Kleiner Junge liegt erschöpft auf einer Bank und schläft, nachdem er Müll gesammelt hat. Gummihandschuhe liegen neben ihm, er trägt ein DEEPWAVE T-Shirt.

© DEEPWAVE e.V.

Am 19. September versammeln sich Freiwillige auf der ganzen Welt, um sich für den jährlichen International Coastal Cleanup Day (ICCD) zu engagieren. Der Einsatz für der Befreiung der Gewässer von Müll ist dieses Jahr von höherer Wichtigkeit als je zuvor: die Corona Krise hat nicht nur Spuren in der Wirtschaft hinterlassen. Auch die Umwelt leidet unter den Folgen, die mit der Ausbreitung von Covid-19 einhergehen.

Abgesehen davon, dass die meisten der notwenig gewordenen Artikel zum Schutz vor den Viren aus Kunststoff bestehen, werden Produkte verstärkt in Plastik verpackt und transportiert. Die Kehrseite: mehr Verpackungsmüll und Einweg-Hygieneartikel bedeuten eine umso größere Belastung für die Lunge unseres Planeten – das Meer. Dass uns Menschen durch die Kunststoffhüllen um unsere Lebensmittel, Pharmazeutika und Hygieneartikel ein gewisser Schutz gewährt werden soll, bedeutet im Umkehrschluss, dass alle anderen Lebewesen dieser Erde darunter zu leiden haben, besonders wenn wir das, was wir nicht mehr brauchen, nachlässig in der Umwelt entsorgen.

Ziel des ICCD ist es, Zivilgesellschaft und Politik zum Handeln zu bewegen und auf das immer größer werdende Müllproblem und seine Folgen für die Meere und folglich uns Menschen aufmerksam zu machen.

DEEPWAVE organisiert seit Jahren Aktionen an diesem besonderen Tag. Im letzten Jahr wurde mit den von Globetrotter Barmbek zur Verfügung gestellten Kanus eine Müllsammelaktion auf Hamburgs Kanälen gestartet. Dabei konnten wir einiges einsammeln, was sich vor allem in den Böschungen verfangen hatte und nicht ins Wasser gehört, dort aber unweigerlich mit der nächsten Flut gelandet wäre. Auf dem Foto seht ihr unseren damals 7-jährigen Botschafter Felix H., nachdem er vier Stunden auf dem Wasser mit großem Enthusiasmus Müll aufgefischt hatte,.

Da aufgrund von Covid-19 weder die Kanuaktion noch unsere klassischen Aufräumaktionen in Övelgönne möglich waren, haben wir uns dies Jahr auf unser Aufklärungsarbeit fokussiert. Ihr könnt euch aber beispielsweise an Aktionen von Gewässerretter und dem NABU beteiligen oder durch eine eigene Initiative zum Schutz der Meere beitragen.

In unserer Recyclingbroschüre findet ihr Tipps dazu, wie der Müll erst gar nicht in die Meere gelangt.

Pressemitteilung, 17.09.2020 vom NABU

Freiwillige Helfer säubern am 19. September Küsten und Flussufer / mehr Müll wegen Corona

Berlin – Am 19. September treffen sich weltweit Freiwillige, um ein Zeichen für den Meeres- und Gewässerschutz zu setzen. Am seit über 30 Jahren stattfindenden International Coastal Cleanup Day (ICCD) reinigen auch wieder zahlreiche Aktive von NABU und NAJU deutschlandweit von Mitte September bis Anfang Oktober Küstenabschnitte an Nord- und Ostsee, ebenso Ufer von Seen und Flüssen von gefährlichen Abfällen. Im vergangenen Jahr kamen dabei 4.604 kg Müll zusammen.

„Die vielen ehrenamtlichen Naturschützerinnen und Naturschützer des NABU leisten am ICCD einen wertvollen Beitrag. Wir sind Teil einer weltweiten Bewegung, die der Vermüllung der Meere den Kampf angesagt hat“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Wegen der Corona-Pandemie bittet der NABU darum, beim Müllsammeln die Abstandregeln einzuhalten. 1,5 Meter zwischen den Aktiven sollen es mindestens sein. Auch bei gemeinsamer Verpflegung während oder nach Arbeitseinsätzen ist Hygiene wichtiger als je zuvor.

[…]

Die vollständige Pressemitteilung findet ihr beim NABU.

//