© dpa/AWI

Forscher*innen vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung finden heraus, dass immer weniger Meereseis aus russischen Gewässern in der zentralen Arktis ankommt. Durch das vorzeitige Abschmelzen des Meereseises kommen die in dem Eis gespeicherte Schwebestoffe und Mineralien nicht mehr in der Arktis an. Wir kommen einem meereseisfreien Sommer in der Arktis einen gefährlichen Schritt näher…

FAZ, 02.04.2019

Immer mehr vor Russland gebildetes Eis schmilzt auf seinem Weg in die zentrale Arktis. Das habe Auswirkungen auf das Ökosystem, schreiben deutsche Forscher vom Alfred-Wegener-Institut (AWI) für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven in der Zeitschrift „Scientific Reports“. Denn wenn das Eis aus Gründen des Klimawandels frühzeitig schmelze, werden eingeschlossene Nährstoffe nicht im Nordpolarmeer verteilt.

Langfristig sei zu erwarten, dass sich dadurch die Arktis nicht nur physikalisch, sondern auch biologisch und chemisch verändere, sagte Awi-Forscherin Eva-Maria Nöthig: „Das Ausmaß kennen wir noch nicht.“ In den sogenannten russischen Randmeeren des Arktischen Ozeans entsteht dem AWI zufolge im Winter fortwährend Meereis, auch weil dort die Lufttemperaturen extrem niedrig sind – bis zu minus 40 Grad.

Kommt der Sommer ohne Meereis?

Ein starker, ablandiger Wind schiebt dann das im Flachwasser gebildete junge Eis auf das Meer hinaus. Ein Teil dieses Eises wandert durch die Transpolardrift wie auf einem Förderband innerhalb von zwei bis drei Jahren einmal quer durch die zentrale Arktis bis in die Framstraße. In diesem Seegebiet zwischen Grönland und Spitzbergen schmilzt es schließlich. Vor rund 20 Jahren erreichte noch etwa die Hälfte des in den Randmeeren gebildeten Eises die zentrale Arktis. Mittlerweile seien es nur noch 20 Prozent, schreiben die Forscher. Der Großteil schmelze vorzeitig. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Den vollständigen Forschungsbericht von den Forscher*innen vom AWI im „Scientific Reports“  findet ihr hier.

FAZ: https://www.faz.net/aktuell/

 

//