Links und rechts ragen zwei große, bunt bewachsene Steinkorallen aus dem Meeresboden, im Hintergrund tummeln sich kleine Fische

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Korallenriffe, wie das berühmte Great Barrier Reef an der australischen Ostküste, verschwinden zunehmend. Genau wie bei anderen Ökosystemen auch sorgt der Klimawandel bei den Korallen für eine Verschiebung der dominanten Arten. Vor allem Steinkorallen – diejenigen, die für die Bildung großer Riffe zuständig sind – sind gefährdet. Weichkorallen wie die Lederkorallen oder die Gorgonien hingegen sind anders aufgebaut und können sich besser an veränderte Bedingungen anpassen. So ergeben sich neue Zusammensetzungen, die sich auf das ganze Ökosystem Meer auswirken. Meeresbiologin Andrea Quattrini vom National Museum of Natural History in Washington hat diese Auswirkungen jetzt untersucht und ihre Ergebnisse zusammengetragen.

Süddeutsche Zeitung, 31.08.2020, Autorin: Tina Baier

Trotz Klimakrise wird es weiter Korallen geben. Allerdings keine mehr, die Riffe bilden. Was bedeutet das für den Menschen?

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Veränderung des Klimas das Überleben der Korallen bedroht. Nach neuen Erkenntnissen gibt es die Nesseltiere seit 770 Millionen Jahren. Sie haben also schon öfter starke Veränderungen sowohl des Klimas als auch der chemischen Zusammensetzung der Ozeane mitgemacht. Ein Team um die Meeresbiologin Andrea Quattrini vom National Museum of Natural History in Washington hat jetzt untersucht, wie sich diese Umweltveränderungen in der Vergangenheit auf verschiedene Korallen sowie auf Seeanemonen ausgewirkt haben, die wie Stein- und Oktokorallen zu den Blumentieren (Anthozoa) gehören.

Die Ergebnisse, die im Fachjournal Nature Ecology and Evolution veröffentlicht wurden, lassen nach Ansicht der Studienautoren auch Rückschlüsse darauf zu, was mit den Blumentieren in Zukunft passieren wird, wenn der Klimawandel weiter fortschreitet. Die gute Nachricht ist: Die Klasse der Blumentiere an sich wird wohl nicht aussterben, einzelne Arten aber durchaus. Zudem wird sich stark verändern, welche Spezies häufig vorkommen und welche selten.

Die Wissenschaftler untersuchten Hunderte Arten von Blumentieren aus naturkundlichen Sammlungen, die in den verschiedensten Regionen der Welt gesammelt worden waren. Um die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen ihnen zu erkunden, analysierten sie das Erbgut. Ein Abgleich dieser Daten mit Fossilienfunden gab schließlich Aufschluss darüber, wie sich die Blumentiere im Lauf der Jahrmillionen entwickelt hatten.

Am bekanntesten sind wahrscheinlich die Steinkorallen, jene Tiere, die Riffe wie das Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens bilden. Das harte Skelett der Steinkorallen, von denen es etwa 1300 verschiedene Arten gibt, besteht hauptsächlich aus Aragonit, einer Form von Kalziumkarbonat, das die Tiere aus Mineralstoffen bilden, die sie aus dem Wasser aufnehmen. Das weichere Skelett der Schwarzen Korallen und der Gorgonien besteht dagegen aus Proteinen und Kalzit. Seeanemonen haben gar kein Skelett.

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Den vollständigen Artikel findet ihr bei der Süddeutschen Zeitung.

Weitere Informationen zu Korallenriffen könnt ihr in unserer Themenübersicht nachlesen und hier findet ihr unser Factsheet: Korallenriffe: Bedrohte Paradiese der Meere.

 

 

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