Forschung

Was die Forschung untersucht und herausfindet, wird durch  Wissenstransfer greifbar und verständlich.
Und ermöglicht so sinnvolles und effektives Handeln für die Meere .

Das Dorsch-Drama: Westlicher Dorschbestand vor dem Zusammenbruch

WWF: Auch Angel-Sektor muss sich am Bestandsaufbau beteiligen

Er ist der große Raubfisch in der Ostsee und der Brotfisch der deutschen Küstenfischer: der Dorsch.  Jetzt steht der westliche Dorsch-Bestand vor dem Zusammenbruch. Die Folgen für die Fischerei sind gravierend. Wissenschaftler (ICES) empfehlen, die Fangmenge um 87 Prozent zu kürzen. mehr lesen…

Wie sich Seelilien vor 450 Millionen Jahren ernährten

Fossiler Kelch eines Encrinus liliiformis. Maßstab: 1 cm
Abbildung: Dynowski et al.

 

Computersimulationen ermöglichen Einblick in das komplexe Fressverhalten der Crinoiden, filtrierende Organismen aus der Triaszeit

Mit Computersimulationen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erstmals rekonstruiert, wie sich „Crinoide“ – wegen ihres pflanzenähnlichen Aussehens auch „Seelilien“ genannt ‒ vor etwa 450 Millionen Jahren ernährten. Die Ergebnisse wurden kürzlich online im Journal PLoS ONE veröffentlicht. mehr lesen…

Fischreichtum in Korallenriffen braucht besseres Management

Fischer in Manus (Papua Neuguinea)
Copyright: Dr. Sebastian Ferse, Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie (ZMT)

 

Hoffnungsschimmer fÜr bedrohte Riffe: Neue Erkenntnisse zum Fischreichtum in Korallenriffen

Internationales Forscherteam untersucht über 2.500 Riffe in 46 Ländern / Neue Ansätze zum Schutz der Riffe / Bremer Wissenschaftler Dr. Sebastian Ferse ist Mitautor der Studie in „Nature“ mehr lesen…

And the Winner is… Blue Straw Campaign

DEEPWAVE gewinnt Google Impact Challenge 2016

DEEPWAVE gewinnt Google Impact Challenge 2016

„Im fernen Hollywood werden dieser Tage die Oscars vergeben. Gleich 110 “Oscars” für innovative gemeinnützige Organisationen gab es gestern Abend in Berlin, als die Gewinner der ersten “Google Impact Challenge” in Deutschland gekürt wurden.“

DEEPWAVE e.V. war erfolgreich und ist unter den Gewinnern mit der Blue-Straw Kampagne zum Schutz der Meere. Wir freuen uns riesig.

Hier gibts Fotos vom Event und „Unser Film“

Hier gehts zum Blog von Google.


Google-Pressemitteilung

„Mobile Retter“ gewinnen Google Impact Challenge

Förderwettbewerb für gemeinnützige Organisationen endet mit Siegerehrung in Berlin

  • Projekt aus Rheda-Wiedenbrück gewinnt Online-Abstimmung und Fördergelder von 500.000 Euro
  • Neun weitere „Leuchtturm-Projekte“ erhalten je 250.000 Euro
  • Jugendorchester Havixbeck, Kinder- und Jugendhospiz Balthasar aus Olpe und Plattform „Ich wünsch es Dir” für schwerkranke Kinder als beste lokale Projekte gewählt
  • Insgesamt werden 100 lokale Initiativen mit je 10.000 Euro gefördert

 

Berlin, 26. Februar 2016 – Fünf Monate Wettbewerb, über 2.200 Teilnehmer, über 700.000 abgegebene Stimmen ‒ nun stehen die Gewinner der ersten „Google Impact Challenge“ in Deutschland fest. Gesamtsieger in der Kategorie „Leuchtturm-Projekt“ sind die „Mobilen Retter“ aus Rheda-Wiedenbrück. Das smartphone-basierte System sorgt dafür, dass qualifizierte Ersthelfer schneller am Einsatzort eintreffen und somit Leben retten können. Die Idee erhielt bei der Online-Abstimmung die meisten Stimmen und kann sich über ein Fördergeld von 500.000 Euro freuen. Auf den Plätzen zwei und drei landeten die App „Draußenkinder Hilfefinder“  von Karuna aus Berlin sowie „Kiron“, die Online-Hochschule für Flüchtlinge. Diese beiden sowie sieben weitere Initiativen mit bundesweiter Bedeutung erhalten jeweils 250.000 Euro zur Umsetzung ihrer Ideen.  Die Liste der Gewinner in der Kategorie “Leuchtturm-Projekte” finden Sie hier.

In der Kategorie „Lokale Projekte“ konnten das Jugendorchester Havixbeck, das Kinder- und Jugendhospiz Balthasar aus Olpe und die Plattform „Ich wünsch es Dir“  für schwerkranke Kinder die meisten Stimmen für sich verbuchen. Insgesamt erhielten 100 kleinere Vereine und Organisationen jeweils 10.000 Euro Fördergeld, 100 weitere bekamen 1.000 Euro. Die Liste der Gewinner in der Kategorie “Lokale Projekte” finden Sie hier.

Über 400 Gäste aus Politik und Gesellschaft feierten die Sieger am Donnerstagabend im Berliner Café Moskau ‒ im Beisein von Bundesarbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles sowie Jacquelline Fuller, Direktorin Google. org. Die 110 ausgezeichneten Projekte freuten sich neben den Fördergeldern in Höhe von fast 4 Millionen Euro auch über die ideelle Unterstützung durch die Partner Google, betterplace.org und Ashoka. Die „Leuchtturm-Projekte“ werden überdies bei der weiteren Umsetzung ihrer Ideen mit Coaching und Mentoring unterstützt.

„Von der App für Ersthelfer über eine Online-Beratung für Flüchtlinge oder eine Crowdsourcing-Plattform für öffentliche Obstbäume ‒ die Projektideen haben uns durch ihre große Bandbreite beeindruckt. Besonders inspiriert haben uns die lokalen Vereine und Organisationen in ganz Deutschland, die ihre innovativen Ideen, die einen positiven Einfluss auf ihre Gemeinschaft haben sollen, mit uns geteilt haben”, zeigte sich Jacquelline Fuller, Direktorin von Google.org, begeistert von der Vielfalt der Projekte.

„Was wir in Deutschland brauchen ‒ heute vielleicht sogar mehr als je zuvor ‒ sind Bürgerinnen und Bürger, die sich sozial engagieren. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Google Impact Challenge leisten einen sehr wertvollen Beitrag für unsere Gesellschaft, der in Zahlen kaum zu bemessen ist. Umso wichtiger ist es, dass Initiativen wie die Google Impact Challenge sie in ihrem Wirken unterstützen“, so Bundesarbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles.

Google hatte am 22. September 2015 mit seinen Partnern betterplace.org und Ashoka die „Google Impact Challenge“ gestartet. Bei dieser Mischung aus Trainingsprogramm und Wettbewerb konnte jede gemeinnützige Organisation mit innovativen oder digitalen Projekten teilnehmen. Insgesamt waren über 2.200 Bewerbungen eingegangen. Eine Expertenjury, bestehend neben anderen aus Stefanie Graf, Manuel Neuer, Gesche Joost und Ann-Kristin Achleitner und unterstützt von der Schirmherrin des Projektes, Bundesministerin Manuela Schwesig, bestimmte unter anderem die zehn „Leuchtturm-Projekte“.

 

Via Onlinevoting sowie offline am Berliner Hauptbahnhof wählten die Bürger die hundert besten lokalen Projekte sowie den Gesamtgewinner in der „Leuchtturm“-Kategorie. Von den Finalisten stammen die meisten Projekte aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Berlin, Baden-Württemberg und Bayern. Inhaltlich beschäftigen sich die große Mehrzahl der Einreichungen mit dem Themengebiet „Bildung und Jugendförderung“. „Integration“, „Soziale Dienste“ sowie „Natur, Umweltschutz und Energie“ folgen auf den Plätzen.

 

Weitere Statements

 

„Mich hat vor allem die Vielfalt der Projekte beeindruckt, von Bildung und Integration über soziale Dienste bis Kultur und Umweltschutz. Wir freuen uns, dass wir hier ein Zeichen für innovative Lösungen, gerade auch in der ehrenamtlichen Arbeit, setzen konnten.” (Philipp Justus, Vice President, Google Deutschland, Österreich, Schweiz & Zentral- und Osteuropa)

 

„Die Google Impact Challenge ist ein vorbildlicher Preis: Große finanzielle und inhaltliche Förderung, transparenter Prozess mit Experten und Öffentlichkeit.“ (Felix Oldenburg, Ashoka)

 

„Mit großer Freude habe ich die Kreativität und Vielfalt der bei der Challenge eingereichten Projektideen gesehen. Die Gewinner haben nun die Chance, eine neue Generation digital-sozialer Innovationen in die Tat umzusetzen, und so dem Gemeinwohl noch besser dienen zu können.“ (Dr. Joana Breidenbach, Mitgründerin von betterplace.org und Mitglied des Aufsichtsrats der gut.org gemeinnützige Aktiengesellschaft)

 

DEEPWAVE e.V. erreicht Finale der “Google Impact Challenge”

Bürger können online über die Sieger abstimmen

Vote for DEEPWAVEs Campaign to stop Plastic Straws: https://goo.gl/QaRS5S

Bei über 2.200 Einreichungen in zwei Kategorien schaffte es unser Projekt unter die besten 200 “Lokale Ideen”. Durch das Erreichen des Finales können wir nun auf eine Fördersumme von 10.000 Euro hoffen.

Bis zum 24.2. um Mitternacht können die Bürger nun über die Finalisten der “Impact Challenge” abstimmen. Diese erhalten eine Förderung von 10.000 Euro. Daneben wird der Gesamtsieger aus 10 Leuchtturm-Projekten bestimmt, der Gewinner in dieser Kategorie erhält 500.000€.

Abstimmen kann man entweder online auf https://goo.gl/QaRS5S oder auch offline, am Berliner Hauptbahnhof. Dort haben Google und seine Partner eine „Live-Abstimm-Station“ eingerichtet, ein interaktives Display, das zum ersten Mal überhaupt in Deutschland in dieser Form zum Einsatz kommt. Insgesamt hat jeder Bürger vier Stimmen.

Deepwave möchte Strohhalme statt Plastik.

Bis zu 18.000 Plastikteile schwimmen auf einem Quadratkilometer Ozean. Das birgt nicht nur eine große Verletzungsgefahr für Tiere, sondern gefährdet das ganze Ökosystem, verschmutzt die Nahrungskette und landet schließlich auf unseren Tellern. Um die Zahl der besonders häufig auftretenden Plastiktrinkhalme zu verringern, möchte DEEPWAVE die ursprüngliche Form, den nachhaltigen Halm aus Stroh, wieder in das Bewusstsein bringen und mit einer Kampagne bewerben.

Weitere Informationen:

Nach welchen Kriterien wurden die eingereichten Ideen beurteilt?

  • Bedeutung für die Gesellschaft: Das Projekt wirkt sich positiv auf die Lebenssituation einer lokalen oder größeren Gemeinschaft aus oder unterstützt Organisationen in ihrer alltäglichen Arbeit.
  • Innovation: Das Projekt nutzt digitale Hilfsmittel oder einen kreativen Ansatz, um ein bisher ungelöstes Problem zu beheben.
  • Machbarkeit: Das Projekt kann erfolgreich von der sich bewerbenden Organisation durchgeführt werden.
  • Reichweite: Das Projekt hat das Potenzial, ein Vorbild für andere Gemeinschaften oder Organisationen zu sein oder einer großen Anzahl von Menschen zu helfen.

Wie genau erfolgt das Auswahlverfahren?

Alle während der ersten Bewerbungsrunde erhaltenen Bewerbungen wurden von Google und/oder seinen Partnern geprüft. Ausgewählte Bewerber mussten in der zweiten Bewerbungsrunde eine ausführliche Beschreibung und einen Umsetzungsplan für ihre vorgeschlagenen Idee einreichen. In beiden Phasen wurden die Bewerbungen auf der Grundlage der Kriterien der Google Impact Challenge bewertet. Insgesamt werden 210 Finalteilnehmer (200 lokale Projekte und 10 Leuchtturm-Projekte) von Google, unseren Partnern und der Jury ausgewählt.

Im Rahmen einer öffentlichen Abstimmung werden zwischen 8.-24.2.2016 aus 210 Finalteilnehmern die Gesamtsieger ermittelt. Durch die Abstimmung werden aus den 200 lokalen Projekten 100 Sieger ermittelt. Diese erhalten je 10.000€. Aus den 10 Leuchtturm-Projekten wird ein Gesamt-Gewinner ermittelt. Dieser erhält 500.000€. Die restlichen neun Leuchtturm-Projekte erhalten je 250.000€.

Was ist die Google Impact Challenge?

Die Google Impact Challenge ist ein Förderwettbewerb für gemeinnützige Organisationen und Vereine in Deutschland. Gesucht werden Ideen, wie mit Hilfe digitaler Technologie oder anderer kreativer Ansätze die Arbeit der betreffenden Organisationen verbessert werden kann. Über die besten Ideen in zwei Kategorien stimmt eine Expertenjury und die Öffentlichkeit via Online-Voting ab. Die Gewinner erhalten Preisgelder sowie Unterstützung von Google und seinen Partnern bei der Verwirklichung ihrer Ideen.

Die zwei Kategorien

  1. Lokale Projekte: Gesucht sind hier explizit auch kleine Ideen aus Vereinen und Organisationen, die lokale oder regionale Wirkung entfalten. Beispiele wären eine verbesserte Webseite, ein neuer YouTube-Kanal oder eine einfache App. Insgesamt werden 100 lokale Projekte mit je 10.000 Euro ausgezeichnet.
  1. „Leuchtturm-Projekte“: Hier geht es um ambitionierte, größere Ideen, die nach Realisierung überregional oder bundesweit zum Einsatz kommen. Bewerber in dieser Kategorie sollten über die dafür nötigen Erfahrungen und Strukturen verfügen. Neun von ihnen können ein Preisgeld von 250.000 Euro, der Gesamtsieger sogar 500.000 Euro gewinnen.

Die Expertenjury

  • Schirmherrin: Manuela Schwesig, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Prof. Dr. Dr. Ann-Kristin Achleitner, Professorin Entrepreneurial Finance, Technische Universität München (TUM)
  • Dr. Joana Breidenbach, Mitgründerin von betterplace.org und Mitglied des Aufsichtsrats der gut.org gemeinnützige Aktiengesellschaft
  • Jacquelline Fuller, Direktorin Google.org
  • Stefanie Graf, Gründerin und Vorstandsvorsitzende „Children for Tomorrow“, eine der erfolgreichsten Tennisspielerinnen der Geschichte
  • Prof. Dr. Gesche Joost, Internetbotschafterin der Bundesregierung
  • Philipp Justus, Vice-President Google DACH & CEE
  • Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Esra Küçük, Leiterin Gorki-Forum und Mitglied des Direktoriums, Maxim Gorki Theater
  • Manuel Neuer, Welttorhüter, Gründer „Manuel Neuer Kids Foundation“
  • Felix Oldenburg, European Director Ashoka

Über Google.org

Google.org ist der philantrophische Ableger von Google. Er sucht und fördert beständig innovative Ansätze, um große globale Herausforderungen anzugehen. Wir entwickeln und investieren in Ideen und Menschen, die helfen, Wissen und Know-How zu drängenden Fragen der Menschheit zugänglich zu machen. Unsere Themen reichen von Armutsbekämpfung über Gesundheit bis zu Bildung.

Deutschlands Meeresschutz am Ende?

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Deutschlands Meeresschutz am Ende?

Meeresschutzgebiete: Umweltverbände kritisieren Bundesregierung scharf

Berlin/Hamburg – Im Vorfeld der am morgigen Dienstag stattfindenden öffentlichen Anhörung zu den Schutzgebietsverordnungsvorschlägen für sechs Nord- und Ostseenaturschutzgebiete äußern die deutschen Umweltverbände scharfe Kritik. Mit den Verordnungen sollen die Natura-2000-Gebiete in der deutschen „Ausschließlichen Wirtschaftszone“ (AWZ) endlich den rechtlichen Status von Naturschutzgebieten erhalten. „Die Entwürfe sind ungenügend, sie lassen die massive Übernutzung der Meere weiterhin zu und ignorieren die naturschutzfachlichen Notwendigkeiten. Vor allem aber werden sie den EU-Verpflichtungen nicht gerecht“, so das Fazit der Umweltverbände NABU, BUND, Deepwave, DNR, DUH, Greenpeace, Schutzstation Wattenmeer, WWF und Whale & Dolphin Conservation in einer gemeinsamen Stellungnahme.

Es dauerte elf Jahre, bis die Bundesregierung nach Ausweisung der Schutzgebiete im Jahr 2004 die Verordnungsentwürfe in das öffentliche Beteiligungsverfahren gab. Seit Jahren blockieren Streitigkeiten der beteiligten deutschen Ministerien aus den Bereichen Verkehr, Landwirtschaft, Forschung und Wirtschaft mit dem federführenden Bundesumweltministerium jegliches Vorankommen. Der effektive Schutz von bedrohten Arten und Lebensräumen verbleibt dabei im toten Winkel der Ressortstreitigkeiten. „Bis heute wird in den Schutzgebieten, den wertvollsten Ökosystemen vor unseren Küsten, flächendeckend gefischt, es fahren tausende Schiffe und es finden Rohstoffabbau und militärische Manöver statt. Die deutschen Meeresschutzgebiete gibt es nur auf dem Papier. Und die Ministerien, die die Nutzergruppen vertreten, sorgen dafür, dass es auch so bleibt“, kritisieren die Umweltverbände. Leidtragende sind Meeressäuger, Seevögel oder auch seltene Weichkorallen. Dabei steht es schlecht um die Lebensgemeinschaften in Nord- und Ostsee. Laut nationaler Roter Liste sind fast ein Drittel der untersuchten Arten gefährdet. Grund dafür sind nach eigener Aussage der Bundesregierung die Fischerei, der Kies- und Sandabbau und der Eintrag von Nähr- und Schadstoffen.

Für den Meeresschutz in der AWZ, dem Seegebiet zwischen zwölf und 200 Seemeilen vor der Küste, ist das Bundesumweltministerium zuständig. Dessen Kompetenz soll durch die neuen Verordnungen stark beschnitten werden, indem sich die Nutzerressorts faktisch ein Vetorecht gegen effektive Schutzmaßnahmen sichern. Die Verantwortung Deutschlands für den Schutz seiner einzigartigen Natura-2000-Gebiete, wie sie die Bundesregierung auch im Koalitionsvertrag verankert hat, scheint vergessen. „Nahezu jedes Ressort fordert Ausnahmen und kaum eine Meeresnutzung soll verboten werden. Erhielt die Bunderegierung jüngst noch viel Zuspruch beim sogenannten EU-Fitnesscheck für ihre aktive Rolle bei der Verteidigung der EU-Umweltrichtlinien, so scheint dies vergessen, wenn es um wirtschaftliche Interessen vor der Haustür geht. Die jetzigen Verordnungsentwürfe kommen einer Aushöhlung des Bundesnaturschutzgesetzes gleich. Die Verordnungen müssen grundsätzlich überarbeitet werden“, so das Fazit der Umweltverbände. So müssten in diesen u.a. auch die völkerrechtlichen Verpflichtungen regionaler Meeresschutzübereinkommen berücksichtigt und für die Meeresnatur gefährliche lärmintensive seismische Untersuchungen oder die Kohlendioxidverpressung verboten werden.

Formal sind 47 Prozent der deutschen Nord- und Ostsee durch das Natura-2000-Netzwerk geschützt. Über 70 Prozent davon befinden sich in Küstengewässern, etwa 30 Prozent in der AWZ. Darunter sind die Schutzgebiete nach EU-Vogelschutzrichtlinie und FFH-Richtlinie zusammengefasst.

Die vollständige Stellungnahme der Umweltverbände finden Sie hier: https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/meeresschutz/16-02-22-nabu-stellungnahme_umweltverb__nde-natura2000.pdf

 Für Rückfragen:

NABU: Dr. Kim Detloff, Meeresschutzexperte, Mobil: 0152 09202205, Kim.Detloff@NABU.de

BUND: Dr. Bettina Taylor, BUND-Meeresschutzbüro, Mobil: 0151 56363735, bettina.taylor@bund.net

Deepwave: Dr. Onno Groß, 1. Vorsitzender, Tel. 040 46856262, onnogross@aol.com

DNR: Florian Schöne, Generalsekretär, Tel. 030 678177599, florian.schoene@dnr.de

DUH: Sascha-Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer, Tel. 030 2488867-0, mueller-kraenner@duh.de

Greenpeace Deutschland e.V.: Thilo Maack, Meeresexperte, Mobil: +49 171 8780 841, thilo.maack@greenpeace.de, Michelle Bayona, Pressesprecherin, Mobil: +49 171 8780 830, michelle.bayona@greenpeace.de

Schutzstation Wattenmeer: Katharina Weinberg, Tel. 04841 668544, k.weinberg@schutzstation-wattenmeer.de

WWF: Stephan Lutter, Meeresschutzexperte, Mobil: 0151 1885 4925, stephan.lutter@wwf.de

Whale & Dolphin Conservation: Michaela Harfst, Presse & Öffentlichkeitsarbeit, Tel. +49 89 6100 2395, michaela.harfst@whales.org

The Last Straw?

Die Meeresverschmutzung durch Plastik nimmt immer weiter zu. Heute sind etwa 75 Prozent des Mülls in den Ozeanen Plastikmüll. Er ist überall zu finden. Egal, ob an der Küste oder auf offener See. Der Plastikmüll beherrscht das Meer. Und dies nicht nur für kurze Zeit. Denn bis das Plastik vollständig zersetzt ist, vergehen mehrere hundert Jahre. So sammelt sich immer mehr Plastik im Wasser und beeinflusst die Flora und Fauna maßgeblich, hin bis zu ihrer Zerstörung. Dieser Prozess wird nicht enden, sofern wir nicht gewillt sind etwas dagegen zu tun.

Bitte geben Sie uns zur Verwirklichung unserer Blue Straw Kampagne Ihre Stimme.

 

 


 

Was solch ein einziger Plastik-Strohhalm anrichten kann, verdeutlicht sehr drastisch der unten aufgeführte Film. Ein Strohhalm hatte sich in der Nase einer Meeresschildkröte verfangen. Die Biologen haben ihn dann entfernt und die Schildkröte konnte so weiterleben.

Achtung: Dieser Film zeigt recht blutige Aufnahmen.

 

This video shows why plastic trash is detrimental to marine life and why especially drinking straws are one of the most useless items made out of plastic, especially if they end up as plastic trash in our oceans.

Our research team in collaboration with Christine Figgener and Dr. Nathan J. Robinson found a male Olive Ridley sea turtle during our in-water research trip in Costa Rica.
He had a 10-12 cm PLASTIC STRAW lodged in his nostril.

Aktivieren Sie JavaScript um das Video zu sehen.
Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=4MPHbpmP6_I

Copyright: Christine Figgener
http://ocean.tamu.edu/people/students
http://puranatura.zenfolio.com/

 

SAY „NO“ TO PLASTIC STRAWS, AND ANY KIND OF ONE-TIME USE PLASTIC ITEMS!

BLUE STRAW Campaign

 

Wir brauchen eure Stimme!
DEEPWAVE ist bei der „Google Impact Challenge“ nominiert und wenn wir genug Stimmen bekommen, können wir unser Projekt „Strohhalme statt Plastik“ technisch weiter umsetzen.

Jetzt bitte für uns abstimmen.

https://impactchallenge.withgoogle.com/deutschland/charity/strohhalme

Bis zu 18.000 Plastikteile schwimmen auf einem Quadratkilometer Ozean. Das birgt nicht nur eine große Verletzungsgefahr für Tiere, sondern gefährdet das ganze Ökosystem, verschmutzt die Nahrungskette und landet schließlich auf unseren Tellern. Um die Zahl der besonders häufig auftretenden Plastiktrinkhalme zu verringern, möchte DEEPWAVE die ursprüngliche Form, den nachhaltigen Halm aus Stroh, wieder in das Bewusstsein bringen und mit einer Kampagne bewerben.

Meere & Ozeane: Das Wissenschaftsjahr 2016/2017

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Meere & Ozeane: Das Wissenschaftsjahr 2016/2017

Neues Wissenschaftsjahr des BMBF widmet sich der Meeresforschung / „Den größten Lebensraum des Planeten kennen und schützen lernen“

Meere und Ozeane heißt das neue Wissenschaftsjahr des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, das Mitte 2016 beginnt und bis Ende 2017 gehen wird. Ozeane bedecken zu rund 70 Prozent unseren Planeten. Jeder dritte Mensch auf der Erde nutzt die Meere als Nahrungsquelle. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in küstennahen Regionen. Die meisten Waren erreichen uns über das Meer und am Meeresboden liegen große Rohstoffvorkommen. Die Ozeane nehmen einen großen Teil des vom Menschen produzierten Kohlendioxids auf.

„Meere und Ozeane sind für unser Leben von immenser Bedeutung. Den Großteil der Meere kennen wir noch gar nicht. Trotzdem werden sie vielfach rücksichtslos ausgebeutet und verschmutzt. Plastikteilchen finden sich inzwischen in Fischen, in kleinen Meerestieren und im Arktiseis. Die Meere sind für uns Nahrungsquelle, Wirtschaftsraum und Klimamaschine. Dieses große Thema wollen wir den Menschen nahe bringen“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka. „Dafür haben wir diesmal mehr Zeit eingeplant. Das bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger den größten Lebensraum des Planeten besser kennen und zu schützen lernen.“

Anlässlich des Parlamentarischen Abends des Alfred-Wegener-Instituts (AWI) zur „Deutschen Arktisforschung und Arktispolitik“ stellte Wanka gestern Abend in Berlin das kommende Wissenschaftsjahr vor. „Entdecken, Nutzen, Schützen“ ist das Motto für die Meere und Ozeane im Wissenschaftsjahr.

Darüber hinaus wurde an diesem Abend über die deutsche Arktispolitik und die zukünftigen Herausforderungen in der Arktisforschung diskutiert. Aktuelle Untersuchungen zeigen die zunehmende Verschmutzung des arktischen Eises durch Mikroplastik und die Versauerung der arktischen Meere. Infolge des schwindenden Meereises durch die Erderwärmung werden neue Rohstoffquellen zugänglich, eine zusätzliche Belastung für die Arktis. Der nachhaltige Umgang mit dem sensiblen Ökosystem ist daher wichtiger Teil der Polarforschung, ebenso wie die Auswirkungen des Klimawandels.

„Klimaveränderungen sind in der Arktis nicht nur zuerst spürbar, sondern sie wirken sich dort auch weit schwerwiegender aus als in anderen Regionen der Erde. Ist in dem labilen Klimasystem erst einmal ein „Punkt ohne Wiederkehr“ erreicht, sind die Folgen gravierend“, sagte Prof. Dr. Karin Lochte, Direktorin des AWI.

Die Meeresforschung ist das zentrale Thema des Wissenschaftsjahres 2016/2017. Die Themen reichen vom Lebensraum Meer über Nahrungsquellen und Wirtschaftsraum, die Bedeutung der Ozeane für Wetter und Klima bis hin zur gesellschaftlichen Bedeutung der Meere und Küstenregionen als Kulturräume, Sehnsuchtsorte und Reiseziele. Bundesweit werden mehrere hundert Veranstaltungen, Gesprächsrunden, Ausstellungen und Wettbewerbe stattfinden. Das Wissenschaftsjahr ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und von Wissenschaft im Dialog (WiD). Zudem engagieren sich zahlreiche Partner für das Wissenschaftsjahr.

Weitere Informationen finden Sie unter:
http://www.fona.de/de/20690

http://www.wissenschaft-im-dialog.de/projekte/wissenschaftsjahre/

 

Stroh statt Plastik – Die Kampagne

Plastiktüten, Plastikflaschen, Plastikverpackungen, Plastikstrohhalme – unsere Strände und Meere sind voll von diesem Müll. Laut einer Studie der UNEP (Umweltprogramm der UN) befinden sich heute geschätzte 18.000 Plastikteile auf einem Quadratkilometer Meeresfläche. Und dieser Unrat birgt Verletzungsgefahren für Mensch und Tier, er bedroht letztlich die Ökosysteme der Meere. Es kommt dabei auf jedes einzelne Plastikteil an, das nicht in den Meeren landet.

Aktuell ist das Verbot von Plastiktüten in aller Munde. Es geht darum, ein umweltschädliches Produkt zu vermeiden, das nach wenigen Minuten seinen Zweck erfüllt hat und entsorgt werden muss. Neben Plastiktüten gibt es allerdings auch noch viele weitere Einwegplastikprodukte, deren Gebrauch vollkommen vermeidbar ist. Hierzu zählt der Trinkhalm aus Plastik.

Heute werden jährlich alleine in Deutschland ca. 40 Milliarden Plastiktrinkhalme verbraucht, die pro Jahr über 25.000 Tonnen Plastikmüll verursachen. An Stränden wurden in den letzten Jahren mehr als 6 Millionen Plastikhalme gefunden und auch wir finden am Elbstrand bei unseren Müllsammelaktionen immer viele Plastikstrohhalme.

Bevor der Strohhalm aus Plastik ca. 1950 erfunden wurde, war diese beliebte Trinkhilfe aus nachhaltigem Stroh! Mit der Kampagne „Stroh statt Plastik“ will DEEPWAVE daher auf dieses Problem aufmerksam machen und Alternativen aufzeigen. So möchten wir biologische Halme aus Stroh als Anreiz in Hamburgs Gaststätten (und später in anderen Städten) ausgeben, um so Werbung für „plastikfreies“ Trinken zu machen.

Zur Zielgruppe des Projekts „Stroh gegen Plastik“ gehört jeder, der sein Getränk gerne mal aus einem Trinkhalm trinkt. Spezieller spricht es natürlich vor allem Menschen an, die sich umweltbewusst und nachhaltig verhalten möchten und daran interessiert sind unsere Meere vor Plastik zu schützen. Da das Projekt selbst keine Einnahmen generieren wird, sondern nur den Fokus der Öffentlichkeit schärfen soll und auf das Problem „Plastikmüll in den Meeren“ aufmerksam macht, kommt es eigentlich allen zu Gute.

Natürlich profitiert auch DEEPWAVE e.V. mit seinen Meeresschutzaktionen davon, da der Bekanntheitsgrad steigen wird und somit auch der Einfluss. Das Image der Hersteller von Strohhalmen aus Stroh und andere Partner werden ebenfalls bei dieser Nachhaltigkeitskampagne gewinnen.

Das Projekt „Stroh gegen Plastik“ ist eine ideale Basis für die Zusammenarbeit von verschiedenen Bereichen und Organisationen, die sich für den Erhalt und Schutz der Erde einsetzen.

 

 

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