Good News

Das Meer und seine Bewohner geraten immer mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft.
Nachrichten über unseren Umgang mit den Meeren sind oft erschreckend, aber es gibt auch Lichtblicke, die Ansporn sind, umzudenken.

DEEPWAVE geht weiter!

DEEPWAVE geht weiter!

Am Dienstag, dem 27. Juni, fand die jährliche Mitgliederversammlung statt, auf der der neue Vorstand gewählt wurde:

1. Vorsitzender: Heye Groß

2. Vorsitzende: Barbara Focke

Schatzmeisterin: Ariane Tessloff

Schriftführerin: Christiane Stange

Beisitzerin: Anna Groß

Über die inhaltliche Form, in der wir Onnos Arbeit weiterführen werden, informieren wir Sie in Kürze.

Wir danken allen, die uns in dieser Zeit mit Rat, Zuspruch und Spenden zur Seite stehen.

President Obama declares First Marine National Monument in the Atlantic Ocean

THE WHITE HOUSE,  Office of the Press Secretary

FACT SHEET: President Obama to Continue Global Leadership in Combatting Climate Change and Protecting Our Ocean by Creating the First Marine National Monument in the Atlantic Ocean

Today, President Obama will designate the first marine national monument in the Atlantic Ocean, protecting fragile deep-sea ecosystems off the coast of New England as the Northeast Canyons and Seamounts Marine National Monument. The new national monument – which encompasses pristine underwater mountains and canyons – will provide critical protections for important ecological resources and marine species, including deep-sea coral and endangered whales and sea turtles. mehr lesen…

Global Fishing Watch: online-Tool über kommerziellen Fischfang gestartet

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Oceana, SkyTruth und Google haben heute die öffentliche Betaversion von Global Fishing Watch freigeschaltet: ein neues Technikforum, mit dem jeder überall auf der Welt kostenlosen Zugang zur Überwachung und Verfolgung der Aktivitäten der weltweit größten Fischereischiffe hat, und zwar fast in Echtzeit. Mit der ersten kostenlosen weltweiten Darstellung kommerzieller Fischfang­aktivitäten* bietet Global Fishing Watch ein leistungsstarkes und neuartiges Tool an, das zur Erholung von Fischbeständen und zum Schutz unserer Meere beitragen kann, die von weltweiter Überfischung, illegalem Fischfang und der Zerstörung von Lebensräumen bedroht sind. Der offizielle Start von Global Fishing Watch wurde auf der Konferenz „Our Ocean“ in Washington D.C. verkündet, zu der der amerikanische Außenminister John Kerry internationale Führungskräfte, die sich mit marinen Fragen beschäftigen, einlädt. mehr lesen…

EU zieht ersten Schlussstrich unter Grundschleppnetzfischerei in der Tiefsee

Ausführliche Infografik zur Ausbeutung der Tiefsee durch Fischerei im Nordostatlantik mit Verbildlichung des historischen Kontextes, fragilen Arten, europäischem Managment, dem Anteil an der Gesamtfischerei, Ergebnisse von schlechtem Managment, Auswirkung auf Ökosysteme, neue vorgschlagene Regulation und weiteren Vorschlägen

© Oceana

Zur vollständigen Infografik

BRÜSSEL— Umweltschutzorganisationen begrüßen die am 30. Juni vom Europäischen Parlament, dem Ministerrat und der Europäischen Kommission erzielte Einigung über zentrale Bestandteile einer neuen EU-Verordnung zur Tiefseefischerei. Diese sieht unter anderem ein Verbot der Grundschleppnetzfischerei in einer Tiefe von mehr als 800 Metern und eine Schließung von Gebieten, in denen empfindliche Meeresökosysteme vermutet werden, vor.

Erzielt wurde die Einigung vier Jahre nachdem die Kommission einen Vorschlag für eine neue Verordnung zur Tiefseefischerei im Nordostatlantik vorgelegt hat, und zweieinhalb Jahre nachdem das EU-Parlament sich für eine Annahme des Vorschlags ausgesprochen hat. Im November hatte Luxemburg, das im zweiten Halbjahr 2015 die EU-Ratspräsidentschaft innehatte, vom Rat der 28 EU-Fischereiminister den Auftrag erhalten, hierüber mit dem Parlament und der Kommission in Verhandlungen zu treten. Unter Leitung der Niederlande, die die Präsidentschaft im Januar übernahmen, wurden diese Gespräche nun zum Abschluss gebracht.

„Mit dieser Vereinbarung ist die EU dem Ziel, ihre gegenüber der UN-Generalversammlung gemachten Zusagen einzulösen und den Schutz der Tiefseeökosysteme in den Gewässern der EU voranzubringen, ein gutes Stück nähergekommen“, so Matthew Gianni von der Deep Sea Conservation Coalition. „Wir fordern nun, dass unmittelbar im Anschluss an die offizielle Verabschiedung der Verordnung mit ihrer konsequenten Umsetzung begonnen wird und appellieren an die EU, auch in Zukunft mit anderen Ländern zusammenzuarbeiten, um den Schutz der Tiefseeökosysteme in internationalen Gewässern zu verbessern und Fänge und Beifänge der Tiefseefischerei im Nordostatlantik auf der Grundlage wissenschaftlicher Empfehlungen zu beschränken.“

„Hunderte Wissenschaftler und Hunderttausende EU-Bürger haben darauf gedrungen, die destruktive Grundschleppnetzfischerei in der Tiefsee zu begrenzen“, erläutert Uta Bellion, Direktorin des Europäischen Meeresprogramms von The Pew Charitable Trusts. „Wir begrüßen die Entscheidung des Rates und des Parlaments, diesem Aufruf zu folgen, wir danken der Kommission für ihre Bemühungen um den Schutz der Tiefsee, und wir gratulieren sowohl der luxemburgischen als auch der niederländischen Ratspräsidentschaft zum Abschluss der vorliegenden Vereinbarung.“

Es wird erwartet, dass die vereinbarte Verordnung im weiteren Verlauf des Jahres vom Europäischen Parlament und dem Rat offiziell verabschiedet wird.

EU Decision-Makers Draw a Line Under Deep-Sea Bottom Trawling

30 June 2016

BRUSSELS—Conservation organisations are welcoming the agreement reached on 30 June by the European Parliament, Council of Ministers, and European Commission on key provisions for a new European Union (EU) regulation on deep-sea fishing that includes a ban on bottom trawling below 800 metres and would close areas where vulnerable marine ecosystems are known or likely to occur.

The agreement comes four years after the Commission published a proposal for a new regulation on deep-sea fishing in the north-east Atlantic Ocean and two and a half years since the Parliament agreed to its position. Luxembourg, which held the rotating EU presidency for the second half of 2015, received a mandate from the Council of the EU’s 28 fisheries ministers in November to commence negotiations with the Parliament and Commission. Those discussions were concluded under The Netherlands, which assumed the presidency in January.

“This agreement goes a good way towards meeting the commitments made by the EU at the U.N. General Assembly and applying them to protect deep-sea ecosystems in EU waters,” said Matthew Gianni of the Deep Sea Conservation Coalition. “We urge vigorous implementation of the regulation once it is formally adopted and encourage the EU to continue working with other countries to enhance the protection of deep-sea ecosystems in international waters and to set science-based catch and bycatch limits for deep-sea fisheries in the north-east Atlantic.”

“Hundreds of scientists and hundreds of thousands of EU citizens called for limits to destructive deep-sea bottom trawling,” said Uta Bellion, director of The Pew Charitable Trusts’ European marine programme. “We welcome the decision by the Council and Parliament to heed this call, thank the Commission for its focus on deep-sea conservation, and congratulate the Luxembourg and Netherlands presidencies for securing this agreement.”

The European Parliament and Council are expected to adopt the final regulation later this year.

 

Endlich Schutz für deutsche Meeresschutzgebiete gefordert

Umweltverbände fordern Schutz für deutsche Meeresschutzgebiete

Stellungnahme für strengere Fischereiregeln in Schutzgebieten eingereicht

Hamburg/Berlin, 16. 3. 2016 – Wirksameren Meeresschutz fordern deutsche Umweltverbände von Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD). Für die deutschen Natura-2000-Schutzgebiete in der sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) müssen künftig deutlich strengere Regeln für die Fischerei gelten, so die Forderung der Verbände in einer gemeinsamen Stellungnahme. Noch bis zum 22. März läuft das offizielle Beteiligungsverfahren zu den von Umwelt- und Landwirtschaftsministerium vorgeschlagenen Fischereimaßnahmen. „Die Vorschläge im aktuellen Maßnahmenkatalog reichen nicht aus, um etwa die einzige deutsche Walart, den Schweinswal, oder die seltenen Steinriffe und Sandbänke zu schützen. In mindestens der Hälfte der Schutzgebiete müssen menschliche Eingriffe verboten werden. Zerstörerische Fischerei hat in Schutzgebieten gar nichts zu suchen“, sind sich die Umweltverbände BUND, Deepwave, DNR, DUH, Greenpeace, NABU, Schutzstation Wattenmeer, Whale & Dolphin Conservation und WWF einig.

Besonders kritisieren die Verbände in ihrer Stellungnahme das komplette Fehlen von Maßnahmen für die Ostsee-Schutzgebiete und die vorgeschlagenen Maßnahmen für das Sylter Außenriff mit der Amrumbank – der Kinderstube des Schweinswals. Die Verbände fordern striktere Fischereimaßnahmen in Schutzgebieten, wie etwa das Verbot von Meeresboden schädigenden Grundschleppnetzen oder Stellnetzen, in denen Seevögel und Schweinswale als ungewollter Beifang verenden. „Nur mit der Einrichtung von fischereifreien Zonen können die Schutzgebiete ihrer Funktion als Refugien für bedrohte Arten und als natürliche Lebensräume gerecht werden“, so die Verbandsvertreter.

Nein zu umweltschädlichen Fangmethoden im Schutzgebiet

Ebenfalls im Fokus der Kritik: Die Vorschläge der Bundesministerien, das östliche Sylter Außenriff für die Krabbenfischerei geöffnet zu lassen, obwohl diese mit zerstörerischen Fanggeräten arbeitet. „Diese Ausnahme für die Krabbenfischerei konterkariert das Wort Schutzgebiet. Die eingesetzten Grundschleppnetze schädigen den Meeresboden“, argumentieren die Umweltschützer. Dabei hätte eine Schließung des Gebiets für die heimischen Krabbenfischer kaum Fangeinbußen zur Folge – mit unter drei Prozent ist ihr Jahresfanganteil dort verschwindend gering.

Der von der deutschen Regierung erarbeitete Katalog der Fischereimaßnahmen wird an die EU-Kommission und jene EU-Mitgliedsländer verschickt, die in der deutschen Nordsee fischen. Dazu gehören Dänemark, die Niederlande, Großbritannien, Belgien und Frankreich. Auch diese Länder müssen den Vorschlägen zustimmen. Erst dann können die Maßnahmen in Deutschland umgesetzt werden. Die Umweltverbände befürchten ein weiteres Aufweichen der Maßnahmen in dem bevorstehenden europäischen Prozess. „Zu oft haben sich auf EU-Ebene die Fischereiinteressen gegen geltendes Naturschutzrecht durchgesetzt – diesmal darf die Bundesregierung in den Verhandlungen keinem politischen Minimalkonsens zustimmen“, fordern die Sprecher der Verbände.

Die vollständige Stellungnahme der Umweltverbände finden Sie unter https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/meere/meere_wrrl_meeresschutz_stellungnahme.pdf ; Bildmaterial auf Anfrage unter 040 30618-376.

Für Rückfragen erreichbar:
BUND-Meeresschutzreferentin Nadja Ziebarth (0174-3191424);
Deepwave 1. Vorsitzender Dr. Onno Groß (0179-5986969), DNR-Generalsekretär Florian Schöne (030-678177599);
DUH-Leiter Naturschutz Ulrich Stöcker (0160-8950556);
Greenpeace-Meeresexperte Thilo Maack (0171- 8780841); NABU-Meeresschutzexperte Dr. Kim Detloff (0152-09202205); Schutzstation Wattenmeer: Katharina Weinberg (04841-668544);
Whale & Dolphin Conservation-Pressesprecherin Michaela Harfst (089-61002395);

WWF-Meeresschutzexperte Stephan Lutter (0151-18854925)

Reisebranche kritisieren geplante Ölsuche im Mittelmeer

Reisebranche kritisieren geplante Ölsuche im Mittelmeer

Der Schweizer und der österreichische Reiseverband zeigen sich besorgt über das Vorhaben des britischen Ölkonzerns Cairn Energy. Dieser will im Mittelmeer vor Ibiza nach Öl und Gas suchen. Über 125 000 Bürger Spaniens erheben Einspruch gegen diese Pläne. Und mehr als 210 000 Menschen aus dem deutschsprachigen Raum haben den Protest von OceanCare unterzeichnet, um die für Meerestiere tödliche Gefahr des Unterwasserlärms und das Risiko einer Ölkatastrophe abzuwenden.

Zürich/Wien, 2.10.2014. Sowohl der Schweizer als auch der österreichische Reiseverband kritisieren die Pläne, vor den Balearen nach Öl- und Gasvorkommen zu suchen. OceanCare, Alianza Mar Blava und Natural Resources Defense Council NRDC begrüssen diese am 2. Oktober veröffentlichte Kritik: „Es ist ein starkes und gleichzeitig notwendiges Signal jenes Wirtschaftszweiges, der für die Balearen die grösste Bedeutung hat“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. Ausserdem wurde in den vergangenen Tagen bekannt gegeben, dass mehr als 125 000 spanische Bürger offiziell Einspruch gegen das Projekt erhoben haben. 117 000 davon sind sesshaft auf den Balearen – das ist ein Zehntel der gesamten Bevölkerung der beliebten Ferieninseln Formentera, Ibiza, Mallorca und Menorca. „Die Ablehnung der Pläne der Ölindustrie ist dermassen überwältigend, dass man sich fragt, warum die gewählten Entscheidungsträger nicht längst dem Projekt die vom Volk gewünschte Absage erteilt haben“, fährt Lüber fort. Druck kommt auch von besorgten Bürgern aus dem deutschsprachigen Raum: Über 210 000 Menschen haben den Protest „Notruf aus Ibiza – tödliche Ölsuche verhindern“ unterschrieben und fordern die spanische Regierung zum Handeln auf. Hinter dem Protest steht OceanCare: Die Meeresschutzorganisation mit Sitz in der Schweiz hat die Koalition Silent Oceans gegründet und setzt sich gemeinsam mit Partnerorganisationen weltweit für den Schutz der Meerestiere ein – so auch vor den spanischen Ferieninseln.

Seismischen Explorationen 2013 unbewilligt durchgeführt
Vor wenigen Wochen wurde öffentlich, dass bereits im vergangenen Jahr nicht genehmigte seismische Aktivitäten stattgefunden haben. „Wissenschaftler wurden aufgrund des untypischen Verhaltens von Pottwalen in der Region auf die Schallexplosionen aufmerksam. Behörden und Ölindustrie hüllen sich jedoch in Schweigen“, kritisiert Nicolas Entrup, Konsulent für OceanCare und NRDC. Schon die Suche nach Öl- und Gasvorkommen setzt das Leben im Meer um die Balearen einer grossen Gefahr aus. Die unvorstellbar lauten Schallkanonen der Rohstoffsuche können Wale, Delphine und andere Meerestiere, darunter auch kommerziell genutzte Fische, vertreiben, verletzen oder direkt töten.

Risiko einer Ölkatastrophe im Mittelmeer
Bohrungen, vor allem in der Tiefsee, stellen ein weiteres Risiko dar: Im Falle eines Unfalls verursachen sie irreparable Schäden für Ökologie und Ökonomie der Inselregion. „Auch die Ölindustrie und die spanische Regierung müssen Grenzen akzeptieren und davon Abstand nehmen, in ökologisch und ökonomisch besonders wertvollen Gebieten wie dem westlichen Mittelmeer nach Öl und Gas zu suchen“, fordert Carlos Bravo, Koordinator der lokalen Koalition Alianza Mar Blava.

Entscheid der spanischen Regierung
Der Entscheid zur Umweltverträglichkeitsprüfung des Projekts der Rohstoffsuche vor der spanischen Inselgruppe ist ausstehend. Die spanische Regierung lässt sich damit Zeit. Im Frühjahr 2015 finden auf den Balearen die Wahlen zur Regionalregierung statt, im Herbst folgen nationale Wahlen in Spanien. Der Zwist um die geplante Ölerschliessung wird sukzessive zu einem Kernthema. Nicht zuletzt wird die Entscheidung auch ein Signal über die Ausrichtung der künftigen spanischen Energiepolitik sein.

Medienkontakte:
Sigrid Lüber, Präsidentin OceanCare, Telefon +41 44 780 66 88, Mobil +41 79 475 26 87, slueber@oceancare.org
Nicolas Entrup, Konsulent für OceanCare und NRDC, Tel. + 43 660 211 9963, n.entrup@shiftingvalues.com
Carlos Bravo, Alianza Mar Blava, Tel. +34 626 99 82 41, carlos.bravo@salviateam.eu

OceanCare
OceanCare ist Initiantin der Koalition Silent Oceans und setzt sich seit 1989 weltweit für die Meeressäuger und Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie intensivem Einsatz in internationalen Gremien unternimmt die Organisation konkrete Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Weltmeeren. Seit Juli 2011 ist OceanCare von den Vereinten Nationen als Sonderberaterin für den Meeresschutz anerkannt, sowie seit einigen Jahren offizieller Partner des Abkommens der Mittelmeer-Anrainerstaaten zum Schutz der Wale und Delphine. www.oceancare.org, www.silentoceans.org

Alianza Mar Blava
Die Alianza Mar Blava ist eine sektorübergreifende Allianz mit mehr als 75 Mitgliedern, die das gesamte Spektrum der Akteure von Ibiza und Formentera abdecken. Dazu zählen öffentliche Verwaltungen, Wirtschaftssektoren wie Fischerei, Tourismus und Schifffahrt, sowie soziale Organisationen wie Umweltschützer und Gewerkschaften. Diese vielfältige Struktur verleiht Alianza Mar Blava ein besonders hohes Mass an Repräsentativität und verdeutlicht den grossen Widerstand, den die Ölprojekte ausgelöst haben. www.alianzamarblava.org

Natural Resources Defense Council
NRDC ist eine im Jahr 1970 in den USA gegründete Nicht-Regierungsorganisation, die insbesondere von Anwälten, Wissenschaftlern und Umweltexperten geführt wird und sich dem Ziel des Schutzes der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt widmet. Aktuell hat NRDC ca. 1,3 Millionen aktive Unterstützer, inkl. Online-Aktivisten. Energiewirtschaft, Schutz von Wildtieren, Erhaltung der Ozeane zählen zu den Kernkompetenzen von NRDC. www.nrdc.org

Walschützer ziehen überwiegend positive Bilanz der Walfangtagung in Portoroz

Walschützer ziehen überwiegend positive Bilanz der Walfangtagung in Portoroz

Alle Versuche Japans, das kommerzielle Walfangverbot zu umgehen, sind auf der internationalen Walfangtagung gescheitert. Der angeblich wissenschaftliche Walfang Japans wird künftig von der Internationalen Walfangkommission (IWC) kontrolliert. Die Organisationen OceanCare und Pro Wildlife sehen dies als das wichtigste und beste Ergebnis der am Donnerstag zu Ende gegangenen Walfangkonferenz. Anträge, Küstenwalfang zu betreiben wurden ebenso abgelehnt wie die Initiative, Walfleisch als Beitrag zur Nahrungssicherung zu etablieren.

Negativ bewerten OceanCare und Pro Wildlife die Entscheidung der Kommission, Grönland eine Fangquote für Wale zu erteilen, die nach Ansicht der Walschützer den tatsächlichen Eigenbedarf der Inuit weit übersteigt. Kritik übten die beiden Organisationen am mangelnden Einsatz der EU. Die deutsche und Schweizer Delegation lobten sie für einen konstruktiven Dialog und ihr Engagement für den Walschutz.

Die wichtigsten Ergebnisse
Künftig muss die IWC neue Forschungsprojekte offiziell genehmigen. Dieser Beschluss setzt das IGH-Urteil vom März um, das Japans angeblich wissenschaftliches Walfangprogramm in der Antarktis wegen mangelnder Wissenschaftlichkeit verboten hatte. Neuseeland hatte die Resolution bei der IWC-Jahrestagung eingebracht. Bisher hatte Japan dem Wissenschaftsausschuss der IWC seine angeblichen Forschungsprogramme zwar zur Diskussion vorgelegt, doch weder das Fachgremium noch die Vollversammlung der IWC konnten die Walfänger aufhalten. „Mit diesem Schritt stopft die IWC zwar nicht komplett das Schlupfloch des Wissenschaftswalfangs, aber es wird deutlich kleiner“, sagt Sandra Altherr, die für Pro Wildlife die Walfangtagung beobachtet. Japan reagierte auf den Beschluss mit der Ankündigung, sein Wissenschaftsprogramm so zu modifizieren, dass es den Anforderungen des IGH-Urteils entspreche. „Wir fordern Japan auf, diese Entscheidung der Vollversammlung zu akzeptieren und nicht nach anderen Schlupflöchern zu suchen“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin der Schweizer Organisation OceanCare.

Den grönländischen Inuit gestatteten die Delegierten jährlich 178 Zwergwale, 19 Finnwale, 10 Buckelwalen und zwei Grönlandwale zu jagen, allerdings nur zur Selbstversorgung. OceanCare und Pro Wildlife kritisieren diese Fangquote als unverhältnismässig hoch. „Neue wissenschaftliche Studien bestätigen, dass der tatsächliche Verbrauch der Inuit deutlich geringer ist als die Fangquoten“, sagt Altherr.

Ghana zog in letzter Minute eine Resolution zurück, die auf Initiative Japans Walfang als Beitrag zur Welternährungssicherung etablieren sollte.

Ein Antrag Japans auf Küstenwalfang scheiterte mit 19 Ja- zu 39 Nein-Stimmen – eine Dreiviertelmehrheit wäre hierfür notwendig gewesen.

Ein Walschutzgebiet im Südatlantik lehnten die Delegierten in der Vollversammlung mit 40 Ja zu 18 Stimmen ab. Da im Südatlantik keine Wale gefangen werden, werten die Walschützer diese Entscheidung als wenig gravierend.

Eine Resolution Monacos verstärkt die Kooperation zu stark wandernden Wal- und Delfinarten mit anderen internationalen Foren. „Wir erhoffen uns, dass Wale und Delfine durch die verstärkte Zusammenarbeit besser geschützt werden, doch das ist noch ein langer Weg“, so Lüber, die für OceanCare als Sonderberaterin für Meeresschutz an der UNO teilnimmt.

Auf Antrag Chiles wurden die Rechte der Verbände gestärkt.

Ausserdem wurde Bruno Mainini, Delegationsleiter der Schweiz am Donnerstag neu als Vorsitzender der Internationalen Walfangkommission gewählt. Er wird die nächsten zwei Jahre den Vorsitz der IWC innehaben. An seine Seite wird Joji Morishita, Delegationsleiter Japan als Vizepräsident gestellt.

Kommerzieller Walfang ist seit 1986 verboten. Doch Länder wie Japan, Island, Grönland und Norwegen nutzen Schlupflöcher, um dieses Verbot zu umgehen. Auf der Internationalen Walfangtagung treffen Vertreter der Walfanglobby auf Umweltschützer und verhandeln über Fangquoten, Tötungsmethoden und Schutzgebiete.

Weiterführende Links und Informationen

www.oceancare.org/walschutz
www.prowildlife.de/IWC_Tagebuch

Medienkontakte
Sigrid Lüber nahm für OceanCare als Beobachterin an der IWC-Konferenz teil. Auf OceanCares Blog berichtet sie über die Konferenz.

Sigrid Lüber, Präsidentin OceanCare: Tel: (+41) 79 475 26 87, Skype: sigrid_lueber, slueber@oceancare.org (in Slowenien vom 10.-18. September 2014).

Über OceanCare
Seit 1989 setzt sich OceanCare weltweit für die Meeressäuger und Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie dem Einsatz in internationalen Gremien unternimmt die Organisation konkrete Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Weltmeeren. Im Juli 2011 erhielt die Organisation von den Vereinten Nationen den UN-Sonderberaterstatus zugesprochen. www.oceancare.org

Bisheriges Engagement von OceanCare an der IWC
OceanCare setzt sich seit 1992 als einzige Schweizer Nichtregierungsorganisation an den Tagungen der Internationalen Walfangkommission (IWC) für den Schutz der Wale ein. Als langjährige Beobachterin ist sie mit den Akteuren und Regeln des Gremiums bestens vertraut. In Slowenien setzt sich OceanCare auch dieses Jahr dafür ein, dass die Wale maximalen Schutz erhalten. Bereits 2001 trug die Organisation mit einem Völkerrechtsgutachten zum Stimmenkauf zu einer historische Resolution für politische Transparenz bei, die 2011 zu einem Verbot von sogenannten Motivationsgeschenken führte. Ein von OceanCare eingebrachtes Rechtsgutachten zur Partizipation der Zivilbevölkerung führte dazu, dass seit 2008 neu auch Nichtregierungsorganisationen angehört werden. OceanCare war massgeblich daran beteiligt, dass IWC Mitgliedstaaten sich für eine Zusammenarbeit mit der WHO entschlossen und die Walfangländer neu Konsumenten über Gesundheitsrisiken durch den Verzehr von Walfleisch informieren müssen. www.oceancare.org/walschutz

Über Pro Wildlife
Pro Wildlife ist eine gemeinnützige Organisation, die sich global für den Schutz von Wildtieren und ihrer Lebensräume einsetzt. Weltweit unterstützt Pro Wildlife Artenschutzprojekte vor Ort und leistet Aufklärungsarbeit, um Wildtierhandel und Wilderei einzudämmen. Pro Wildlife nimmt an Konferenzen wie der Internationalen Walfangkommission (IWC) und dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA, engl. CITES), um den Schutzstatus von Wildtieren weltweit zu verbessern.

OceanCare, Oberdorfstrasse 16, CH-8820 Wädenswil, Tel +41-44-780 66 88. info@oceancare.org. www.oceancare.org

CITES: Besserer Schutz für Haie weltweit

CITES: Besserer Schutz für Haie weltweit

BfN/BMU: Ab dem 14. September 2014 stehen fünf besonders bedrohte Haiarten und die Gattung der Mantarochen unter dem Schutz des internationalen Artenschutzabkommens CITES. Erzeugnisse aus diesen Arten dürfen dann nur noch gehandelt werden, wenn sie aus nachhaltig bewirtschafteten Populationen stammen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Das ist ein Meilenstein für den Artenschutz. Denn damit werden erstmals kommerziell sehr bedeutsame marine Ressourcen unter den Schutz von CITES gestellt.“ Das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz engagieren sich seit Jahren für einen besseren Schutz der Haie und Rochen.

Ein Viertel aller Hai- und Rochenarten ist in ihrem Bestand bedroht und nur noch ein Drittel nachweislich nicht gefährdet. Hauptursachen für diese alarmierende Entwicklung sind die Überfischung und der internationale Handel mit Flossen und Fleisch der Haie sowie mit den Kiemenreusen der Rochen.

Bei den nun geschützten Haiarten handelt es sich um den Weißspitzenhochseehai, den Heringshai und drei Arten von Hammerhaien. Die Listungen waren auf der 16. CITES-Vertragsstaatenkonferenz im März 2013 verabschiedet, ihr Inkrafttreten aber um 18 Monate verschoben worden, um den betroffenen Staaten hinreichend Zeit zur technischen und administrativen Vorbereitung einzuräumen. Den Heringshai-Antrag hatte Deutschland maßgeblich vorbereitet, da die Europäische Union Hauptimporteur dieser Art ist und damit eine große Verantwortung trägt. Damit die Listungen ab dem 14.9. auch effektiv weltweit umgesetzt werden, haben BMUB und BfN international erhebliche Hilfestellung geleistet.

Weitere Informationen zum Schutz von Haien und Rochen unter CITES finden Sie unter www.bmub.bund.de/N51099 sowie unter cites.org/prog/shark .

Quelle: http://www.bfn.de/0401_pm.html?tx_ttnews[tt_news]=5141

Tonga a world leader in seabed minerals law

Tonga a world leader in seabed minerals law

The Kingdom of Tonga this month became the first country in the world to put in place a law that manages seabed mineral activities within its national marine space and under its sponsorship in international waters.

Tonga’s Seabed Minerals Act 2014 was prepared with the assistance of the Deep Sea Minerals Project a partnership between the European Union (EU) and the Secretariat of the Pacific Community (SPC) and 15 Pacific Island countries. The Act received Royal Assent from the King of Tonga on 20 August 2014. This pioneering law, championed by Tonga’s Minister for Lands and Natural Resources and his staff, and led by the Kingdom’s Attorney-General’s Office, with SPC support, positions Tonga at the forefront of good governance for this emerging new industry.

Tonga, like Papua New Guinea, Fiji and Solomon Islands, has already received significant commercial interest in the seabed mineral potential within its national seas. Companies are currently conducting exploratory activities to learn more about Tonga’s ‘seafloor massive sulphide’ deposits. These chimney like structures, formed by hydrothermal activity at the seafloor thousands of metres below sea-level, are being feted as a new source for metals in global demand (such as copper, zinc, gold and silver) – and, if mined, would bring a new source of revenue for Tonga. The industry is however an untested one: deep sea mining has not yet occurred anywhere in the world; its viability and environmental impact are yet to be determined.

Now, in Tonga, before any seabed mining can commence, the requirements of the Seabed Minerals Act must be followed. This includes a stringent vetting process by government of any new project proposals, and public consultation if mining is proposed. Environmental impact assessment and ongoing monitoring are legal requirements under the Act, and government is given enforcement powers in order to maintain compliance with required performance standards. The Act also highlights the importance placed by Tonga on the protection and preservation of the marine environment, recognising the need to balance economic development for the people of Tonga against conservation of the biodiversity of the oceans.

Mr Taaniela Kula, Deputy Secretary for Natural Resources and the SPC-EU Deep Sea Minerals Project focal point in Tonga, thanked a wide range of stakeholders this week for their involvement in the law’s development, which commenced in 2012, including government colleagues and partners in the private sector and civil society – with special thanks to the EU and SPC for the Deep Sea Mineral Project’s assistance preparing an initial draft of the Act.

European Union Ambassador to the Pacific Andrew Jacobs, upon receiving a copy of the Seabed Minerals Act 2014, commented: ‘I wish to congratulate Tonga for this bold move, which will allow the Kingdom to effectively regulate and fully participate in deep sea mineral activities. The EU is pleased to have been able to contribute to this world premiere. Tonga is now equipped with a set of tools and regulations that will allow it to maximise the benefits of deep sea mining for its population.’

Prof. Mike Petterson, the Director of SPC’s Applied Geoscience and Technology Division, which hosts the SPC-EU Deep Sea Minerals Project, added his congratulations to Tonga for its great achievement:

‘The Seabed Minerals Act 2014 is not only a world first, but also a world best! With this new law, Tonga establishes a robust and transparent regulatory system, which prioritises good governance of natural resources and environmental management in line with international best practice. With provisions that set a stable and predictable regime, with requirements for the precautionary approach, public consultation and ‘free, prior and informed consent’, and with the creation of a ring-fenced sovereign wealth fund for seabed mining revenue, through this Act, Tonga has struck a good balance between incentivising the investment that will bring Tonga new income, while protecting the long-term interests of the people of the Kingdom and the health of the oceans.’

Tonga’s legislation follows closely the SPC-EU Deep Sea Mineral Project’s ‘Regional Legislative and Regulatory Framework’ launched by Pacific Island Forum Leaders in 2012, and endorsed by all 15 Pacific members of the African, Caribbean and Pacific Group of States (ACP). Several other Pacific Island countries also have seabed mineral Bills under development, with SPC and EU support, and the Deep Sea Minerals Project is supporting a wide range of other deep sea minerals ‘good governance’ activities across the region, in response to the requests and individual needs of countries.

Tonga will now continue to implement the SPC-EU Deep Sea Minerals Project, with awareness-raising programmes, and the development of further regulations.

SPC has issued a media release for more information please see http://www.spc.int/en/component/content/article/216-about-spc-news/1809-tonga-a-world-leader-in-seabed-minerals-law.html

To read and look at the Act please see the link http://crownlaw.gov.to/cms/images/LEGISLATION/PRINCIPAL/2014/2014-0008/SeabedMineralsAct2014_1.pdf

Erstmalig zwei Buckelwale gleichzeitig in der Ostsee gesichtet

Erstmalig zwei Buckelwale gleichzeitig in der Ostsee gesichtet

(Stralsund, 08.07.2014) Am Montagnachmittag um 16:40 Uhr wurde die Besatzung des Zollschiffes „Holnis“ Zeuge eines beeindruckenden Erlebnisses: zwei Buckelwale schwammen in der Nähe des Leuchtturms Kalkgrund, am Eingang der Flensburger Förde. Die beiden Bartenwale ließen sich eine halbe Stunde beobachten bevor sie weiterzogen, vermutlich in Richtung der süddänischen Stadt Sonderburg, nordwestlich der Flensburger Förde.

Mit einer geschätzten Größe von acht bis zehn Metern handelt es sich um zwei noch recht junge Buckelwale. Die Jungtiere kommen mit einer Länge von etwa vier Metern in den Winterquartieren in tropischen Gewässern zur Welt und bleiben nach der Geburt etwa ein Jahr bei der Mutter. In dieser Zeit können sie eine Größe von bis zu neun Metern erreichen. Ausgewachsene Tiere werden bis zu 15 Meter lang.

„Sichtungen von Buckelwalen in den deutschen Gewässern der Ostsee sind extrem selten“, meint der Walforscher und Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Dr. Harald Benke. „So sind bisher nur vier Beobachtungen von Buckelwalen in diesen Gewässern überhaupt bekannt. Diese waren in den Jahren 1766, 1978, 2003 und 2008. Und nun sind es sogar zwei Buckelwale auf einmal, das gab es noch nie in der gesamten Ostsee“.

In unseren heimischen Gewässern wurde ein Buckelwal letztmalig im Sommer 2008 gesichtet. Der zwölf Meter lange Wal, getauft auf den Namen „Bucki“, wurde erstmals an der dänischen Küste im Öresund entdeckt. Einige Tage hielt sich „Bucki“ auch vor der Küste von Rügen auf. Er zog bis zur polnischen Küste und kam über Bornholm zurück an die deutsche Küste, bevor „Bucki“ schließlich über den Öresund wieder den Weg aus der Ostsee fand. Besonders berühmt ist der Buckelwal „Ossi“ geworden, der sich 1978/79 in der Ostsee aufhielt und monatelang von dem damaligen Direktor des Deutschen Meeresmuseums verfolgt und in die Medien gebracht wurde. Schließlich war dieser Wal der erste Buckelwal in den Gewässern von Mecklenburg-Vorpommern.

Buckelwale sind für ihre weiten Wanderungen durch die Ozeane bekannt. In den polaren Regionen ernähren sie sich während des Sommers von Krill und kleinen Schwarmfischen. Zur Fortpflanzung und Geburt der Kälber ziehen die Buckelwale im Spätherbst in die warmen tropischen Regionen. Während der Paarungszeit kann man den charakteristischen Gesang der Buckelwale weithin hören.

Bleibt nun zu hoffen, dass auch die beiden jungen Buckelwale wieder das dünne Nadelöhr zurück in die Nordsee finden. „ Auf Dauer ist die Ostsee keine geeignete Heimat für Buckelwale“, meint Anne Herrmann, Walforscherin am Deutschen Meeresmuseum. „Die Tiere können nicht ihrem gewohnten Fress- und Sozialverhalten nachgehen“.

Das Deutsche Meeresmuseum bittet um Ihre Mithilfe. Bitte melden Sie Ihre Sichtungen von den Buckelwalen oder anderen Meeressäugetieren in der Ostsee an: sichtungen@meeresmuseum.de oder +49 (0)3831 2650 394.

Mit freundlichen Grüßen aus dem OZEANEUM, – Europas Museum des Jahres 2010

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