Good News

Das Meer und seine Bewohner geraten immer mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft.
Nachrichten über unseren Umgang mit den Meeren sind oft erschreckend, aber es gibt auch Lichtblicke, die Ansporn sind, umzudenken.

Britisches Parlament will „Klima-Notstand“ ausrufen lassen

© Dean Moriarty/ pixabay

Großbritannien gibt den Forderungen der Extinction Rebellion nach und ruft den „Klimanotstand“ aus. Die Regierungsberater*innen vom Commitee on Climate Change (CCC) legen der britischen Regierung einen Plan vor, indem sich Großbritannien verpflichten soll bis 2050 klimaneutral zu werden. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Regierung an die Empfehlungen des CCCs gehalten, jedoch ist sie nicht verpflichtet die Vorschläge in die Tat umzusetzen. Selbst wenn Großbritannien dieses Ziel bis 2050 erfüllt, bleibt die Frage offen, ob das wirklich ausreicht, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen…

Klimareporter°, 02.05.2019, Autorin: Susanne Schwarz

Es bewegt sich etwas in Großbritannien: Das britische Unterhaus hat am Mittwochabend einer Vorlage der sozialdemokratischen Labour Party zugestimmt, der zufolge die Regierung den „Klima-Notstand“ ausrufen soll. Zudem wird darin eine „grüne industrielle Revolution“ gefordert, die sich über alle Sektoren erstreckt.

Labour-Chef Jeremy Corbyn eröffnete die Debatte mit der Warnung, dass die Klimaneutralität nach aktuellen Trends erst zum Ende des Jahrhunderts erreicht wäre, „wenn unsere Kinder längst um das Überleben auf einem sterbenden Planeten kämpfen“.

Corbyn griff damit die Rhetorik der Extinction-Rebellion-Bewegung auf, die in den vergangenen zwei Wochen zentrale Verkehrsknotenpunkte in London blockiert hatte, um vor einem Massenaussterben durch den Klimawandel zu warnen. Die Polizei verhaftete mehr als tausend der Aktivisten, schaffte es aber nicht, die Proteste aufzulösen.

Thunberg: „Historisch und hoffnungsstiftend“

Viele bei „Extinction Rebellion“ verbuchen den Beschluss denn auch als Erfolg. „Das wäre ohne unsere Bewegung schlicht nicht passiert“, twitterte etwa die Ortsgruppe Cambridge. „Die Helden, die verhaftet wurden, haben das auf der politischen Agenda nach oben geschoben.“

Die mediale Aufmerksamkeit für den Klimawandel war in den vergangenen Wochen auf jeden Fall außergewöhnlich groß, wie die Denkfabrik Carbon Tracker ermittelt hat. So oft wie in diesem April haben britische Medien den Klimawandel demnach fast noch nie erwähnt. Im vergangenen Jahrzehnt gab es nur einen Monat, in dem das häufiger der Fall war. Das war der Dezember 2009, in dem das geplante Klimaabkommen von Kopenhagen scheiterte. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Klimareporter°

 

„Wir brauchen ein Ministerium zur Rettung der Welt“

© Janine Escher

Die Grünen haben bei der Europawahl die besten Ergebnisse ihrer Geschichte erlangt. Jetzt ist nur fraglich, ob sie wirklich Maßnahmen  ergreifen, um die notwendigen Klimaschutzziele zu erreichen. Ist es zwar wichtig, dass viele Wähler*innen erkannt haben, wie ernst der Notstand des weltweiten Klimas ist, aber jetzt müssen wir und die verantwortlichen Politiker*innen auch handeln. Insgesamt haben sich schon 27 000 Wissenschaftler*innen fachübergreifend zusammengeschlossen für die „Scientists 4 Future“. Die Wissenschaft identifiziert die Probleme des Klimawandels klar und hat konkrete Lösungsvorschläge, was wir und die Politik machen müssen, um die Erde vor der nächsten Heißzeit zu bewahren. Das Greenpeace Magazin veröffentlichte ein Interview mit Volker Quaschning nach der Europawahl, einem der Mitinitiatoren von „Scientists 4 Future“.

Greenpeace Magazin, 28.05.2019, Interviewpartnerin: Svenja Beller

Die Grünen sind die großen Wahlsieger, sie werden im Juli als viertstärkste Kraft ins Europaparlament einziehen. Wird jetzt alles gut?
Nein. Es wird vielleicht ein bisschen besser, weil wir jetzt bei der Klimafrage mehr Druck ausüben können. Aber wir liegen bei den Ausbauzielen der erneuerbaren Energien dramatisch daneben. Nehmen wir mal Deutschland: Die Ziele der Bundesregierung aus dem Koalitionsvertrag sind nicht mal ansatzweise ausreichend, um das Pariser Klimaschutzabkommen einhalten zu können. Und nicht einmal diese Mindestziele hält die Regierung ein. Das heißt, Deutschland versagt doppelt. Da erwarte ich jetzt nicht viel, das hat man ja schon an den Reaktionen der Volksparteien auf die Wahl gesehen. Sie sehen ihr schlechtes Abschneiden als Kommunikationsproblem, und nicht als ein Problem ihrer Politik.

So hat Armin Laschet, NRW-Ministerpräsident von der CDU, den tiefen Fall seiner Partei bewertet.
Genau. Aber auch bei den Grünen muss man jetzt genau hinschauen. Die sind zwar Gewinner, aber jetzt haben sie auch mehr Verantwortung, es besser zu machen.

„Das Monopol der Macht ist gebrochen“, sagte Margrethe Vestager von den Liberalen angesichts der schlechten Ergebnisse der großen Volksparteien. Können die erstarkten Grünen das Machtvakuum füllen?
Die Grünen haben ja nicht fünfzig Prozent erreicht, sondern in Deutschland nur gut zwanzig und im Europaparlament neun Prozent. Das ist ja keine Mehrheit. Für eine ambitionierte Klimaschutzpolitik müssen sie sich Mehrheiten suchen. Das Machtmonopol ist insofern gebrochen, als dass die Christ- und Sozialdemokraten zum ersten Mal keine absolute Mehrheit mehr haben. Es wird wahrscheinlich nicht ohne die Grünen gehen. Aber auch wenn sie sich beim Klimaschutz beispielsweise mit den Christdemokraten und Liberalen zusammentun, sozusagen in einer Jamaika-Koalition, kann ich mir nicht vorstellen, dass die nötigen Maßnahmen zum Erreichen der Klimaziele auch nur ansatzweise in Angriff genommen werden.

Die EU hat sich vorgenommen ihre CO2-Emissionen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent gegenüber dem Ausstoß von 1990 zu senken. Wird das nun realistischer?
Erstmal muss man ja sagen, dass dieses Ziel mit dem Pariser Klimaschutzabkommen nicht kompatibel ist. Wenn die EU sicher unter 1,5 Grad Erderwärmung bleiben will, müssen die Emissionen bereits deutlich vor dem Jahr 2050 bei null liegen. Wenn sie bis 2050 „nur“ um 80 bis 95 Prozent CO2 sinken sollen, müsste man CO2 dann wieder aus der Atmosphäre rausholen. Das heißt, die EU müsste sich über sehr teure und höchst umstrittene Verfahren zur CO2-Abtrennung Gedanken machen. Ob wir diese Konsequenz unseres langsamen Klimaschutztempos wirklich tragen wollen, darüber wird noch gar nicht diskutiert. Wir liegen in der Klimapolitik derzeit so dermaßen daneben, dass wir ganz andere Maßnahmen brauchen. Ein paar wenige Wind- und Solaranlagen aufzustellen, reicht ganz einfach nicht mehr. Die Bereitschaft für viel mehr sehe ich in Deutschland und auch in Europa aber noch nicht. […]

Das gesamte Interview findet ihr hier.

Greenpeace Magazin

Scientists 4 Future

 

OMCAR unterstützt lokale Fischhändler

Ein Einblick in die momentane Arbeit unserer Partnerorganisation OMCAR, mit der DEEPWAVE seit dem Jahr 2005 und dem Start der MANGREEN Kampagne den Küstenschutz in Tamil Nadu fördert. Die Fahrrad fahrenden Fischhändler, die küstenferne Dörfer mit der essenziellen Proteinquelle Fisch versorgen, sind ein wichtiger Bestandteil der vom Fischfang abhängigen Region. OMCAR hat 2017 diese Fischhändler ins Palk Bay Zentrum eingeladen, um nachhaltige Ideen im direkten Dialog zu entwickeln. Zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und zur sicheren Versorgung der lokalen Communities mit Fisch hat OMCAR den Fischhändlern neue Fahrräder, Transportboxen und Lampen zur Verfügung gestellt. Wenn ihr euch für die weitere Arbeit von OMCAR interessiert könnt ihr auf www.omcar.org mehr erfahren.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=a0koY_jv-6w&t=53s

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=a0koY_jv-6w&t=53s

Mehr zum MANGREEN Projekt und zum Aufbau des Palk Bay Zentrums findet ihr hier.

 

 

 

 

Meeressäugerforschung erfasst seltenes Video von neugeborenem Buckelwal

ein großes Buckelwalweibchen. Über der Mutter schwimmt ein kleines, frisch geborenes Kalb. Hinter der Mutter ist noch Geburtsblut zu erkennen. Fotographie ist von oben mit einer Drohne fotographiert

© Marine Mammal Research Program

Es ist ein wunderschöner und seltener Augenblick, den Meeresforscher der University of Hawai’i am Manoa’s Marine Mammal Research Program (MMRP) im Januar mit einer Drohne aufnehmen konnten, die Geburt eines Buckelwals. Das Blut im Wasser lässt darauf schließen, dass die Geburt vor der Küste Mauis eben erst geschehen sein muss. Das frisch geborene Kalb schwimmt also erst wenige Minuten im Pazifischen Ozean. Lars Bejder, Leiter des MMRP beschreibt diesen Augenblick als magischen Moment. In 25 Jahren sei er nie so nah an eine Walgeburt herangekommen.

„I think everybody can appreciate these kinds of footages, and it brings us closer to these animals and gives us a really majestic view of these creatures. […] I think it’s pretty spectacular.“

Quelle: EurekAlter!

Das Video könnt ihr euch hier ansehen:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=LeeCqGHFYM4

Quelle: University of Hawai‘i News auf YouTube

Mehr zum Thema Wale findet ihr auf unserer Seite.

Urban/Coastal Clean-Up Guide


© Whale and Dolphin Conservation (WDC)

Unsere Freund*innen von der Whale and Dolphin Conservation (WDC) haben einen Urban und Costal Clean-Up Guide herausgegeben. Jetzt könnt ihr eure eigenen Müllsammelaktionen und Strand Clean-Ups noch besser organisieren, egal an welchem Ort. Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren, davon stammt 80% vom Festland. Um gegen die Plastikmüllflut im Ozean anzukämpfen müssen wir Einweg-Plastik vermeiden und unsere Umwelt sauber halten.

Müll sammeln können wir überall und zu jeder Zeit!

Mit dem Urban/Costal Clean-Up Guide von der Whale and Dolphin Conservation bekommt ihr viele nützliche Tipps und Informationen z.B. eine Clean-Up-Checkliste, informative Links, eine Liste hilfreicher Dokumente und einen Müllerfassungsbogen. Mit dem Müllerfassungsbogen könnt ihr genau die Art und Anzahl des Mülls festhalten, den ihr gesammelt habt. Diese Informationen könnt ihr dann an das Team der Whale and Dolphin Conservation weiterleiten, denn sie dienen der Forschung zum Schutz der Meere und setzten ein wichtiges Zeichen für den Umweltschutz!

Der komplette Urban/Coastal-Clean-Up-Guide (Whale and Dolphin Conservation): Beach-Clean-Up-Guide

Die kurze Druckversion (Whale and Dolphin Conservation): Druckversion-Beach-Clean-Up-Guide

WDC-Newsletter: https://secure.whales.org/secure/newsletter/

 

Plastikmüll im Meer: So könnten unsere Ozeane gereinigt werden

Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Meeren und sorgen für den Tod vieler Meereslebewesen. Das Problem beschäftigt Menschen auf der ganzen Welt. Mehr und mehr Ideen werden entwickelt, um diese Massen an Plastikmüll aus den Meeren zu ziehen und zu filtern. Einen Überblick findet ihr hier!

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=LJmWfYY3gJE

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=LJmWfYY3gJE

Umweltkonferenz der UNO – Startschuss gegen Plastikmüll im Meer?

Plastikmüll am Strand© dpa

Es besteht die Hoffnung, dass bei der Umweltkonferenz der UNO in Nairobi nun endlich der erste Schritt in die Richtung eines verbindlichen globalen Abkommens, für das Stoppen der Plastikmülleinträge in die Weltmeere, gemacht wird. Die Bundesregierung befürwortet zwar ein solches Abkommen und will schrittweise die Recyclingquote erhöhen und den Verpackungsmüll reduzieren, aber setzt bedauerlicherweise immer noch weitestgehend auf Freiwilligkeit.

ZDF, 11.03.2019, Autor: Mark Hugo

„Die Zeit rennt uns davon.“ Mit so deutlichen Worten fordert die derzeitige Leiterin des UNO-Umweltprogramms (UNEP), Joyce Musya, die Weltgemeinschaft zum Handeln auf. „Wir sind über Versprechungen und Politisieren weit hinaus“, sagt sie. Es stünden Leben auf dem Spiel und die ganze Gesellschaft „so, wie die meisten von uns sie heute kennen und genießen.“ Ein eindringlicher Appell zum Start der fünftägigen UNO-Umweltkonferenz im kenianischen Nairobi.

Dort treffen sich Minister, Staatssekretäre und Regierungschefs, um über die größten globalen Umweltprobleme zu reden. Eines davon: Der stetig wachsende Müll im Meer. Als „Kronzeuge“ könnte ein im vergangenen November an der indonesischen Küste tot angespülter Wal dienen. In seinem Magen wurden 115 Plastikbecher, zwei Flip-Flop-Sandalen, vier Plastikflaschen, 25 Plastiktüten, ein Nylonsack und mehr als 1.000 weitere Plastikteile gefunden – insgesamt fast sechs Kilo Müll.

Schätzungen gehen davon aus, dass weit mehr als 100 Millionen Tonnen Müll die Weltmeere verschmutzen, jährlich kommen vermutlich zehn Millionen Tonnen dazu. Vor allem Plastik treibt dort in gewaltigen Strudeln oder verdreckt die Strände. Eine Gefahr ist das nicht nur für Tiere. Denn mit den Jahren zerfällt der Müll in winzige Mikroplastik-Partikel und gelangt über die Nahrungskette schließlich auch auf den Teller. Ein gewaltiges Problem, dessen Lösung gewaltige Anstrengungen bräuchte. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

ZDF: https://www.zdf.de/

 

 

 

 

 

ReplacePlastic- Eine App gegen Plastikverpackungen


© Küste gegen Plastik e.V.

Die Meere werden überflutet von Plastikmüll. Ein großer Teil gelangt vom Land her über die Flüsse in die Meere. Plastikverpackungen spielen dabei eine große Rolle. Es ist schwierig in Supermärkten auf Plastikverpackung für Produkte des täglichen Bedarfs zu verzichten, obwohl viele Verbraucher*Innen das möchten. Aus diesem Grund hat die Küsten gegen Plastik e.V. die „ReplacePlastic“-App gewickelt. Mit dieser App können wir die Barcodes von Produkten scannen, von denen wir uns wünschen, dass die Verpackungen nicht aus Plastik bestehen. Das Feedback wird dann an die Anbieter*Innen der Produkte weitergeleitet. Es gibt bereits mehrere Unternehmen, die auf das Feedback der Nutzer*Innen von „ReplacePlastic“ reagiert und ihre Plastikverpackungen umgestellt oder, weggelassen haben.

Weitere Informationen über die „ReplacePlastic“-App findet ihr hier.

„ReplacePlastic“-App Downloadlink für Apple: https://itunes.apple.com/de/app/replaceplastic/id1257771601

„ReplacePlastic“-App Downloadlink für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.kuestegegenplastik.replaceplastic

Küsten gegen Plastik e.V.: https://www.kueste-gegen-plastik.de/

 

Wissenschaftler*innen haben das erste mesophotische Korallenriff Italiens entdeckt

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© Nature / Scientific Reports

Ze.tt, 12.3.2019, Autorin: Seyda Kurt

Korallenriffe gibt es im Mittelmeer so gut wie nicht mehr. Wissenschaftler*innen haben nun das erste Riff vor der italienischen Küste entdeckt.

Das erste Korallenriff Italiens erstreckt sich über mindestens zweieinhalb Kilometer entlang der Adriaküste nahe der Stadt Monopoli. Das berichten italienische Wissenschaftler*innen in einem Artikel, der Anfang März im Magazin Nature veröffentlicht wurde.

Im Gegensatz zu den australischen oder maledivischen Riffen, die bis an die Wasseroberfläche reichen, sei dieses in der italienischen Region Apulien in 30 bis 50 Metern Tiefe zu finden, so die Wissenschaftler*innen. Somit sei die Entdeckung ebenso das erste mesophotische Korallenriff überhaupt im Mittelmeer. Als mesophotisch wird in einem Gewässer die untere Zone der durchlichteten Schicht bezeichnet. Bis dahin dringt also lediglich Restlicht durchs Wasser vor, Umwandlung sowie Abbau pflanzlicher Substanz kann noch stattfinden.

Diese Ökosysteme sind sehr selten, weil sie auch in extremen Tiefen ohne Licht überleben und wachsen können. In der Vergangenheit waren im mediterranen Raum Korallenriffe weit verbreitet, verschwanden jedoch im Laufe der Zeit. Die letzten Reste sind noch in Form eines kleinen Riffs bei der kroatischen Insel Mljet zu sehen.

Weil es in solch tiefen Gewässern wächst, unterscheidet sich das italienische Korallenriff auch in seiner Farbgebung von den Riffen im Pazifik: Es ist nicht so bunt und grell wie die vielfarbigen Arten im Pazifik. Dennoch betrachten die Wissenschaftler*innen die Entdeckung als eine Sensation. Korallenriffe sind höchst komplexe Strukturen, die größten von Lebewesen geschaffenen auf der Erde. Sie werden von Korallen über viele Jahrhunderte aus ihren Kalkskeletten aufgebaut.

Quelle: https://ze.tt/wissenschaftlerinnen-haben-das-erste-korallenriff-italiens-entdeckt/?utm_campaign=ref&amp%3Butm_content=zett_zon_teaser_teaser_x&amp%3Butm_medium=fix&amp%3Butm_source=zon_zettaudev_int&amp%3Bwt_zmc=fix.int.zettaudev.zon.ref.zett.zon_teaser.teaser.x

Ze.tt: https://ze.tt/

Den Artikel vom Nature Magazin findet ihr hier. 

 

 

Wie Treibhausgase wieder aus der Luft verschwinden

Technische Anlage der Schweizer Firma Climeworks ist gegen den Himmel zu sehen.  (Climeworks)
© Climeworks

Die Schweizer Firma „Climeworks AG“ bietet Getränkefirmen aus der Luft gefiltertes CO2 an. Durch die speziellen Anlagen von Climeworks soll das Treibhausgas aus der Luft eingefangen und dann in einem separaten Behälter gespeichert werden. Negative Emissionen, also die Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre, stehen schon seit einigen Jahren im Fokus der Klimawissenschaftler*Innen. Welche Möglichkeiten gibt es noch Treibhausgase zu speichern?

Deutschlandfunk, 13.12.2018, Autor: Georg Ehring

Sie sehen aus wie große Ventilatoren – im halben Dutzend nebeneinander aufgestellt und bei Bedarf auch stapelbar: Die Schweizer Firma Climeworks AG baut Anlagen, die das Treibhausgas CO2 aus der Luft entfernen – es landet in hoher Reinheit in einem separaten Behälter. Christoph Beuttler ist Manager bei Climeworks und er findet die Technik recht einfach:

„Man kann sich das so vorstellen: CO2 ist eine Säure und wir haben eine spezielle Base gebaut, die das CO2 anzieht und das ganze in eine Maschine verpackt, die dieses CO2 dann aus der Luft holt.“

CO2 aus der Atmosphäre in Softdrinks

Trotzdem ist der Betrieb nicht gerade billig, pro Tonne CO2 liegen die Kosten derzeit bei etwa 500 Euro. Doch es gibt bereits Kunden, die diese Preise bezahlen – allerdings nicht nur dem Klima zu Liebe. Erste Anlagen produzieren „für die Getränkeindustrie, also dass die Blasen in den Fizzy Drinks eben aus der Atmosphäre kommen und nicht aus fossilem CO2.“

Was die Hersteller dann auch als Argument für ihre Werbung nutzen können. Climeworks will in einigen Jahren auf weniger als 100 Euro pro Tonne kommen, zum Vergleich: Im Europäischen Emissionshandel kostet das Recht, eine Tonne Treibhausgas in die Atmosphäre zu blasen, derzeit um die 20 Euro – Tendenz deutlich steigend.

Die Hersteller solcher Anlagen können sich auf großes Interesse an ihren Produkten freuen. In der Wissenschaft sind negative Emissionen, also die Entfernung von CO2 aus der Atmosphäre, schon seit einigen Jahren ein Thema. Vor allem, wenn die Erderwärmung unter 1,5 Grad gehalten werden soll,  kommt kein realistisches Klimamodell mehr ohne die Annahme aus, dass so etwas funktioniert. Jetzt interessiert sich auch die Politik dafür, sagt Artur Runge-Metzger von der EU-Generaldirektion Umwelt.

„Wenn man langfristig das Klima retten will, wird einem nichts anderes übrig bleiben und dann innerhalb der 1,5 Grad zu bleiben, wird einem nichts übrig bleiben als negative Emissionen zu haben und negative Emissionen bedeutet, dass man CO2 aus der Atmosphäre auffangen muss und das dann verbringen muss in geologische Schichten oder eben Aufnahme über Vegetation und Holz.“ […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Deutschlandfunk: https://www.deutschlandfunk.de/

 

 

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