EU-Parlament stimmt für Verbot von Wegwerf-Plastikprodukten

Die neuste Pressemitteilung der EU zum Thema Verbot von Einwegplastikverpackungen ist gerade veröffentlich worden. Darin ist zu lesen, dass das EU Parlament nun den von der Kommission eingereichten Vorschlag zur Reduzierung von Einwegplastik angenommen hat. Dies ist tatsächlich ein weiterer Schritt in die richtige Richtung, um weitere Verschmutzung der Meere zu verhindern. Aber ein Grund in Jubelschreie auszubrechen, ist es mit Sicherheit nicht. Zum einen beinhaltet die Entscheidung des EU Parlaments noch keine praktischen Konsequenzen. Erst müssen sich noch die EU-Staaten im Ministerrat auf eine gemeinsame Linie zu dem Gesetzesvorschlag einigen. Laut Pressemitteilung würden die neuen Regeln zwei Jahre nach Verabschiedung durch Rat und Parlament in Kraft treten, also voraussichtlich frühestens 2021. Es ist also noch ein langer Weg bis dorthin.

Zum anderen kann man sich fragen, wie effektiv neue Verordnungen sein werden, wenn die Pressemitteilung auch Sätze wie den folgenden bereithält: „Wenn günstige Alternativen zur Verfügung stehen, sollen demnach die zehn Einwegkunststoffprodukte vom Markt genommen werden, die am häufigsten in den Ozeanen landen.“ Und wenn keine geeigneten „günstige Alternativen“ zu beispielsweise Plastiktrinkhalmen zur Verfügung stehen? Darf man dann einfach weiterhin Einweg-Plastiktrinkhalme verwenden, weil die möglichen Alternativen nicht so günstig und praktisch handhabbar sind? Berichterstatterin und Mitglied des Europäischen Parlaments Frédérique Ries äußerten sich zu diesem Thema: „(…) the member states have many options to choose from. It is up to them to choose wisely and up to us to keep pushing for more. “

Dennoch freuen wir uns sehr, dass der Vorschlag der Kommission nun tatsächlich in ein Gesetz münden wird und dass das Thema Meeresschutz inzwischen auch eine Bedeutung auf EU Ebene gewonnen hat. Und auch wir werden auf keinen Fall jetzt die Hände in den Schoß legen, denn durch die Entscheidung des EU Parlaments ist das Plastik-Problem keinesfalls gelöst! Siehe auch unsere BLUE STRAW Kampagne: https://www.deepwave.org/bluestraw-kampagne/

Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung.

Pressemitteilungen der EU und weitere Infos findet ihr hier: http://www.europarl.europa.eu/news/en/press-room/20181009IPR15501/plastic-oceans-meps-back-eu-ban-on-polluting-throwaway-plastics-by-2021

https://ec.europa.eu/germany/news/20181025-eu-parlament-plastikprodukte-verbot_de

Den Vorschlag der EU Komission zum Reduzierung von Einwegplastik findet ihr hier: http://ec.europa.eu/environment/circular-economy/pdf/single-use_plastics_proposal.pd

 

CineMare Internationales Meeresfilmfestival Kiel: 24.–28. OKT 2018

© CineMare

Nachdem DEEPWAVE e.V. im Jahr 2016 beim 1. CineMare Meeresfilmfestival  als Partner mit an Bord war, freuen wir uns sehr, dass das Festival in diesem Oktober nun schon in die dritte Runde geht.

„CINEMARE geht in die dritte Runde und zeigt über 60 Filme von Filmemacher*Innen aus 20 Ländern. 

Zentraler Grundgedanke des Filmfestivals ist es, interdisziplinär die Meeresforschung, die Kunst und den Wassersport über den Film zu integrieren. Teil dieses Konzeptes ist es, durch die Einbindung des Kieler Mediendoms als Abspielort für hoch innovative 360°-Full-Dome-Projektionen, das West- und das Ostufer in einem die Kieler Förde überspannenden Filmfestival zu verbinden. Das Internationale Meeresfilmfestival CineMare Kiel bringt die Ozeane an Land und auf die Kinoleinwände und macht so das Blaue im Grünen erfahrbar. Ziel des Festivals ist, die Menschen für Meere zu begeistern und ihre Verbundenheit zum Wasser zu fördern. Denn nur wem der Wert unseres überwiegend blauen Planeten bewusst ist, kann sich auch zu dessen Schutz einsetzen.

Meeresverschmutzung, Überfischung, Klimawandel… es gibt reichlich Anlässe über den menschlichen Einfluss auf den größten Lebensraum unseres Planeten zu diskutieren.


Von Mi. 24. – So. 28. Oktober 2018 findet das Meeresfilmfestival unter der Schirmherrschaft des Kieler Oberbürgermeisters Dr. Ulf Kämpfer wieder in der Sailing City statt.
Kino-Tickets gibt es direkt bei den teilnehmenden Kinos bzw. den entsprechenden Veranstaltungsorten ab dem 01.10.2018.

Das vollständige Programm steht ab sofort online zur Verfügung.“

Das Fesivalprogramm könnt ihr hier einsehen: https://issuu.com/cinemare/docs/cinemare_2018_katalog

Mehr Informationen über CineMare findet ihr hier: http://cinemare.org/

 

 

International Coastal Cleanup Day 15.9.2018

 

Es gibt ihn nun schon seit über 30 Jahren, den International Coastal Cleanup Day, ins Leben gerufen von der US-amerikanischen NGO „Ocean Conservancy“. Auch dieses Jahr, am 15.9.2018, finden weltweit viele Müllsammelaktionen statt.

Macht mit und helft mit die Strände und Meere sauber zu halten!

Aktionen und Informationen zum Coastal Cleanup Day in eurer Nähe findet ihr zum Beispiel hier:

https://oceanconservancy.org/trash-free-seas/international-coastal-cleanup/map/

https://www.naju-hamburg.de/coastal-cleanup/ 

http://surfriderfoundation.de/

Für alle, die bei uns nachgefragt haben: DEEPWAVE wird seine Coastal Cleanup-Tradition in Övelgönne in Hamburg 2019 wieder aufnehmen.

Der 6. Runde Tisch Meeresmüll

Der Runde Tisch Meeresmüll (https://muell-im-meer.de/) bringt Vertreter von Umweltschutzorganisationen, Instituten, Industrie und Wirtschaft an einen Tisch und wird vom Niedesächsischen Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und dem Umweltbundesamt ausgerichtet.

Die zweitägige Konferenz fand dieses Jahr vom 29. bis 30. August in Hannover statt, wobei see- und landbasierte Einträge behandelt wurden. In diesem Rahmen wurden aktuelle Projekte, Maßnahmen und Vorschläge vorgestellt, diskutiert und bearbeitet. Dabei wurden beispielsweise der Legislativvorschlag der EU Kommision zur Kunststoffstrategie, der Verzicht von Dolly-Ropes oder die Vermeidung des Einsatzes von primären Mikroplastikpartikeln besprochen.

DEEPWAVE hat die Gelegenheit genutzt und zum Thema Substitution von Alltagsgegenständen die BLUE STRAW Kampagne vorgestellt, sowie sich einen Überblick über die politische Situation verschafft.

 

 

Neue Kooperation in Hamburg mit FCKSTRAWS

Für die Hamburger Clubszene machen die „clubkinder“ und die „greenmusic initiative“ den Anfang: Sie wollen das Hamburger Nachtleben nachhaltiger gestalten mit ihrer Initiative „FCKSTRAWS“ und fangen mit den Plastikstrohhalmen an. DEEPWAVE als Kooperationspartner sorgt für das nötige Wissen.

Hier findet ihr weitere Informationen über die Kampagne:

http://fckplastic.org/#