Veranstaltungen

Weltweit werden täglich zum Thema Meer Filmfestivals, politische Treffen, wissenschaftliche Symposien, Vorträge und Strandmüllsammeltage  veranstaltet.
Hier eine Übersicht über das, was gerade geschieht.

Auftakt des 9. ExtremWetterKongresses in Hamburg

Auftakt des 9. ExtremWetterKongresses in Hamburg

– Verkehrsinfrastruktur-Planung erfordert starke Einbeziehung von Wissen über Klimawandel

– Bedeutung extremer Wetterereignisse auf die Versicherungswirtschaft erheblich gestiegen

– Gesamtes Klimasystem erwärmt sich, trotz Stagnation der Lufttemperatur

– Notwendigkeit der Förderung von Wissenstransfer in die Öffentlichkeit

– 2.500 „junge Forscher“ in der HafenCity Hamburg

– Rollenverteilung zwischen Klimaforschung und Politik nicht immer einfach

– Neue Hoffnung auf ein globales Klimaabkommen setzt hohe Erwartung in die EU

Teilnehmer der Pressekonferenz:
Dr. Paul Becker, Vizepräsident Deutscher Wetterdienst
Frank Böttcher, Institut für Wetter- und Klimakommunikation
Arved Fuchs, Expeditionsleiter
Prof. Peter Höppe, Munich Re
Prof. Dr. Mojib Latif, GEOMAR – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel
Hans von Storch, KlimaCampus Hamburg und Helmholtz Zentrum Geesthacht

Redner zur Eröffnung (6.10.2014, 13 Uhr)
Senatorin Jutta Blankau, Senatorin Behörde für Umwelt und Stadtentwicklung Hamburg
Prof. Dr. Harald Sternberg, Vizepräsident HafenCity Universität
Dr. Paul Becker, Vizepräsident Deutscher Wetterdienst
Dipl.-Met. Gudrun Rosenhagen, Vorsitzende Deutsche Meteorologische Gesellschaft e.V.
Klaus Milke , Vorstandsvorsitzender Germanwatch e.V.

Hamburg, 6.10.2014 – Der 9. ExtremWetterKongress hat am Montag in Hamburg begonnen. Fast 100 Wissenschaftler und Experten präsentieren einer breiten Öffentlichkeit den aktuellen Stand der Wissenschaft und stellen Themen zu Wetter und Klima zur gesellschaftlichen Diskussion.

Parallel zum ExtremWetterKongress finden in der Hamburger HafenCity die Veranstaltungen „Wetter.Wasser.Waterkant“ – Das Bildungsprogramm für Schulen – und die Open-Air-Fotoausstellung „Dem Sturm ins Auge schauen“ statt. Im Rahmen des Kongresses werden am 8.10. die Medienpreise für Meteorologie vergeben. Den Partnerstädtepreis für herausragende Forschung zu Wasser und Klima wird Hamburgs Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt überreichen. Insgesamt werden bis zum Freitag etwa 5.000 Besucher und Teilnehmer in der HafenCity erwartet.

Verkehrsinfrastruktur-Planung erfordert starke Einbeziehung von Wissen über Klimawandel

Der ExtremWetterKongress hat das dieses Jahr das Schwerpunktthema „Extremwetter/Klimawandel und Verkehr“. Verkehrsinfrastrukturen sind ein essentieller Bestandteil von modernen, hoch vernetzten Gesellschaften. Extreme Wetterereignisse verursachen jedoch auch in Deutschland immer wieder größere Ausfälle bei den Verkehrsträgern. Gut in Erinnerung sind zum Beispiel noch die Folgen der Hochwasser an Donau und Elbe im Jahr 2013, als z.B. größere Teilstücke von Autobahnen in Bayern wegen Überschwemmung gesperrt werden mussten und die Elbebrücke der ICE-Trasse Hannover-Berlin so stark beschädigt war, dass sie erst nach mehreren Monaten wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte.
Im Rahmen sich ändernder klimatischer Bedingungen kann schon heute für verschiedene extreme Wetterbedingungen eine Zunahme der Eintrittshäufigkeiten festgestellt werden, die Auswertung von Klimaprojektionsdaten lassen weitere Änderungen der Eintrittswahrscheinlichkeiten solcher Ereignisse erwarten.
Dr. Paul Becker, Vizepräsident Deutscher Wetterdienst: „Für eine nachhaltige Strategie zum Erhalt bestehender und der Planung zukünftiger Verkehrsinfrastrukturen ist daher die Einbeziehung des Wissens über den Klimawandel von erheblicher Relevanz.“

Bedeutung extremer Wetterereignisse auf die Versicherungswirtschaft erheblich gestiegen

Global betrachtet hat sich durch den Klimawandel bereits die Bewertung von Risikogebieten deutlich verändert. Die Frage, inwieweit neu ausgewiesene Hochwassergebiete – wie aktuell in Hamburg – die Werte der Grundstücke vermindern und die Versicherbarkeit in Frage stellen, kann von Hamburg direkt auf globale Szenarien übertragen werden. Rund 80 Prozent der Bevölkerung weltweit lebt in Küstenregionen, die unmittelbar durch den steigenden Meeresspiegel gefährdet sind. Und auch in Deutschland ist die Bedeutung extremer Wetterereignisse auf die Versicherungswirtschaft erheblich gestiegen.
Prof. Peter Höppe, Leiter der GeoRisikoForschung von Munich Re: „In den vergangenen Jahren hat sich in Deutschland eine Reihe von extremen Sommerunwettern mit schweren Hagelschlägen ereignet, etwa im Juli 2013 mit Gesamtschäden von 3,6 Mrd. €, wovon 2,8 Mrd. € versichert waren.“ Der Munich Re zufolge zeigen Studien, dass solche Sommerunwetter mit Hagel und Starkniederschlag an Zahl und Intensität zunehmen, woran vermutlich der menschgemachte Klimawandel einen wesentlichen Anteil hat. „Aus meiner Sicht“, so Höppe, „sind große Anstrengungen nötig, um die Schadenanfälligkeit von Gebäuden und Infrastruktur bei solchen Unwettern zu reduzieren. Die Versicherung kann hierzu einen Anreiz bieten, denn sie kann billiger werden, wenn das Risiko durch schadenmindernde Maßnahmen reduziert wird.“

Wie wirtschaftlich sinnvoll solche Vorsorgemaßnahmen sind, zeigt das Beispiel Hochwasserschutz in Hamburg. Dort wurden seit der Hochwasserkatastrophe von 1962 mit 347 Toten mehr als 2 Mrd. € in Schutzmaßnahmen investiert. Dadurch hat Hamburg bei späteren Hochwassern nach einer Analyse von Munich Re seitdem Schäden in der Größenordnung von
20 Mrd. € vermeiden können. Zuletzt zeigte sich die positive Wirkung der Schutzmaßnahmen bei der schweren Sturmluft in Folge des Orkans XAVER 2013.

Gesamtes Klimasystem erwärmt sich, trotz Stagnation der Lufttemperatur
In den letzten Monaten haben Klimaskeptiker immer wieder versucht, den Klimawandel mit Hinweis auf die Stagnation der globalen Temperatur zu negieren. Diese Sicht der Dinge vernachlässigt nach Ansicht der Teilnehmer der Pressekonferenz die Betrachtung des gesamten Klimasystems. Prof. Dr. Mojib Latif, GEOMAR – Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel: „Trotz des nur geringen Temperaturanstiegs an der Erdoberfläche während der letzten Jahre, schreitet die Erwärmung des Klimasystems rasant voran. Das ist an der anhaltenden Erwärmung der Meere bis in zwei Kilometer Tiefe zu erkennen. Die Ozeane haben in den letzten 40 Jahren über 90 Prozent der durch das Mehr an Treibhausgasen in der Atmosphäre erzeugten Wärmeenergie aufgenommen. US-Präsident Obama hat erst letzte Woche auf dem UNO-Sondergipfel zum Klimawandel noch einmal eindringlich vor den Folgen einer ungebremsten Klimaerwärmung gewarnt.“

Aktuell wirken die Ozeane nicht nur als Puffer für den Anstieg der globalen Temperatur, sie nehmen auch gewaltige Mengen CO2 aus der Atmosphäre auf. Neben den Klimafolgen hat die aktuelle Entwicklung daher einen erheblichen Einfluss auf das Ökosystem der Ozeane. Latif: „Infolge der Aufnahme von Kohlendioxid versauern die Meere zusehends, mit unabsehbaren Folgen für die Meeresökosysteme und die Ernährungssituation auf der Erde. Der Säuregrad der Meere hat seit Beginn der Industrialisierung schon um 30 Prozent zugenommen.“

Die sichtbaren Zeichen des Klimawandels
Der Expeditionsleiter Arved Fuchs ist gerade aus dem arktischen Eis zurückgekehrt. Auf seiner diesjährigen Expedition nach Grönland konnte er den Spuren des Klimawandels folgen. Arved Fuchs: „Auch in diesem Sommer konnte man an der Ostküste Grönlands die Auswirkungen des Klimawandels vor Ort erkennen. Beispielsweise konnten wir Vergleiche anstellen, wie sich der Haregletscher innerhalb von 31 Jahren verändert hat.“ In diesem Jahr waren Bergsteiger mit an Bord, die sich auf ihrer Expedition auch den Einflüssen der starken Schmelzprozesse ausgesetzt sahen. Fuchs: „Die Besteigung des Gunnbjörn Fjeld in nur 17 Tagen war eine herausragende Leistung, gerade unter dem Aspekt des extrem schwierigen Geländes, welches von Gletscherspalten und Schmelzseen durchzogen war.“ Satellitenbeobachtungen zeigen, dass Grönland im letzten Jahr etwa 375 Mrd. Tonnen Eis verloren hat. Das ist der höchste Jahreswert seit Beginn der Beobachtungen.

Notwendigkeit der Förderung von Wissenstransfer in die Öffentlichkeit

Die Folgen des Klimawandels sind indes an vielen Stellen der Erde, in Europa und auch in Deutschland sichtbar. Am Mittwoch dieser Woche wird die hochauflösende Wettercam am Großglockner mit dem „Medienpreis für Meteorologie“ ausgezeichnet. Eigentlich für aktuelle Wetterbeobachtungen gedacht, zeigt die seit vier Jahren laufende Kamera den rapiden Rückgang des Gletschers. Frank Böttcher, Leiter des Institut für Wetter- und Klimakommunikation: „Trotz der Stagnation bei der globalen Lufttemperatur in den letzten Jahren, ziehen sich 81 Prozent der Gletscher weltweit zurück. Das ist ein Hinweis darauf, dass sich einem weiteren Temperaturanstieg dieser Prozess beschleunigen dürfte.“

In der Arktis lagen in den letzten 15 Jahren – dem Zeitraum des globalen Temperaturplateaus – die Eisflächen im Mittel etwa eine Million Quadratkilometer unter denen der vorangegangenen Jahrzehnte. Böttcher: „Die Arktis reagiert ohne großen zeitlichen Verzug auf die globale Temperatur.“ Für die kommenden Jahre werde aus seiner Sicht die Kommunikation von wissenschaftlichen Ergebnissen immer wichtiger. „Eine gut informierte Gesellschaft, trifft aus meiner Sicht die klügeren Entscheidungen für die Zukunft. Dafür ist es notwendig, dass Ideologien und Meinungen den fundierten und überprüfbaren wissenschaftlichen Ergebnissen weichen. Der Wissenschaft kommt also verstärkt die Aufgabe zu, dieses Wissen einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.“

2.500 „junge Forscher“ in der HafenCity
Die Politik hat aus Böttchers Sicht die Notwendigkeit verstärkter Bildungsmaßnahmen erkannt und in diesem Jahr erstmals das Bildungsprogramm „Wetter.Wasser.Waterkant“. gefördert, das als eigene Veranstaltung parallel zum ExtremWetterKongress stattfindet und mit 2.500 Teilnehmern die größte Veranstaltung dieser Art in Deutschland geworden ist. Größter Förderer des Bildungsprogramms ist die HafenCity Hamburg GmbH. Prof. Jürgen Bruns-Berentelg, Vorsitzender der Geschäftsführung der HafenCity Hamburg GmbH: „Es freut mich sehr, dass sich mit dem Bildungsprogramm „Wetter.Wasser.Waterkant“. im Rahmen des ExtremWetterKongresses ein so spannendes Format für Hamburger Schüler und Lehrer erfolgreich in der HafenCity etabliert hat. Die HafenCity ist auch ein außergewöhnlicher Lernort: Land und Wasser neu verknüpfend, bietet sie ein hervorragendes Beispiel für zukunftsfähige Stadtstrukturen, die durch nachhaltige Gebäudeentwicklungen, integrierte Verkehrskonzepte sowie CO2-arme Wärmeversorgung verstärkt werden.“, so Bruns-Berentelg. „Die HafenCity leistet vor Ort einen wichtigen Beitrag zur Dämpfung der Effekte des Klimawandels“.

Rollenverteilung zwischen Klimaforschung und Politik nicht immer einfach
Klimaforscher werden auf Grund ihrer wissenschaftlichen Ergebnisse viel stärker mit ihren Ergebnissen gleichgesetzt, als Experten anderer Fachbereiche. Der Grund liegt in der hohen Relevanz der der Ergebnisse für unsere Gesellschaft. Daraus ergeben sich aber auch Rollenkonflikte: Endete die Arbeit der Forscher früher in diesem Bereich mit ihren Ergebnissen, werden sie heute von der Politik mit den Fragen nach Lösungen konfrontiert. Prof. Dr. Hans von Storch, vom KlimaCampus Hamburg und Institut für Küstenforschung am Helmholtz-Zentrum Geesthacht: „Klimaforschung und Klimapolitik haben sich in die Klimafalle bugsiert – und nehmen beide Schaden dran. Die einen haben Probleme mit der kritischen Distanz, die anderen trauen sich nicht zu entscheiden.“ Dieser Rollenteilung stelle sich zukünftig auch der KlimaCampus in Hamburg. „Hamburg ist der Standort für Klimaforschung in Deutschland; hier wurde sie zweimal „erfunden“ – in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und im letzten Viertel des 20ten Jahrhunderts. Hier gibt es eine Vielfalt der Themen, Exzellenz in der Tiefe und eine Einbindung in regionale und internationale Entscheidungsprozesse. Zusammen sind wir der KlimaCampus Hamburg“, so von Storch weiter.

Neue Hoffnung auf ein globales Klimaabkommen setzt hohe Erwartung in die EU
Klaus Milke, Vorsitzender von Germanwatch e.V. setzt in seiner Eröffnungsrede – trotz der bislang schleppenden Fortschritte – auf ein Ergebnis bei den internationalen Verhandlungen. Ende 2014 treffen sich die staatlichen Delegierten, die NGOs, Wissenschaftler und Unternehmensvertreter zur 20. UN-Klimakonferenz in Lima, um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass der 21. Gipfel in Paris ein global ausgerichtetes Regime ab 2020 schafft. Germanwatch e.V. nimmt als NGO seit 1995 an den internationalen Klimakonferenzen teil. Milke: „Die größte Hürde ist im Moment, dass die Europäer ihre pro-aktive Rolle bei den Verhandlungen wieder aufnehmen.“ Er sieht die USA und China aktuell in einer „erstaunlich konstruktiven Rolle“. Milke: „Hauptbremser sind Kanada, Australien, Russland und Japan.“
Dipl.-Met. Gudrun Rosenhagen, Vorsitzende der Deutsche Meteorologische Gesellschaft e.V. (DMG), sieht die Meteorologie als Vorbild: „Die Zusammenarbeit der Meteorologen und Klimatologen weltweit könnte Vorbild und Motivation für den gemeinsamen Austausch und die weltweite Kooperation der Staatengemeinschaft, z.B. auch bei den anstehenden Klimaverhandlungen sein.“ Die DMG feiert im Rahmen des 9. ExtremWetterKongresses mit einer Festveranstaltung am 7.10.2014 das 40-jährige Jubiläum ihrer Neugründung.

Der ExtremWetterKongress findet seit neun Jahren an wechselnden Standorten statt und ist die größte Veranstaltung dieser Art in Deutschland.

Klimafakten weltweit 2014
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Wassertemperatur: Die Wassertemperaturen sind global von 1970 bis 2010 um 0,4 Grad gestiegen.

Meeresspiegel: Der Meeresspiegel ist global im Mittel von 1993 bis 2014 um etwa 63 Millimeter gestiegen und steigt aktuell mit einer Rate von 3,2 Millimetern pro Jahr.

Sauerer Ozean: Der Säuregehalt der Meere liegt bei PH 8,1 und damit niedriger als in den letzten 800 000 Jahren.

Gletscher: 81 Prozent der weltweit untersuchten Gletscher ziehen sich aktuell zurück.

Antarktis: Zwischen 1992 und 2011 hat die Antarktis demnach jährlich im Mittel 71 Milliarden Tonnen Eis verloren. Insgesamt verlieren die Eisschilde der Antarktis pro Jahr rund 125 Mrd. Tonnen Eis.

Arktis: Das Eismaximum der Arktis im Winter ist in den letzten 35 Jahren von 16,2 Mio. Quadratkilometer auf 14,5 Mio. Quadratkilometer zurückgegangen.

Grönland: Grönland verlor bis 2009 jährlich 100 bis 350 Mrd. Tonnen Eis. Seit 2009 sind es etwa 375 Mrd. Tonnen pro Jahr.

Eisbär: In 75 Prozent der untersuchten Eisbärpopulationen gehen die Bestände zurück.

CO2: In diesem Jahr wurden ein Wert von 402 ppm erreicht. Das ist die höchste CO2-Konzentration seit mindestens 800.000 Jahren und 40% über der vorindustriellen Zeit.

Entwaldung: Borneo: 80 Prozent Entwaldung zwischen 1980 und 2010. Südostasien: 33 Prozent Entwaldung 1973 bis 2009. Amazonasbecken: Entwaldung der Fläche Deutschlands innerhalb der letzten10 Jahre.

Klimafakten Deutschland 2014
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Hitzerekorde: Die Hitzerekorde in Deutschland haben sich in den letzten 15 Jahren im Vergleich zu den 15 Jahren davor verdoppelt. 1980 bis 1996 im Mittel 27 Dekadenrekorde, 1997 bis 2012 im Mittel 54 Dekadenrekorde an 60 Stationen.

Mittlere Niederschläge: Zunahme in Deutschland auch aufgrund der globalen Erwärmung.

Starkniederschlag: Große Unterschiede bei Zu- und Abnahme der Ereignisse. Der Zusammenhang Klimawandel – Starkniederschlag ist komplex und Gegenstand intensiver Untersuchungen vieler Gruppen inklusive des DWD. Die mittlere Zahl der Tage mit Starkregen pro Jahr (über 30 Liter pro Quadratmeter) ist auf dem Hohenpeißenberg von 1879 bis 2006 von 3,5 auf 5,5 angestiegen. An anderen Stationen gibt es aber auch den umgekehrten Trend.

Stürme: Die mittlere Zahl der schweren Stürme über dem Nordatlantik ist von 4,7 im Jahre 1986 auf 9,5 im Jahr 2012 angestiegen. In der Nordsee ist keine Windzunahme festzustellen.

Hochwasser: Die Zahl der Wetterlagen mit hohem Hochwassergefahrenpotenzial (5b, Troglage Mitteleuropa) hat sich im Mittel vom Ende des 19. Jahrhunderts bis jetzt von 2,7 auf 9 erhöht.

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Weitere Veranstaltungen:
WETTER.WASSER.WATERKANT: Bildungsveranstaltung im Rahmen des EWK. Workshops, Vorträge und Exkursionen für Schülerinnen und Schüler. Mit über 2 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern größte Bildungsveranstaltung in dieser Form in Deutschland.

DEM STURM INS AUGE SCHAUEN: Open-Air-Fotoausstellung im Überseequartier im Rahmen des EWK. Die 50 Bilder des Fotographen Thorsten Milse zeigen Aufnahmen von Tieren, die sich an extremes Wetter und Klima angepasst haben. Die Ausstellung läuft bis zum 6. November 2014.

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E-Mail: presse@klimagipfel.de
Telefon (24/7): 040-809081244, Telefon (am Pressecounter): 01716269461
Institut für Wetter- und Klimakommunikation GmbH
Jenfelder Allee 80
D-22045 Hamburg

DER TAG DER MEERE BEI HAGENBECK am Sa. 11. Okt. 2014

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DER TAG DER MEERE BEI HAGENBECK am Sa. 11. Okt. 2014

Die Meeresschutzorganisation DEEPWAVE stellt den
Lebensraum Meer im Tropen-Aquarium Hagenbeck vor.

Am DEEPWAVE-Stand vor dem Großen Hai-Atoll erhalten Sie die informative und reich bebilderte Meeresfibel „Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen“ und Sie können sich stündlich interessante Vorträge zum Thema Meer anhören:

Unser Blauer Planet
Vorträge von Dr. Onno Groß, DEEPWAVE e. V.

12.00 Uhr: Der blaue Planet – die Zukunft unserer Meere
13.00 Uhr: Die Artenvielfalt der Küstenmeere
14.00 Uhr: Das Fabelreich der Tiefsee
15.00 Uhr: Hochseetiere heute – wie können wir sie schützen?
16.00 Uhr: Die Tropenmeere: von Korallen und Haien
17.00 Uhr: Klimawandel und Überfischung – Gefahren für den Ozean

DEEPWAVE e.V. ist gemäß Freistellungsbescheid vom 20.04.2012 des Finanzamts Hamburg für Körperschaften wegen Förderung des Umweltschutzes als gemeinnützigen Zwecken dienend anerkannt. Vereinsregister 17656, Amtsgericht Hamburg.

DEEPWAVE e.V.
Konto Hamburger Sparkasse
BLZ 200 505 50
Kto.-Nr. 12 08 11 67 13

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Onno Groß
1. Vorsitzender DEEPWAVE. e.V.
Die Meeresschutzorganisation
Email: info@deepwave.org
Web: http//:www.deepwave.org/newsblog/
https://www.facebook.com/deepwave.org
http://meeresfibel.blog.de/
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Sonderausstellung „Geisternetze – tödliche Fallen“

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Ein Taucher befreit einen Seeskorpion (Myoxocephalus scorpius) aus einem Geisternetz am Wrack der „Friedrich Engels“ in der Ostsee, Foto: Wolf Wichmann

Sonderausstellungen „Geisternetze – tödliche Fallen“

Eröffnung der Sonderausstellungen „Geisternetze – tödliche Fallen“ sowie „Mensch · Müll · Meer“ am Donnerstag, 26.06.14, um 11:00 Uhr im MEERESMUSEUM Stralsund.

In der Ostsee gehen jährlich tausende Fischernetze verloren. Allein vor den deutschen Küsten sind die Positionen von hunderten verlorenen Netzen belegt. Der WWF Deutschland, das Deutsche Meeresmuseum und der Verein archaeomare e. V. haben 2013 ein Projekt zur Dokumentation der „Geisternetze“ gestartet – mit finanzieller Unterstützung der Schweizer Drosos Stiftung. Forschungstaucher dokumentierten innerhalb eines Jahres rund um die Insel Rügen 28 Hindernisse – zumeist Wracks – an denen Netze verloren gingen. Die Untersuchungen bilden eine wichtige Grundlage zur Bergung der Netze, die einen beträchtlichen Anteil des weltweiten Müllproblems in den Meeren darstellen. Die Ergebnisse des Projektes werden erstmalig in einer Wanderausstellung gezeigt.

Im Rahmen des Themenjahres „Kein Plastik Meer“ wird ebenfalls die Ausstellung „Mensch · Müll · Meer“ der Küsten Union Deutschland (EUCC-D) eröffnet, die im Rahmen des Projektes MARLISCO entstanden ist. Ziel der Arbeiten in MARLISCO ist es, die Sensibilisierung der Gesellschaft für die ökologischen und ökonomischen Probleme durch Meeresmüll zu steigern und dadurch Entscheidungen und Verhaltensweisen in der Gesellschaft zugunsten eines besseren Meeresschutzes zu beeinflussen. Die Ausstellung wird zeitgleich in 14 weiteren Ländern Europas gezeigt.

Als Gesprächspartner werden zur Verfügung stehen:
Dr. Thomas Förster, Deutsches Meeresmuseum (DMM)
Jochen Lamp, WWF Ostseebüro
Wolf Wichmann, Fotograf und Mitglied von archaeomare e. V.
Anke Vorlauf und Nardine Stybel, EUCC – Die Küsten Union Deutschland e. V. (EUCC-D)

Die Ausstellung „Geisternetze“ ist ein Gemeinschaftsprojekt von:
WWF Deutschland, archaeomare e. V. sowie Deutsches Meeresmuseum und wurde unterstützt von der Schweizer Drosos Stiftung und dem UmweltBundesamt.

Die Sonderausstellung „Mensch · Müll · Meer“ wurde umgesetzt von:
EUCC – Die Küsten Union Deutschland e. V. (EUCC-D) mit Unterstützung durch das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt MARLISCO.

http://www.meeresmuseum.de/veranstaltungen/veranstaltungsdetails.html?tx_cal_controller[getdate]=20140626&tx_cal_controller[view]=event&tx_cal_controller[type]=tx_cal_phpicalendar&tx_cal_controller[uid]=2146&tx_cal_controller[lastview]=view-list|page_id-66&cHash=986dbc6842

www.meeresmuseum.de
www.ozeaneum.de

Reger Zuspruch bei Ausstellung „Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen“

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Reger Zuspruch bei Ausstellung „Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen“

Wir danken allen Gästen und interessierten Bürgern, die gestern zur Ausstellungseröffnung ins Zoologische Museum Hamburg gekommen sind.

Unser Dank geht auch an das Zoologische Museum Hamburg und besonders an Frau Baumgard, Herrn Dr. Hallerman und Herrn Preuss für die rasche und sorgfältige Umsetzung.

Die Ausstellung ist weiterhin bis zum 30. September 2014 im ZIM zu sehen.
Infos unter:
http://meeresfibel.blog.de

Fotos von der Eröffnung finden sich hier:
https://www.flickr.com/photos/64068253@N00/

Ozeanversauerung und Überfischung im Fokus beim 2. Beneath the Wave Filmfestival

Ozeanversauerung und Überfischung im Fokus beim 2. Beneath the Wave Filmfestival

2. Kurzfilmfestival erneut in Hamburg: „Beneath the Waves“
Veranstaltung Freitag, 23. Mai 2014 Lichtmeß Kino in Hamburg ab 18:00 Uhr
Eintritt frei

Das Meer ist der älteste Lebensraum der Erde mit einer Vielzahl an faszinierenden Lebewesen, von denen die Mehrzahl noch völlig unbekannt ist. Wir leben von und mit den Meeren. Und doch sind viele Menschen wenig für die vielfältigen Bedrohungen der Meere und seiner Bewohner sensibilisiert.

Bereits seit fünf Jahren findet das „Beneath the Waves“- Kurzfilmfestival mit Dokumentationen zum Schutz der Meere in den USA statt. Weitere Mini- Festivals werden zudem in Ländern überall auf der Welt wie beispielsweise Island, Japan und Portugal, organisiert. Nach der gelungenen Premiere im vergangenen Jahr möchten wir, eine Gruppe Hamburger Studenten und Doktoranden, an den Erfolg von 2013 anknüpfen und das „Beneath the Waves“ Kurzfilmfestival zum zweiten Mal nach Deutschland holen. Die Filme stammen von jungen Filmemachern, Tauchern, Meeresschützern und Wissenschaftlern und beschäftigen sich mit bedrohten Arten, Meeresverschmutzung, aber auch mit der Vielseitigkeit und Schönheit der Meere.

Wir präsentieren eine Auswahl der Filme in drei Themenblöcken und diskutieren mit Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Nichtregierungsorganisationen über Thematiken wie den Klimawandel und die Ozeanversauerung, wie auch die Interaktion von Mensch und Meer wie z.B. der nachhaltigen Nutzung mariner Ressourcen. Wir laden Sie aber auch ein, mit uns in eine wunderbare Welt abzutauchen und die Faszination der Meere zu erleben. Dieser interessante Abend wird durch die Förderung der Friedrich-Ebert-Stiftung und DEEPWAVE e.V. ermöglicht.

Termin: Freitag, 23. Mai 2014, 18:00 – 22:00
Ort: Lichtmeß-Kino, Gaußstraße 25, 22765 Hamburg
Podiumsgäste:
Dr. Gerd Kraus, Leiter Thünen-Institut für Seefischerei Hamburg
Prof. Dr. Ulf Riebesell, Lehrstuhl für Biologische Ozeanographie am Geomar Kiel
Dr. Onno Groß, 1. Vorsitzender DEEPWAVE e.V

Die Filme sind in englischer Sprache verfasst, jedoch sprechen die Bilder für sich. Die Veranstaltung ist kostenfrei
Wir würden uns freuen, wenn Sie auf unsere Veranstaltung aufmerksam machen. Um Anmeldung per E-Mail unter btw-kurzfilmfestival@gmx.de wird gebeten. Rückfragen: Björn Illing, 017665222647

Weitere Informationen gibt es unter:
www.facebook.com/BTW.Filmfest
www.lichtmess-kino.de/

DEEPWAVE e.V.
https://www.deepwave.org/blogs/news/

DEEPWAVE e.V.
Sodenkamp 13e
22337 Hamburg
info@deepwave.org

Grafiken senden wir Ihnen auf Anfrage gern in druckfähiger Auflösung für eine Veröffentlichung zu.

Ausstellung „Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen“

Ausstellung „Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen“

Das Zoologische Museum Hamburg zeigt ab 21. Mai die Ausstellung
„Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen“ – die Meeresfibel mit Original-Illustrationen der Illustratorin Anna Mandel

Dauer 22. Mai bis 30. September 2014

Eröffnung der Ausstellung: Mittwoch, 21. Mai 2014, 18:30

http://meeresfibel.blog.de/

Exhibition “Our Blue Planet”: yesterday – today – tomorrow”

The Zoological Museum Hamburg is showing from the 22nd of May a special exhibition “Our Blue Planet”: yesterday – today- tomorrow” corresponding with the new publication of the “Ocean Handbook” from the marine conservation organization DEEPWAVE e.V. with original illustrations from the artist Anna Mandel.

Duration : 22nd of May until the 30th September 2014.

Exhibition opening will be on Wednesday the 21st of May 2014, at 6.30 pm

http://meeresfibel.blog.de/

Der gemeinnützige Verein DEEPWAVE setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Belange der Ozeane und ihre gefährdeten Lebewesen ein. www.deepwave.org

Förderhinweis:
Dieses Projekt wurde aus Erlösen der 10. Sonderbriefmarke „Für den Umweltschutz“ zum Thema „Meeresschutz“ durch das BMUB und UBA gefördert.

Exhibition “Our Blue Planet”: yesterday – today – tomorrow”

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Exhibition “Our Blue Planet”: yesterday – today – tomorrow”

The Zoological Museum Hamburg is showing from the 22nd of May a special exhibition “Our Blue Planet”: yesterday – today- tomorrow” corresponding with the new publication of the “Ocean Handbook” from the marine conservation organization DEEPWAVE e.V. with original illustrations from the artist Anna Mandel.

Duration : 22nd of May until the 30th September 2014.

Exhibition opening will be on Wednesday the 21st of May 2014, at 6.30 pm

Adress:
The Zoological Museum of the University of Hamburg
Martin-Luther-King-Platz 3
D-20146 Hamburg
Tel: + 49 (0)40 42838 22726
www.uni-hamburg.de/biologie/Bio/zmh/sm/sm.html

Hamburg, the 5th of May 2014 – Our earth „The Blue Planet“ is covered to an extent of around 70 percent with the water of the seas. Far too many people are unaware of this fact and that we have a lot to thank the seas of our world. For example we do not know how richly varied the oceans of yesteryear were, how they are threatened today, and how they could be again tomorrow.

The newly published Ocean Handbook “Our Blue Planet”, by DEEPWAVE e.V. sponsored by contributions from the funds of the Federal Ministry for the Environment, Nature Conservation, Building and Nuclear Safety (BMUB ) and the environmental protection agency (UBA), shows on the one hand the fascination of the seas, and on the other gives us information on workable pro-jects in answer to current threats. The 36 paged brochure is also full of life from the detailed and scientifically based illustrations of the Hamburger artist Anna Mandel.

“As the illustrator of “The Ocean Handbook” for schoolchildren, I am aware with every drawing I make, of the responsibility to show these problems and workable solutions in solving them in a viewable and sensitive way. The main thing here is to put the message across, to change our view of the sea’s , to understand our planet as a “blue” one, and to put in practice newly ac-quired knowledge in order to improve matters, which we still can do “ says the illustrator and artist Anna Mandel.

From the example of certain ecological systems ie: (the North sea, the deep seas, tropical seas and the arctic oceans) the living worlds of yesterday, today and tomorrow, are presented in detail. An example is the dune coastline of the German north sea coast, in former times ie: 150 years ago there were rich fish swarms to be seen, coupled with countless whales, whereas today increasing human use (gravel extraction, shipping, tourism and the fishing industry), strongly threatens the variety of species. More protected areas for infant fish and rare animals would be a solution for tomorrow. In the Tropical seas which are even more threatened by pollution, their protection is concentrated with the protection of mangroves and corals as a priority. For the deep seas with their fascinating life-forms we should look to establishing world-wide rules and large protected areas.

The course written texts of the handbook should primarily bring children the diverse world of the living space closer and cause a rethink for the following generations.

In the exhibition, 13 large-format, handmade original drawings are shown and objects, inter alia, from the deep sea will be displayed.

At the opening on 21 May, at 18.30 clock, Dr. Jakob Hallermann from the Zoological Museum, Dr. Onno Groß, founder and first chairman of DEEPWAVE and illustrator Anna Mandel will be present. You are cordially invited to the opening.

The exhibition will be on view from May 22 to September 30, 2014.

The Ocean Handbook “Our Blue Planet: yesterday – today – tomorrow“ is available free of charge via the DEEPWAVE for a donation for postage costs.

Further press material (posters, postcards) and high-resolution images will be send on request.

Contact:
DEEPWAVE e.V.
info@deepwave.org

Background material

Illustrator Anna Mandel
http://illustration.annamandel.de/

Zoological Museum Hamburg
http://www.uni-hamburg.de/biologie/BioZ/zmh/sm/ver.html

DEEPWAVE e.V.
https://www.deepwave.org/newsblog/
https://www.deepwave.org/category/meeresfibel/

The nonprofit organization DEEPWAVE advocates at national and international level for the interests of the oceans and their vulnerable creatures. www.deepwave.org

Funding reference:
This project was from the proceeds of the 10th commemorative stamp „for the environment“ for Promoted on „marine protection“ by the BMUB and UBA. The responsibility for the content of this publication lies with the authors.

Ausstellung „Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen“

Ausstellung „Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen“

Das Zoologische Museum Hamburg zeigt ab 22. Mai in der Sonderausstellung
„Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen“ die neu erschienene Meeresfibel der Meeresschutzorganisation DEEPWAVE e.V. mit Original-Illustrationen von Anna Mandel.

Dauer 22. Mai bis 30. September 2014

Eröffnung der Ausstellung: Mittwoch, 21. Mai 2014, 18:30 Uhr

Zoologisches Museum der Universität Hamburg
Martin-Luther-King-Platz 3
20146 Hamburg
Tel: + 49 (0)40 42838 2276
www.uni-hamburg.de/biologie/BioZ/zmh/sm/sm.html

Hamburg, Mai 2014 – Unsere Erde, „der Blaue Planet“, wird zu etwa 70 Prozent vom Wasser der Meere bedeckt. Doch es ist viel zu wenigen Menschen bewusst, wie viel wir dem Meer zu verdanken haben. Wir wissen nicht, wie reichhaltig die Ozeane gestern waren, wie bedroht sie heute sind und wie sie morgen wieder sein könnten.

Die jetzt erschienene Meeresfibel „Unser Blauer Planet“ von DEEPWAVE e.V., gefördert mit Mitteln des Umweltbundesamtes und Bundesumweltministeriums, zeigt zum einen die Faszination der Meere und vermittelt zum anderen wirksame Projekte als Antwort auf die derzeitigen Bedrohungen. Die 36 Seiten starke Broschüre lebt besonders von den detaillierten und wissen-schaftlich fundierten Illustrationen der Hamburger Künstlerin Anna Mandel.

„Als Illustratorin der Meeresfibel für Schüler bin ich mir bei jeder Zeichnung der Verantwortung bewusst gewesen, diese Probleme und wirksame Wege zu ihrer Behebung anschaulich und einfühlsam darzustellen. Mir geht es hier vor allem um die Message: den Blick auf die Meere zu ändern, unseren Planeten als Blauen Planeten zu begreifen und aus neu erworbenem Wissen heraus handeln zu können, denn noch können wir es“, sagt die Illustratorin Anna Mandel.

Am Beispiel einiger Ökosysteme (der Nordsee, Hochsee, Tiefsee, Tropenmeere und Eismeere) wird jeweils die Lebenswelt gestern, heute und morgen akribisch dargestellt. So lebten vor den Dünenküsten der Nordsee früher vor 150 Jahren noch reiche Fischschwärme und zahlreiche Schweinswale, während heute die zunehmende Nutzung (Kiesabbau, Schifffahrt, Tourismus, Fischerei) den Artenreichtum stark gefährdet. Eine Lösung wären daher morgen mehr Schutzgebiete für den Fischnachwuchs und die seltenen Tiere. In Tropenmeeren, die noch vielfältiger von Verschmutzungen bedroht sind, steht dagegen der Schutz der Mangroven und Korallen im Vordergrund. Für die Tiefsee mit ihren faszinierenden Lebewesen gilt es zukünftig weltweite Regeln und große Schutzgebiete zu etablieren.

Die verständlich geschriebenen Texte der buchartigen Broschüre sollen vor allem Kindern die vielfältige Welt des Lebensraumes Meer näher bringen und ein Umdenken für die folgenden Generationen bewirken.

In der Ausstellung werden die 13 großformatigen, in langer Handarbeit entstandenen Original-Zeichnungen und eine Schauvitrine mit Objekten u. a. aus der Tiefsee zu sehen sein.

Zur Eröffnung am 21. Mai, um 18.30 Uhr werden Dr. Jakob Hallermann vom Zoologischen Museum, Dr. Onno Groß, Gründer und 1. Vorsitzender von DEEPWAVE e.V. und die Illustrato-rin Anna Mandel anwesend sein. Interessierte sind herzlich zur Vernissage eingeladen. Die Ausstellung wird vom 22. Mai bis 30. September 2014 zu sehen sein.

Die Meeresfibel für Schüler „Unser Blauer Planet: gestern – heute – morgen“ ist kostenlos über den Verein DEEPWAVE e.V. gegen eine Spende für Portokosten zu beziehen.

Weiteres Pressematerial (Poster, Postkarten) und hochauflösende Bilder schicken wir Ihnen gerne auf Anfrage zu.

Hintergrundmaterial:

Künstlerin Anna Mandel
http://illustration.annamandel.de/

Zoologisches Museum Hamburg
http://www.uni-hamburg.de/biologie/BioZ/zmh/sm/ver.html

DEEPWAVE e.V.
https://www.deepwave.org/category/meeresfibel/

Der gemeinnützige Verein DEEPWAVE setzt sich auf nationaler und internationaler Ebene für die Belange der Ozeane und ihre gefährdeten Lebewesen ein. www.deepwave.org

Förderhinweis:
Dieses Projekt wurde aus Erlösen der 10. Sonderbriefmarke „Für den Umweltschutz“ zum Thema „Meeresschutz“ durch das BMUB und UBA gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den AutorInnen.

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Konferenz: Ein anderes Meer ist möglich!

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NGO-Konferenz: Ein anderes Meer ist möglich (Foto: Bruce Strickrott, NOAA)

Ein anderes Meer ist möglich!

Über die Grenzen des Blauen Wachstums und die Zukunft der Ozeane

Öffentliche Konferenz / update
Eintritt frei.

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,

vom 15. bis 17. Mai 2014 lädt Sie das zivilgesellschaftliche Bündnis zum Europäischen Tag des Meeres unter dem Titel »Ein anderes Meer ist möglich!« zu seiner Konferenz in das Konsul-Hackfeld-Haus in Bremen ein.

Am 19. und 20. Mai findet in diesem Jahr in Bremen auf Einladung der EU-Kommission die größte meerespolitische Veranstaltung Europas statt. Ein breites Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen nutzt diesen offiziellen »Europäischen Tag der Meere« (EMD), um ihre Vorstellungen zur Zukunft der Meere in der Öffentlichkeit zu diskutieren und die aktuellen blauen Wachstumskonzepte in Frage zu stellen. Vom 15. bis 17. Mai wird vor diesem Hintergrund eine vom Bündnis ausgerichtete Konferenz unter dem Titel »Ein anderes Meer ist möglich!« sowie verschiedene andere Veranstaltungen der Partnerorganisationen im Vorfeld die Spannbreite zivilgesellschaftlicher Perspektiven zur Meerespolitik präsentieren. In diesem Kontext wird eine Erklärung zur Zukunft der Ozeane mit meerespolitischen Forderungen der zivilgesellschaftlichen Akteure verabschiedet.

Gemeinsam laden folgende Partnerorganisationen zur Konferenz ein:

+ Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk + Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst + Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland + Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz + Deepwave + Deutsche Seemannsmission + IntKom/Fair Oceans + Forum Umwelt und Entwicklung + Greenpeace + medico international + Naturschutzbund Deutschland + Redaktion Waterkant + Robin Wood + Shipbreaking Platform + Slow Food Deutschland + International Transport Workers‘ Federation/ver.di + Wasserforum Bremen + Whale and Dolphin Conservation + World Wide Fund For Nature +

Mit freundlichen Grüßen

Kai Kaschinski (Fair Oceans)

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Ein anderes Meer ist möglich!

Über die Grenzen des Blauen Wachstums und die Zukunft der Ozeane

Öffentliche Konferenz

Die Konferenz des zivilgesellschaftlichen Bündnisses zum Europäischen Tag der Meere thematisiert die Grenzen des Blauen Wachstums und die Zukunft der Ozeane unter dem Titel Ein anderes Meer ist möglich!

Konsul-Hackfeld-Haus in Bremen
15. Mai bis 17. Mai 2014
Birkenstraße 34 – 28195 Bremen

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Das Meer ist nicht mehr unendlich, die Ozeane verändern ihr Gesicht: Mit neuen Technologien und zunehmender Geschwindigkeit stößt der Mensch auf die Hohe See und in ihre Tiefen vor. Immer neue Vorhaben zielen darauf, auch den letzten Winkel der Meere zu erschließen. Wie zuvor das Land wird nun die See »kultiviert«. Eine nachholende Industrialisierung hat eingesetzt, die mit zunehmendem Druck beschleunigt wird. Schritt um Schritt geraten dabei Bereiche ins Blickfeld, die bisher kaum oder in erster Linie traditionell von Fischerei und Schifffahrt genutzt wurden.

Große Umbrüche finden somit auf See statt. Weltweit werden tausende von Offshore-Anlagen, Aquakulturen und Windkraftanlagen errichtet. Ölbohrungen werden unter hohem Risiko tausende von Metern unter der Meeresoberfläche vorgenommen. Ohne die Containerschifffahrt ist die Globalisierung nicht mehr denkbar und die Schifffahrt wiederum nicht ohne ihre international zusammengesetzten, oft entrechteten und meist unterbezahlten Besatzungen. Die Erkundung und Förderung von mineralischen Ressourcen aus großen Meerestiefen ist geplant, ohne dass ein hinreichendes Wissen über die ökologischen Konsequenzen existiert, das die Voraussetzung für eine gewissenhafte Prüfung wäre. Die biotechnologische Forschung greift nach dem genetischen Code von Organismen der Tiefsee. Hochgerüstete Trawler machen Jagd auf die letzten lukrativen Fischbestände und konkurrieren mit der handwerklichen Fischerei. Per Flugzeug, Schiff und Lkw gelangen Millionen Tonnen Fisch in die Europäische Union, während die Ernährungssicherheit in vielen Ländern des globalen Südens nicht gewährleistet ist.

Vor diesem Hintergrund verabschiedete die Europäische Kommission 2012 die Strategie des »Blauen Wachstums«. Die weitere Erschließung der Meere wird hier vor allem als ökonomische Chance betrachtet, die Rohstoffe der Ozeane gelten als willkommener Ersatz für die an Land zur Neige gehenden Ressourcen. Geplant wird in großen Dimensionen, aber notwendige politische Prozesse, Partizipation und Transparenz werden hintangestellt. Der Öffentlichkeit werden neue Arbeitsplätze, Rohstoff- und Energiequellen versprochen, ohne die Rahmenbedingungen und Ziele der angepriesenen Projekte tatsächlich zu erörtern.

Das letzte und zugleich größte Ökosystem der Erde ist zum Objekt europäischer Politik geworden. Millionen von Menschen an den Küsten und auf See erfahren einschneidende Veränderungen, aber niemand entwirft bisher eine angemessene politische Utopie davon, wohin die Reise letztlich gehen soll. Welches Meer wollen wir? Was müssen wir tun, was fordern, damit die Belastungsgrenzen unseres Planeten und seiner Ökologie respektiert werden? Reichen die Gesetze und Abkommen der internationalen Staatengemeinschaft und der EU aus, um Fehlentwicklungen zu verhindern? Was wollen die Menschen, die seit Jahrtausenden die Küsten bewohnen und das Meer nutzen?

Geht diese Entwicklung weiter wie bisher, besteht die Gefahr, dass auf See die gleichen Fehler wie an Land wiederholt werden. Ohne die ökologischen und sozialen Gegebenheiten ausreichend zu berücksichtigen, vorausschauend zu handeln und die Betroffenen einzubeziehen, werden Fakten geschaffen. Ganze Ökosysteme und die Existenzgrundlage von Küstengemeinden können unwiederbringlich verloren gehen.

Während die EU-Kommission in dieser Situation ihren großen alljährlichen Kongress unter die Überschrift »Innovation driving Blue Growth« stellt, wird die Konferenz des Bündnisses stattdessen unter dem Motto »Ein anderes Meer ist möglich!« die Grenzen des Blauen Wachstums in den Vordergrund rücken. Nicht technische Lösungen, sondern soziale und umweltpolitische Fragen werden vom 15. bis 17. Mai erörtert. Die Spannbreite der Beiträge reicht so von Problemen des Meeresschutzes über die Rolle der Fischerei für die Ernährungssicherheit bis zu den Arbeitsbedingungen auf See, den Gefahren einer Flucht über See, den möglichen Auswirkungen des Tiefseebergbaus und aktuellen Entwicklungen des Seerechts. »Ein anderes Meer ist möglich! « richtet den Blick auf Alternativen und bietet Raum für Informationsaustausch und die viel zu lange vernachlässigte Debatte zur Zukunft der Weltmeere.

Programm

Donnerstag, 15. Mai 2014

18.30 Uhr Eröffnung

Begrüßung und Einführung

Sonja Weinreich (Brot für die Welt)
Kai Kaschinski (Fair Oceans)

20.00 Uhr Podium

Die Grenzen des Blauen Wachstums

Nicole Franz (FAO)
Antje Boetius (AWI)
Francisco Mari (Brot für die Welt)
Thilo Maack (Greenpeace)
Moderation: Cornelia Wilß

Freitag, 16. Mai 2014

10.00 Uhr Einführung

10.30 Uhr – 12.00 Uhr Veranstaltungen Teil 1

Walheimat – Marine Ökosysteme verlangen Schutz!

Whale and Dolphin Conservation (WDC)

Faire Jobs in der maritimen Industrie
– Die ITF-Billigflaggenkampagne

International Transport Workers‘ Federation (ITF)/ver.di

12.00 – 13.00 Uhr Mittagspause

13.00 – 14.30 Uhr Veranstaltungen Teil 2

Offshore-Windkraft in Deutschland
– Naturverträglichkeit in Theorie und Praxis

Naturschutzbund Deutschland (NABU)

Flucht über See – (Un-)Recht auf See

Fair Oceans
medico international

14.30 – 15.15 Uhr Kaffeepause

15.15 – 16.45 Uhr Veranstaltungen Teil 3

Die Hohe See – Goldgrube oder gemeinsames Erbe der Menschheit?

World Wide Fund For Nature (WWF)

Kleine Fische : Großer Fang
– Kleinfischerei im Kontext internationaler Fischereipolitik

Brot für die Welt
Fair Oceans

16.45 – 17.00 Uhr Pause

17.00 Uhr Veranstaltungen Teil 4

Plastik – weniger ist Meer

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)

Wettlauf um den Pazifik und die Schätze der Tiefsee

Brot für die Welt
Fair Oceans

18.30 Uhr Pause

20.00 Uhr Podium

Zur Zukunft des Meeresschutzes

Inge Paulini (WBGU)
Nadja Ziebarth (BUND)
Stephan Lutter (WWF)
BMUB (angefragt)
Moderation: Cornelia Wilß

Samstag, 17. Mai 2014

10.00 Uhr Einführung

10.30 Uhr – 12.00 Uhr Veranstaltungen Teil 5

Maritimer Raubbau in Kunst und Medien

Fair Oceans

Globalisierung – Seeleute unterwegs auf allen Meeren

Deutsche Seemannsmission

12.00 – 13.00 Uhr Mittagspause

13.00 – 14.30 Uhr Veranstaltungen Teil 6

OFF THE BEACH!
Die globale Kampagne für sicheres und sauberes Schiffrecycling

Shipbreaking Platform

Ernährung und Fischereipolitik

Slow Food Deutschland
Brot für die Welt

14.30 – 15.15 Uhr Kaffeepause

15.15 – 16.45 Uhr Veranstaltungen Teil 7

Die Rolle der Ozeane beim Klimawandel

Deepwave

Die Meere – Schwarzes Loch im Völkerrecht?

Forum Umwelt und Entwicklung

16.45 – 17.00 Uhr Pause

17.00 Uhr Plenum

Resümee und Abschlusserklärung der Konferenz

18.30 Uhr Verabschiedung

Gastreferentinnen und Gastreferenten

Neben den Referentinnen und Referenten der einladenden Organisationen werden folgende Gäste in den verschiedenen Veranstaltungen der Konferenz vortragen:

Gerold Conradi – Küstenfischer

Helmut Dietrich – Forschungsgesellschaft Flucht und Migration

Rainer Froese – Geomar

Merijn Hougee – Clean Shipping Index

Silja Klepp – artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit

Rosa Koian – Bismarck Ramu Group

Maureen Penjueli – Pacific Network on Globalisation

Lisa Rave – Preisträgerin des Videokunst Förderpreis Bremen

Jochen Schumacher – Institut für Naturschutz und Naturschutzrecht Tübingen

Uwe Sturm – Fisch vom Kutter

Sebastian Unger – Institute for Advanced Sustainability Studies

Erik van Doorn – Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht

Sarah Zierul – Journalistin und Regisseurin

Organisatorisches

Die Konferenz ist öffentlich und die Teilnahme ist kostenlos. Um eine bessere Planung der Konferenz zu ermöglichen, bitten wir hierfür um eine schriftliche Anmeldung per E-Mail unter: fair-oceans@gmx.info

Reisekosten können, wenn dies aus sozialen Gründen notwendig ist, nach vorheriger Absprache im Umfang des Etats erstattet werden.

Die Konferenz wird organisiert vom Arbeitsschwerpunkt »Fair Oceans« des »Vereins für Internationalismus und Kommunikation e.V. « (IntKom) gemeinsam mit »Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst« und dem »Forum Umwelt und Entwicklung«.

Nähere Informationen zu den weiteren Veranstaltungen des Bündnisses und der Konferenz erhalten Sie unter: www.fair-oceans.info

oder

Kai Kaschinski (Fair Oceans)
Mobil: 0049-(0)152-295 170 04
E-Mail: fair-oceans@gmx.info

Förderung

Die Tagung wird ausgerichtet mit Mitteln des »Vereins für Internationalismus und Kommunikation e.V.« und gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch »Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst« und gefördert aus der Lotterie »BINGO! – Die Umweltlotterie« durch den »Senator für Umwelt, Bau und Verkehr« sowie gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL im Auftrag des BMZ.

Der Herausgeber ist für den Inhalt allein verantwortlich.

V.i.S.d.P.: IntKom – Bernhardstraße 12 – 28203 Bremen

Weitere Veranstaltungen
von Partnern des zivilgesellschaftlichen Bündnisses
rund um den Europäischen Tag des Meeres

05. – 31. Mai

Eingetaucht – Vielfalt in unseren Meeren

Schätze der Tiefsee: Kaltwasserkorallen

„Eingetaucht“ ist eine Wanderausstellung des BUND-Meeresschutzbüro. Die Ausstellung wirft einen Blick auf die Unterwasserwelt der Nord- und Ostsee. Ökologische Grundlagen der Meere werden erläutert und die vielfältigen Lebensgemeinschaften der Riffe und Sandbänke gezeigt. Zudem werden hier das Natura-2000-Netzwerk mit seinen zehn deutschen Meeresschutzgebieten und Fragen zum Meeresschutz thematisiert.
Die zweite Ausstellung „Schätze der Tiefsee“ ist in Kooperation mit dem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften entwickelt worden und beleuchtet die Welt der Kaltwasserkorallen der Tiefsee und deren Artenreichtum.
Die Ausstellungen sind zu sehen im Haus der Wissenschaft, Sandstraße 4/5, 28195 Bremen,
Montag bis Freitag von 10.00 -19.00 Uhr und Samstag von 10.00 – 14.00 Uhr – Eintritt frei

Montag, 05. Mai, 20.00 Uhr

Der letzte Fang
Dokumentarfilm in Gegenwart des Regisseurs Markus CM Schmidt

Von Fischernetzen im Mittelmeer bis zur Thunfischauktion in Japan. In „ Der letzte Fang“ reisen wir um die ganze Welt und erkunden die Abgründe der Überfischung – ein düsteres Geschäft, das letztendlich etliche Arten bedroht.
Zum einen werden zwei Fischerteams aus der südfranzösischen Küstenstadt Séte bei ihrer Arbeit begleitet. Zum anderen berichtet der Fischfang-Experte Robert Mielgo, der sich seit langem gegen die Überfischung einsetzt, über die rücksichtslosen Praktiken im Fischfang. Der Film besticht durch die Kraft seiner Bilder.

Vorführung des Wasserforums Bremen in Kooperation mit dem CITY 46 | Kommunalkino Bremen, Birkenstraße 1, 28195 Bremen

Dienstag, 06. Mai, 20.30 Uhr

Versenkt und Vergessen: Atommüll vor Europas Küsten
Dokumentarfilm von Thomas Reutter und Manfred Ladwig

Die beiden Filmemacher haben sich auf die Suche nach Exemplaren der mehr als 100 000 Atommüllfässern gemacht, die seit den 70er Jahren auf hoher See verklappt wurden. Als die Öffentlichkeit damals erfuhr, was im Meer geschah, gewann die Umweltorganisation Greenpeace ihren Kampf gegen diese unglaubliche Entsorgungspraxis. Trotzdem wird heute noch flüssiger Atommüll von den Wiederaufbereitungsanlagen in die Irische See und in den Ärmelkanal geleitet ohne dass das Ausmaß der Gefahren klar ist.

Vorführung des Wasserforums Bremen in Kooperation mit dem CITY 46 | Kommunalkino Bremen, Birkenstraße 1, 28195 Bremen

Sonntag, 18. Mai

Public Day an der Bremer Schlachte
Infostände und Informationen

Auf dem offiziellen Public Day des Europäischen Tags der Meere werden verschiedene Organisationen aus dem zivilgesellschaftlichen Bündnis mit Ständen und Informationen entlang der Schlachte in der Bremer Innenstadt vertreten sein. Infostände in der Nähe der Stephanibrücke und des Weserbahnhofs werden der BUND, die Deutsche Seemannsmission und Greenpeace Bremen aufbauen. Zudem werden die Bremer Organisationen des Bündnisses mit Flyern über ihre Positionen zur Meerespolitik informieren.

Montag und Dienstag, 19. und 20. Mai

Kongress des Europäischen Tags der Meere
Gespräche, Positionen und Workshop

Während des offiziellen Kongresses wird der World Wide Fund For Nature gemeinsam mit dem Institut für Seevölkerrecht und Internationales Meersumweltrecht am Montag von 11.00-12.30 Uhr einen Workshop mit dem Titel Limits to Blue Growth in the Deep Sea ausrichten. Brot für die Welt und Fair Oceans stellen für Gespräche mit den Gästen des Kongresses und für die Präsentation von Infomaterial zur Meerespolitik einen Stand zur Verfügung und laden die internationalen Gäste der zivilgeselllschaftlichen Konferenz und Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses als Gesprächspartner dorthin ein. Das Bündnis wird den Kongress nutzen, um sein gemeinsames Positionspapier zur Meerespolitik der Öffentlichkeit vorzustellen.

www.fair-oceans.info

Der letzte Ozean – Paradies am Ende der Welt

Die Heinrich Böll Stiftung Bremen lädt ein…

Der letzte Ozean – Paradies am Ende der Welt
Filmvorführung mit einer Einführung von Dr. Onno Groß

Sonntag, 4. Mai 2014, 15:00 Uhr
Ort: Kommunalkino City46, Birkenstraße 1, 28195 Bremen
Eintritt frei

Das Rossmeer in der Antarktis ist eines der letzten unberührten Meere unserer Erde. Jedoch ist auch das Rossmeer angesichts weltweit sinkender Fischbestände zunehmend von internationalen Fischereiinteressen bedroht. Der Meeresbiologe Onno Groß von Deepwave e.V. stellt das bedrohte Ökosystem in einer Einführung vor und wir zeigen den Film „The last Ocean“, in dem das Rossmeer und Initiativen zu seinem Schutz dargestellt werden.

Weitere Filme zum Thema Meer zeigt das Kino City46 zusammen mit Robin Wood am 5. und 6. Mai: https://www.robinwood.de/Bremen.453.0.html

Weitere Veranstaltungen anlässlich des Europäischen Tags der Meere in Bremen: http://www.fair-oceans.info/index.php/aktuell.html


Lena Siemon Marques
Heinrich Böll Stiftung Bremen
Plantage 13
28215 Bremen
boell-bremen@arcor.de
T: 0421 352368

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