie im Winter um 3 bis 5 Grad steigen – selbst dann, wenn sofort mit drastischen Reduzierungen bei den Emissionen begonnen werde. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

taz: http://www.taz.de/

Den vollständigen Bericht „Global Linkages“ des UN-Umweltprogramms Unep findet ihr hier.

 

Klimastreikende fangen bei sich an

© Jörg Farys/​Fridays for Future/​Flickr

Die „Fridays for Future“-Bewegung hat ein geringes Vertrauen in Politik und Wirtschaft. Die jungen Klimaaktivist*innen setzen auf die Veränderung des eigenen Lebensstils und des Konsumverhaltens. Welche Menschen stecken eigentlich hinter der weltweiten Schulstreikbewegung?

Klimareporter°, 26.03.2019, Autorin: Verena Kern

„Fremdgesteuert“, „infantil“, „alles bloß Schulschwänzer“: Während zwei Drittel der Bundesbürger die Schulstreikbewegung „Fridays for Future“ unterstützen, werden die Protestierenden von vielen aufs Schärfste verurteilt. Doch auf welcher Grundlage eigentlich?

Forschungsgruppen aus neun europäischen Ländern haben sich jetzt genauer angeschaut, wer die jungen Klimaaktivisten eigentlich sind und was sie antreibt.
„Es wird viel über die Protestierenden spekuliert“, sagt Dieter Rucht vom Institut für Protest- und Bewegungsforschung (IPB), das die deutsche Teilstudie durchführte. „Wir wollten wissen, was ist – und damit auch die Diskussion versachlichen.“
Bei der weltweiten Großdemo am 15. März führten die Forscherteams in Schweden, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Polen, der Schweiz, Österreich, Italien und Deutschland repräsentative Befragungen durch. Die Ergebnisse aus Deutschland, für die 340 Aktivisten in Berlin und Bremen befragt wurden, liegen bereits vor. Sie wurden am heutigen Dienstagmittag vom IPB in Berlin vorgestellt.
Das Ungewöhnlichste an der neuen Protestbewegung ist demnach das Alter der Aktivisten. „Es ist selten, dass so junge Leute auf die Straße gehen“, sagt Rucht. Knapp 53 Prozent der Befragten gehören der Altersgruppe zwischen 14 und 19 Jahren an. Die etwas höheren Jahrgänge sind deutlich weniger vertreten. „Der Protest wird stark von Schülerinnen und Schülern geprägt“, fasst der Sozialforscher zusammen. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Klimareporter°: https://www.klimareporter.de/

„Fridays for Future“: https://fridaysforfuture.de/

Weitere Informationen über die „Fridays for Future“-Bewegung:

https://www.deepwave.org/schuelerstreik-organisatorin-luisa-neubauer-im-interview/ 

https://www.deepwave.org/fridays-for-future-greta-thunberg-in-hamburg/

Mangroven und ihre Bedeutung für den Klimaschutz


© Martin Zimmer, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung

Pressemitteilung, 26.03.2019 vom idw- Informationsdienst Wissenschaft

Dr. Susanne Eickhoff Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT)

Viele Studien legen nahe, dass Mangroven gigantische Kohlenstoffreservoire und ein bedeutender Faktor für den Klimaschutz sind. Doch bisher fehlten genaue Berechnungen, wieviel Kohlenstoff ein Mangrovenwald in einem bestimmten Zeitabschnitt speichert. Für Klimaschutzprogramme und Emissionshandel sind solche Zahlen aber überaus relevant. Ein Forscherteam vom Leibniz-Zentrum für Marine Tropenforschung (ZMT) liefert nun Speicherraten für indonesische Mangroven.

Hohe Konzentrationen von CO2 in der Atmosphäre und die damit verbundene Klimaerwärmung führen uns immer deutlicher zu Bewusstsein: es ist zwingend notwendig, die Kohlenstoff-Senken unserer Erde zu erhalten. Damit sind solche Ökosysteme gemeint, die besonders viel Kohlenstoff speichern, wie die Ozeane oder an Land die Torfsümpfe.

Auch Mangroven helfen beim Klimaschutz: sie sind hocheffiziente Kohlenstoffspeicher. Als Wälder am Übergang zwischen Land und Meer sind sie den Tiden ausgesetzt und werden regelmäßig überschwemmt. Das Dickicht ihrer Stelz- und Luftwurzeln hält jedoch das Sediment im Waldboden zurück und verhindert, dass es ausgewaschen wird. Im Schlick sammeln sich enorme Mengen an organischem Material an: abgefallene Blätter, abgestorbenes Holz und Wurzeln, Ausscheidungen von Fischen und Krabben sowie angeschwemmtes Material von Flüssen und Tiden. Die Schlammschichten können viele Meter tief sein.

Um die Effizienz von Mangroven als Kohlenstoffspeicher zu beurteilen, wurde bisher auf den Kohlenstoffbestand im Boden zurückgegriffen. Amerikanische Wissenschaftler beispielsweise bestimmten in 2011 die Menge, die im Sediment vorhanden ist: im Durchschnitt über 1000 Tonnen pro Hektar, viermal so viel wie in tropischen Regenwäldern. Insgesamt schätzten die Forscher, dass zwischen vier und 20 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in den Gezeitenwäldern gespeichert sind. […]

Die vollständige Pressemitteilung findet ihr hier.

idw- Informationsdienst Wissenschaft: https://idw-online.de/de/

LEIBNIZ-ZENTRUM für Marine Tropenforschung: https://www.leibniz-zmt.de/de/

 

 

 

Heatwaves sweeping oceans ‘like wildfires’, scientists reveal

© Thomas Schmitt/Getty Images

The Guardian, 04.03.2019, Autor: Damian Carrington

The number of heatwaves affecting the planet’s oceans has increased sharply, scientists have revealed, killing swathes of sea-life like “wildfires that take out huge areas of forest”.

The damage caused in these hotspots is also harmful for humanity, which relies on the oceans for oxygen, food, storm protection and the removal of climate-warming carbon dioxide the atmosphere, they say.

Global warming is gradually increasing the average temperature of the oceans, but the new research is the first systematic global analysis of ocean heatwaves, when temperatures reach extremes for five days or more.

The research found heatwaves are becoming more frequent, prolonged and severe, with the number of heatwave days tripling in the last couple of years studied. In the longer term, the number of heatwave days jumped by more than 50% in the 30 years to 2016, compared with the period of 1925 to 1954.

As heatwaves have increased, kelp forests, seagrass meadows and coral reefs have been lost. These foundation species are critical to life in the ocean. They provide shelter and food to many others, but have been hit on coasts from California to Australia to Spain.

“You have heatwave-induced wildfires that take out huge areas of forest, but this is happening underwater as well,” said Dan Smale at the Marine Biological Association in Plymouth, UK, who led the research published in Nature Climate Change. “You see the kelp and seagrasses dying in front of you. Within weeks or months they are just gone, along hundreds of kilometres of coastline.” […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

The Guardian: https://www.theguardian.com/international

Schülerstreik: Organisatorin Luisa Neubauer im Interview

Schülerstreik Organisatorin Luisa Neubauer © Jörg Farys / Fridays for Future

Klimaaktivistin und Hauptorganisatorin der „Fridays for Future“- Streiks in Deutschland, Luisa Neubauer, war im Gespräch mit UNICUM. Im Interview sprechen sie über ihr Engagement für die Klimaproteste, das Schule schwänzen und insbesondere die Notwendigkeit der Klimapolitiker*Innen, sofort zu handeln. Wir müssen jetzt etwas gegen den Klimawandel unternehmen, denn wir stehen kurz vor einem weltweiten ökologischen Kollaps!

Elene Weber: „In was für einer Welt möchtest du einmal leben?“

Luisa Neubauer: „In einer Welt, in der Entscheidungen getroffen werden, weil sie richtig sind, und nicht, weil sie finanziell gut abgesichert sind. In einer Welt, in der wir uns selbst lieben und uns gegenseitig lieben und den Planeten lieben.“

UNICUM, 01.03.2019, Autorin: Elene Weber

Luisa Neubauer über den Schülerstreik: „Wir bilden eine Massenbewegung

UNICUM ABI: Als Mitorganisatorin des Schülerstreiks bist du inzwischen das Gesicht der Fridays for Future-Bewegung hier in Deutschland. Bist du die deutsche Greta Thunberg?
Luisa Neubauer: Das sagen auf jeden Fall einige. Ich finde aber, dieser Vergleich hinkt enorm. Einerseits bin ich ja nur eine von ganz ganz vielen in Deutschland, andererseits ist das, was wir hier machen auch ganz anders, als das, was Greta macht.

Inwiefern ist es anders?
Wir bilden eine riesengroße Massenbewegung und gehen ganz groß in die Breite in der Art und Weise, wie wir uns mobilisieren und uns Gehör verschaffen. Was Greta macht ist unheimlich inspirierend und beeindruckend, aber tatsächlich doch relativ weit davon entfernt.

Greta Thunberg wird für ihr Engagement auch scharf kritisiert. Geht dir das auch so?
Ja, na klar, ich werde auch und sogar relativ heftig kritisiert. Ich glaube, das ist so ein bisschen der digitalen Kommunikation geschuldet. Ich kriege das nur ganz punktuell mit, denn ich verbringe meinen Tag ja nicht auf Twitter. Aber was viele Menschen anscheinend nicht verstehen oder kritisieren ist, dass ich keine perfekte Klimaschützerin bin. Ein häufiger Kritikpunkt ist zum Beispiel, dass ich mal geflogen bin. […]

„Wir stehen kurz vor dem ökologischen Kollaps“

Warum ist die Fridays for Future-Bewegung so wichtig?
Weil die letzten 40 Jahre klimapolitisch so viel verschlafen wurde, dass wir kurz davor stehen, weltweit einen ökologischen Kollaps zu erleben. Und all das, was verschlafen wurde, wird auf unsere Kosten gehen und auf die Kosten des Planeten. Die nächsten Jahre werden entscheidend sein für unseren Planeten, für die Erde. Ich weiß nicht, ob den Menschen bewusst ist, wie unglaublich dringend es ist, jetzt zu handeln. Anscheinend sind wir aber immerhin schon genug Leute, denen auffällt, dass es ein riesen Skandal ist, was da gerade passiert. […]

Das vollständige Interview findet ihr hier.

UNICUM: https://abi.unicum.de/

„Fridays for Future“: https://fridaysforfuture.de/

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