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Das Meer und seine Bewohner geraten immer mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft.
Nachrichten über unseren Umgang mit den Meeren sind oft erschreckend, aber es gibt auch Lichtblicke, die Ansporn sind, umzudenken.

Reisebranche kritisieren geplante Ölsuche im Mittelmeer

Reisebranche kritisieren geplante Ölsuche im Mittelmeer

Der Schweizer und der österreichische Reiseverband zeigen sich besorgt über das Vorhaben des britischen Ölkonzerns Cairn Energy. Dieser will im Mittelmeer vor Ibiza nach Öl und Gas suchen. Über 125 000 Bürger Spaniens erheben Einspruch gegen diese Pläne. Und mehr als 210 000 Menschen aus dem deutschsprachigen Raum haben den Protest von OceanCare unterzeichnet, um die für Meerestiere tödliche Gefahr des Unterwasserlärms und das Risiko einer Ölkatastrophe abzuwenden.

Zürich/Wien, 2.10.2014. Sowohl der Schweizer als auch der österreichische Reiseverband kritisieren die Pläne, vor den Balearen nach Öl- und Gasvorkommen zu suchen. OceanCare, Alianza Mar Blava und Natural Resources Defense Council NRDC begrüssen diese am 2. Oktober veröffentlichte Kritik: „Es ist ein starkes und gleichzeitig notwendiges Signal jenes Wirtschaftszweiges, der für die Balearen die grösste Bedeutung hat“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare. Ausserdem wurde in den vergangenen Tagen bekannt gegeben, dass mehr als 125 000 spanische Bürger offiziell Einspruch gegen das Projekt erhoben haben. 117 000 davon sind sesshaft auf den Balearen – das ist ein Zehntel der gesamten Bevölkerung der beliebten Ferieninseln Formentera, Ibiza, Mallorca und Menorca. „Die Ablehnung der Pläne der Ölindustrie ist dermassen überwältigend, dass man sich fragt, warum die gewählten Entscheidungsträger nicht längst dem Projekt die vom Volk gewünschte Absage erteilt haben“, fährt Lüber fort. Druck kommt auch von besorgten Bürgern aus dem deutschsprachigen Raum: Über 210 000 Menschen haben den Protest „Notruf aus Ibiza – tödliche Ölsuche verhindern“ unterschrieben und fordern die spanische Regierung zum Handeln auf. Hinter dem Protest steht OceanCare: Die Meeresschutzorganisation mit Sitz in der Schweiz hat die Koalition Silent Oceans gegründet und setzt sich gemeinsam mit Partnerorganisationen weltweit für den Schutz der Meerestiere ein – so auch vor den spanischen Ferieninseln.

Seismischen Explorationen 2013 unbewilligt durchgeführt
Vor wenigen Wochen wurde öffentlich, dass bereits im vergangenen Jahr nicht genehmigte seismische Aktivitäten stattgefunden haben. „Wissenschaftler wurden aufgrund des untypischen Verhaltens von Pottwalen in der Region auf die Schallexplosionen aufmerksam. Behörden und Ölindustrie hüllen sich jedoch in Schweigen“, kritisiert Nicolas Entrup, Konsulent für OceanCare und NRDC. Schon die Suche nach Öl- und Gasvorkommen setzt das Leben im Meer um die Balearen einer grossen Gefahr aus. Die unvorstellbar lauten Schallkanonen der Rohstoffsuche können Wale, Delphine und andere Meerestiere, darunter auch kommerziell genutzte Fische, vertreiben, verletzen oder direkt töten.

Risiko einer Ölkatastrophe im Mittelmeer
Bohrungen, vor allem in der Tiefsee, stellen ein weiteres Risiko dar: Im Falle eines Unfalls verursachen sie irreparable Schäden für Ökologie und Ökonomie der Inselregion. „Auch die Ölindustrie und die spanische Regierung müssen Grenzen akzeptieren und davon Abstand nehmen, in ökologisch und ökonomisch besonders wertvollen Gebieten wie dem westlichen Mittelmeer nach Öl und Gas zu suchen“, fordert Carlos Bravo, Koordinator der lokalen Koalition Alianza Mar Blava.

Entscheid der spanischen Regierung
Der Entscheid zur Umweltverträglichkeitsprüfung des Projekts der Rohstoffsuche vor der spanischen Inselgruppe ist ausstehend. Die spanische Regierung lässt sich damit Zeit. Im Frühjahr 2015 finden auf den Balearen die Wahlen zur Regionalregierung statt, im Herbst folgen nationale Wahlen in Spanien. Der Zwist um die geplante Ölerschliessung wird sukzessive zu einem Kernthema. Nicht zuletzt wird die Entscheidung auch ein Signal über die Ausrichtung der künftigen spanischen Energiepolitik sein.

Medienkontakte:
Sigrid Lüber, Präsidentin OceanCare, Telefon +41 44 780 66 88, Mobil +41 79 475 26 87, slueber@oceancare.org
Nicolas Entrup, Konsulent für OceanCare und NRDC, Tel. + 43 660 211 9963, n.entrup@shiftingvalues.com
Carlos Bravo, Alianza Mar Blava, Tel. +34 626 99 82 41, carlos.bravo@salviateam.eu

OceanCare
OceanCare ist Initiantin der Koalition Silent Oceans und setzt sich seit 1989 weltweit für die Meeressäuger und Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie intensivem Einsatz in internationalen Gremien unternimmt die Organisation konkrete Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Weltmeeren. Seit Juli 2011 ist OceanCare von den Vereinten Nationen als Sonderberaterin für den Meeresschutz anerkannt, sowie seit einigen Jahren offizieller Partner des Abkommens der Mittelmeer-Anrainerstaaten zum Schutz der Wale und Delphine. www.oceancare.org, www.silentoceans.org

Alianza Mar Blava
Die Alianza Mar Blava ist eine sektorübergreifende Allianz mit mehr als 75 Mitgliedern, die das gesamte Spektrum der Akteure von Ibiza und Formentera abdecken. Dazu zählen öffentliche Verwaltungen, Wirtschaftssektoren wie Fischerei, Tourismus und Schifffahrt, sowie soziale Organisationen wie Umweltschützer und Gewerkschaften. Diese vielfältige Struktur verleiht Alianza Mar Blava ein besonders hohes Mass an Repräsentativität und verdeutlicht den grossen Widerstand, den die Ölprojekte ausgelöst haben. www.alianzamarblava.org

Natural Resources Defense Council
NRDC ist eine im Jahr 1970 in den USA gegründete Nicht-Regierungsorganisation, die insbesondere von Anwälten, Wissenschaftlern und Umweltexperten geführt wird und sich dem Ziel des Schutzes der öffentlichen Gesundheit und der Umwelt widmet. Aktuell hat NRDC ca. 1,3 Millionen aktive Unterstützer, inkl. Online-Aktivisten. Energiewirtschaft, Schutz von Wildtieren, Erhaltung der Ozeane zählen zu den Kernkompetenzen von NRDC. www.nrdc.org

Walschützer ziehen überwiegend positive Bilanz der Walfangtagung in Portoroz

Walschützer ziehen überwiegend positive Bilanz der Walfangtagung in Portoroz

Alle Versuche Japans, das kommerzielle Walfangverbot zu umgehen, sind auf der internationalen Walfangtagung gescheitert. Der angeblich wissenschaftliche Walfang Japans wird künftig von der Internationalen Walfangkommission (IWC) kontrolliert. Die Organisationen OceanCare und Pro Wildlife sehen dies als das wichtigste und beste Ergebnis der am Donnerstag zu Ende gegangenen Walfangkonferenz. Anträge, Küstenwalfang zu betreiben wurden ebenso abgelehnt wie die Initiative, Walfleisch als Beitrag zur Nahrungssicherung zu etablieren.

Negativ bewerten OceanCare und Pro Wildlife die Entscheidung der Kommission, Grönland eine Fangquote für Wale zu erteilen, die nach Ansicht der Walschützer den tatsächlichen Eigenbedarf der Inuit weit übersteigt. Kritik übten die beiden Organisationen am mangelnden Einsatz der EU. Die deutsche und Schweizer Delegation lobten sie für einen konstruktiven Dialog und ihr Engagement für den Walschutz.

Die wichtigsten Ergebnisse
Künftig muss die IWC neue Forschungsprojekte offiziell genehmigen. Dieser Beschluss setzt das IGH-Urteil vom März um, das Japans angeblich wissenschaftliches Walfangprogramm in der Antarktis wegen mangelnder Wissenschaftlichkeit verboten hatte. Neuseeland hatte die Resolution bei der IWC-Jahrestagung eingebracht. Bisher hatte Japan dem Wissenschaftsausschuss der IWC seine angeblichen Forschungsprogramme zwar zur Diskussion vorgelegt, doch weder das Fachgremium noch die Vollversammlung der IWC konnten die Walfänger aufhalten. „Mit diesem Schritt stopft die IWC zwar nicht komplett das Schlupfloch des Wissenschaftswalfangs, aber es wird deutlich kleiner“, sagt Sandra Altherr, die für Pro Wildlife die Walfangtagung beobachtet. Japan reagierte auf den Beschluss mit der Ankündigung, sein Wissenschaftsprogramm so zu modifizieren, dass es den Anforderungen des IGH-Urteils entspreche. „Wir fordern Japan auf, diese Entscheidung der Vollversammlung zu akzeptieren und nicht nach anderen Schlupflöchern zu suchen“, sagt Sigrid Lüber, Präsidentin der Schweizer Organisation OceanCare.

Den grönländischen Inuit gestatteten die Delegierten jährlich 178 Zwergwale, 19 Finnwale, 10 Buckelwalen und zwei Grönlandwale zu jagen, allerdings nur zur Selbstversorgung. OceanCare und Pro Wildlife kritisieren diese Fangquote als unverhältnismässig hoch. „Neue wissenschaftliche Studien bestätigen, dass der tatsächliche Verbrauch der Inuit deutlich geringer ist als die Fangquoten“, sagt Altherr.

Ghana zog in letzter Minute eine Resolution zurück, die auf Initiative Japans Walfang als Beitrag zur Welternährungssicherung etablieren sollte.

Ein Antrag Japans auf Küstenwalfang scheiterte mit 19 Ja- zu 39 Nein-Stimmen – eine Dreiviertelmehrheit wäre hierfür notwendig gewesen.

Ein Walschutzgebiet im Südatlantik lehnten die Delegierten in der Vollversammlung mit 40 Ja zu 18 Stimmen ab. Da im Südatlantik keine Wale gefangen werden, werten die Walschützer diese Entscheidung als wenig gravierend.

Eine Resolution Monacos verstärkt die Kooperation zu stark wandernden Wal- und Delfinarten mit anderen internationalen Foren. „Wir erhoffen uns, dass Wale und Delfine durch die verstärkte Zusammenarbeit besser geschützt werden, doch das ist noch ein langer Weg“, so Lüber, die für OceanCare als Sonderberaterin für Meeresschutz an der UNO teilnimmt.

Auf Antrag Chiles wurden die Rechte der Verbände gestärkt.

Ausserdem wurde Bruno Mainini, Delegationsleiter der Schweiz am Donnerstag neu als Vorsitzender der Internationalen Walfangkommission gewählt. Er wird die nächsten zwei Jahre den Vorsitz der IWC innehaben. An seine Seite wird Joji Morishita, Delegationsleiter Japan als Vizepräsident gestellt.

Kommerzieller Walfang ist seit 1986 verboten. Doch Länder wie Japan, Island, Grönland und Norwegen nutzen Schlupflöcher, um dieses Verbot zu umgehen. Auf der Internationalen Walfangtagung treffen Vertreter der Walfanglobby auf Umweltschützer und verhandeln über Fangquoten, Tötungsmethoden und Schutzgebiete.

Weiterführende Links und Informationen

www.oceancare.org/walschutz
www.prowildlife.de/IWC_Tagebuch

Medienkontakte
Sigrid Lüber nahm für OceanCare als Beobachterin an der IWC-Konferenz teil. Auf OceanCares Blog berichtet sie über die Konferenz.

Sigrid Lüber, Präsidentin OceanCare: Tel: (+41) 79 475 26 87, Skype: sigrid_lueber, slueber@oceancare.org (in Slowenien vom 10.-18. September 2014).

Über OceanCare
Seit 1989 setzt sich OceanCare weltweit für die Meeressäuger und Ozeane ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie dem Einsatz in internationalen Gremien unternimmt die Organisation konkrete Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Weltmeeren. Im Juli 2011 erhielt die Organisation von den Vereinten Nationen den UN-Sonderberaterstatus zugesprochen. www.oceancare.org

Bisheriges Engagement von OceanCare an der IWC
OceanCare setzt sich seit 1992 als einzige Schweizer Nichtregierungsorganisation an den Tagungen der Internationalen Walfangkommission (IWC) für den Schutz der Wale ein. Als langjährige Beobachterin ist sie mit den Akteuren und Regeln des Gremiums bestens vertraut. In Slowenien setzt sich OceanCare auch dieses Jahr dafür ein, dass die Wale maximalen Schutz erhalten. Bereits 2001 trug die Organisation mit einem Völkerrechtsgutachten zum Stimmenkauf zu einer historische Resolution für politische Transparenz bei, die 2011 zu einem Verbot von sogenannten Motivationsgeschenken führte. Ein von OceanCare eingebrachtes Rechtsgutachten zur Partizipation der Zivilbevölkerung führte dazu, dass seit 2008 neu auch Nichtregierungsorganisationen angehört werden. OceanCare war massgeblich daran beteiligt, dass IWC Mitgliedstaaten sich für eine Zusammenarbeit mit der WHO entschlossen und die Walfangländer neu Konsumenten über Gesundheitsrisiken durch den Verzehr von Walfleisch informieren müssen. www.oceancare.org/walschutz

Über Pro Wildlife
Pro Wildlife ist eine gemeinnützige Organisation, die sich global für den Schutz von Wildtieren und ihrer Lebensräume einsetzt. Weltweit unterstützt Pro Wildlife Artenschutzprojekte vor Ort und leistet Aufklärungsarbeit, um Wildtierhandel und Wilderei einzudämmen. Pro Wildlife nimmt an Konferenzen wie der Internationalen Walfangkommission (IWC) und dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA, engl. CITES), um den Schutzstatus von Wildtieren weltweit zu verbessern.

OceanCare, Oberdorfstrasse 16, CH-8820 Wädenswil, Tel +41-44-780 66 88. info@oceancare.org. www.oceancare.org

CITES: Besserer Schutz für Haie weltweit

CITES: Besserer Schutz für Haie weltweit

BfN/BMU: Ab dem 14. September 2014 stehen fünf besonders bedrohte Haiarten und die Gattung der Mantarochen unter dem Schutz des internationalen Artenschutzabkommens CITES. Erzeugnisse aus diesen Arten dürfen dann nur noch gehandelt werden, wenn sie aus nachhaltig bewirtschafteten Populationen stammen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks: „Das ist ein Meilenstein für den Artenschutz. Denn damit werden erstmals kommerziell sehr bedeutsame marine Ressourcen unter den Schutz von CITES gestellt.“ Das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz engagieren sich seit Jahren für einen besseren Schutz der Haie und Rochen.

Ein Viertel aller Hai- und Rochenarten ist in ihrem Bestand bedroht und nur noch ein Drittel nachweislich nicht gefährdet. Hauptursachen für diese alarmierende Entwicklung sind die Überfischung und der internationale Handel mit Flossen und Fleisch der Haie sowie mit den Kiemenreusen der Rochen.

Bei den nun geschützten Haiarten handelt es sich um den Weißspitzenhochseehai, den Heringshai und drei Arten von Hammerhaien. Die Listungen waren auf der 16. CITES-Vertragsstaatenkonferenz im März 2013 verabschiedet, ihr Inkrafttreten aber um 18 Monate verschoben worden, um den betroffenen Staaten hinreichend Zeit zur technischen und administrativen Vorbereitung einzuräumen. Den Heringshai-Antrag hatte Deutschland maßgeblich vorbereitet, da die Europäische Union Hauptimporteur dieser Art ist und damit eine große Verantwortung trägt. Damit die Listungen ab dem 14.9. auch effektiv weltweit umgesetzt werden, haben BMUB und BfN international erhebliche Hilfestellung geleistet.

Weitere Informationen zum Schutz von Haien und Rochen unter CITES finden Sie unter www.bmub.bund.de/N51099 sowie unter cites.org/prog/shark .

Quelle: http://www.bfn.de/0401_pm.html?tx_ttnews[tt_news]=5141

Tonga a world leader in seabed minerals law

Tonga a world leader in seabed minerals law

The Kingdom of Tonga this month became the first country in the world to put in place a law that manages seabed mineral activities within its national marine space and under its sponsorship in international waters.

Tonga’s Seabed Minerals Act 2014 was prepared with the assistance of the Deep Sea Minerals Project a partnership between the European Union (EU) and the Secretariat of the Pacific Community (SPC) and 15 Pacific Island countries. The Act received Royal Assent from the King of Tonga on 20 August 2014. This pioneering law, championed by Tonga’s Minister for Lands and Natural Resources and his staff, and led by the Kingdom’s Attorney-General’s Office, with SPC support, positions Tonga at the forefront of good governance for this emerging new industry.

Tonga, like Papua New Guinea, Fiji and Solomon Islands, has already received significant commercial interest in the seabed mineral potential within its national seas. Companies are currently conducting exploratory activities to learn more about Tonga’s ‘seafloor massive sulphide’ deposits. These chimney like structures, formed by hydrothermal activity at the seafloor thousands of metres below sea-level, are being feted as a new source for metals in global demand (such as copper, zinc, gold and silver) – and, if mined, would bring a new source of revenue for Tonga. The industry is however an untested one: deep sea mining has not yet occurred anywhere in the world; its viability and environmental impact are yet to be determined.

Now, in Tonga, before any seabed mining can commence, the requirements of the Seabed Minerals Act must be followed. This includes a stringent vetting process by government of any new project proposals, and public consultation if mining is proposed. Environmental impact assessment and ongoing monitoring are legal requirements under the Act, and government is given enforcement powers in order to maintain compliance with required performance standards. The Act also highlights the importance placed by Tonga on the protection and preservation of the marine environment, recognising the need to balance economic development for the people of Tonga against conservation of the biodiversity of the oceans.

Mr Taaniela Kula, Deputy Secretary for Natural Resources and the SPC-EU Deep Sea Minerals Project focal point in Tonga, thanked a wide range of stakeholders this week for their involvement in the law’s development, which commenced in 2012, including government colleagues and partners in the private sector and civil society – with special thanks to the EU and SPC for the Deep Sea Mineral Project’s assistance preparing an initial draft of the Act.

European Union Ambassador to the Pacific Andrew Jacobs, upon receiving a copy of the Seabed Minerals Act 2014, commented: ‘I wish to congratulate Tonga for this bold move, which will allow the Kingdom to effectively regulate and fully participate in deep sea mineral activities. The EU is pleased to have been able to contribute to this world premiere. Tonga is now equipped with a set of tools and regulations that will allow it to maximise the benefits of deep sea mining for its population.’

Prof. Mike Petterson, the Director of SPC’s Applied Geoscience and Technology Division, which hosts the SPC-EU Deep Sea Minerals Project, added his congratulations to Tonga for its great achievement:

‘The Seabed Minerals Act 2014 is not only a world first, but also a world best! With this new law, Tonga establishes a robust and transparent regulatory system, which prioritises good governance of natural resources and environmental management in line with international best practice. With provisions that set a stable and predictable regime, with requirements for the precautionary approach, public consultation and ‘free, prior and informed consent’, and with the creation of a ring-fenced sovereign wealth fund for seabed mining revenue, through this Act, Tonga has struck a good balance between incentivising the investment that will bring Tonga new income, while protecting the long-term interests of the people of the Kingdom and the health of the oceans.’

Tonga’s legislation follows closely the SPC-EU Deep Sea Mineral Project’s ‘Regional Legislative and Regulatory Framework’ launched by Pacific Island Forum Leaders in 2012, and endorsed by all 15 Pacific members of the African, Caribbean and Pacific Group of States (ACP). Several other Pacific Island countries also have seabed mineral Bills under development, with SPC and EU support, and the Deep Sea Minerals Project is supporting a wide range of other deep sea minerals ‘good governance’ activities across the region, in response to the requests and individual needs of countries.

Tonga will now continue to implement the SPC-EU Deep Sea Minerals Project, with awareness-raising programmes, and the development of further regulations.

SPC has issued a media release for more information please see http://www.spc.int/en/component/content/article/216-about-spc-news/1809-tonga-a-world-leader-in-seabed-minerals-law.html

To read and look at the Act please see the link http://crownlaw.gov.to/cms/images/LEGISLATION/PRINCIPAL/2014/2014-0008/SeabedMineralsAct2014_1.pdf

Erstmalig zwei Buckelwale gleichzeitig in der Ostsee gesichtet

Erstmalig zwei Buckelwale gleichzeitig in der Ostsee gesichtet

(Stralsund, 08.07.2014) Am Montagnachmittag um 16:40 Uhr wurde die Besatzung des Zollschiffes „Holnis“ Zeuge eines beeindruckenden Erlebnisses: zwei Buckelwale schwammen in der Nähe des Leuchtturms Kalkgrund, am Eingang der Flensburger Förde. Die beiden Bartenwale ließen sich eine halbe Stunde beobachten bevor sie weiterzogen, vermutlich in Richtung der süddänischen Stadt Sonderburg, nordwestlich der Flensburger Förde.

Mit einer geschätzten Größe von acht bis zehn Metern handelt es sich um zwei noch recht junge Buckelwale. Die Jungtiere kommen mit einer Länge von etwa vier Metern in den Winterquartieren in tropischen Gewässern zur Welt und bleiben nach der Geburt etwa ein Jahr bei der Mutter. In dieser Zeit können sie eine Größe von bis zu neun Metern erreichen. Ausgewachsene Tiere werden bis zu 15 Meter lang.

„Sichtungen von Buckelwalen in den deutschen Gewässern der Ostsee sind extrem selten“, meint der Walforscher und Direktor des Deutschen Meeresmuseums, Dr. Harald Benke. „So sind bisher nur vier Beobachtungen von Buckelwalen in diesen Gewässern überhaupt bekannt. Diese waren in den Jahren 1766, 1978, 2003 und 2008. Und nun sind es sogar zwei Buckelwale auf einmal, das gab es noch nie in der gesamten Ostsee“.

In unseren heimischen Gewässern wurde ein Buckelwal letztmalig im Sommer 2008 gesichtet. Der zwölf Meter lange Wal, getauft auf den Namen „Bucki“, wurde erstmals an der dänischen Küste im Öresund entdeckt. Einige Tage hielt sich „Bucki“ auch vor der Küste von Rügen auf. Er zog bis zur polnischen Küste und kam über Bornholm zurück an die deutsche Küste, bevor „Bucki“ schließlich über den Öresund wieder den Weg aus der Ostsee fand. Besonders berühmt ist der Buckelwal „Ossi“ geworden, der sich 1978/79 in der Ostsee aufhielt und monatelang von dem damaligen Direktor des Deutschen Meeresmuseums verfolgt und in die Medien gebracht wurde. Schließlich war dieser Wal der erste Buckelwal in den Gewässern von Mecklenburg-Vorpommern.

Buckelwale sind für ihre weiten Wanderungen durch die Ozeane bekannt. In den polaren Regionen ernähren sie sich während des Sommers von Krill und kleinen Schwarmfischen. Zur Fortpflanzung und Geburt der Kälber ziehen die Buckelwale im Spätherbst in die warmen tropischen Regionen. Während der Paarungszeit kann man den charakteristischen Gesang der Buckelwale weithin hören.

Bleibt nun zu hoffen, dass auch die beiden jungen Buckelwale wieder das dünne Nadelöhr zurück in die Nordsee finden. „ Auf Dauer ist die Ostsee keine geeignete Heimat für Buckelwale“, meint Anne Herrmann, Walforscherin am Deutschen Meeresmuseum. „Die Tiere können nicht ihrem gewohnten Fress- und Sozialverhalten nachgehen“.

Das Deutsche Meeresmuseum bittet um Ihre Mithilfe. Bitte melden Sie Ihre Sichtungen von den Buckelwalen oder anderen Meeressäugetieren in der Ostsee an: sichtungen@meeresmuseum.de oder +49 (0)3831 2650 394.

Mit freundlichen Grüßen aus dem OZEANEUM, – Europas Museum des Jahres 2010

Dänisches Wattenmeer wird Teil des Weltnaturerbes

Das Weltnaturerbe Wattenmeer ist komplett: Dänischer Teil des Wattenmeeres ist auf der UNESCO Welterbeliste

23.6.2014: Heute beschloss das UNESCO Welterbekomitee auf seiner Sitzung in Doha, Katar, das Weltnaturerbe Wattenmeer mit dem dänischen Teil des Wattenmeeres und zusätzlichenniedersächsischen Offshore-Gebieten zu erweitern. Das gesamte Wattenmeer ist jetzt Weltnaturerbe. „Das ist der größte Erfolg für die gemeinsamen Bemühungen der drei Wattenmeerstaaten seit der Gründung der Trilateralen Zusammenarbeit im Jahr 1978, um dieses einzigartige Gebiet gemeinsam zu schützen und zu erhalten“, sagte Jens Enemark, Leiterdes Gemeinsamen Wattenmeersekretariats in Wilhelmshaven, während seiner Dankesrede auf der Sitzung des Welterbekomitees in Doha, Katar.“ ‚Unser Welterbe‘ ist nun vollständig und wir werden diese Gelegenheit ergreifen, die Zusammenarbeit zwischen den Staaten zu verstärken,um den ‚Außergewöhnlichen Universellen Wert‘ des Wattenmeers zu erhalten und zu stärken“.

Das Welterbekomitee hat bereits 2009, als das deutsch-niederländische Wattenmeer Welterbe wurde, eine Erweiterung mit dem dänischenTeil des Wattenmeeres gefordert.

Diese Erweiterung des Gebietes wird auch auf vielen Veranstaltungen gefeiert, dieim Juni anlässlich des fünften Jahrestages des Weltnaturerbes Wattenmeer stattfinden, so z.B.mit kostenlosen Wattwanderungen in Niedersachsen und einemWeltNaturErbeFest am 29. Juni in Schleswig-Holstein. Eine ausführliche Liste der Veranstaltungen gibt es auf der Internetseite: www.wattenmeer-weltnaturerbe.de.

Das gesamte Welterbegebiet umfasst nun 11.500 km² und ist das weltweit größte zusammenhängende Watt-Inselgebiet der Welt. Es ist unverzichtbar für Millionen von Vögeln– nur hier finden sie genug Nahrung für die Tausende von Kilometer lange Reise zwischen den Brutgebieten in der Arktis und den Überwinterungsgebieten in Afrika.

Das Weltnaturerbe Wattenmeer steht damit auf einer Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Great BarrierReef in Australien, dem Grand Canyon in den USA und der Serengeti in Tansania. Außerdem ist es eines von nurdrei transnationalen Weltnaturerbestätten, die sich über drei Staaten erstrecken.

Mit der Erweiterung werden auch die bestehenden Aktivitäten rund um das Wattenmeer unterstützt und verstärkt. Durch eine gemeinsame Kommunikation des Wattenmeeres als Ganzes wird die Verantwortung aller drei Staaten für das Wattenmeer unterstrichen. „Seitdem dasdeutsch-niederländischeWattenmeer 2009 in die Weltnaturlisteaufgenommen wurde, haben viele Menschen vor Ort diese Auszeichnung aufgegriffen und unterstützen das Weltnaturerbe “ sagte Jens Enemark in seiner Rede in Doha,“Sie sindstolz darauf, Teildieser einzigartigen, weltweit bedeutendenArbeit zu sein. Sie engagieren sichfür denNaturschutzsowohl für heutige als auch für zukünftige Generationen, weil sie erkannt haben, dassnur dann, wennsiezu einem wirksamenSchutz beitragenund andere dafür sensibilisieren auch glaubwürdig sein können, wenn es darum geht, von seiner Schönheitund seinem Reichtum zu profitieren“.

„Das Wattenmeer ist ein magischer Ort. Ein Ort, wo sich Himmel und Erde eine Bühne teilen. Ein Ortvoller Erlebnisseund Geschichten. Kommen Sie und erleben und schützen Sie ein Wunder der Natur“ erklärte Jens Enemark zum Abschluss seiner Rede an das Welterbekomitee, das aus Repräsentanten aus 21 Ländern besteht.

Weitere Informationen:
www.wattenmeer-weltnaturerbe.de
http://whc.unesco.org

Informationen zum Gebiet:
Die Nominierung der aktuellen Erweiterung um das dänische Wattenmeer, sowie die Nominierung des deutsch-niederländischen Wattenmeeres im Jahr 2008 wurde vom Gemeinsamen Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven koordiniert. Das Wattenmeer wurde aufder 33.Sitzung des Welterbekomiteesam 26. Juni 2009 in Sevilla indie UNESCO Welterbeliste aufgenommen, mit der Aufforderungdas Gebiet mit dem dänischen Teil des Wattenmeeres zu erweitern.

Das niederländisch-deutsch-dänische Weltnaturerbe Wattenmeer umfasst etwa 11.500 km² und ist dieweltweit größte, zusammenhängende Fläche von Schlick- und Sandwatt mit dynamischen Prozessen, die in einem weitgehend ungestörten Naturzustand ablaufen.

Es umfasst alle Elemente, die für ein natürliches und dynamisches Wattenmeer kennzeichnend sind: ausgedehnte Wattflächen und breite Rinnen zwischen vorgelagerten Inseln, blühendeSalzwiesen vor den Deichen und auf den Inseln, die sich über 500 km entlang der Küste erstrecken, wechseln sich ab mit weißen Stränden und Dünen auf den Inseln und großen Sandbänken im äußeren Wattenmeer. Es ist ein Gebiet, in dem man erleben kann, wie Naturkräfte die Landschaft immer wieder neu gestalten und das international bedeutend ist als Drehscheibe für 10-12 Millionen Vögel auf ihremZugweg im Frühjahr und Herbst zwischen den Brutgebieten in der Arktis und den Überwinterungsgebieten in Afrika.

Mit der Aufnahme des Wattenmeeres in die Welterbeliste,verpflichten sich die Vertragsstaaten gegenüber der UNESCO Welterbekonvention den ‚Außergewöhnlichen Universellen Wert‘ des Wattenmeeres zu schützen und zu erhalten, insbesondere bezüglich der Kriterien, unter denen das Gebiet in die Liste aufgenommen wurde, und den Erhalt seiner Unversehrtheit mit einem effektiven Management sicherzustellen.

Das Wattenmeer wurde unter den Kriterien Geologie, natürliche ökologische Prozesse und Biodiversität in die Welterbeliste aufgenommen und ist in allen drei Staaten seit über 25 Jahren als Naturschutzgebiet und Nationalparks geschützt.

UN verbietet Japans Walfang

UN-Gericht verbietet Japan Jagd auf Wale

Das höchste UN-Gericht hat Japan die Jagd auf Wale im Südpolarmeer verboten. Das Land verstoße mit der Jagd auf die geschützten Meeressäuger gegen internationales Recht, urteilte der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag.

Seit mehr als 25 Jahren haben japanische Jäger im Rahmen eines umstrittenen Forschungsprogramms über 10 000 Großwale in den antarktischen Gewässern getötet. Australien, das die Klage 2010 angestrengt hatte, und Umweltschützer begrüßten das Urteil als großen Sieg für die vom Aussterben bedrohten Tiere.

«Das bedeutet, dass wir keine Harpunen mehr im Südlichen Ozean sehen werden», sagte der ehemalige australische Umweltminister Peter Garrett dem Sender ABC. Er sei überglücklich angesichts der Entscheidung. Garrett hatte den Prozess angestoßen.

Tokio hatte schon zuvor erklärt, dass es sich dem Spruch der 16 Richter beugen werde. Das Urteil des UN-Gerichts ist bindend, eine Berufung ist nicht möglich.

mehr:
http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/PANORAMA/UN-Gericht-verbietet-Japan-Jagd-auf-Wale-artikel8764317.php

Court finds that Japan’s whaling programme in the Antarctic (JARPA II) is not in accordance with three provisions of the Schedule to the International Convention for the Regulation of Whaling.
http://www.icj-cij.org/docket/index.php?p1=3&p2=2&case=148&code=aj&p3=6

Japan accepts court ban on Antarctic whaling:
http://www.bbc.com/news/world-asia-26818863

Die Delfinfamilie ist um eine Art reicher

http://www.media.uzh.ch/dam/jcr:ffffffff-8727-5b37-ffff-ffffecf05b86/Bild_3.jpg
Foto: Universität Zürich

Die Delfinfamilie ist um eine Art reicher

In den Gewässern Nordaustraliens lebt eine bis dahin unbekannte Delfinart. Es handelt sich um eine zusätzliche, noch unbenannte, Art der Gattung Sousa. Dies belegt eine internationale Gruppe von Delfin-Verhaltensforschern, darunter Michael Krützen von der Universität Zürich mit einer Langzeitstudie. Die Wissenschaftler schlagen vor, dass neu vier Arten dieser Gattung Delfine offiziell anerkannt werden.

Wie viele Arten der Delfingattung Sousa existieren, ist umstritten. Die wegen ihres charakteristischen Buckels unter der Rückenflosse auch als Buckeldelfine bezeichnete Gattung kommt sowohl in den Küstengewässern des Indopazifiks vor als auch im östlichen Atlantik. Aufgrund ihrer unklaren Populationsstruktur ist es schwierig, diese von Lebensraumverlust und Fischerei bedrohten Delfine zu schützen. Nun hat Michael Krützen, Delfin-Verhaltensforscher der Universität Zürich gemeinsam mit internationalen Kollegen eine bisher völlig unbekannte Spezies im Norden Australiens entdeckt. Es handelt sich dabei um eine vierte Art der Sousa.

Mindestens vier Arten der Sousa existieren
Die Wissenschaftler haben über Jahre hinweg die Evolutionsgeschichte der Sousa erforscht. Dabei wurden sowohl die physischen Merkmale als auch die genetischen Daten dieser Meeressäugetiere untersucht, um die Anzahl existierender Arten zu ermitteln. «Gestützt auf unsere Analysen gehen wir davon aus, dass es mindestens vier Arten der Sousa gibt. Unsere Entdeckungen halfen uns, die Evolutionsgeschichte dieser Gattung besser zu begreifen, und es ist uns gelungen, wichtige Erkenntnisse für den Artenschutz gewinnen, um jede der einzelnen Arten gezielt schützen zu können», sagt Michael Krützen, Koautor der Studie.

Die Forscher schlagen nur vor, mindestens vier Arten der Sousa offiziell anzuerkennen: den Kamerunflussdelfin (Sousa teuszii) im östlichen Atlantik Westafrikas; den indopazifischen Buckeldelfin, der sich in zwei Gattungen aufteilt, den Sousa plumbea, der vom mittleren bis westlichen Indischen Ozean vorkommt, und den Sousa chinensis, der im östlichen Indischen Ozean und dem westlichen Pazifik vorkommt; sowie die neue, vierte und bisher noch unbenannte Sousa-Spezies nördlich von Australien.

Taxonomie der Sousa weiter klären
Zusätzlich zum Vorschlag, eine neue Art anzuerkennen, und um frühere Vorschläge, die anderen drei Arten als unterschiedliche Spezies anzuerkennen, zu unterstützen, erkennen die Forscher auch die Population der Sousa plumbea des mittleren Indischen Ozeans als evolutionär und ökologisch einzigartig an und schlagen dementsprechend eine weitere Speziesbestimmung dieses Gebiets vor. «Es empfiehlt sich, diese Populationen weiter zu untersuchen, um die Taxonomie der Sousa auf regionaler Ebene aufzuklären», so Michael Krützen.

Um klare taxonomische Erkenntnisse bezüglich dieser weitverbreiteten und dennoch kaum bekannten Delfingruppe zu erhalten, sammelten die Forscher eine grosse Menge an physischen Daten – vorwiegend anhand von gestrandeten Delfinen und Museumsexemplaren. Insbesondere untersuchten sie dabei die Merkmale von 180 Schädeln, deren Ursprung den Grossteil der Habitate dieser Delfine umfasste, um deren morphologischen Eigenschaften regionsübergreifend zu vergleichen. Ferner wurden 235 Gewebeproben von Tieren der gleichen Gebiete gesammelt – d. h. vom östlichen Atlantik bis zum westlichen Pazifik – und sowohl deren mitochondriale als auch die Zellkern-DNA auf wichtige Variationen zwischen den Delfinpopulationen untersucht.

Literatur:
Martin Mendez, Thomas J. Jefferson, Sergios-Orestis Kolokotronis, Michael Krützen, Guido J. Parra, Tim Collins, Giana Minton, Robert Baldwin, Per Berggren, Anna S. Arnblad, Omar A. Amir, Vic M. Peddemors, Leszek Karczmarski, Almeida Guissamulo, Brian Smith, Dipani Sutaria, George Amato and Howard C. Rosenbaum. Integrating multiple lines of evidence to better understand the evolutionary divergence of humpback dolphins along their entire distribution range: a new dolphin species in Australian waters? Molecular Ecology. October 29, 2013. Doi: 10.1111/mec.12535.

Kontakt:
Dr. Michael Krützen
Anthropologisches Institut
Universität Zürich
Tel. +41 44 635 54 12
E-Mail: michael.kruetzen@aim.uzh.ch
Weitere Informationen:

http://www.mediadesk.uzh.ch

MSC-Schillerlocken-Fischerei in Kanada vor dem Aus

MSC-Schillerlocken-Fischerei in Kanada vor dem Aus

“October 8, 2013 To whom it may concern: The B.C. Dogfish Hook and Line lndustry Association announces a ’self-suspension‘ of MSC fishery certificates (2) for the B. C. Hook and Line Spiny Dogfish (Squalus suckleyi) (also known as Squalus acanthias) fishery, effective from September 14,2413, until further notice. This includes the lnside Stock (Strait of Georgia – Area 48) and the Outside Migratory Stock (Areas 3C, 3D, 5ABCD and 5E) Units of Certification, Certificate Codes F-SCS-0086 and F-SCS-0087, respectively. This‘ self-suspension‘ is requested by the fishery client as an alternative to full voluntary withdrawal of the fishery from the MSC program”

http://www.msc.org/track-a-fishery/fisheries-in-the-program/certified/pacific/british-columbia-spiny-dogfish/assessment-downloads-1/20131017_Notice_of_self_suspension_DOG20.pdf

Mit diesem kurzen Statement wird die unrühmliche Fischerei auf den Dornhai vor West-Kanada nun ein Ende finden.

Zum Hintergrund: Die Langleinenfischerei vor Britisch Columbia hatte nach einem langem Gerangel und trotz zahlreicher Einwände das MSC Siegel für eine nachhaltige Fischerei bekommen. Wir hatten mit der Hai-Society zusammen und mit anderen Umweltverbänden dagegen einige wissenschaftliche Argument aufgebracht:

MSC hat erstmals den Haifischfang zertifiziert!!!
Am 19.08.2011 hatten wir formal Einspruch gegen den Final Report der Zertifizierung von Dornhai vor British Columbia eingelegt. Der MSC-Certifier und MSC selbst haben diese Chance zur inhaltlichen Debatte nicht genutzt. Wir werden weiterhin eine Auseinandersetzung mit unseren Sachargumenten forcieren. Hier finden Sie unseren Einspruch…

http://www.hai-society.org/kampagne/MSC%20Objection%20BC%20Spiny%20Dogfish%20HAILIFE%20arguments.pdf

In US-Gewässern gibt es noch eine weitere Zertifizierung. Action Alert – Manager Dr. Onno Groß hat einen formalen Einspruch eingelegt, da HAILIFE hier als Stakeholder anerkannt wurde. Zum Einspruch…
http://www.hai-society.org/images/MSC%20Objection%20US%20Spiny%20Dogfish%20HAILIFE%20arguments%20161111.pdf

Dennoch wird schon jetzt weltweit Schillerlocke aus diesen Gebieten verkauft. Dank MSC wird sogar Haifischflossensuppe wieder salonfähig – derzeit sogar in Hamburg, wir sind dran…

Quelle: http://www.hai-society.org/kampagne/actionalert.htm
#MSCWir finden: Da freuen sich die Dornhaie!

Ökonomie und Ökologie müssen sich an Fakten halten – Ein Erfolg für den Haischutz.

Danke an alle Unterstützer!

Wir freuen uns über Spenden!

DEEPWAVE e.V.
Wir sind wegen Förderung der Umweltschutzes nach dem letzten uns zugesandten Freistellungsbescheid des Finanzamts für Körperschaften Hamburg Mitte-Altstadt vom 20.04.2012, StNr. 17/412/01913 für die Jahre 2008 bis 2010 nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftssteuer befreit.

Fortschritte bei der Erholung der Ostsee-Fischbestände

„Pressestelle“
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

Große Fortschritte bei der Erholung der Ostsee-Fischbestände

Europäische Fischereiminister verständigen sich auf die Fangquoten für 2014

Die Fischbestände in der Ostsee erholen sich schneller als erwartet. Bis zum Jahr 2015 könnten die strengen Fischerei-Beschränkungen der vergangenen Jahre zu einer stabilen, nachhaltigen Bestandserholung führen. Damit wäre die Ostsee das erste europäische Meeresgebiet, das vollständig nach dem Prinzip des so genannten maximalen Dauerertrages bewirtschaftet wird. Dabei darf nach einer genauen Berechnung nur so viel Fisch entnommen werden, wie wieder nachwächst, um den langfristigen Erhalt der Bestände nicht zu beeinträchtigen. Bei der Tagung der Europäischen Agrar- und Fischereiminister am Donnerstag in Luxemburg sagte der Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium, Dr. Robert Kloos: „Die strengen Auflagen und Kontrollen haben sich gelohnt. Wir sind unserem Ziel einer flächendeckenden, nachhaltigen Fischerei in Europa mittlerweile ein ganzes Stück näher gekommen. Das gilt besonders für die Ostsee. Hier erreichen wir dieses Ziel voraussichtlich bereits 2015. Damit sichern wir dauerhaft die Existenzgrundlage unserer Fischereiwirtschaft. Jetzt gilt es, möglichst rasch den Bewirtschaftungsplan für Dorsch zu aktualisieren und ihn in einen Mehrartenplan, der auch Hering und Sprotte einbezieht, zu integrieren. Hierzu sollte die Kommission umgehend ihren bereits seit längerem angekündigten Vorschlag vorlegen.“

Bei dem Treffen in Luxemburg soll auf der Basis eines Kommissionsvorschlags über die Gesamtfangmengen und Quoten für Hering, Dorsch, Scholle, Lachs und Sprotte in der Ostsee für das Jahr 2014 entschieden werden. Bei den für Deutschland relevanten Beständen sieht der Vorschlag der Kommission vor, die Fangmengen beim westlichen Hering um 23 Prozent zu senken. Die Fangmengen für Dorsch sollen in der westlichen Ostsee um 15 Prozent gekürzt werden, in der östlichen Ostsee gilt dagegen eine Erhöhung um 7 Prozent. Um 11 Prozent verringert sich die Fangmenge bei Sprotte. Bei Scholle ist eine Absenkung der Gesamtfangmenge um 12 Prozent vorgesehen. Darüber hinaus sollen die Seetage in der westlichen Ostsee von 163 auf 147 und in der östlichen Ostsee von 160 auf 146 reduziert werden. Bei dem Treffen der Fischereiminister sollen noch kleinere Anpassungen diskutiert werden. „Wichtig ist, dass die Erholung der Bestände weiter vorangebracht wird. Das ist unser zentrales Ziel. Die Vorschläge der EU-Kommission und der Ratspräsidentschaft können wir in diesem Sinn voll unterstützen“, sagte Kloos.

Mit Blick auf die Rückwurfverbote, die im Rahmen der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) in Zukunft eingeführt werden sollen, betonte der Staatssekretär: „Wir halten in diesem Zusammenhang eine Absenkung der Mindestanlandegröße bei Dorsch für dringend geboten. Die Kommission sollte auch hier rasch einen entsprechenden Vorschlag vorlegen.“

Über die Gesamtfangmengen und Quoten entscheidet nach dem Lissabon-Vertrag allein der Rat. Eine Befassung des Europäischen Parlaments ist nicht vorgesehen. Grundlage der Vorschläge für die Fangmöglichkeiten im kommenden Jahr (2014) sind die wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rates für Meeresforschung.

„Pressestelle“
Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV)

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