Klima

Meeresschutz ist Klimaschutz.

Marine Senke für menschgemachtes CO2 bestimmt

Ozean
© andrej67 / iStock

Die ETH Zürich hat ein internationales Forschungsprojekt geleitet, das über 13 Jahre die Menge der menschengemachten CO2-Emmession, die die Meere aus der Atmosphäre aufgenommen haben, gemessen hat. Die Forschungsergebnisse zeigen, je höher die CO2-Konzentration in der Luft ist, desto mehr CO2 absorbieren auch die Meere. Zwar leistet die ozeanische Kohlenstoffsenke für das Klima einen wichtigen Dienst, aber gleichzeitig versauern die Ozeane durch die steigende CO2-Aufnahme, sodass lebensnotwendige Meeresökosysteme zerstört werden.

ETH Zürich, 14.3.2019, Autor: Michael Keller

Nicht alles Kohlendioxid (CO2), das beim Verbrennen von fossilen Energieträgern in die Luft gelangt, verbleibt in der Atmosphäre und trägt zur Erderwärmung bei. Die Weltmeere sowie die Ökosysteme auf dem Land nehmen nämlich beachtliche Mengen der menschgemachten CO₂-Emissionen aus der Atmosphäre auf.
Meere nehmen CO2 in zwei Schritten auf: Zuerst löst sich das CO2 im Oberflächenwasser. Dann wird es von marinen Umwälzpumpen verteilt. Meeresströmungen und Mischungsprozesse verfrachten das gelöste CO2 von der Oberfläche bis tief in die Ozeanbecken, wo es sich über die Zeit anreichert.

Kohlenstoffspeicher im Ozean

Die marinen Umwälzpumpen sind die treibende Kraft hinter der sogenannten Kohlenstoffsenke im Ozean. Diese Senke ist wiederum für den atmosphärischen CO2-Haushalt bedeutend: Ohne sie wäre die CO2-Konzentration in der Atmosphäre deutlich höher und der menschgemachte Klimawandel entsprechend stärker.
Die Frage, wieviel des menschgemachten CO2 der Ozean genau aufnimmt, ist für die Klimaforschung zentral. Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter Leitung von Nicolas Gruber, Professor für Umweltphysik der ETH Zürich, ist es nun gelungen, die Senkenleistung des Ozeans in einem Zeitraum von dreizehn Jahren präzise zu bestimmen. Wie die Forschenden in der aktuellen Ausgabe von Science berichten, nahmen die Weltmeere zwischen 1994 und 2007 insgesamt etwa 34 Giga-Tonnen (Milliarden Tonnen) menschgemachten Kohlenstoff aus der Atmosphäre auf. Das entspricht rund 31 Prozent der gesamten menschgemachten CO2-Emissionen in diesem Zeitraum. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

ETH Zürich: https://www.ethz.ch/de.html

Wie Treibhausgase wieder aus der Luft verschwinden

Technische Anlage der Schweizer Firma Climeworks ist gegen den Himmel zu sehen.  (Climeworks)
© Climeworks

Die Schweizer Firma „Climeworks AG“ bietet Getränkefirmen aus der Luft gefiltertes CO2 an. Durch die speziellen Anlagen von Climeworks soll das Treibhausgas aus der Luft eingefangen und dann in einem separaten Behälter gespeichert werden. Negative Emissionen, also die Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre, stehen schon seit einigen Jahren im Fokus der Klimawissenschaftler*Innen. Welche Möglichkeiten gibt es noch Treibhausgase zu speichern?

Deutschlandfunk, 13.12.2018, Autor: Georg Ehring

Sie sehen aus wie große Ventilatoren – im halben Dutzend nebeneinander aufgestellt und bei Bedarf auch stapelbar: Die Schweizer Firma Climeworks AG baut Anlagen, die das Treibhausgas CO2 aus der Luft entfernen – es landet in hoher Reinheit in einem separaten Behälter. Christoph Beuttler ist Manager bei Climeworks und er findet die Technik recht einfach:

„Man kann sich das so vorstellen: CO2 ist eine Säure und wir haben eine spezielle Base gebaut, die das CO2 anzieht und das ganze in eine Maschine verpackt, die dieses CO2 dann aus der Luft holt.“

CO2 aus der Atmosphäre in Softdrinks

Trotzdem ist der Betrieb nicht gerade billig, pro Tonne CO2 liegen die Kosten derzeit bei etwa 500 Euro. Doch es gibt bereits Kunden, die diese Preise bezahlen – allerdings nicht nur dem Klima zu Liebe. Erste Anlagen produzieren „für die Getränkeindustrie, also dass die Blasen in den Fizzy Drinks eben aus der Atmosphäre kommen und nicht aus fossilem CO2.“

Was die Hersteller dann auch als Argument für ihre Werbung nutzen können. Climeworks will in einigen Jahren auf weniger als 100 Euro pro Tonne kommen, zum Vergleich: Im Europäischen Emissionshandel kostet das Recht, eine Tonne Treibhausgas in die Atmosphäre zu blasen, derzeit um die 20 Euro – Tendenz deutlich steigend.

Die Hersteller solcher Anlagen können sich auf großes Interesse an ihren Produkten freuen. In der Wissenschaft sind negative Emissionen, also die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre, schon seit einigen Jahren ein Thema. Vor allem, wenn die Erderwärmung unter 1,5 Grad gehalten werden soll,  kommt kein realistisches Klimamodell mehr ohne die Annahme aus, dass so etwas funktioniert. Jetzt interessiert sich auch die Politik dafür, sagt Artur Runge-Metzger von der EU-Generaldirektion Umwelt.

„Wenn man langfristig das Klima retten will, wird einem nichts anderes übrig bleiben und dann innerhalb der 1,5 Grad zu bleiben, wird einem nichts übrig bleiben als negative Emissionen zu haben und negative Emissionen bedeutet, dass man CO2 aus der Atmosphäre auffangen muss und das dann verbringen muss in geologische Schichten oder eben Aufnahme über Vegetation und Holz.“ […]

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Deutschlandfunk: https://www.deutschlandfunk.de/

 

 

„Fridays for Future“- Greta Thunberg in Hamburg

1.3.2019- Am Freitagmorgen finden sich knapp 10 000 Schülerinnen und Schüler aus ganz Norddeutschland in Hamburg zusammen und machen sich gemeinsam für den Klimaschutz stark.


© dpa

Um 8:30 versammeln sich Tausende engagierter junger Menschen auf dem Gänsemarkt für die „Fridays for Future“-Demonstration. „Fridays for Future“ ist eine Klimastreik-Bewegung, die als Vorbild die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg hat, die schon seit Monaten freitags streikt. Der fröhlich gestimmte Demonstrationszug zieht mit Schildern, Plakaten und Musik durch Hamburgs Innenstadt in Richtung Rathausmarkt. Neben den zahlreichen Schüler:innen, die anstatt zur Schule zu gehen, für echten Klimaschutz demonstrieren, schließen sich auch einige Lehrer:innen, Eltern und Großeltern der Aktion an. Der Höhepunkt des Geschehens ist Greta, die anlässlich des Protests in Hamburg mit dem Zug aus Schweden anreiste. Sie hält zum Abschluss der Demo eine Ansprache auf Englisch vor der jubelnden Menschenmenge. Die Nachricht an die Verantwortlichen der Klimapolitik ist eindeutig: „Wir machen weiter, bis sie etwas unternehmen“.

DEEPWAVE war auch vor Ort und hat am Protest teilgenommen. Wir danken allen Menschen, die sich der „Fridays for Future“-Bewegung angeschlossen haben. Wir wollen euch alle ermutigen, weiter für den Klimaschutz und die Zukunft unseres Planeten einzustehen!

„Fridays for Future“: https://fridaysforfuture.de/

Weitere Informationen über die „Fridays for Future“-Demonstration:

http://www.taz.de/Fridays-for-Future-in-Hamburg/!5574064/

https://www.greenpeace.de/themen/klimawandel/klimaschutz/heiss-ist-nicht-sexy

https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Greta-Thunberg-in-Hamburg-Wir-machen-weiter,demo2550.html

 

 

 

 

Nordamerika treibt CO₂-Steuer voran

©Susanne Götze

Nachdem Kanada bereits Steuern auf den Ausstoß von Treibhausgasen eingeführt hat, sollen die Vereinigten Staaten nun folgen. Immer mehr Politiker*Innen, Wissenschaftler*Innen und Ökonom*Innen unterstützen den Gesetzesentwurf „Energy Innovation and Carbon Dividend Act“, der vorsieht, dass die Einnahmen durch die CO2-Steuer an die Bürger*Innen zurückgegeben werden.

Klimareporter°, 27.02.2019, Autor: Benjamin von Brackel

Seit vielen Jahren fordern Ökonomen und Klimaschützer, den Ausstoß von Treibhausgasen zu besteuern. Nun scheint zumindest in Nordamerika die Zeit für dieses Instrument gekommen zu sein.
In Kanada hat die Regierung zwei CO2-Steuern eingeführt. Zum einen müssen Produzenten und Händler fossiler Energien eine Brennstoffsteuer auf Kohle, Öl oder Gas entrichten.
Die Steuer bezieht sich dabei auf den Treibhausgasausstoß, der durch das Verfeuern der fossilen Energieträger entsteht. Von diesem Jahr an müssen die Energiefirmen umgerechnet 13 Euro pro Tonne CO2 bezahlen. Jedes Jahr nimmt die Steuer um über sechs Euro zu, bis sie 2022 den oberen Deckel von gut 33 Euro erreicht.
Die gestiegenen Preise dürften die fossilen Energieunternehmen an ihre Kunden weitergeben. In anderen Ländern hat das in der Vergangenheit zu starken Protesten geführt. Diese „Falle“ will die kanadische Regierung vermeiden, indem sie vorsieht, dass die kanadischen Provinzen 90 Prozent der Einnahmen an die Privathaushalte weitergeben. Unterm Strich sollen die meisten Bürger damit mehr Geld in der Tasche haben.
Alle anderen Unternehmen hat die kanadische Regierung mit einer weiteren Steuer belegt: Übersteigt der CO2-Ausstoß eines Unternehmens den für den Sektor vorgesehenen Grenzwert, muss es für die zusätzlichen Emissionen die Steuer begleichen. Sie liegt auf der Höhe der Brennstoffsteuer. Andersherum bekommen Unternehmen einen finanziellen Zuschlag, wenn sie unter der Grenze liegen. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Klimareporter°: https://www.klimareporter.de/

 

 

 

Meeresspiegel steigt schneller an als prognostiziert

Klimareporter°, 10.2.2019, Autorin: Verena Kern

©Arifur Rahman Tushar/​Pixabay

Vor uns die Sintflut

Der Klimawandel könnte den Meeresspiegel deutlich höher ansteigen lassen als bislang angenommen, zeigt ein geleakter Entwurf des Sonderberichts, den der Weltklimarat IPCC im September vorlegen will.

Mitte September wird der Weltklimarat IPCC einen weiteren Sonderbericht vorlegen, diesmal zu den Folgen des Klimawandels für die Ozeane. Ein wichtiges Thema wird dabei die Frage sein, wie stark der Meeresspiegel bis zum Ende des Jahrhunderts voraussichtlich ansteigen und damit das Leben von Millionen in den Küstenregionen lebenden Menschen gefährden wird.

Nun ist ein Entwurf des Berichts von der japanischen Tageszeitung The Mainichi geleakt worden. Demnach könnte die fortschreitende Erderhitzung zu einem Anstieg des Meeresspiegels um gut 1,3 Meter bis 2100 führen.

Diese Prognose geht weit über das hinaus, was der Weltklimarat bislang angenommen hat. In seinem Fünften Sachstandsbericht von 2014 hatte der IPCC einen Anstieg von maximal 98 Zentimetern bis zum Ende des Jahrhunderts vorhergesagt – allerdings als Worst-Case-Szenario.

Damals waren die Wissenschaftler noch von der Stabilität des antarktischen Eises ausgegangen. Neuere Studien, die nun auch in den Sonderbericht einfließen, zeigen jedoch ein anderes Bild. Demnach hat sich der Eisverlust in der Antarktis in den vergangenen 40 Jahren versechsfacht. Auch die Ostantarktis, die bislang als relativ stabil galt, ist betroffen.

Ebenso beschleunigt sich die Eisschmelze in Grönland. Die jüngsten Schmelzraten sind höher als in den vergangenen 300 Jahren und damit auf Rekordhöhe.

Eine Studie der University of Melbourne kam Ende 2017 zu dem Ergebnis, dass der Meeresspiegel bis 2100 um 1,32 Meter steigen könnte – falls es nicht gelingt, bis 2050 weltweit aus der Kohlenutzung auszusteigen.

Eine ganz ähnliche Zahl – nämlich 1,33 Meter Anstieg verglichen mit dem Durchschnitt des Zeitraums von 1986 bis 2005 – dürfte laut dem geleakten Entwurf auch in dem IPCC-Sonderbericht auftauchen. Das wäre ein „signifikant höherer“ Wert als in früheren Berichten, zitiert die Zeitung aus dem Entwurf.

Mehr Hitzewellen in den Ozeanen

Zudem werden laut Berichtsentwurf Hitzewellen in den Ozeanen häufiger auftreten und die maritimen Ökosysteme „an die Grenzen ihrer Widerstandsfähigkeit“ bringen. Eine Nature-Studie aus dem vergangenen Jahr hatte beispielsweise ergeben, dass Hitzeereignisse im Meer heute schon doppelt so wahrscheinlich sind wie vor 35 Jahren.

Höhere Temperaturen in den Ozeanen und an der Meeresoberfläche können zudem dazu beitragen, dass es mehr regnet, mehr stürmt und die Wellen höher werden. Kürzlich erst hatte ein australischer Regierungsbericht gezeigt, dass die Wellenenergie proportional zur Oberflächentemperatur zunimmt. Die Folge ist eine zunehmende Küstenerosion.

Laut IPCC-Entwurf nimmt die Versauerung der Meere durch die steigende Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre weiter zu. Auch die sogenannten Todeszonen weiten sich aus, also Regionen, in denen der Sauerstoffgehalt des Wassers so niedrig ist, dass dort kein Leben mehr möglich ist.

Der endgültige Entwurf des Sonderberichts wird für Anfang Juni erwartet.

Quelle: https://www.klimareporter.de/erdsystem/vor-uns-die-sintflut

Der vollständigen Bericht des Weltklimarats IPCC findet ihr hier.

Klimareporter°: https://www.klimareporter.de/

 

Forscher finden gigantischen Hohlraum in Antarktis-Gletscher

Thwaites Glacier ©NASA/OIB/Jeremy Harbeck

Thwaites Glacier ©NASA/OIB/Jeremy Harbeck

Spiegel online Jan 31, 2019

Das Tauen des Thwaites-Gletschers in der Antarktis ist bereits jetzt für etwa vier Prozent des globalen Meeresspiegelanstiegs verantwortlich. Was hat es mit dem gewaltigen Hohlraum auf sich, den Forscher unterm Eis entdeckten?

Das Loch nimmt zwei Drittel der Fläche von Manhattan ein und ist fast 300 Meter hoch: Im Thwaites-Gletscher in der Westantarktis haben Forscher der amerikanischen Weltraumbehörde Nasa einen gewaltigen Hohlraum gefunden. Die Region um den Gletscher ist dafür bekannt, dass sie viel Eis verliert. Zu Beginn der Untersuchung gingen die Forscher daher bereits davon aus, dass sie am Gletscherende einige Lücken zwischen Eis und Untergrund finden würden, berichtet die Nasa in einer Mitteilung. Die Größe und das extrem schnelle Wachstum des Hohlraums überraschten sie dann aber doch. Das entstandene Loch fasste einst 14 Milliarden Tonnen Eis – der Großteil davon sei innerhalb der vergangenen drei Jahre abgeschmolzen, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin „Science Advances“ nach der Auswertung verschiedener Radaraufnahmen.

Der Endbereich des Gletschers, wo sich der Hohlraum gebildet hat, ist besonders empfindlich, weil dort wärmeres Meerwasser zum Eis vordringen und es von unten abschmelzen kann. Entsteht dabei ein großes Loch, beeinflusst das auch die Zukunft des Gletschers. „Da mehr Wärme und Wasser unter den Gletscher gelangen, schmilzt er schneller“, sagt Pietro Milillo vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa in Pasadena.

Für vier Prozent des Meeresspiegelanstiegs verantwortlich

Der Thwaites-Gletscher ist ungefähr so groß wie der US-Bundesstaat Florida und derzeit für etwa vier Prozent des globalen Meeresspiegelanstiegs verantwortlich. Würde er komplett abschmelzen, wäre ein Meeresspiegelanstieg von 65 Zentimetern die Folge. Außerdem stabilisiert der Thwaites weitere Gletscher, deren vollständiges Abschmelzen den Meeresspiegel laut Nasa um 2,4 Meter anheben würde.

Forscher wollen die abgelegene Region in den kommenden Jahren weiter untersuchen, um die Vorgänge am Gletscher besser zu verstehen und exakte Prognosen für deren Entwicklung treffen zu können. Der Gletscher entwickelt sich an verschiedenen Seiten unterschiedlich. An der Westseite, wo sich auch der große Hohlraum befindet, schwankt die Grundlinie mit Ebbe und Flut derzeit zwischen drei und fünf Kilometern. Die Grundlinie ist der Punkt, an dem der Gletscher beginnt, auf Meerwasser zu schwimmen.

Furche verändert Grundlinie

Durch eine Furche im Gestein löst sich der Gletscher immer weiter von der Landmasse – die Grundlinie zieht sich seit 1992 jedes Jahr 0,6 bis 0,8 Kilometer zurück. Gleichzeitig schmilzt das Eis in dem Bereich extrem schnell. An der Ostseite des Gletschers sieht es etwas anders aus. „Der Rückzug der Grundlinie erfolgt dort über viele kleine Wasserkanäle“, erklärt Milillo. Man könne sie sich vorstellen wie Finger, die unter den Gletscher reichen, um ihn von unten abzuschmelzen. In dieser Region hat sich die Geschwindigkeit, mit der sich die Gletscherlinie zurückzieht, verdoppelt – von 0,6 Kilometern pro Jahr im Zeitraum 1992 bis 2011 auf 1,2 Kilometer pro Jahr von 2011 bis 2017. Trotzdem schmilzt der Gletscher hier langsamer als an der Westseite. Zuletzt gab es wiederholt Berichte über die Eisschmelze in der Antarktis. Mitte Januar warnten Forscher etwa, dass der bisher für recht stabil gehaltene Osten des Kontinents deutlich mehr Eis verliert als bislang angenommen.

Quelle und weitere Informationen: http://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/antarktis-forscher-finden-gigantischen-hohlraum-in-gletscher-a-1250989.html

„I want you to panic“- 16-jährige Greta Thunberg spricht in Davos

Jan 25, 2019, Der englische Guardian hat das folgende Video veröffentlicht. Greta Thunberg, eine 16-jährige Klimaaktivistin aus Schweden, findet auf dem Weltwirtschaftsforum 2019 in Davos klare Worte über den Klimawandel und den Umgang damit: „I don’t want you to be hopeful, I want you to panic! I want you to feel the fear I feel every day and then I want you to act!“

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=RjsLm5PCdVQ&feature=youtu.be

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=RjsLm5PCdVQ&feature=youtu.be

Träges Speichermedium Wasser- Ozeane erwärmen sich schneller als erwartet


© AP

FAZ, 13.01.2019, Autor: Joachim Müller-Jung

Es ist nicht das erste Mal, dass der Weltklimarat IPCC schneller korrigiert wird, als ihm lieb sein kann. Die Selbstkorrektur ist Teil seiner fortlaufenden Arbeit. Jede Woche kommen neue, aktuellere Ergebnisse dazu. Diesmal aber enthält die Aktualisierung, die via „Science“ übermittelt und damit auch der Öffentlichkeit mitgeteilt wird, eine besonders beunruhigende Nachricht: Die Erwärmung der Weltmeere hat sich weiter beschleunigt – deutlich stärker, als es bislang bekannt war.

Beunruhigend ist das vor allem deshalb, weil der allergrößte Teil – etwa 93 Prozent – der Energie, die sich durch den menschengemachten Treibhauseffekt in der Atmosphäre ansammelt, von den Ozeanen aufgenommen, gespeichert und der Klimawandel damit langfristig quasi programmiert bleibt. Abkühlen geht so schnell wieder nicht. Die Meere sind ein unglaublich träges Speichermedium. Genau deshalb muss die überraschend schnelle Aufnahme der Wärmeenergie in jüngster Zeit nicht nur dem Weltklimarat, sondern vor allem der internationalen Klimapolitik Kopfzerbrechen bereiten.

Das vergangene Jahr war der neuen Veröffentlichung zufolge  „das heißeste Meeresjahr seit Beginn der Messungen“, auch 2017 lieferte bereits Spitzenwerte, ebenso wie 2016 und 2015. Mit anderen Worten: Von einem Abbremsen der Erderwärmung ist weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenteil: Verglichen mit dem seit den sechziger Jahren ermittelten anfänglichen Erwärmungstrend hat sich die durch Treibhausgase angefachte Aufheizung der Meere inzwischen um vierzig Prozent verstärkt – Tendenz weiter steigend. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

FAZ: https://www.faz.net/aktuell/

Klimaplan ohne Ambitionen

©Simon Steinberger/​​Pixabay

Der Entwurf des nationalen Energie- und Klimaplans, den die Bundesregierung der Eu-Kommission übermittelt hat, liegt vor. Die Bundesregierung zeigt weiterhin keine Ambitionen aus der Kohle ausszustiegen, lediglich diese auslaufenzulassen.

Klimareporter°, 08.01.2019, Autor: Jörg Staude

Was das Klimaschutzgesetz für Deutschland garantieren soll, will die EU mit der Vorlage sogenannter nationaler Energie- und Klimapläne (National Energy and Climate Plan – NECP) erreichen: mehr Verbindlichkeit. Bis Ende 2019 müssen alle EU-Staaten der Europäischen Kommission ihre NECPs vorlegen, der Entwurf musste bis Ende 2018 in Brüssel sein.

Mit den nationalen Energie- und Klimaplänen will die EU bis 2030 drei Ziele erreichen: eine CO2-Reduktion um 40 Prozent gegenüber 1990, einen Anteil der Öko-Energien am Endenergieverbrauch von 32 Prozent sowie eine um mindestens 32,5 Prozent höhere Energieeffizienz.

Die Bundesregierung versteht ihren NECP-Entwurf als „Arbeitsdokument“, das bis Ende des Jahres vor allem auch mit den Vorschlägen der Kohlekommission „fortentwickelt“ werden soll. Das ist auch dringend nötig, denn bisher ist der fast 150-seitige Plan ein Spiegelbild der ambitionslosen Klimapolitik der Bundesregierung.

So soll Deutschland nach den Prognosen im geltenden „Arbeitsdokument“ im Jahr 2040 noch mehr als 620 Millionen Tonnen CO2 ausstoßen, darunter allein aus der Energiewirtschaft über 200 Millionen. Kein Wunder, laufen doch laut dem NECP-Entwurf 2040 noch 9.100 Megawatt Braunkohle- und 12.500 Megawatt Steinkohleverstromung, fast die Hälfte der derzeitigen Kapazität. […]

Den gesamten Artikel findet hier.

Den vollständigen Entwurf des National Energy and Climate Plan (NECP) findet ihr hier.

Klimareporter°: https://www.klimareporter.de/

 

UN-Klimagipfel einigt sich auf Regelwerk – jetzt muss gehandelt werden: Führende Forscher bei COP24 warnen vor „Heißzeit“

UN-Klimagipfel einigt sich auf Regelwerk – jetzt muss gehandelt werden: Führende Forscher bei COP24 warnen vor "Heißzeit"

© Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

„Wir folgen weiterhin einem Weg, der uns noch innerhalb dieses Jahrhundert in eine sehr gefährliche, drei bis vier Grad wärmere Welt führen wird“, sagt Johan Rockström, einer der Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, nach dem UN-Klimagipfel in Kattowitz.

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), 17.12.2018

Das beim UN-Klimagipfel in Kattowitz vereinbarte Regelwerk ist „eine Erleichterung“, so erklären die Direktoren des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Dringend nötig wäre aber nun, den Ausstoß von Treibhausgasen stärker zu verringern – und hierbei haben die fast 200 bei COP24 versammelten Staaten versagt, sagen Johan Rockström und Ottmar Edenhofer. Bislang steuern die Regierungen den Planeten weiter in Richtung einer Heißzeit. Hierzu haben führende PIK-Forscher, darunter der Direktor Emeritus Hans Joachim Schellnhuber, unlängst eine wissenschaftliche Studie vorgelegt. Der in diesem Zusammenhang geprägte Begriff der Heißzeit wurde nun in Deutschland zum „Wort des Jahres 2018″ gewählt.
Das Ergebnis von Kattowitz ist eine Erleicherung. Die Staaten der Welt erkennen an, dass sie zusammenarbeiten müssen, um die Klimakrise anzupacken“, so Johan Rockström, der zusammen mit Ottmar Edenhofer das PIK leitet. „Das Paris-Abkommen für globale Klimapolitik erweist sich als quicklebendig, trotz einer Zunahme von Nationalismus und Populismus. Mit dem jetzt endlich beschlossenen Regelbuch kann das Paris-Abkommen wirklich umgesetzt werden. Meine größte Sorge ist, dass der UN-Klimagipfel in Kattowitz es nicht vermocht hat, die Klimapolitik so zu gestalten, dass sie die von der Wissenschaft klar aufgezeigten Klimarisken jetzt tatsächlich wirkungsvoll begrenzt – vor allem haben sie versäumt, klar zu machen, dass die globalen Emissionen aus fossilen Brennstoffen bis 2030 halbiert werden müssen, wenn man dem 1,5-Grad-Report des Weltklimarats folgen will.“ […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK):
https://www.pik-potsdam.de/pik-startseite

Weitere Informationen und Bewertungen zum UN-Klimagipfel in Kattowitz:
https://www.deutschlandfunk.de/klimakonferenz-in-kattowitz-viel-zu-wenig-und-viel-zu.676.de.html?dram:article_id=436218

https://www.germanwatch.org/de/16125

 

 

 

 

 

 

 

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