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Großbritannien gibt den Forderungen der Extinction Rebellion nach und ruft den „Klimanotstand“ aus. Die Regierungsberater*innen vom Commitee on Climate Change (CCC) legen der britischen Regierung einen Plan vor, indem sich Großbritannien verpflichten soll bis 2050 klimaneutral zu werden. In den vergangenen zehn Jahren hat sich die Regierung an die Empfehlungen des CCCs gehalten, jedoch ist sie nicht verpflichtet die Vorschläge in die Tat umzusetzen. Selbst wenn Großbritannien dieses Ziel bis 2050 erfüllt, bleibt die Frage offen, ob das wirklich ausreicht, um die Erderwärmung bei 1,5 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit zu begrenzen…

Klimareporter°, 02.05.2019, Autorin: Susanne Schwarz

Es bewegt sich etwas in Großbritannien: Das britische Unterhaus hat am Mittwochabend einer Vorlage der sozialdemokratischen Labour Party zugestimmt, der zufolge die Regierung den „Klima-Notstand“ ausrufen soll. Zudem wird darin eine „grüne industrielle Revolution“ gefordert, die sich über alle Sektoren erstreckt.

Labour-Chef Jeremy Corbyn eröffnete die Debatte mit der Warnung, dass die Klimaneutralität nach aktuellen Trends erst zum Ende des Jahrhunderts erreicht wäre, „wenn unsere Kinder längst um das Überleben auf einem sterbenden Planeten kämpfen“.

Corbyn griff damit die Rhetorik der Extinction-Rebellion-Bewegung auf, die in den vergangenen zwei Wochen zentrale Verkehrsknotenpunkte in London blockiert hatte, um vor einem Massenaussterben durch den Klimawandel zu warnen. Die Polizei verhaftete mehr als tausend der Aktivisten, schaffte es aber nicht, die Proteste aufzulösen.

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Viele bei „Extinction Rebellion“ verbuchen den Beschluss denn auch als Erfolg. „Das wäre ohne unsere Bewegung schlicht nicht passiert“, twitterte etwa die Ortsgruppe Cambridge. „Die Helden, die verhaftet wurden, haben das auf der politischen Agenda nach oben geschoben.“

Die mediale Aufmerksamkeit für den Klimawandel war in den vergangenen Wochen auf jeden Fall außergewöhnlich groß, wie die Denkfabrik Carbon Tracker ermittelt hat. So oft wie in diesem April haben britische Medien den Klimawandel demnach fast noch nie erwähnt. Im vergangenen Jahrzehnt gab es nur einen Monat, in dem das häufiger der Fall war. Das war der Dezember 2009, in dem das geplante Klimaabkommen von Kopenhagen scheiterte. […]

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Klimareporter°

 

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