Klima

Meeresschutz ist Klimaschutz.

GermanZero: Der 1,5-Grad-Klimaplan für Deutschland

Weißer Text auf gelbem Hintergrund: GermanZero: Der 1,5-Grad-Klimaplan für Deutschland- Gemeinsamer Aufbruch gegen die Klimakrise

© GermanZero

Hier ein Newsletter, den wir gerade bekommen haben. Wir unterstützen die Sache!

Newsletter von der Warenwirtschaft Hamburg:

Die Jugend hat uns auf die Straße geholt, als wir zu träge dafür waren, selbst die Hintern hochzukriegen, und das ist eine wirklich große Sache. Leider muss man nicht weit über den Tellerrand schauen um zu erkennen, dass an wesentlichen Stellen die große Sache, die auf der Straße passiert, den Entscheidern nicht besonders wichtig ist.

Die Straße, mit dem erhebenden Wir-ändern-was-Gefühl der letzten Monate, hat den Klimaschutz auf die Agenda gesetzt und zu einem Thema gemacht, dem sich niemand mehr entziehen kann – jetzt braucht es nächste Schritte, und um einen besonders imposanten nächsten Schritt soll es in diesem Schrieb gehen.

Bisher hat keine Nation einen Plan vorgelegt, wie sie das in Paris vereinbarte 1,5-Grad-Ziel zu erreichen gedenkt. Nicht einmal einen Plan! Von seiner Umsetzung ganz zu schweigen. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Vier Jahre ist das her, dass die unterzeichnenden Staaten völkerrechtlich bindend zugesagt haben, die Erdüberhitzung bei 1,5° zu stoppen, und die größten Verschmutzer unter diesen Regierungen haben bisher nicht einmal ernsthaft darüber nachgedacht, wie man das überhaupt anpacken müsste.

Parallel dazu die unangenehmen Prognosen, die wir alle kennen und möglichst weit wegschieben, weil mehr Wissen eben entgegen aller Erwartungen und zum großen Frust der weltweiten Klimaforschung nicht zu mehr Handeln führt, eher im Gegenteil.

Aber irgendwie was machen fürs Klima, das wollen wir doch alle. Und nun sind sie einmal in der Höhe, unsere Hintern. Wir sollten sie nicht sinken lassen. Wir sollten mithelfen, dass die große Sache, die unten auf der Straße ihren Anfang genommen hat, auch unter den Regierenden die Wucht entfaltet, die nötig ist, um einen Unterschied zu machen.

Wir verfügen über ein paar Dinge, von denen die Jugend weniger hat: Geld (ja klar, in Maßen, aber doch), Einfluss (nicht so viel wie Rezo, aber immerhin), Wählerstimmen (nicht so viele wie Putin, aber schon). Die Fridays for Future nehmen uns in die Pflicht, diese Dinge wirklich in die Waagschale zu werfen – und zwar über die gelegentliche Demonstration und das liken von Greta-Fotos auf Twitter hinaus.

„Ja aber was, ja aber wie denn?“, fragt ihr euch ganz aufgescheucht gemeinsam mit mir im Chor. „Selbst, wenn wir persönlich superklimabewusst leben, können wir in Deutschland derzeit kaum unter 5 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr kommen, das ist natürlich von durchschnittlich über 11 Tonnen pro Kopf schon ein ganz schöner Fortschritt! Aber um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, müssten wir in kürzestmöglicher Zeit auf null, das schaffen wir nicht alleine! Da fehlt es an einem massiven, strukturellen Umschwung von oben! Auch um der breiten Masse die notwendige Umstellung auf klimafreundlichere Lebensweisen leichter zu machen! Denn 80% Prozent Klimaneutralität ist durch Politik machbar, für den Rest müssen wir als Individuen sorgen!“, ruft ihr erstaunlich gut informiert.

Und mit chirurgischer Präzision wähle ich macchiavellisch genau diesen Zeitpunk eurer größtmöglichen Empfänglichkeit, um– nee, Zeitpunks gibt es nicht, schade eigentlich, die wären sicher ziemlich, hm, ich weiß gar nicht, wie die wären, auf jeden Fall interessant.
Nochmal von vorn:
Und mit chirurgischer Präzision wähle ich macchiavellisch genau diesen Zeitpunkt eurer größtmöglichen Empfänglichkeit, um Werbung für GermanZero zu machen: Das Handlungsangebot für den klimabeunruhigten Menschen über 30.

GermanZero ist eine neue NGO und größenwahnsinnig. GermanZero will dafür sorgen, dass Deutschland bis 2035 klimaneutral wird, damit das 1,5-Grad-Ziel doch noch erreicht werden kann. Es ist die Art von sachlich unterfüttertem, kenntnisreichem, idealistischem Größenwahn, die wir dringend brauchen.

Ich sag’s gleich, damit kein falscher Eindruck entsteht: Nicht nur findet die warenwirtschaft das ein gutes Projekt, sondern ich, Nico, der immer den ganzen Kram hier schreibt, mache da mit. Ich war in den letzten Wochen (kleiner) Teil eines für Textmenschen wie mich schwer beeindruckenden, sehr intensiven Redaktionsprozesses, in dem GermanZero gemeinsam mit über zwanzig namhaften Experten und Wissenschaftlern einen überzeugenden Klimaplan zusammengeschrieben hat, der mit großer Konkretheit beschreibt, was an Maßnahmen und Gesetzen gebraucht wird, um diesen Kraftakt möglich zu machen.

Ich kenne diese Organisation von innen und treffe dort auf fähige, besonnene, optimistische und tatkräftige Leute, die wissen, was sie tun und denen ich zutraue, Großes zu erreichen. Deutschland hat keinen Plan? Nehmt unseren. Wir haben ihn vorgestern veröffentlicht. Das ist ein gigantischer erster Schritt und ein gutes Argument für die Glaubwürdigkeit und Schlagkraft dieser Kampagne. Ihr könnt hier in das Dokument reinschauen.

Was weiter mit diesem Plan passiert und wie er am Ende in ein im neuen Bundestag verabschiedetes Gesetzespaket münden soll, das unseren Beitrag zum Erreichen der 1,5° festschreibt und umsetzt, könnt ihr ebenfalls dort nachlesen, oder ihr lasst es euch direkt von Gründer Heinrich Strößenreuther erklären, der macht das mit großer Ruhe, Souveränität und Eindringlichkeit zum Beispiel hier.

Größenwahnsinnig, ja. Aber dieser Größenwahn unterliegt der zwingenden Logik desjenigen, der eine reelle letzte Chance sieht, die Zukunft lebenswert zu machen, anstatt sie noch innerhalb der Lebenszeit unserer Kinder den Bach runtergehen zu lassen.

Damit das was werden kann, muss GermanZero nicht nur Reichweite entwickeln, bekannter werden, und viele viele weitere ehrenamtliche Unterstützende finden. Es braucht auch Geld. Die erste Phase der Kampagne, die mit der Veröffentlichung des Klimaplans ihren Abschluss findet, ist zu einem überwältigenden Anteil durch hunderte Stunden ehrenamtlicher Arbeit möglich geworden. Um aber über die lange Strecke diesen Druck aufrecht zu erhalten, braucht es ein Kernteam angemessen bezahlter, richtig guter Fachleute (Interessiert? Stellenausschreibungen hier) – das kostet keine kleine Summe, aber über die gesamte Laufzeit der Kampagne immer noch deutlich weniger, als zum Beispiel SPD oder gar CDU/CSU für ihren Bundestagswahlkampf auszugeben pflegen.

Also, Weihnachtszeit, Spendenzeit:
GermanZero braucht von unserem Geld.
So plusminus 20 Cent von jedem Bundesbürger würden schon reichen, und was wäre das für eine Botschaft demokratischer Legitimierung, aber ein persönlicher Tipp von mir für den Fall, dass nicht alle mitmachen: Schenkt ein zwei weniger wichtigen Leuten nix und reicht das Eingesparte an GermanZero weiter. Von der Rettung des Klimas profitieren am Ende auch die weniger wichtigen Leute. Könnt ihr denen sagen, dass ich das gesagt habe.

Überzeugt?
Falls nicht, stehe ich für weitere Überzeugungsarbeit bereit. Fragt gern kritisch nach.

Und damit verbleiben wir mit herzlichen Weihnachtsgrüßen.
Macht euch ein sehr schönes Fest und ein paar ruhige Tage!

Hier findet ihr nochmal das komplette Dokument des 1,5-Grad-Klimaplans.

Hier kommt ihr zur Website von GermanZero.

Neuer Report: Klimakrise bedroht Lebensraum Ozean

Pressemitteilung, Greenpeace, 04.12.2019

Greenpeace fordert globale Maßnahmen zur Rettung der Weltmeere

Große Teile der Ozeane könnten demnächst in ihren Funktionen als Ökosysteme und als CO2-Speicher versagen, wenn die Atmosphäre sich ungebremst weiter aufheizt.

Zu diesem Schluss kommt der neue Greenpeace-Report „In hot water“ (In heißem Wasser, Online: https://act.gp/2r9qy9I). Die Studie fasst den derzeitigen Stand der Forschung zusammen und warnt:  Schon heute zeigen die Weltmeere mit ihrer Versauerung, dem Anstieg des Meeresspiegels und Aufheizen der Oberflächentemperatur deutliche Symptome der Erderhitzung. Damit sie nicht kollabieren, müssen Regierungen weltweit Treibhausgase drastischer reduzieren und mindestens 30 Prozent der Ozeane bis 2030 unter Schutz stellen. „Die Meere sind überlebenswichtig für die Menschheit. Sie liefern den Sauerstoff für jeden zweiten Atemzug auf unserem blauen Planeten und ernähren Millionen von Menschen“, sagt Thilo Maack, Meeresexperte von Greenpeace. „Die Wissenschaft liefert alarmierende Fakten und fordert die Regierungen zum dringenden Handeln auf.“

Die aktuelle Weltklimakonferenz in Madrid hat ein zwölfmonatiges Zeitfenster globaler Verhandlungsrunden eröffnet, bei denen wichtige Beschlüsse für den Meeres- und Klimaschutz gefasst werden können. Unter anderem stehen auf den Klimagipfeln in Spanien und Großbritannien ambitioniertere Maßnahmen gegen die Klimakrise an. Um die Widerstandskraft der Ozeane gegen die Klimakrise zu erhalten und das Artensterben in den Meeren zu begrenzen, haben die Vereinten Nationen im kommenden Jahr die Chance, sich auf einen globalen Ozeanvertrag zu einigen. Dieser könnte die Grundlage für ein Netzwerk globaler Schutzgebiete legen. „Die Reduktion der CO2-Emissionen an Land und neue Schutzgebiete im Meer sollten Hand in Hand gehen“, sagt Maack. „Die Klimakrise ist auch eine Ozeankrise.“

OZEANE SPEICHERN EIN DRITTEL DER CO2-EMISSIONEN

Im Kampf gegen die Klimakrise sind die Ozeane einer der wichtigsten Verbündeten. Sie speichern rund ein Drittel aller an Land verursachten CO2-Emissionen. Doch die Konsequenzen sind dramatisch: Ein nie dagewesenes Artensterben – ausgelöst durch Klimakrise, Überfischung und Vermüllung – verändert zahlreiche marine Ökosysteme und gefährdet die Ernährungssicherheit all jener Menschen, die ihre Nahrung hauptsächlich aus dem Meer gewinnen. Durch den Anstieg des Meeresspiegels werden viele Küstenregionen unbewohnbar.

Greenpeace fordert die Regierungen nachdrücklich auf, die Erderhitzung, das Artensterben und den Schutz der Ozeane auf globaler Ebene anzugehen. Es muss schnell gehandelt werden: Viele Regionen stehen stark unter Druck und sind schon heute ernsthaft bedroht. Dazu gehören die Arktis und die Antarktis sowie Regionen mit großen Wal-Beständen, Korallenriffe, Mangroven, Seegraswiesen und die Sargasso-See im Atlantik. Die Tiefsee muss für die in den Startlöchern stehende Bergbauindustrie gesperrt bleiben, um die Gesundheit der Meere nicht noch weiter zu beschädigen.

Diese Pressemittelung findet ihr bei Greenpeace.

Mehr über die Klimakrise und die Auswirkungen auf unsere Ozeane könnt ihr hier nachlesen. Einen Bericht vom IPCC über die Folgen des Klimawandels auf Ozeane und Eisgebiete findet ihr in unserem Klima- und Forschungsblog. 

 

 

Klimastreik am 29. November #NeustartKlima

29. November 2019, Global Day of Climate Action, Streikende bei Klimadenmonstration auf der Straße

© Fridays for Future

Fridays for Future rief am 29. November zum 4. Globalem Klimastreik auf unter dem Motto:

#NeustartKlima – laut, wütend und unbequem – Klimagerechtigkeit jetzt

Viele bunte Schilder zierten mit Aufschriften wie „climate justice“, „Klima retten“ oder „Die Uhr tickt“ begleitend den globalen Klimastreik. Alleine in Hamburg demonstrierten 55.000 Menschen aller Generationen, bundesweit waren es 630.000, um zu verdeutlichen, dass das 1,5 Grad Ziel eingehalten werden muss und die aktuellen Standpunkte der Politik nicht ausreichen und deshalb nicht toleriert werden.

Der Aufruf zum 4. Globalen Klimastreik:

Die Bundesregierung hat dem 1,5°-Ziel eine Absage erteilt. Das akzeptieren wir nicht!

Während Millionen Menschen auf der Straße gestreikt haben, hat sie am 20. September ein lächerliches Klimapaket vorgelegt, das uns noch tiefer in die Klimakrise führt. Mit business as usual und viel Pillepalle sind diese Maßnahmen nur eine weitere Folge in der Reihe des klimapolitischen Versagens der GroKo. Das auch noch als Erfolg zu deklarieren ist ein Skandal und nicht nur ein Schlag ins Gesicht der jungen Generation, die seit fast einem Jahr klimastreiken, sondern vor allem auch aller Menschen im globalen Süden, die jetzt schon die drastischen Folgen der Klimakrise erleben. Klimakrise, das heißt: das größte Artensterben in der Geschichte der Menschheit, immer häufiger auftretende Extremwetterereignisse, die Zerstörung der Lebensgrundlagen weltweit. Klimakrise, das heißt auch: steigende Meeresspiegel, neue Epidemien, zunehmende Waldbrände. Und das heißt: Nahrungsmittelengpässe, Fluchtbewegungen, Dürren und Überflutungen, in einem Ausmaß, das bislang unvorstellbar scheint.

Anfang Dezember treffen sich Politiker*innen aller UN-Staaten auf der Weltklimakonferenz, um die Einhaltung der internationalen Klimaziele zu überprüfen. Und Deutschland steht mit leeren Händen da. Ein Steuergesetz aus dem Finanzministerium soll die Antwort der GroKo auf die größte Krise unserer Zeit sein – in der Schule hieße das: “Thema verfehlt! Setzen, Sechs.”

Das ist nicht die besonders harsche Beurteilung durch naive, übereifrige Klimaaktivist*innen, sondern der der führenden Wissenschaftler*innen dieses Landes. Die Bundesregierung scheitert nicht nur an ihren internationalen Verpflichtungen zur Einhaltung des 1,5°-Ziels, sondern sogar an ihren eigenen – deutlich darunter liegenden – Klimazielen für die Jahre 2020 und 2030. In einer Zeit, in der die Wissenschaft so deutlich wie wohl nie zuvor die Notbremse fordert und die größten Teile der Gesellschaft ebenfalls bereit wären umzusteuern, ist das eine Katastrophe.

Was wir jetzt brauchen, ist ein #NeustartKlima: Es muss endlich Schluss sein mit Pillepalle und business as usual. Wir fordern Klimagerechtigkeit – und zwar jetzt! Doch dafür braucht es ein komplettes Umsteuern und Maßnahmen, die uns wirklich auf den Weg der Klimaneutralität bis 2035 bringen. Einen Ausstieg aus der Kohle, der nicht noch 19 Jahre auf sich warten lässt, eine Neuauflage der Energiewende so schnell wie nötig und das Ende von Subventionen für Kohle, Öl und Gas. Kurz gesagt: eine Bundesregierung, die ihrer Verantwortlichkeit nachkommt und sich nicht weiter hinter Ausreden und Mutlosigkeit versteckt.

Am 29. November, dem Freitag vor dem Beginn der Klimakonferenz, ziehen wir die Grenze. Dieses Jahr hat gezeigt, dass es scheinbar nicht ausreicht, Politiker*innen auf die Klimakrise und ihre Verantwortung aufmerksam zu machen. Es reicht weder aus, wenn unzählige junge Menschen jeden Freitag an Klimastreiks teilnehmen, noch, wenn ihnen an einem Vormittag 1,4 Millionen im ganzen Land folgen. Unsere Gesellschaft ist längst weiter als unsere Regierung.

Am 29. November gehen wir deshalb einen Schritt weiter. Ja, wir werden wieder die Straßen fluten – aber nein, wir werden nicht nur streiken. Wir gehen in Klassenzimmer und Parteibüros, in Einkaufszentren und auf öffentlichen Plätzen, zu Infrastrukturprojekten und auf Straßenkreuzungen, vor Kraftwerke und in die Fußgängerzonen. Am 29. November werden wir überall laut, wütend und unbequem sein – wir stehen zu unserer Forderung: Klimagerechtigkeit jetzt!

Diesen Aufruf findet ihr bei Fridays for Future

Italien führt das Schulfach „Klimawandel“ ein

In einem Klassenzimmer beugen sich mehrere Kinder über einen Tisch, auf dem verschiedene Stifte und Papiere liegen.

© CDC / Unsplash

Klimawandel und nachhaltige Entwicklung – so soll das neue Schulfach heißen, das ab dem nächsten Schuljahr in Italien unterrichtet wird. 33 Stunden im Jahr, also eine in der Woche, werden die Themen rund um Erderwärmung und Nachhaltigkeit den Schüler*innen nähergebracht. Somit ist Italien das erste Land weltweit, das diesen Schritt gehen wird. Dies beschloss der Bildungsminister Lorenzo Fioramonti. Bereits im September hatte Fioramonti die italienischen Schüler dazu ermutigt, auf die Klimademonstrationen anstatt in den Unterricht zu gehen, wofür ihn die Opposition stark kritisierte.

Das Fach soll in jeder Klassenstufe von Grundschule bis Abitur unterrichtet werden, wobei natürlich der Schwierigkeitsgrad und die Komplexität dieses Themas an die jeweiligen Stufen angepasst werden.

Doch nicht allein im neuen Schulfach, sondern auch in den bestehenden Fächern wie Geographie, Physik und Mathematik wird das Thema Klimawandel zukünftig wohl stärker eingebracht.
„Das gesamte Bildungsministerium wird verändert, um Nachhaltigkeit und Klima zentral in unserem Bildungssystem zu verankern“, so Fioramonti.

Verankerung in Bildung und Gesellschaft

Mit dem neuen Schulfach  wird Nachhaltigkeit und Klima jedoch nicht nur in der Bildung verankert, sondern auch in der Gesellschaft. Den Themen wird mehr Raum zur Diskussion gegeben, wodurch sich hoffentlich auch etwas in Politik und Industrie verändern wird. Darum sprechen wir uns für das Fach „Klimawandel und nachhaltige Entwicklung“ auch in Deutschland und in anderen Ländern aus. Anstatt zu diskutieren, wie die Schüler:innen wegen ihres „Schulschwänzens“  am Freitag am besten abgemahnt werden könnten, sollte das Thema Globale Erwärmung in den Curricula ernstgenommen und der faktischen Komplexität angemeseen ausführlich unterrichtet werden. Nur wenn sich die Gesellschaft wirklich mit diesem Thema auseinandersetzt, kann auch gehandelt werden.

Den zugehörigen Artikel vom 06.11.2019 findet ihr bei Spiegel Online.

NABU fordert strengere Klimaschutzvorgaben für Schifffahrt

Pressemitteilung, NABU, 11.11.2019

Miller: Deutschland muss sich für ambitionierten Klimaschutz stark machen, auch gegen den Widerstand der Reeder

London/ Berlin – Anlässlich des Arbeitsgruppentreffens der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) zum Klimaschutz in London fordert der NABU die Regierungsvertreter auf, sich für strenge Klimaschutzvorgaben für die Schifffahrt einzusetzen. Bereits heute entsprechen die Emissionen der Seeschifffahrt rund drei Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes. Damit ist der Sektor für mehr schädliche CO2-Emissionen verantwortlich als Deutschland. Ohne entsprechende Gegenmaßnahmen könne sich dieser Anteil künftig auf bis zu 17 Prozent vervielfachen. Das Treffen in London müsse unbedingt genutzt werden, um schnell wirksame Maßnahmen zu verabschieden.

„Die Schifffahrt ist viel zu lange von internationalen Klimaschutzvereinbarungen ausgenommen worden, nun muss umso schneller umgesteuert werden. Das selbstgesteckte Ziel, die Treibhausgasemissionen des Sektors um 50 Prozent bis zum Jahr 2050 zu reduzieren, reicht bei weitem nicht aus“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. „Um die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen, muss auch die Schifffahrt ihre CO2-Emissionen auf null senken. Die Weltgemeinschaft kann es sich nicht leisten, der Branche einen Freibrief für weitgehende Untätigkeit in Sachen Klimaschutz auszustellen. Die Bundesregierung muss sich in den internationalen Gremien für ambitionierten Klimaschutz stark machen, nötigenfalls auch gegen den Widerstand der Reeder.“ Die selbstgesteckten Minderungsziele des Sektors blieben hinter den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens zurück.

Sönke Diesener, NABU Schifffahrtexperte: „Klare Zielvorgaben im Einklang mit den Pariser Klimazielen sorgen nicht nur für tatsächlich sinkende CO2-Emissionen, sie geben der maritimen Wirtschaft auch Planungssicherheit und wirken als Innovationstreiber für die ganze Branche. Die nötigen Technologien sind weitgehend bekannt. Nun geht es darum einen Rahmen zu schaffen, der klima- und umweltfreundliche Antriebe zum neuen Standard auf den Weltmeeren werden lässt.“

Hintergrund:
Im Jahr 2018 hat die IMO ihre erste Treibhausgasminderungsstrategie beschlossen. Diese sieht eine Halbierung der CO2-Emissionen bis 2050 im Vergleich zum Jahr 2008 vor. Bisher fehlen aber konkrete Mechanismen, um das Erreichen des Ziels sicherzustellen. Bis 2023 ist vereinbart, einen Katalog kurzfristig wirksamer Maßnahmen zu beschließen, die den Treibhausgasausstoß zunächst durch Veränderungen im Schiffsbetrieb und Effizienzsteigerungen drastisch reduzieren können. Im Anschluss sollen dann die mittelfristigen Maßnahmen bis zum Jahr 2030 sowie die langfristigen Maßnahmen nach 2030 beschlossen werden.
In den kommenden Monaten und Jahren werden bei den IMO-Verhandlungen die Weichen dafür gestellt, ob und welche wirksamen Maßnahmen zum Klimaschutz in der Seeschifffahrt ergriffen werden. Deutschland spielt hier als wichtiges EU-Mitglied und als große Schifffahrtsnation mit der weltgrößten Containerflotte eine tragende Rolle, um wirksamen Klimaschutz auch auf See voranzubringen.
Für das Treffen der Arbeitsgruppe zum Klimaschutz der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (Intersessional Working Group on Greenhouse Gases ISWG GHG) am 11. November 2019 hat Deutschland zusammen mit Spanien und Dänemark einen Vorschlag eingebracht, der Effizienzmaßnahmen anhand des verbrauchten Treibstoffs bemisst. Der Vorschlag wird vom NABU begrüßt, da er sich nicht in einzelnen technischen, schwer kontrollierbaren Minderungsmaßnahmen verliert, wie andere Vorschläge es tun, sondern dem Klimaschutz in der Schifffahrt zielorientierte Vorgaben macht.

Diese Pressemitteilung findet ihr beim NABU.

Hier könnt ihr euch über die zwei Seiten des Flüssiggases LNG informieren, welches inzwischen vermehrt als „klimafreundlicher“ Ersatz von Marinediesel genutzt wird. Beim NABU Kreuzfahrt-Ranking 2019 erfahrt ihr mehr über die Auswirkungen von Kreuzfahrtschiffen auf das Klima und unsere Umwelt.

 

Meeresschutz ist Klimaschutz – Über 50 NGOs unterzeichnen offenen Brief an die EU

Nahaufnahme der Meeresoberfläche mit Lichtreflektionen. Darüber die Sätze: Worried about climate breakdown? There is an ocean of solutions

© climateocean

Der IPCC-Sonderbericht  über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima hat sehr deutlich gemacht, wie bedroht die Meere durch den Klimawandel sind. Die Ozeane haben eine tragende Rolle im Klimaschutz durch ihre Fähigkeit, CO2 und Wärme aufzunehmen (bisher haben sie schon 90% der anthropogenen Erwärmung absorbiert). Doch der Klimawandel geht nicht spurlos an den Ozeanen vorbei. Die Meeresökosysteme leiden unter anderem an Versauerung, Temperaturerhöhung, Sauerstoffarmut und Änderungen in den Meeresströmungen. Dies hat auch große Auswirkungen auf die Fische und andere Meeresbewohnen in unseren Meeren. Weitere, durch den Menschen verursachte Stressoren, tragen dazu bei, die Meeresumwelt unter Druck zu setzen. So haben sich zwar schon 2014 alle EU-Länder mit der Gemeinsamen Fischereipolitik, dazu verpflichtet, die europäischen Fischbestände bis spätestens 2020 nachhaltig zu bewirtschaften. Dennoch sind noch immer über 40% der Fischbestände in EU-Gewässern überfischt. Doch nur mit intakten Ökosystemen können die Ozeane ihre Fähigkeit beibehalten, die Folgen des Klimawandels abzupuffern.

Daher haben nun, in Anlehnung an den am 25.September 2019 veröffentlichten IPCC-Sonderbericht SROCC, insgesamt  52 europäische NGOs, unter anderem auch DEEPWAVE, einen offenen Brief an die Europäische Kommission unterzeichnet. Dieser ist an die aktuellen sowie zukünftigen Präsidenten der EU adressiert und darin sind  klare Forderung enthalten, wie die Europäische Union dazu beitragen muss, den Meeresschutz endlich aktiv voranzutreiben.

Forderungen der NGOs für effektiven Schutz der Ozeane

  1. Ein Ende der Überfischung und der illegalen, nicht gemeldeten und unregulierten Fischerei (IUU-Fishing). Alle EU-Institutionen und Mitgliedstaaten müssen die Vorgaben der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU vollständig umsetzen und durchsetzen, insbesondere die Frist für die Beendigung der Überfischung bis 2020.
  2. Ein wirksamen Abkommen zum Schutz der Hohen See bis Ende 2020.
  3. Mindestens 30% Prozent des Ozeans müssen bis Ende 2030 zu wirksamen und effektiv gemanagten Schutzgebieten werden. Die übrigen 70% müssen nachhaltig bewirtschaftet werden.
  4. Die Tiefsee muss durch ein Tiefseebergbau- Moratorium geschützt werden.

Die Beendigung der Überfischung und effektiv gemanagte Meeresschutzgebiete sind wesentliche Klimaschutzmaßnahmen, welche marine Lebensräume und die biologische Vielfalt schützen, zur Regeneration von Fischbeständen und marinen Nahrungsnetzen beitragen, die Bedingungen für die Kohlenstoffaufnahme verbessern und die Widerstandsfähigkeit der Ozeane gegen die Folgen des Klimawandels erhöhen werden. Auch die Tiefsee spielt eine wichtige Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels durch die Aufnahme und Speicherung von CO2. Durch die Aufnahme von überschüssiger Wärme verlangsamt die Tiefsee die Erwärmung an Land. Doch die Tiefsee ist ein empfindliches und weitgehend unerforschtes Gebiet, in dem Folgen durch gravierende menschliche Eingriffe nicht vorhersehbar sind. Sicher ist nur, dass der Tiefseebergbau Giftstoffe, Lichtverschmutzung und Lärm erzeugen wird, was zu einem dauerhaften Verlust der biologischen Vielfalt führen und das Meeresleben weit über die eigentlichen Abbaustätten hinaus beeinflussen könnte. Das Europäische Parlament nahm 2018 einen Beschluss an, welcher ein Moratorium für gewerbliche Förderlizenzen für den Tiefseebergbau fordert, bis die Risiken für die Meeresumwelt vollständig verstanden sind. Die EU muss zu ihren Verpflichtungen stehen, wirksame Maßnahmen durchzusetzen, um die Ozeane und damit auch das Klima zu schützen.

Franziska Bils für DEEPWAVE

Der offene Brief kann auf der Seite von climateocean heruntergeladen werden

Quellen: https://www.climateocean.com/2019/09/25/over-50-ngos-call-on-eu-leaders-to-protect-ocean-as-climate-action/

IPCC-Sonderbericht: Folgen des Klimawandels auf Ozeane und Eisgebiete

Mehrere kleine Eisschollen schwimmen auf dem Wasser

© Andy Wang / Unsplash

Sonderbericht des Weltklimarates IPCC prognostiziert gravierende Folgen für die Ozeane und Eisgebiete

Wir alle wissen, dass es viele Bereiche gibt, die vom Klimawandel betroffen sein werden. Korallenriffe werden verschwinden, die Biodiversität schwinden und auch die Landwirtschaft und die Gesellschaft insgesamt wird die gravierenden Veränderungen zu spüren bekommen. Der neue Sonderbericht des Weltklimarates IPCC „Special Reports on the Ocean and Cryosphere in a Changing Climate (SROCC)“ („IPCC-Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima.“), der am 25. September 2019 in Monaco veröffentlicht wurde, stellt die Auswirkungen des Klimawandels auf Ozeane und Kryosphäre (die gefrorenen Teile unserer Erde, wie z.B. Gletscher und Pole) dar; auch welche Auswirkungen das speziell auf die Menschen auf diesem Planeten innerhalb dieses Jahrhunderts haben wird. Leider macht dieser Bericht deutlich, dass es schlimmer kommen kann als bisher erwartet. Nicht nur für die Ozeane, sondern auch für uns Menschen, wenn nichts unternommen wird, um den Ausstoß von CO2 und anderer schädlicher Treibhausgase schnell und drastisch zu reduzieren.

Kurz und bündig lassen sich die Konsequenzen so zusammenfassen:

  • Weniger Permafrost, mehr Methan in der Atmosphäre
  • Weniger Frischwasser durch Schmelzen der Gletscher
  • Eis an den Polen schwindet
  • Der Meeresspiegel steigt immer schneller
  • Die Erde wird salziger durch den Meeresspiegelanstieg
  • Die Ozeanerwärmung und –versauerung wird weiter fortschreiten

Insgesamt wurden für den Bericht mehrere Tausend Studien von über 100 Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen ausgewertet. Zumeist wurden die Folgen für das sogenannte „Business-as-usual-Szenario“ und das „Best-case-Szenario“ dargestellt. Ersteres bedeutet, dass keine Maßnahmen zur CO2-Reduktion getroffen werden, was eine Erhöhung der mittleren globalen Temperatur von 4,3°C bis zum Ende dieses Jahrhunderts bedeuten würde. Nach dem „Best-case-Szenario“ würde es die Menschheit schaffen, den CO2 Ausstoß soweit zu senken, dass eine Erwärmung von weniger als 2°C noch zu erreichen ist.

Neben den Konsequenzen für Ozeane, die Kryosphäre und die Menschen werden aber auch die Herausforderungen dargestellt, diese abzumildern. So sind beispielsweise viele der Nationen von den Folgen am stärksten bedroht, die die wenigsten Kapazitäten haben, auf diese Folgen zu reagieren oder sie zu vermeiden. Aber noch gibt es Möglichkeiten, diese Folgen in Teilen einzudämmen, indem Maßnahmen getroffen werden, die zum einen das Klima und die Ozeane schützen als auch die Folgen des Klimawandels abmildern. So wird zum Beispiel aufgeführt, dass die Wiederaufforstung von Mangrovenwäldern sowohl CO2 aus der Atmosphäre aufnehmen wird, zu einem Anstieg der Biodiversität führt und auch für verstärkten Küstenschutz sorgt. Der Bericht stellt heraus, dass alle Möglichkeiten, auch technische wie Frühwarnsysteme für Fluten oder ähnliches wichtige Hilfsmittel in der Anpassung an die Folgen des Klimawandels sind und dass die ökonomischen Folgen/Kosten weitaus höher sein werden, wenn jetzt nichts unternommen wird, als für Maßnahmen, die jetzt ergriffen werden können und müssen, um die Temperaturerhöhung einzudämmen.

Von unserer Seite möchten wir unseren großen Respekt ausdrücken für die Wissenschaftler*innen und alle, die es möglich gemacht haben, diesen Bericht zu veröffentlichen, für das unermüdliche Arbeiten und Forschen an den Folgen des Klimawandels und am Erarbeiten von Lösungsmöglichkeiten. Wir von DEEPWAVE tragen unser Möglichstes dazu bei, diese Botschaft weiter zu verbreiten und Bewusstsein für ein schnelles und effizientes Handeln zu schaffen.

Franziska Bils für DEEPWAVE

Quellen: IPCC „Special Reports on the Ocean and Cryosphere in a Changing Climate (SROCC)“„Summary for Policymakers“ und Zeit online (25.9.2019) Sonderbericht zum Klimawandel: Die Erde versinkt in Wasser und Salz

Ein Video über die Folgen einer Erwärmung um 4°C könnt ihr auf unserem blog anschauen.

 

Extremwetter stört Ökosysteme: Zyklone und Hitzewellen setzen Korallen zu

Mehrere gebleichte Korallen, die ihre Farbe verloren haben

© Nico Smit / Unsplash

Die Wetterextreme in den vergangenen Jahren hinterlassen deutliche Spuren: die Ökosysteme leiden unter den Hitzewellen, Zyklonen, Starkregen und Dürreperioden. Sensible Lebensräume wie Seegraswiesen, Mangrovenwälder und Korallenriffe haben sich infolge dessen stark verändert. Einige dieser Prozesse sind vor allem aufgrund ihres irreversiblen Charakters folgenschwer, wie beispielsweise die Korallenbleiche. Dabei stoßen die Korallen Algen ab, die als ihre Symbionten ihr Überleben sichern. Wie weitreichend das Ausmaß dieses Phänomens ist, wurde kürzlich in einer Studie der australischen Wissenschaftsbehörde Csiro offen gelegt.

Den zugehörigen Artikel vom 28.07.2019 könnt ihr bei ntv nachlesen.

Mehr zur Auswirkung der Wetterextreme auf die Meere könnt ihr in unserem Foschungsblog nachlesen.

Great-Barrier-Reef-Behörde stellt sich gegen Regierung

Eine Luftaufnahme vom Great Barrier Reef, türkises Wasser und bunte Korallen

© Yanguang Lan / Unsplash

Laut des im Mai diesen Jahres veröffentlichten Artenschutzberichtes des Weltbiodiversitätsrates der Vereinten Nationen (IPBES) sind 1/3 der Korallen weitweit bedroht. Jetzt hat sich die Verwaltung des UNESCO Weltnaturerbes „Great Barrier Reef“ in Australien gegen den Kurs der australischen Regierung positioniert und schlägt Alarm: Werden keine drastischen Maßnahmen gegen den Klimawandel getroffen, gibt es keine Rettung für dieses einzigartige Ökosystem.

Den Artikel Great-Barrier-Reef-Behörde stellt sich gegen Regierung von Christoph von Eichhorn findet ihr in der Süddeutschen Zeitung.

NABU Kreuzfahrt-Ranking 2019

Ein riesiges Kreuzfahrtschiff vom MSC fährt auf dem offenen Meer

© Thomas Wolter / Pixabay

Kreuzfahrtreisen werden immer beliebter, die Branche boomt und das, obwohl die massiven Meeres- und Umweltschäden, die durch die riesigen Dampfer entstehen, weitestgehend bekannt sind. Zwar brüsten sich Reedereien wie AIDA mit ihren neuen umweltfreundlicheren Alternativen, doch inwiefern diese effektiv umgesetzt wurden, prüft der NABU (Naturschutzbund Deutschland e. V.) in seinem Kreuzfahrt-Ranking.
Einige Flotten verringern ihren Luftschadstoffausstoß, indem die Schiffe mit Flüssiggas (LNG) betrieben werden, sodass sie wesentlich weniger Schadstoffe wie Marinediesel- und Schwerölmodelle ausstoßen. Aber auch hier handelt es sich um einen fossilen Brennstoff, den man nur durch schädliche Eingriffe in die Umwelt gewinnen kann. Somit hat die AIDAnova, welche mit LNG betrieben wird und Platz 1 im Ranking ziert, zwar die geringste Luftverschmutzung, jedoch ist ihre gesamte Klimabilanz alles andere als nachhaltig, wie man dem Ranking unschwer entnehmen kann. Der NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller spricht von einem Schlag ins Gesicht der Jugend, da sich die Kreuzfahrtbranche komplett aus der Verantwortung für die Klimakrise zieht und Daniel Rieger, NABU-Leiter der Verkehrspolitik fordert eine dringende Beendigung der Steuerbefreiung mariner Kraftstoffe.

Weitere Informationen zum Kreuzfahrt-Ranking und eine komplette Übersicht der Schiffe und ihre Bewertungen findet ihr beim NABU.

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