Mehrere Flaggen verschiedener Länger wehen im Wind, der Himmel ist blau.

© Vladislav Klapin / Unsplash

Die Klimakrise hat keinen Pauseknopf, der beliebig betätigt werden kann, und die Dringlichkeit etwas zu verändern, steigt mit jedem Tag. Trotzdem wurden viele für das Klima relevante Treffen wegen Covid-19 ins nächste Jahr verlegt. So nun auch die kommende UN-Klimakonferenz. Neben Kritik an der Verschiebung gibt es auch Zuspruch von Seiten der Politik. Sie sehen dank des geringeren Handlungsdrucks nun größere Chancen, die Klimaziele in ihr politisches Programm aufzunehmen und Vereinbarungen, die bereits getroffen wurden, nachzukommen. Wobei sie dazu eigentlich genug Zeit gehabt hätten: das Pariser Klimaschutzabkommen besteht seit 2015.

Spiegel Online, 28.05.2020

[…]

Anfang der Woche hatte die britische Regierung einen Brief an alle Unterzeichnerstaaten des Weltklimarats geschickt: Darin schlägt sie vor, das Treffen auf den November 2021 zu verschieben. Am Donnerstagabend stimmten die 195 Staaten nun über den Vorschlag ab und bestätigten den Termin, wie der SPIEGEL aus Verhandlungskreisen erfuhr.

Widerstand gab es im Vorfeld von afrikanischen Staaten, da 2021 eigentlich Afrika als Austragungskontinent an der Reihe ist. Nun wird erst die COP27 in Afrika im Jahr 2022 stattfinden, damit verschieben sich womöglich auch alle weiteren Konferenzen um ein Jahr.

Damit findet die nächste reguläre Uno-Klimakonferenz vom 1. bis 12. November 2021 in Glasgow statt. Der zweiwöchige Gipfel wird voraussichtlich der größte Gipfel, der jemals in Großbritannien abgehalten wurde. Dort sollen die letzten Streitpunkte des Weltklimavertrags ausgeräumt werden. Wichtigster Programmpunkt: Bis dahin müssen die 195 Länder ihre Klimapläne nachbessern.

Bisher reichen ihre Verpflichtungen nicht aus, um die globale Erwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen. Auf dieses Ziel hatten sich die Länder aber im 2015 beschlossenen Weltklimavertrag geeinigt. Durch die Coronakrise könnte die Aufstockung der Klimaziele verzögert werden, warnt die Uno-Klimachefin Patricia Espinosa im Interview mit dem SPIEGEL.

Einige Investoren, Diplomaten und Aktivisten finden jedoch, dass eine Verschiebung des Gipfels den Regierungen Zeit verschaffen würde, Emissionsreduktionspläne auszuarbeiten und Klimaziele in Konjunkturpakete zu integrieren, um ihre Volkswirtschaften wiederzubeleben.

Wenn die Klimaverhandlungen früher stattfinden, könnten die Regierungschefs aber mehr Druck verspüren, ihre Konjunkturpakete an Klimazielen auszurichten, erklärte der Energie- und Umweltminister von Costa Rica, Carlos Manuel Rodríguez in der „New York Times“. „Wenn internationale Hilfe und nationale Wiederaufbaupläne an keine Bedingungen geknüpft sind, kommen wir in eine sehr schwierige Lage.“

[…]

Den vollständigen Artikel findet ihr bei Spiegel Online.

Hier könnt ihr euch über das Pariser Klimaschutzabkommen informieren und einen Überblick über die Ergebnisse der früheren Uno-Klimaschutzkonferenzen bekommen.

 

//