Patagonien: Experten versuchen das Diesel mit Netzen wieder einzufangen

© The Guardian | Chilenische Marine | AP

Kürzlich sind vor der Insel Guarello rund 40.000 Liter Diesel ins Meer ausgetreten. Die konkreten Ursachen des Ölaustritts sind unbekannt, doch das ausgelaufene Öl stammt aus einem Terminal des Bergbau- und Stahlkonzerns CAP. Die chilenische Marine versucht die Bedrohung durch das Öl einzudämmen, um den verursachten Schaden möglichst schnell zu kontrollieren und die Folgen zu minimieren. Um die Ursachen des Dieselaustritts zu klären und die Verantwortlichen zu bestimmen, wurde von der Behörde eine Untersuchung eingeleitet. Dies berichtetet der Guardian.

Bei Diesel handelt es sich um leichtes Öl, welches sich bereits nach wenigen Tagen im Wasser verteilt. Daher besteht ein hohes Risiko für eine langfristige Ölkontamination, da die Beseitigung des Diesels nur in den ersten Tagen effektiv ist. Das Öl stellt eine große Bedrohung für marine Ökosysteme dar, da Komponenten wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs) sich toxisch auf Organismen im Ozean auswirken. Zudem stellt der Ölfilm an der Wasseroberfläche speziell für Meeressäuger eine bedrohliche Gefahr dar: die um die Isla Guarella heimischen Delfine werden beim Auftauchen wiederholt dem toxischen Ölfilm ausgesetzt. Patagonien zeichnet sich durch seine Unberührtheit  aus und ist aufgrund der dadurch hohen Biodiversität von essentieller ökologischer Bedeutung und muss vor weiteren Ölkatastrophen bewahrt werden.

Weitere Informationen und den zugehörigen Artikel findet ihr beim Guardian.

 

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