Positionspapier: Nein zum Raubbau an der Tiefsee!

 
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©NOAA flickr
Positionspapier zivilgesellschaftlicher Akteure zum Tiefseebergbau veröffentlicht
Über 90 Millionen Tonnen Metalle werden laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe jährlich zur Produktion von Maschinen, elektrischer Ausrüstung oder Automobilen importiert. Hinzu kommen die vielen Rohstoffe aus verarbeiteten und aus Vorprodukten. Dabei übersteigen diese Konsum- und Produktionsmuster die planetaren Grenzen und laufen konträr zu globaler Ressourcengerechtigkeit. Denn der Abbau von Rohstoffen ist global mit großen sozialen und ökologischen Kosten verbunden, die sich nicht in den Rohstoff- und Produktpreisen wiederfinden und vor allem in Ländern des globalen Südens anfallen. Auch geht er häufig mit Menschenrechteverletzungen einher.

Mit den weltweit weiterhin hohen Begehrlichkeiten nach neuen Rohstoffquellen und den geringen Erträgen aus terrestrischen Lagerstätten rücken die marinen mineralischen Rohstoffe der Ozeane und Meere zunehmend in den Fokus. Mittlerweile gibt es zahlreiche Explorations- und Forschungsprojekte für Bergbau in der Tiefsee.
Die Bundesregierung unterstützt politisch und finanziell eine Reihe von Industrie- und Forschungsinitiativen, die den Tiefseebergbau massiv voran-treiben. Die in der AG Tiefseebergbau zusammengeschlossenen Umwelt-, Entwicklungs- und Menschenrechtsorganisationen fordern dagegen ein rasches Umdenken und Umlenken der Politik. Der absolute Rohstoffverbrauch in Deutschland und Europa muss massiv reduziert werden. Die Tiefsee muss als gemeinsames Erbe der Menschheit geschützt werden. Das schließt den Tiefseebergbau aus, da dieser in jedem Fall mit gravierenden Störungen der marinen Ökosysteme, mit Artensterben und unkalkulierbaren Folgewirkungen für die Meereswelt wie auch für die Menschen an ihren Küsten einhergeht und einer nachhaltigen Ressourcenpolitik entgegensteht.
Die unterzeichnenden Organisationen fordern deswegen von der Bundesregierung ein entschiedenes politisches Umsteuern weg vom Raubbau an der Tiefsee!

Das vollständige Positionspapier findet ihr hier:

President Obama declares First Marine National Monument in the Atlantic Ocean

THE WHITE HOUSE,  Office of the Press Secretary

FACT SHEET: President Obama to Continue Global Leadership in Combatting Climate Change and Protecting Our Ocean by Creating the First Marine National Monument in the Atlantic Ocean

Today, President Obama will designate the first marine national monument in the Atlantic Ocean, protecting fragile deep-sea ecosystems off the coast of New England as the Northeast Canyons and Seamounts Marine National Monument. The new national monument – which encompasses pristine underwater mountains and canyons – will provide critical protections for important ecological resources and marine species, including deep-sea coral and endangered whales and sea turtles. „President Obama declares First Marine National Monument in the Atlantic Ocean“ weiterlesen

Erstes UN-Treffen zum Abkommen für die letzte Allmende Ozeane

Our Blue Planet
Our Blue Planet

MEHR SCHUTZ FÜR DIE HOHE SEE

Erste UN-Diskussionen um ein Abkommen für die letzte Allmende Ozeane

Dr. Onno Groß, Vorsitzender der Meeresschutzorganisation Deepwave

(Der Artikel erschien zuvor  im RUNDBRIEF Forum Umwelt & Entwicklung 2/ 2016)

Zwei Drittel der Erde ist mit Meeren bedeckt. Sie liefern der Menschheit den zum Leben wichtigen Sauerstoff, sind Nahrungsquelle für Milliarden Menschen und funktionieren im Klimawandel als Wärmespeicher und Senke für CO2. Trotz ihrer Größe bedrohen wirtschaftliche Aktivitäten jedoch zunehmend die biologische Vielfalt und Funktionalität der Ozeane. Vor allem außerhalb nationaler Hoheitsgebiete sind die Lebensräume nicht geschützt. Daher feilt der internationale Meeresschutz an einem neuen Instrument, einem Schutzabkommen für die Hohe See. Nach dem ersten Treffen bleiben viele Fragen politisch offen. „Erstes UN-Treffen zum Abkommen für die letzte Allmende Ozeane“ weiterlesen

EU zieht ersten Schlussstrich unter Grundschleppnetzfischerei in der Tiefsee

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BRÜSSEL— Umweltschutzorganisationen begrüßen die am 30. Juni vom Europäischen Parlament, dem Ministerrat und der Europäischen Kommission erzielte Einigung über zentrale Bestandteile einer neuen EU-Verordnung zur Tiefseefischerei. Diese sieht unter anderem ein Verbot der Grundschleppnetzfischerei in einer Tiefe von mehr als 800 Metern und eine Schließung von Gebieten, in denen empfindliche Meeresökosysteme vermutet werden, vor. „EU zieht ersten Schlussstrich unter Grundschleppnetzfischerei in der Tiefsee“ weiterlesen