Kampagnen

Um selbst tätig werden zu können, muss man wissen wo und wie.
Hier eine Übersicht über mögliche Wege, sich für die Meere einzusetzen.

AVAAZ-Petition: 20% der Erdoberfläche bis 2020 als Schutzgebiet

Aufruf von AVAAZ, kam heute als teil der nachfolgenden Email :

Über ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten sind vom Aussterben bedroht, darunter viele Walarten. Unsere Regierungen versammeln sich diese Woche, um einen ehrgeizigen Schutzplan zur Bewältigung der Krise zu verhandeln und damit 20% der Erdoberfläche bis 2020 zu schützen. Uns bleiben nur 2 Tage um mit unserem Aufruf den Ausschlag zu geben. Unterzeichnen Sie die Petition für den 20/20-Plan und leiten Sie die Nachricht weiter:
http://www.avaaz.org/de/the_end_of_whales/

Liebe Freundinnen und Freunde
Es gibt nur noch 300 Nördliche Glattwale, und 99% der Blauwal-Population wurde ausgelöscht. Diese majestätischen Riesen sind eine der gefährdetesten Arten und ihr Schutz wird regelmässig erörtert. Tatsache ist, daß mittlerweile ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht sind.

Die Natur wird durch die Aktivitäten der Menschen zerstört, vergeudet und ausgebeutet. Aber es existiert ein Rettungsplan — ein weltweites Abkommen für die Schaffung, Finanzierung und Durchsetzung eines Schutzgebietes, das bis zum Jahr 2020 rund 20% der Erdoberfläche abdeckt. In diesem Augenblick verhandeln 193 Staaten in Japan, um diese Krise zu bewältigen.

Uns bleiben gerade noch 2 Tage, um dieses Treffen zu beeinflussen. Experten sagen, daß die Politiker zögern, einen ehrgeizigen Schutzplan anzustreben. Unser Aufruf zeigt den Delegierten, daß die Augen der Welt auf sie gerichtet sind und könnte somit den Ausschlag geben. Unterzeichnen Sie diese dringende 20/20-Petition auf dem folgenden Link und verbreiten Sie diese E-Mail — unsere Stimmen werden direkt an der UN-Artenschutzkonferenz übergeben:

http://www.avaaz.org/de/the_end_of_whales/?vl

Ironischer Weise ist das Jahr 2010 das „Jahr der Artenvielfalt“, unsere Regierungen hätten inzwischen „eine bemerkenswerte Verringerung der Rate des Artensterbens“ erreicht haben sollen. Sie haben versagt und ständig die Interessen der Wirtschaft in den Vordergrund gestellt, als sie die Wahl zwischem schnellem Profit und dem Schutz der Artenvielfalt hatten. Unsere Erde – unsere Tiere, unsere Pflanzen, unsere Wälder, unser Erdboden ersticken unter der gewaltigen Last der übermäßigen Ausbeutung und anderen Belastungen.

Wir Menschen sind die Hauptursache dieser Zerstörung – aber auch wir sind es, die diese Tendenz umkehren können – es ist uns auch schon gelungen Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Es gibt zahlreiche Ursachen für die Abnahme der Artenvielfalt. Wir können diesen Trend nur rückgängig machen, wenn wir uns von leeren Versprechungen, ohne konkrete Zahlungsverpflichtungen, abwenden und einen ehrgeizigen Schutzplan mit konsequenter Nachhaltigkeit und seriöser Finanzierung vorantreiben. Der 20/20-Plan will genau das: Regierungen werden gezwungen strenge Programme umzusetzen um zu gewährleisten, daß bis zum Terminjahr 2020 rund 20% der Erdoberfläche unter Schutz stehen. Hierfür muss die Finanzierung massiv erhöht werden.

Wir müssen jetzt handeln! Wenn man genau hinschaut, wird einem das ganze Ausmaß des Grauens bewusst — es leben nur noch 3200 Tiger in freier Wildbahn, unseren Ozeanen geht der Fisch aus und einmalige Nahrungsmittelquellen gehen an grossflächige Monokulturen verloren. Die Natur ist widerstandsfähig, aber wir müssen ihr etwas zurückgeben, damit sie Widerstand leisten kann. Aus diesem Grund ist die Konferenz in Japan ausschlaggebend — es ist ein kritischer Moment um Aktionen einzuleiten, die auf klaren Verpflichtungen zum Schutz der Natur beruhen.

Wenn unsere Regierungen jetzt einen überwältigenden öffentlichen Druck zu spüren bekommen und zum mutigen Handeln aufgerufen werden, können sie dazu bewegt werden den 20/20-Plan auf dieser Konferenz zu beschließen. Aber jeder einzelne von uns ist gefragt, damit die Botschaft rund um die Welt geht und an der Konferenz in Japan gehört wird. Bitte unterzeichnen Sie die Petition leiten Sie die E-Mail an alle, die Sie kennen weiter:

http://www.avaaz.org/de/the_end_of_whales/?vl

In diesem Jahr haben Mitglieder des Avaaz-Netzwerks bereits eine kritische Rolle beim Schutze der Elefanten gespielt, die Aushebelung des Walfangverbots verhindert und die Schaffung des größten Meeresschutzgebietes sichergestellt. Unser Netzwerk hat bewiesen, daß wir ergeizig sind und gewinnen können. Diese Kampagne ist die nächste Stufe in unserem Einsatz eine Welt zu schaffen, die wir uns alle wünschen — in der die natürlichen Ressourcen und Artenvielfalt geschätzt werden und unser Planet für zukünftige Generationen bewahrt wird.

http://www.avaaz.org/de/the_end_of_whales/?vl

Hoffnungsvoll,

Alice, Iain, Emma, Ricken, Paula, Benjamin, Mia, David, Graziela, Ben, Pascal und das ganze Avaaz-Team

Quellen:

Ein Schutzplan für Tier- und Pflanzenarten
http://www.nzz.ch/nachrichten/international/start_der_un-artenschutzkonferenz_in_japan_1.8042185.html

Größtes Artensterben seit den Dinosauriern
http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/natur/un-artenschutz-konferenz-groesstes-artensterben-seit-den-dinosauriern_aid_563219.html

UN-Artenschutzkonferenz berät in Japan über Schutzmaßnahmen
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5g2I7nep5qHgwWHxWqHujB85QLmzA?docId=CNG.02861c20765327c56cc473463145f898.3b1

„Artenvielfalt ist auch wirtschaftlich sinnvoll“
http://www.tagesschau.de/ausland/artenschutz110.html

FAQ zum Thema Biologische Vielfalt
http://www.bmu.de/naturschutz_biologische_vielfalt/fragen_antworten/doc/42540.php

Wut über Zerstörung der Weltmeere – Musiker sprengen Wal

Wut über Zerstörung der Weltmeere – Musiker sprengen Wal

„Mir platzt der Schädel!“ Walschützer und Musiker …

Die Punkrockband ITCHY POOPZKID veröffentlicht heute das Musikvideo zum Song „Why Still Bother“, der eigens für die Kampagne der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS „SONAR SUCKS“ verfasst wurde. Das Musikvideo thematisiert die Zerstörung der Meere, insbesondere durch intensive Lärmquellen der Ölindustrie und des Militärs: Denn im Meer entsteht ein Höllenlärm. Ein Problem vor allem für Wale und Delfine – mit verheerenden Folgen: Die Wirkung reicht von Lebensraumverlust bis zum Tod der Meeressäuger.

Mit der Sprengung eines toten Schweinswals für das Video wollen Musiker und Walschützer ihre Wut über verheerende Zustände in den Weltmeeren zum Ausdruck bringen.

„Unsere Kampagne ist wütend, aber wir möchten diese Wut über untragbare Zustände in unseren Ozeanen in konkrete Aktionen leiten und hoffen, dadurch auch vor allem junge Bevölkerungsschichten zum aktiven Protest zu bewegen“, sagt Nicolas Entrup, Geschäftsführer der WDCS Deutschland.

Nur Wochen nach der Katastrophe im Golf von Mexiko setzt die Ölindustrie ihre ignoranten und zerstörerischen Tätigkeiten fort. Sämtliche Anstrengungen, regionale und internationale Moratorien für Tiefseebohrungen und die Erschließung weiterer Ölfelder im marinen Bereich zu erwirken, schlugen fehl. In der Nordsee sind seismische Untersuchungen mit einer Beschallung von bis zu 260db sogar in einem Delfinschutzgebiet vor Schottland geplant. In den USA soll das Schutzgebiet „Olympic National Sanctuary“ kurzerhand in das militärische Übungsgebiet „Northwest Training Range Complex“ integriert werden. Das Militär gibt selbst an, dass von der Erweiterung streng geschützte Wale wie der Blau-, Finn-, Sei-, Pottwal und Orcas betroffen sind. Hauptverantwortlich für die Gefährdung ist der Einsatz von leistungsstarken Sonaren, die nachweislich zu zahlreichen Walstrandungen geführt haben.
Das Musikvideo und alle Informationen zur Kampagne finden Sie unter www.sonarsucks.com

Flyerverteiler gegen Delfinarium Duisburg gesucht!

Kam heute:

Liebe Delfin- und Walfreunde, liebe TS/TR-Kollegen,

anbei eine Weiterleitung des WDSF mit der Bitte um Unterstützung.

Mit solidarischen Grüßen

Euer

Andreas Morlok

ProWal

………

Das WDSF hat einen Filmbeitrag (5 Min.) von der WDSF/ProWal-Protestaktionen gegen das Duisburger Delfinarium am 03.10.2010 auf YouTube eingestellt und in unsere aktuelle Seite über das Delfinarium Duisburg eingefügt. Herzlichen Dank nochmals an alle Beteiligten.

http://www.wdsf.eu/delfinarien/duisburg

Nachdem wir die Schließung des Delfinariums Münster im Jahr 2012 erreicht haben, werden wir uns nun intensiv auf die beiden anderen Delfinarien in Duisburg und Nürnberg konzentrieren. Wir werden die Informationsaktion für die Besucher des Duisburger Zoo fortsetzen. Es ist bei der zuständigen Behörde beantragt, dass freiwillige Mitarbeiter für das WDSF beginnend ab Sonntag, den 24.10.2010 jeden Samstag und Sonntag vor dem Zoohaupteingang Info-Flyer gegen das Delfinarium verteilen. Da wir am 03.10. bereits rund 3.000 Flyer verteilen konnten, benötigen wir den Nachdruck weiterer Flyer und Informationsmaterialien. Da wir kaum über regelmäßige Spendengelder verfügen, möchten wir höflich um einen finanziellen Zuschuss dafür bitten:

WDSF
Commerzbank Hagen
Kto: 09 123 544 00
BLZ: 450 800 60

Text: „Spende Flyer Duisburg“

Sämtliche Spenden an das WDSF sind steuerlich abzugsfähig! (direkt online: http://www.wdsf.eu/component/mad4joomla/?jid=3)

Gerne können sich freiwillige Flyerverteiler für Duisburg bei uns melden (Termine: Samstags und Sonntags von 11:00 – ca. 14:00 Uhr)

Herzlichen Dank!

Mit tierfreundlichen Grüßen

Jürgen Ortmüller

WDSF-Geschäftsführer

Logo_09_Wal_Delfin (2) Dok

Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)*

Meeressäuger-Umweltschutzorganisation

gUG (haftungsbeschränkt) – gemeinnützig

Möllerstr. 19, 58119 Hagen

Tel.: 0049/(0)2334/9190-22

Fax: 0049/(0)2334/9190-19

mobil: 0049 (0)1512 4030 952

E-Mail: wds-forum@t-online.de

Internet: www.wdsf.de

WDSF in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Wal-_und_Delfinschutz-Forum_-_WDSF

*Jürgen Ortmüller

Gesellschafter-Geschäftsführer u. Gründer WDSF

HR B 8068 – Amtsgericht Hagen

05.11.2010 – Weltweiter Anti-Walfang-Tag

Übernommen von der Webseite von ProWal:

Weitere Informationen unter: http://www.wwawd.org/

Facebook – Düsseldorf: http://www.facebook.com/event.php?eid=140035756042406

Facebook – Berlin: http://www.facebook.com/event.php?eid=161030877250992&ref=nf

Kommentar:
Leider wieder eine Fokussierung ausschließlich auf Japan.
Ich würde mir wünschen, dass es auch bzw. als Europäer vorrangig zu Demonstrationen vor Isländischen und Norwegischen Botschaften und Konsulaten kommt.

Überziehen die Proteste gegen Delfinarien in deutschen Tiergärten?

Mit dem heutigen Oktober-Newsletter von meeresakrobaten.de kam ein Hinweis auf einen Kommentar von meeresakrobaten.de zum Thema „Delfinarien und übereifige Aktivisten“. M.E. sehr lesenswert, obwohl ich in einigen Punkten deutlich anderer Meinung bin.

Die Rechnung geht nicht auf
Meeresakrobaten-Kommentar, 17. Oktober 2010

Während ein paar unermüdliche Aktivisten bzw. sogenannte Delfinbefreier “auf Teufel komm raus” darauf hinwirken, dass sämtliche unter wissenschaftlicher Leitung stehende Delfinarien in Deutschland ihre Pforten dicht machen und die zum Teil seit mehreren Jahrzehnten in diesen Einrichtungen lebenden Tiere einem Schicksal in Delfinarien außerhalb Deutschlands ausgesetzt sind, scheinen sich andere Länder nicht einen Deut um den Tierschutz im Allgemeinen und um die Befindlichkeit von Meeressäugern im Speziellen zu scheren.

Pest Control
Bei so viel emotionsgeladener Hetze gegen alle Delfinarien kommt ein weiterer Aspekt, der verantwortlich für die Delfin-Treibjagd in Japan ist, ganz zu kurz. Eine der Hauptursachen, warum japanische Fischer seit jeher Jagd auf die Meeressäuger machen ist: “Pest control”.
Laut den japanischen Fischern fressen die Delfine zu viel Fisch, sodass für die Menschen nicht mehr genug übrig bleibt. Diesem Aspekt werden gerade mal 30 Sekunden des Films gewidmet. Die “Anti-Delfinarien-Kampagne” in “The Cove” dauert dagegen ca. 25 Minuten!!!

Abschieben ist keine Lösung
Auf ihren Webseiten wettern die selbst ernannten Delfinschützer gegen alle Delfinarien, schlagen jedoch absurderweise vor, dass die Tiere aus Deutschland ins Delfinarium nach Harderwijk verbracht werden könnten. Dort gäbe es immerhin eine große Lagune, in der die Delfine mehr Platz hätten. Doch der Platz wird bestimmt ganz schnell nicht mehr ausreichen, wenn alle ca. 20 Großen Tümmler in die Niederlande transportiert werden, zumal es in Harderwijk auch eigenen Nachwuchs gibt. Die Mentalität “aus den Augen, aus dem Sinn” teile ich nicht. Abschieben als Lösung??? NEIN!!!

Optimierung statt Schließung
Ich setze dagegen auf Optimierung der bestehenden Anlagen. So wie es gerade in Nürnberg mit dem Bau der Lagune geschieht. Auch Duisburg gehört zu den Vorzeige-Delfinarien, schon alleine deshalb, weil die Einrichung ganz ohne Chlorierung des Wassers auskommt. Und Münster geht den Weg des Rückzugs, was vollkommen in Ordnung ist. Da man in Münster kein Geld für eine bessere Anlage hat, wird das Delfinarium in den nächsten Jahren umfunktioniert und soll verschiedene Seelöwen-Arten beherbergen.

Durch die Schließung des Delfinariums im Allwetterzoo Münster werden zunächst vier Große Tümmler (allesamt männliche Tiere) heimatlos. Ob sie in der Nürnberger oder in der Harderwijker Lagune ein neues Zuhause finden, ist noch ungewiss. Es muss genau überlegt werden, welche Delfine zusammen gehalten werden können. Denn jedes Tier ist ein Indivduum mit eigenen Charaktereigenschaften. Nicht umsonst gibt es die Zuchtgemeinschaft-Richtlinien der Zoos.

Was kann man tun?
Was kann man also tun, um mit beizutragen, dass das Delfin-Gemetzel in Taiji und an anderen Küstenorten Japans beendet wird?

* Man kann selbst nach Taiji reisen und dort als “Cove Guardian” mit friedlichem Protest die Fischer davon abhalten, Delfine zu töten (mehr dazu siehe unter Sea Shepherd Conservation Society).

* Beim Einkauf von Fisch auf Gütesiegel achten. So garantiert die MSC für nachhaltig gefangenen Fisch. Je mehr Fisch in den Ozeanen, je mehr Fisch bleibt für alle (auch für die Delfine) übrig …

* Nicht müde werden, den japanischen Botschaften zu schreiben und dort gegen die blutige “Tradition” in Taiji zu protestieren (Adressen siehe “Japan – Land der blutenden Buchten”).

* Nicht bei Schwimmangeboten mit Delfinen in der Türkei, in den arabischen Ländern oder in Asien mitmachen. Die Tiere stammen zum größten Teil aus Taiji.

* Reiseveranstaltern, die das Schwimmen mit Delfinen in oben genannten Urlaubsländern anbieten, mitteilen, dass die Tiere aus Wildfängen stammen, die in Deutschland nicht akzeptiert werden.

* Dem Dachverband aller Zoos und Aquarien WAZA schreiben (der Vorsitzende ist ein Schweizer, daher kannst du auf Deutsch schreiben), dass er sich weiter – wie bisher – vehement gegen die Aufnahme von Delfinen, die aus der Treibjagd in Taiji stammen, wenden und allen angeschlossenen Länderverbänden von einer Unterstützung der Treibjagd abraten soll (Adresse der WAZA: WAZA Executive Office, IUCN Conservation Centre, Rue Mauverney 28, CH-1196 Gland, Switzerland, E-Mail: secretariat@waza.org)

Vollständiger Artikel: Die Rechnung geht nicht auf

Mein Kommentar:
Die inhaltliche Verbindung des Delfinschlachtens in Taiji mit der Problematik Delfinarien in Deutschland und außerhalb Deutschlands hat mich auch lange Zeit gestört. Inzwischen gibt es aber genügend Hinweise, dass Taiji zig Delfinarien beliefert und damit zum Schicksal zahlreicher Delfine in sehr fragwürdigen Delfinarien weltweit beiträgt.

Wenn es nicht Taiji wäre, würden m.E. Delfine an anderen Stellen gefangen werden, zu lukrativ ist das Geschäft und zu viele Leute besuchen im Urlaub ohne größeres Nachdenken irgendwelche Delfinarien und wollen mit „Delfinen schwimmen“. Insofern ist Delfinfang in Taiji nur eine Teilmenge des Problems „Wildfang für Delfinarien“ . Auch da macht meeresakrobaten.de gute und richtige Hinweise.

Ich habe auch lange wissenschaftlich geleitete Delfinarien in deutschen Tiergärten verteidigt, weil ich dadurch Werbung für Delfine und Wale gesehen habe. Auch leisten die attraktiven Delfinarien wohl oft einen erheblichen Beitrag zum Betrieb anderer, nicht so publikumswirksamer Einrichtungen in Tiergärten. Zumindest sind sie oft Publikumsmagnet, d.h. sie führen dazu, dass man in den Tiergarten geht. Kinder und oft auch Erwachsene sind von der Eleganz und den Fähigkeiten („Kunststücken“) der Tiere begeistert. Ging mir früher auch so.

Kernfrage ist m.E. allerdings, ob es angesichts heute bekannter wissenschaftlicher Erkenntnisse moralisch und unter Aspekten modernen Tierschutzes rechtfertigbar ist, Delfine in mehr oder minder engen Betonbecken zu halten und für Shows abzurichten. Das gilt auch für die Delfinarien in deutschen Tiergärten, die zugegebenermaßen deutlich besser geführt werden als viele „Tourismus-Kommerz-Delfinarien“ im Ausland.

Hinzu kommt, dass durch die Wahrnehmung in Shows m.E. durch ein Bild das Bild des immerfreundlichen spielsüchtigen Delfins in Kinderköpfen und bei Erwachsenen gefördert wird, das zu einer völlig falschen Wahrnehmung der dieser Tiere und ihrer Probleme in freier Natur führt. Es wird doch auch keiner ernsthaft behaupten, dass ein Bär in der Zirkusarena einen Beitrag zum Schutz der Bären in freier Natur leistet.

Das Schlachten der Delfine in Taiji ist genauso wie das Schlachten der Grindwale eine „Tradition“, die aus meiner Sicht schnell beendet werden muss. Der Hinweis, dass die Delfine durch die japanischen Fischer als Schädiger der Fischbestände gesehen werden ist sachlich richtig, allerdings finde ich den unreflektiert übernomenen Begriff „pest control“ als Überschrift ziemlich daneben.

Der Hinweis, dass eine vernünftige Unterbringung für die Delfine aus zu schließenden Delfinarien gefunden muss, ist richtig. Etwas überzogen finde allerdings ich die pauschale Unterstellung, dass alle Delfinariengegner nach dem Prinzip „Aus den Augen, aus dem Sinn“ denken und handeln.“

Aus meiner Sicht sind deutsche Delfinarien in gewisser Art und Weise mit deutschen Atomkraftwerken zu vergleichen. Man sollte sich auf Restlaufzeiten und (Sicherheits)standards bis zum Ablauf der Restlaufzeit verständigen. Wollen oder können die Tiergärten die Standards nicht bereitstellen, muss schnell eine angemessene Unterbringung für die Tiere gesucht werden, da Auswilderen wohl kaum möglich ist, und die Delfinarien geschlossen werden.

ProWal-Info-Mail – Aktionen 2010/2011 Walfang Färöer-Inseln

ProWal-Info-Mail – Aktionen 2010/2011 Walfang Färöer-Inseln

Liebe Delfin- und Walfreunde, liebe TS/TR-Kollegen,

anbei der aktuelle Stand der WDSF/ProWal-Kampagnen zur Beendigung des Walfangs auf den Färöer-Inseln.

Mittlerweile wurden dieses Jahr auf den Färöer-Inseln 1.013 Delfine und Pilotwale getötet. Das ist die höchste Quote seit 13 Jahren.

Anbei die aktuelle Statistik:
13.04.2010 – Hvalba – 21 Rundkopf-Delfine
05.06.2010 – Sandur – 67 Pilot – Grindwale
24.06.2010 – Vestmanna – 59 Pilot – Grindwale
02.07.2010 – Thorshavn – 17 Pilot – Grindwale
08.07.2010 – Husavik – 169 Pilot – Grindwale
09.07.2010 – Husavik – 24 Pilot – Grindwale (next day!)
19.07.2010 – Klaksvik – 228 Pilot – Grindwale
23.07.2010 – Thorshavn – 108 Pilot – Grindwale
05.08.2010 – Leynar – 73 Pilot – Grindwale
30.08.2010 – Hvalba – 14 Weißseitendelfine
09.09.2010 – Midvagur – 102 Pilot – Grindwale
14.09.2010 – Hyannasund – 40 Pilot – Grindwale
22.09.2010 – Sandavagi – 70 Pilot – Grindwale
04.10.2010 – Vestmania – 21 Pilot – Grindwale

All together 1.013 dolphins and pilotwhales

Seit der Vergrämeraktion von WDSF/ProWal Anfang August 2010, wurde an der gesamten Ostküste kein einziger Grindwal mehr getötet. Die Fangquote wäre sicher noch viel höher ausgefallen!

Wir gehen davon aus, dass die Grindwalfangsaison für dieses Jahr beendet ist und im Frühjahr 2011 fortgesetzt werden soll.

Im Moment üben wir politischen Druck auf die Verantwortlichen des Walfangs in Dänemark und auf den Färöer-Inseln aus, um zu erreichen, dass dieses unsinnige Gemetzel endlich verboten wird.

In Kürze übermitteln wir den Verantwortlichen eine Liste mit über 100 Medienveröffentlichungen aus aller Welt, um ihnen verständlich zu machen, dass wir in der Lage sind, den beiden Ländern ihr Image weltweit zu beschädigen.

Liste der Medienveröffentlichungen unter:
http://www.walschutzaktionen.de/226301/995401.html

Dazu wurde bei Facebook nun auch eine Boykottgruppe eröffnet.
http://www.facebook.com/event.php?eid=152137161486578

Auch diese Gruppe wird den Verantwortlichen genannt werden.

Zudem haben wir bei Facebook eine Protestgruppe eingerichtet. Hier können Protestbriefe an die Verantwortlichen gesendet werden:
http://www.facebook.com/event.php?eid=150571674968724

Wir haben eine Liste von Firmen in Dänemark und auf den Färöer-Inseln erstellt, die Produkte und Dienstleistungen anbieten. Wir werden diese in Kürze kontaktieren und sie fragen, ob sie sich für oder gegen den Walfang aussprechen. Sind Firmen gegen den Walfang, dann müssen diese uns das nachweisen. Z.B. durch einen Brief an die eigene Regierung und wir streichen diese dann von unserer Schwarzen Liste. Erhalten wir keine Antwort innerhalb einer gesetzten Frist oder die Firmen befürworten den Walfang, dann werden diese boykottiert. Wir starten hierzu dann einen weltweiten Boykottaufruf.

Die vom WDSF erstattete Strafanzeige gegen die Verantwortlichen ist noch in Bearbeitung.

http://www.walschutzaktionen.de/226301/990901.html

Da die Färöische Polizei diese gegen sie selbst gerichtete Anzeige nicht selbst bearbeiten konnte, hat man vor kurzem scheinbar „unabhängige“ Inspekteure aus Dänemark auf die Inseln geschickt, die den Vorfällen nachgehen sollen. Da wir diese Unabhängigkeit bezweifeln, haben wir zusätzlich die NAMMCO darüber informiert, damit hier nichts unter den Tisch gekehrt wird.

Wird bis zum Frühjahr 2011 kein Walfangverbot erreicht, dann wird WDSF und ProWal erneut eine Vorortaktion durchführen, um erneut vielen Walen das Leben zu retten.

Selbst aktiv vor Ort werden!

Unabhängig davon, ist es sehr erfreulich, dass es immer mehr Menschen gibt, die sich auch und noch mehr für die Beendigung des Delfin- und Walfangs auf den Färöer-Inseln engagieren möchten.

Hierzu wurde vor ein paar Wochen von Privatpersonen eine neue Gruppe gegründet – Auch hier sollen 2011 friedliche, legale und gewaltfreie Vorortaktionen durchgeführt werden, um den Walfang zu verhindern oder einzuschränken.

Informationen hierzu gibt es unter:
http://www.walrettung.org/

Wer sich dieser engagierten Gruppe anschließen möchte, der kann sich im „Forum“ dazu anmelden.
http://www.walrettung.org/wbb2/index.php

Alle Infos zur WDSF/ProWal-Kampagne zur Beendigung des Walfangs auf den Färöer-Inseln unter:
http://www.walschutzaktionen.de/226301/home.html

und

http://www.wdsf.eu/faeroeer

Mit walfreundlichen und solidarischen Grüßen

Euer

Andreas Morlok

Projekt Walschutzaktionen (ProWal)
Gemeinnützige Meeressäuger-Umweltschutzgesellschaft
gUG (haftungsbeschränkt) –
St-Nr.: 18158/02431
Amtsgericht Freiburg HR B 704171
Gesellschafter-Geschäftsführer: Andreas Morlok

Haydnstrasse 1
D-78315 Radolfzell
Tel: 0049 (0)7732 14324
E-Mail: ProWal-Deutschland@t-online.de
Internet: www.walschutzaktionen.de

ProWal in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/ProWal

Mit Ihrer Unterstützung erreichen wir mehr für den Schutz der Wale & Delfine.

Kommentar:

Eine Facebook-Gruppe bringt es auf den Punkt:
Get Greenpeace to Assist in Taiji and the Faroes

Kampagne „Fair Oceans“ — Aufruf in neuer WATERKANT

Eine Kampagne „Fair Oceans“ soll „für die Weltmeere als gemeinsames Erbe der Menschheit und ihre nachhaltige Nutzung“ eintreten — das ist das Ziel eines Aufrufs, der in einem Sonderteil der soeben erschienenen Herbst-Ausgabe der meerespolitischen Zeitschrift WATERKANT abgedruckt ist. Organisatoren der Kampagne sind der „Verein für Internationalismus und Kommunikation“ (IntKom e.V., Bremen) und die Arbeitsstelle „Agrarhandel und Fischerei“ des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED, Frankfurt/M.) mit Unterstützung des „Forums Umwelt und Entwicklung“ (FUE, Berlin/Bonn).

„Deepwater Horizon“ und die Folgen ihrer Hinterlassenschaft in Form unterseeischer Ölteppiche, die Gier der Industrienationen nach den Rohstoffen der Tiefsee, die massive Plünderung der Fischbestände durch Riesentrawler und die Auswirkungen auf die Fischerfamilien in den Küstenstreifen der Entwicklungsländer — das alles und mehr sind die Themen, um die es geht. Der Aufruf ist ein eindringlicher Appell an alle Interessierten, sich in der Meerespolitik zu engagieren und dabei deren entwicklungs- und umweltpolitische Dimensionen zusammenzuführen.

Die Zeitschrift WATERKANT hat den Aufruf auf ihrer Webseite www.waterkant.info am 25. September 2010 zum Download bereitgestellt. Das aktuelle Heft der Zeitschrift, die nach wie vor als Non-Profit-Projekt betrieben wird und auf Unterstützung in Form von Abos und Spenden angewiesen ist, enthält viele weitere spannende Themen: Inhaltsverzeichnis und Bestellmöglichkeiten sind ebenfalls über die Webseite erreichbar.

—————————————————————
WATERKANT schon abonniert? – Danke. Bitte weitersagen an (viele) andere….

WATERKANT noch nicht abonniert? – Bitte schleunigst nachholen. Danke.

WATERKANT [ ISSN 1611-1583 ]im 25. Jahrgang Zeitschrift für Umwelt + Mensch + Arbeit in der Nordseeregion herausgegeben vom Förderkreis WATERKANT e. V.

Link zu „Fair Oceans“

WDCS-Aktion „SONAR SUCKS“

Liebe Wal- und Delfinfreundin,
lieber Wal- und Delfinfreund,
morgen, den 2.10.2010, schalten wir die Webseite www.sonarsucks.com frei.

SONAR SUCKS. Mir platzt der Schädel. Für eine Vision vom Stillen Ozean.
Eine Kampagne, die sich an Regierungen, Industrie und Militärs richtet.
Eine Kampagne, die wütend ist.
Wütend über die fortlaufende Zerstörung des Lebensraumes Meer.
Wütend über die brutale Vernichtung von Walen und Delfinen.

Erste Unterstützung erhält die WDCS durch die deutsche Punkrockband ITCHY POOPZKID. Ein Kurztrailer zu ihrem für die Kampagne SONAR SUCKS verfassten Song „Why still bother“ wird ab morgen online sein.

Bevor wir aber mehr zur Kampagne kommunizieren, interessiert uns eure Meinung.

Bitte postet euren ersten Eindruck auf der ebenfalls ab 2.10. freigeschalteten Facebook-Fanpage SONAR SUCKS

Weitere Informationen gibt’s am kommenden Montag, 4.10., dem Welttierschutztag.

Euer

WDCS-Team

Wichtig! Die Inhalte des Kampagnenvideos können verstörend wirken. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren dürfen das Video nur zusammen mit ihren Erziehungsberechtigten ansehen.

Demonstration für die Schließung des Delfinariums in Duisburg

Zur Info und Bitte um Weiterleitung!

WDSF/ProWal – Infomail – Öffentliche und genehmigte Kundgebung für die Schließung des Delfinariums

in Duisburg am Sonntag, den 03. Oktober 2010

Liebe Delfin- und Walfreunde, liebe TS/TR-Kollegen;

hiermit wollen wir darüber informieren, dass unsere alljährliche Demonstration für die Schließung des Delfinariums in Duisburg am Sonntag, 03.10.2010, zwischen 11.00 – 14.00 Uhr stattfindet (Die angekündigte Demo in Münster für den 02.10. wird auf einen späteren Zeitpunkt verlegt – Info kommt).

Ort: Gegenüberliegende Straßenseite des Haupteingangs des Zoo Duisburg (Mühlheimer Str. 173) – bitte umliegende öffentliche Parkplätze benutzen

Die Demonstration wurde vom WDSF bei den Behörden und der Polizei angemeldet und genehmigt.

Gerne möchten wir Sie zu dieser Informationskundgebung und aktiven Mithilfe bei der Flyer-Verteilung an Passanten einladen.

Es können gerne auch eigene Banner, Delfinkostüme, etc. mitgebracht werden.

Eine Anmeldung für die Beteiligung ist nicht erforderlich.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an ProWal oder an das WDSF.

Informationen zum Delfinarium in Münster erhalten Sie unter:

http://www.wdsf.eu/delfinarien

oder

2008 http://www.walschutzaktionen.de/155501/451301.html

2009 http://www.walschutzaktionen.de/155501/630501.html

2010 http://www.walschutzaktionen.de/155501/778601.html

Mit walfreundlichen Grüßen

Jürgen Ortmüller (Geschäftsführer WDSF)

Andreas Morlok (Geschäftsführer ProWal)

Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)*

Meeressäuger-Umweltschutzorganisation

gUG (haftungsbeschränkt) – gemeinnützig

Möllerstr. 19, 58119 Hagen

Tel.: 0049/(0)2334/9190-22

Fax: 0049/(0)2334/9190-19

mobil: 0049 (0)1512 4030 952

E-Mail: wds-forum@t-online.de

Internet: www.wdsf.de

WDSF in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Wal-_und_Delfinschutz-Forum_-_WDSF

*Jürgen Ortmüller

Gesellschafter-Geschäftsführer u. Gründer WDSF

HR B 8068 – Amtsgericht Hagen

—————

Projekt Walschutzaktionen (ProWal)
Gemeinnützige Meeressäuger-Umweltschutzgesellschaft
gUG (haftungsbeschränkt) –
St-Nr.: 18158/02431
Amtsgericht Freiburg HR B 704171
Gesellschafter-Geschäftsführer: Andreas Morlok

Haydnstrasse 1
D-78315 Radolfzell
Tel: 0049 (0)7732 14324
E-Mail: ProWal-Deutschland@t-online.de
Internet: www.walschutzaktionen.de

ProWal in Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/ProWal

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