Good News

Das Meer und seine Bewohner geraten immer mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft.
Nachrichten über unseren Umgang mit den Meeren sind oft erschreckend, aber es gibt auch Lichtblicke, die Ansporn sind, umzudenken.

OMCAR unterstützt lokale Fischhändler

Ein Einblick in die momentane Arbeit unserer Partnerorganisation OMCAR, mit der DEEPWAVE seit dem Jahr 2005 und dem Start der MANGREEN Kampagne den Küstenschutz in Tamil Nadu fördert. Die Fahrrad fahrenden Fischhändler, die küstenferne Dörfer mit der essenziellen Proteinquelle Fisch versorgen, sind ein wichtiger Bestandteil der vom Fischfang abhängigen Region. OMCAR hat 2017 diese Fischhändler ins Palk Bay Zentrum eingeladen, um nachhaltige Ideen im direkten Dialog zu entwickeln. Zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen und zur sicheren Versorgung der lokalen Communities mit Fisch hat OMCAR den Fischhändlern neue Fahrräder, Transportboxen und Lampen zur Verfügung gestellt. Wenn ihr euch für die weitere Arbeit von OMCAR interessiert könnt ihr auf www.omcar.org mehr erfahren.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=a0koY_jv-6w&t=53s

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=a0koY_jv-6w&t=53s

Mehr zum MANGREEN Projekt und zum Aufbau des Palk Bay Zentrums findet ihr hier.

Meeressäugerforschung erfasst seltenes Video von neugeborenem Buckelwal

ein großes Buckelwalweibchen. Über der Mutter schwimmt ein kleines, frisch geborenes Kalb. Hinter der Mutter ist noch Geburtsblut zu erkennen. Fotographie ist von oben mit einer Drohne fotographiert

© UH Manoa Marine Mammal Research Program, NOAA permit: #20311-01

Es ist ein wunderschöner und seltener Augenblick, den Meeresforscher der University of Hawai’i am Manoa’s Marine Mammal Research Program (MMRP) im Januar mit einer Drohne aufnehmen konnten, die Geburt eines Buckelwals. Das Blut im Wasser lässt darauf schließen, dass die Geburt vor der Küste Mauis eben erst geschehen sein muss. Das frisch geborene Kalb schwimmt also erst wenige Minuten im Pazifischen Ozean. Lars Bejder, Leiter des MMRP beschreibt diesen Augenblick als magischen Moment. In 25 Jahren sei er nie so nah an eine Walgeburt herangekommen.

„I think everybody can appreciate these kinds of footages, and it brings us closer to these animals and gives us a really majestic view of these creatures. […] I think it’s pretty spectacular.“

Quelle: EurekAlter!

Das Video könnt ihr euch hier ansehen:

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=LeeCqGHFYM4

Quelle: University of Hawai‘i News auf YouTube

Mehr zum Thema Wale findet ihr auf unserer Seite.

Urban/Coastal Clean-Up Guide

Gruppenfoto mit mehreren Menschen am Strand, die gefüllte Müllsäcke in der Hand halten

© Luisa Knüppe / Whale and Dolphin Conservation

Unsere Freund*innen von der Whale and Dolphin Conservation (WDC) haben einen Urban und Costal Clean-Up Guide herausgegeben. Jetzt könnt ihr eure eigenen Müllsammelaktionen und Strand Clean-Ups noch besser organisieren, egal an welchem Ort. Jedes Jahr landen Millionen Tonnen Plastikmüll in den Meeren, davon stammt 80% vom Festland. Um gegen die Plastikmüllflut im Ozean anzukämpfen müssen wir Einweg-Plastik vermeiden und unsere Umwelt sauber halten.

Müll sammeln können wir überall und zu jeder Zeit!

Mit dem Urban/Costal Clean-Up Guide von der Whale and Dolphin Conservation bekommt ihr viele nützliche Tipps und Informationen z.B. eine Clean-Up-Checkliste, informative Links, eine Liste hilfreicher Dokumente und einen Müllerfassungsbogen. Mit dem Müllerfassungsbogen könnt ihr genau die Art und Anzahl des Mülls festhalten, den ihr gesammelt habt. Diese Informationen könnt ihr dann an das Team der Whale and Dolphin Conservation weiterleiten, denn sie dienen der Forschung zum Schutz der Meere und setzten ein wichtiges Zeichen für den Umweltschutz!

Der komplette Urban/Coastal-Clean-Up-Guide (Whale and Dolphin Conservation): Beach-Clean-Up-Guide

Die kurze Druckversion (Whale and Dolphin Conservation): Druckversion-Beach-Clean-Up-Guide

WDC-Newsletter: https://secure.whales.org/secure/newsletter/

 

Plastikmüll im Meer: So könnten unsere Ozeane gereinigt werden

Millionen Tonnen Plastikmüll landen jedes Jahr in den Meeren und sorgen für den Tod vieler Meereslebewesen. Das Problem beschäftigt Menschen auf der ganzen Welt. Mehr und mehr Ideen werden entwickelt, um diese Massen an Plastikmüll aus den Meeren zu ziehen und zu filtern. Einen Überblick findet ihr hier!

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=LJmWfYY3gJE

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=LJmWfYY3gJE

Kommunen verbieten Luftballons im Freien

Eine Hand hält viele bunte Luftballons

© Gaelle Marcel / Unsplash

Ballonschnüre sind eine tödliche Gefahr für Tiere. Besonders Meeressäuger, Fische und Vögel ersticken an den Plastikteilen oder verwickeln sich in den Schnüren. Bei einer Untersuchung mit 1733 Seevögeln fand die Forscherin Lauren Roman in jedem dritten Vogel Müll und bei jedem fünften tot gefundenen Vogel waren Plastikmüll oder Ballonreste die eindeutige Todesursache. Roman betitelt Ballons als den „tödlichsten Müll im Meer“, denn die Wahrscheinlichkeit für einen Seevogel, an Ballons oder ihren Einzelteilen zu sterben, ist ca. 32-mal höher als bei härteren Plastikteilen.

Im Plastikverbot der EU aus dem vergangenen Jahr für Strohhalme, Einmalgeschirr, Wattestäbchen und andere Wegwerfartikel, wurden Luftballons letztendlich nicht mit einbezogen. Viele Niederländischen Gemeinden verbieten nun den Gebrauch von Luftballons im Freien. Inzwischen sind es 17 Prozent, die ein Ballonverbot erlassen haben und etwa ein Fünftel aller Gemeinden rät von der Nutzung im Freien ab. Wir hoffen, dass weitere Gemeinden und Regierungen diesem Beispiel folgen, um für den Schutz für Land- und Meeresbewohner zu sorgen.

Den zugehörigen Artikel „Kommunen verbieten Luftballons im Freien“ vom 13.03.2019 findet ihr bei der ZEIT ONLINE.

Hier findet ihr weitere Informationen über den Beschluss zum Verbot von Wegwerf-Plastikprodukten in der EU.

Bei unserer Kampagne BLUE STRAW findet ihr außerdem nachhaltige Alternativen zu Einwegplastikprodukten.

 

 

 

 

 

ReplacePlastic- Eine App gegen Plastikverpackungen


© Küste gegen Plastik e.V.

Die Meere werden überflutet von Plastikmüll. Ein großer Teil gelangt vom Land her über die Flüsse in die Meere. Plastikverpackungen spielen dabei eine große Rolle. Es ist schwierig in Supermärkten auf Plastikverpackung für Produkte des täglichen Bedarfs zu verzichten, obwohl viele Verbraucher*Innen das möchten. Aus diesem Grund hat die Küsten gegen Plastik e.V. die „ReplacePlastic“-App gewickelt. Mit dieser App können wir die Barcodes von Produkten scannen, von denen wir uns wünschen, dass die Verpackungen nicht aus Plastik bestehen. Das Feedback wird dann an die Anbieter*Innen der Produkte weitergeleitet. Es gibt bereits mehrere Unternehmen, die auf das Feedback der Nutzer*Innen von „ReplacePlastic“ reagiert und ihre Plastikverpackungen umgestellt oder, weggelassen haben.

Weitere Informationen über die App findet ihr hier.

„ReplacePlastic“-App Downloadlink für Apple: https://itunes.apple.com/de/app/replaceplastic/id1257771601

„ReplacePlastic“-App Downloadlink für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.kuestegegenplastik.replaceplastic

Küsten gegen Plastik e.V.: https://www.kueste-gegen-plastik.de/

 

 

Wissenschaftler:innen haben das erste mesophotische Korallenriff Italiens entdeckt

graues korallenriff mit lila-pinken und orangenen Sprenkeln

© Corriero G., Pierri C., Mercurio M. et al. / Wikimedia Commons (CC-BY-4.0)

Obwohl es in der Vergangenheit viele Korallenriffe im mediterranen Raum gab, existieren dort heute nur noch wenige. Vor Italiens Küste gibt es nun 30 – 50 Meter unter der Wasseroberfläche wieder ein Korallenriff. Italienische Wissenschaftler:innen berichten im Magazin Nature, dass es sich bei dem mindestens zweieinhalb Kilometer langen Korallenriff um das einzige mesophotische Korallenriff im Mittelmeer handelt. Dieses Korallenriff befindet sich in der unteren Schicht der durchlichteten Zone, in der nur noch Restlicht durchdringt.

Kaltwasserkorallen sind weitgehend unerforscht. Lange Zeit wusste man nichts von ihnen und hielt sie für eine Mär. Es war einfach unvorstellbar, dass Korallen auch ohne Photosynthese zu betreiben überleben können. Dabei ist das größte Korallenriff ein Kaltwasserkorallenriff, das von Marokko bis nach Spitzbergen reicht. In letzter Zeit werden immer mehr Kaltwasserkorallenriffe entdeckt, sodass nun klar ist, dass diese kein Randphänomen darstellen.

Forscher:innen sehen in mesophotischen Korallen-Ökosystemen, die zu den Kaltwasserkorallen gehören, zudem Potenzial, dass Korallen trotz steigender Meerestemperatur Bestand haben werden. Da Kaltwasserkorallen nicht auf Sonnenlicht angewiesen sind, können sie in großer Tiefe leben – anders als die in flachen und lichtdurchfluteten Bereichen lebenden tropischen Korallen. In größerer Tiefe wird jedoch noch nicht der Toleranzbereich der Korallen bezüglich der Wassertemperatur überschritten. Dies lässt Forscher hoffen, dass zumindest Kaltwasserkorallen überleben können, wenn wir den Temperaturanstieg begrenzen.

Den Artikel Wissenschaftler:innen haben das erste mesophotische Korallenriff Italiens entdeckt von Seyda Kurt vom 12.03.2019 findet ihr bei Ze.tt.
Ausführlicher ist der Artikel Erstes mesophotische Korallenriff in der Adria dentdeckt von Tobias Möser vom 15.03.2019 auf der Internetseite des Netzwerks für Kryptozoologie.
Den Originalartikel findet ihr bei Nature.
Zur Temperaturtoleranz informiert der Artikel Korallen passen sich dem Klimawandel an von Spektrum von Kerstin Viering vom 24.10.2016.

Anhand der Kaltwasserkorallen lassen sich auch die Auswirkungen des Klimawandels auf die Ozeane gut erkennen. Wie, erfahrt ihr in dem Blogbeitrag Kaltwasserkorallen dokumentieren Umweltveränderungen.

Wie Treibhausgase wieder aus der Luft verschwinden

Ein Glas steht auf einem Holztisch. Es wird sprudeliges Mineralwasser eingeschenkt

© ExplorerBob / Pixabay

Die Schweizer Firma „Climeworks AG“ bietet Getränkefirmen aus der Luft gefiltertes CO2 an. Durch die speziellen Anlagen von Climeworks sollen die Treibhausgase aus der Luft eingefangen und dann in einem separaten Behälter gespeichert werden. Die Methode von Climeworks ist sehr kostenspielig: eine Tonne CO2 kostet aktuell etwa 500 Euro, im Vergleich dazu kostet im Europäischen Emissionshandel das Recht, eine Tonne Treibhausgase in die Atmosphäre zu blasen aktuell ca. 20 Euro – allerdings mit steigender Tendenz. Diese sogenannten negativen Emissionen, also die Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre, stehen schon seit einigen Jahren im Fokus der Klimawissenschaftler:innen. Das 1,5-Grad Ziel des Pariser Klimaabkommens einzuhalten, ist laut diversen Klimamodellen auch nur durch Maßnahmen wie diese möglich. Trotzdem dürfen natürliche Maßnahmen, wie die Aufforstung von Wäldern und ein Stopp der (Regen)Waldrodung, nicht zu kurz kommen.

Den Artikel „Wie Treibhausgase wieder aus der Luft verschwinden“ von Georg Ehring vom 13.12.2018 findet ihr beim Deutschlandfunk.

Eine andere, auch umstrittene Möglichkeit um Treibhausgase zu speichern, ist eine unterirdische Speicherung, zum Beispiel unter der Nordsee. Mehr darüber könnt ihr in unserem Klima- und Forschungsblog nachlesen.

Rendsburger Schule spendet für DEEPWAVE


Die Schülersprecher Jorik Gander und Theresa Siebmann, Anna Groß (DEEPWAVE e.V.), Martina Jürgensen (Förderverein krebskranke Kinder und Jugendliche) sowie die Schülersprecher Martha Gersteuer und Marius Dick (von links)  © shz.de vom 22.01.2019 – Fotograf: Horst Becker

Am 22.11.2018 hat uns die Herderschule in Rendsburg eingeladen, um einen Vortrag über die Meere und unsere Arbeit als Meeresschutzorganisation zu halten. Im Rahmen eines Weihnachtsbasars haben die Schüler und Schülerinnen der Herderschule ganze 5700 Euro gesammelt und sich entschieden, die Hälfte des Geldes DEEPWAVE e.V. zu spenden. Die andere Hälfte kommt dem Förderverein für krebskranke Kinder und Jugendliche zugute.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Menschen bedanken, die für uns gespendet haben. Insbesondere danken wir allen Schüler und Schülerinnen, die sich so engagiert um die Organisation des Weihnachtsbasars gekümmert haben und mit ihren Ideen dafür gesorgt haben, dass diese hohe Spendensumme überhaupt zustandekommen konnte. Vor allem aber hat uns ihre Entscheidung berührt, das gesammelte Geld für den Schutz der Meere einzusetzen.

 

 

 

EU-Parlament stimmt für Verbot von Wegwerf-Plastikprodukten

Die neuste Pressemitteilung der EU zum Thema Verbot von Einwegplastikverpackungen ist gerade veröffentlich worden. Darin ist zu lesen, dass das EU Parlament nun den von der Kommission eingereichten Vorschlag zur Reduzierung von Einwegplastik angenommen hat. Dies ist tatsächlich ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, um weitere Verschmutzung der Meere zu verhindern. Aber ein Grund in Jubelschreie auszubrechen, ist es mit Sicherheit nicht. Zum einen beinhaltet die Entscheidung des EU Parlaments noch keine praktischen Konsequenzen. Erst müssen sich noch die EU-Staaten im Ministerrat auf eine gemeinsame Linie zu dem Gesetzesvorschlag einigen. Laut Pressemitteilung würden die neuen Regeln zwei Jahre nach Verabschiedung durch Rat und Parlament in Kraft treten, also voraussichtlich frühestens 2021. Es ist also noch ein langer Weg bis dorthin.

Zum anderen kann man sich fragen, wie effektiv neue Verordnungen sein werden, wenn die Pressemitteilung auch Sätze wie den folgenden bereithält: „Wenn günstige Alternativen zur Verfügung stehen, sollen demnach die zehn Einwegkunststoffprodukte vom Markt genommen werden, die am häufigsten in den Ozeanen landen.“ Und wenn keine geeigneten „günstige Alternativen“ zu beispielsweise Plastiktrinkhalmen zur Verfügung stehen? Darf man dann einfach weiterhin Einweg-Plastiktrinkhalme verwenden, weil die möglichen Alternativen nicht so günstig und praktisch handhabbar sind? Berichterstatterin und Mitglied des Europäischen Parlaments Frédérique Ries äußerte sich zu diesem Thema: „(…) the member states have many options to choose from. It is up to them to choose wisely and up to us to keep pushing for more. “

Dennoch freuen wir uns sehr, dass der Vorschlag der Kommission nun tatsächlich in ein Gesetz münden wird und dass das Thema Meeresschutz inzwischen auch eine Bedeutung auf EU Ebene gewonnen hat. Und auch wir werden auf keinen Fall jetzt die Hände in den Schoß legen, denn durch die Entscheidung des EU Parlaments ist das Plastik-Problem keinesfalls gelöst! Siehe auch unsere BLUE STRAW Kampagne: https://www.deepwave.org/bluestraw-kampagne/

Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung.

Pressemitteilungen der EU und weitere Infos findet ihr hier: http://www.europarl.europa.eu/news/en/press-room/20181009IPR15501/plastic-oceans-meps-back-eu-ban-on-polluting-throwaway-plastics-by-2021

https://ec.europa.eu/germany/news/20181025-eu-parlament-plastikprodukte-verbot_de

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