© James Cook University/AAP/dpa

Einer neuen Studie zufolge gibt es im weltgrößten Korallenriff kaum noch Korallennachwuchs. Durch die Klimaerwärmung steigt auch die Wassertemperatur, was dazu führt, dass die Korallen ausbleichen und absterben. Die ökologische Vielfalt in den Meeren ist stark bedroht durch das Massensterben der Korallen. Am 24.05.2019 zeigen wir auf unserem DEEPWAVE Filmfestival neue Dokumentarfilme über die Gefährdung des Ökosystems der Korallen.

HAZ, 04.04.2019

[…] Ungewiss ob sich das Riff erholen kann

Das mehr als 2300 Kilometer lange Riff war 2016 und 2017 von einem Massensterben erwachsener Korallen betroffen, dem sogenannten Korallenbleichen betroffen. Ursache waren überhöhte Temperaturen infolge des Klimawandels. Nach früheren Angaben der australischen Regierung ist etwa ein Drittel des Great Barrier Reefs davon betroffen. Ob sich das Riff davon wird erholen können, ist ungewiss. Korallen sind sogenannte Nesseltiere, einfach gebaute, vor allem in den Meeren vorkommende Lebewesen, zu denen etwa auch die Schirmquallen und die Seeanemonen zählen.

In der Studie ist von einem „noch nie da gewesenen Verlust an ausgewachsenen Korallen“ infolge der Bleichen die Rede, was sich massiv auf den Nachwuchs auswirke. „Tote Korallen bekommen keine Kinder“, sagte der Hauptautor der Studie, Terry Hughes, von der James Cook University im australischen Bundesstaat Queensland. Wegen des Klimawandels seien die Korallen nicht mehr so widerstandsfähig wie früher.

Artenvielfalt im Ozean könnte sich stark verringern

Korallenriffe bieten Schutz, Nahrung und Jagdgründe für zahlreiche Meereslebewesen. Der Tod von Korallen gilt deshalb vielen Wissenschaftlern als Warnsignal, dass sich die Artenvielfalt im Ozean künftig stark verringern könnte. Bei einer Bleiche sterben winzige Algen ab, die mit den Korallen in einer Lebens- und Nahrungsgemeinschaft (Symbiose) leben. Die Koralle erhält von ihnen gewöhnlich Nährstoffe, dafür bietet sie Halt und Schutz. Sterben die Korallenbewohner ab, wird das helle Korallenskelett sichtbar.

Quelle: http://www.haz.de/Nachrichten/Wissen/Uebersicht/Klimawandel-Kaum-noch-neue-Korallen-im-Great-Barrier-Reef

Den vollständigen Bericht vom „Nature“ Magazin finder ihr hier.

DEEPWAVE Filmfestival: https://www.deepwave.org/projekte/deepwave-filmfestival/

 

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