Bildung

Wir alle leben auf diesem Blauen Planeten, doch wie stark wir vom Meer abhängen
und es beeinflussen, ist schwer intuitiv erfassbar, sondern bedarf der Information und des Austausches.

Müll in den Meeren

Schülerinnen interviewen Anna Groß von DEEPWAVE zum Thema Meeresmüll

Im ersten Schulhalbjahr 2019 gab es in der Louise Schroeder Schule in Hamburg Altona einen Deutschzirkel. Dafür wurden Kinder aus den vierten Klassen ausgewählt, die Spaß an Hörbeiträgen haben.

Die Kinder haben das ganze Halbjahr über an Themen gearbeitet, die sie besonders spannend fanden. Das Ziel war es, für diese Themen Experten zu finden und zu interviewen. Für den Podcast haben die Kinder mit einer Loop-Station passende Geräusche aufgenommen und sich selbst ein Intro ausgedacht, sowie beim Schneiden am Computer mitgeholfen. Am Ende haben alle Kinder aus der Gruppe ihre Beiträge auf Audiyou hochgeladen.

Vier Mädchen wandten sich an DEEPWAVE und luden Anna Groß zum Interview ein.

 

 

 

Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.

Unterwasserlärm ist eine tödliche Gefahr für Wale und viele andere Meeresbewohner. Wir sind dafür verantwortlich, dass sich der Schallpegel in den Meeren in den letzten 60 Jahren etwa alle zehn Jahre verdoppelt hat. Der zunehmende Schiffsverkehr, Druckluftkanonen, Militärsonare, Sprengstoffe und Bautätigkeiten führen zu einem bedrohlichen Lärm im Ozean. Durch diese erheblichen Störungen müssen die Meeresbewohner ihre Lebensräume verlassen, erleiden gravierenden Hörschäden und stranden –  oder ertrinken unbemerkt in den Tiefen der Meere. In dem animierten Kurzfilm „Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.“ von Michael Stünzi und Ocean Care wird die eher unbekannte Problematik des Unterwasserlärms einem breiten Publikum anschaulich erklärt. Dieser Kurzfilm ist Teil der internationalen Kampagne „Silent Oceans.“

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=tIV8FRVzNjs

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=tIV8FRVzNjs

Weitere Informationen über den Kurzfilm „Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem.“ findet ihr hier.

Weitere Informationen zu Unterwasserlärm:

https://www.deepwave.org/laermschutz-fuer-wale/

https://www.deepwave.org/die-ozeane/laerm/

https://www.deepwave.org/klimakrise-in-der-arktis-wie-der-laerm-unter-wasser-die-wale-bedroht/

 

Girls‘ & Boys‘ Day 2019 – Strandausflüge mit schlimmen Folgen

Gastbeitrag

Am 28. März fand dieses Jahr der bundesweite Girls´ & Boys´ Day statt. Auch bei DEEPWAVE hatten mehrere Schüler*innen die Chance in den Alltag der Arbeit einer Meeresschutzorganisation einzutauchen. Die 13-jährige Naomi hat nach diesem Tag einen Artikel für unseren Blog geschrieben über Plastikmüll in den Meeren und wie wir verhindern können, dass er dort landet.

Naomi schreibt dazu: Den Girls Day bei Deepwave zu machen, hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich habe sehr viel Neues über das Meer herausgefunden und habe gemerkt, dass das Meer viel mehr als nur ein Gewässer ist.

 

Strandausflüge mit schlimmen Folgen

Die meisten von uns haben schon öfters ein Strandausflug oder ein Picknick am Strand gemacht. Erstmal unsere Einwegbestecke und die restlichen aus Plastik bestehenden Dinge rausgeholt und uns es dann richtig gemütlich gemacht. Doch landet unser Plastik auch wirklich immer in der Tonne? Die Antwort lautet NEIN!

Es landet im Meer und verschwindet nicht. Jeden Tag, jeden Monat, jedes Jahr sterben zahlreiche Meeresbewohner wegen uns, weil sie Plastik nicht vertragen können. Tatsächlich kommen wir aus dieser Sache auch nicht wirklich raus, da schon zu viel Müll im Meer ist. Aber wir können es trotzdem noch verhindern, dass Plastik ins Meer gelangt, indem wir:

  • Müll sammeln gehen
  • unseren Plastikkonsum verringern
  • KEIN Einwegplastik (Strohhalme, Plastikbecher usw.) verwenden
  • beim Einkaufen Baumwolltasche bzw. Rucksack benutzen
  • bei Kosmetik darauf achten, dass sie kein Mikroplastik – Acrylate Copolymer (AC), Polyamide (PA), Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Siloxane – enthalten.

Es gibt nur einen bewohnbaren Planeten für uns und das ist die Erde. Wir müssen unsere Welt nicht zerstören, sondern versuchen sie wieder schön zu machen. Unsere Zukunft findet auf der Erde statt und wenn die Erde nicht gut behandelt wird, haben wir dann noch überhaupt eine Zukunft?

Naomi für DEEPWAVE

Girls‘ & Boys‘ Day 2019 – 22 Kilo Plastik im Magen eines Pottwals

Gastbeitrag

Am 28. März fand dieses Jahr der bundesweite Girls´ & Boys´ Day statt. Auch bei DEEPWAVE hatten mehrere Schüler*innen die Chance in den Alltag der Arbeit einer Meeresschutzorganisation einzutauchen. Der 13-jährige Tomke, der später gerne Meeresbiologe werden möchte, hat nach diesem Tag einen Artikel für unseren Blog geschrieben über die Gefahr für Meereslebewesen durch Plastikmüll in den Meeren.

22 Kilo Plastik im Magen eines Pottwals

Viele von Euch haben bestimmt schon von dem toten Pottwal gelesen, der im April in Italien am Strand gefunden wurde. Es stand dort, dass er zuvor 22 Kilo Plastikmüll verschluckt hatte.

Als ich weiter las, fand ich heraus, dass dieser Pottwal schwanger war. Es mussten also im Grunde zwei Tiere sterben wegen des Plastikmülls. Ich habe mir gedacht, dass diese 22 Kilo ja irgendwoher kommen müssen. Das entspricht ungefähr dem Gewicht von drei vollen Schulrucksäcken – eine ganz Menge Plastik!

Und ich bezweifle, dass die Tiere Plastik herstellen. Daher waren wahrscheinlich wir Menschen die Schuldigen. Das war nicht das erste Mal. 2017 wurden schon 30 Plastiktüten im Magen eines toten Wals gefunden.

Jeder von uns kann etwas dagegen tun. Z.B. könnten wir alle den Müll aufheben, den wir so finden oder wir könnten weniger Plastikverpacktes kaufen.

Wenn alle Kinder auf dieser Welt ab morgen Müll aufheben würden und keinen neuen Plastikkram kaufen, wäre die Erde bald schon viel sauberer. Wir Kinder haben viel mehr Einfluss als wir manchmal glauben. Wenn wir uns nicht kümmern, wer dann?

Tomke für DEEPWAVE

Autorensteckbrief
Mein Name ist Tomke und ich bin 13 Jahre alt. Hamburg ist meine Geburtsstadt und gestorben bin ich noch nicht. Ich war im März 2019 bei DEEPWAVE und interessiere mich für Ozeane, Wale und Umweltschutz.

 

Was passiert, wenn die Erde 4°C wärmer wird?

Der Weltklimarat (IPCC) geht davon aus, dass sich unsere Erde um 4 °C erwärmen wird, ohne weitere Anstrengungen den Klimawandel zu bremsen. Die Folgen für die Menschheit und den Planeten werden schwerwiegend, selbst wenn die unrealistischen Ziele und freiwilligen Beschlüsse der Pariser Klimakonferenz 2015 umgesetzt werden. Doch was macht es für einen Unterschied, um wie viel Grad sich die Erde genau erwärmt? Und was würde die weltweite Klimaerwärmung für die Menschheit und den Planeten bedeuten? Die Beantwortungen dieser Fragen und weitere Erklärungen zu den Auswirkungen des Klimawandels findet ihr in diesem Video.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=nARngHsFtl0&feature=youtu.be

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=nARngHsFtl0&feature=youtu.be

 

Klimastreikende fangen bei sich an

© Jörg Farys/​Fridays for Future/​Flickr

Die „Fridays for Future“-Bewegung hat ein geringes Vertrauen in Politik und Wirtschaft. Die jungen Klimaaktivist*innen setzen auf die Veränderung des eigenen Lebensstils und des Konsumverhaltens. Welche Menschen stecken eigentlich hinter der weltweiten Schulstreikbewegung?

Klimareporter°, 26.03.2019, Autorin: Verena Kern

„Fremdgesteuert“, „infantil“, „alles bloß Schulschwänzer“: Während zwei Drittel der Bundesbürger die Schulstreikbewegung „Fridays for Future“ unterstützen, werden die Protestierenden von vielen aufs Schärfste verurteilt. Doch auf welcher Grundlage eigentlich?

Forschungsgruppen aus neun europäischen Ländern haben sich jetzt genauer angeschaut, wer die jungen Klimaaktivisten eigentlich sind und was sie antreibt.
„Es wird viel über die Protestierenden spekuliert“, sagt Dieter Rucht vom Institut für Protest- und Bewegungsforschung (IPB), das die deutsche Teilstudie durchführte. „Wir wollten wissen, was ist – und damit auch die Diskussion versachlichen.“
Bei der weltweiten Großdemo am 15. März führten die Forscherteams in Schweden, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Polen, der Schweiz, Österreich, Italien und Deutschland repräsentative Befragungen durch. Die Ergebnisse aus Deutschland, für die 340 Aktivisten in Berlin und Bremen befragt wurden, liegen bereits vor. Sie wurden am heutigen Dienstagmittag vom IPB in Berlin vorgestellt.
Das Ungewöhnlichste an der neuen Protestbewegung ist demnach das Alter der Aktivisten. „Es ist selten, dass so junge Leute auf die Straße gehen“, sagt Rucht. Knapp 53 Prozent der Befragten gehören der Altersgruppe zwischen 14 und 19 Jahren an. Die etwas höheren Jahrgänge sind deutlich weniger vertreten. „Der Protest wird stark von Schülerinnen und Schülern geprägt“, fasst der Sozialforscher zusammen. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Klimareporter°: https://www.klimareporter.de/

„Fridays for Future“: https://fridaysforfuture.de/

Weitere Informationen über die „Fridays for Future“-Bewegung:

https://www.deepwave.org/schuelerstreik-organisatorin-luisa-neubauer-im-interview/ 

https://www.deepwave.org/fridays-for-future-greta-thunberg-in-hamburg/

Schülerstreik: Organisatorin Luisa Neubauer im Interview

Schülerstreik Organisatorin Luisa Neubauer © Jörg Farys / Fridays for Future

Klimaaktivistin und Hauptorganisatorin der „Fridays for Future“- Streiks in Deutschland, Luisa Neubauer, war im Gespräch mit UNICUM. Im Interview sprechen sie über ihr Engagement für die Klimaproteste, das Schule schwänzen und insbesondere die Notwendigkeit der Klimapolitiker*Innen, sofort zu handeln. Wir müssen jetzt etwas gegen den Klimawandel unternehmen, denn wir stehen kurz vor einem weltweiten ökologischen Kollaps!

Elene Weber: „In was für einer Welt möchtest du einmal leben?“

Luisa Neubauer: „In einer Welt, in der Entscheidungen getroffen werden, weil sie richtig sind, und nicht, weil sie finanziell gut abgesichert sind. In einer Welt, in der wir uns selbst lieben und uns gegenseitig lieben und den Planeten lieben.“

UNICUM, 01.03.2019, Autorin: Elene Weber

Luisa Neubauer über den Schülerstreik: „Wir bilden eine Massenbewegung

UNICUM ABI: Als Mitorganisatorin des Schülerstreiks bist du inzwischen das Gesicht der Fridays for Future-Bewegung hier in Deutschland. Bist du die deutsche Greta Thunberg?
Luisa Neubauer: Das sagen auf jeden Fall einige. Ich finde aber, dieser Vergleich hinkt enorm. Einerseits bin ich ja nur eine von ganz ganz vielen in Deutschland, andererseits ist das, was wir hier machen auch ganz anders, als das, was Greta macht.

Inwiefern ist es anders?
Wir bilden eine riesengroße Massenbewegung und gehen ganz groß in die Breite in der Art und Weise, wie wir uns mobilisieren und uns Gehör verschaffen. Was Greta macht ist unheimlich inspirierend und beeindruckend, aber tatsächlich doch relativ weit davon entfernt.

Greta Thunberg wird für ihr Engagement auch scharf kritisiert. Geht dir das auch so?
Ja, na klar, ich werde auch und sogar relativ heftig kritisiert. Ich glaube, das ist so ein bisschen der digitalen Kommunikation geschuldet. Ich kriege das nur ganz punktuell mit, denn ich verbringe meinen Tag ja nicht auf Twitter. Aber was viele Menschen anscheinend nicht verstehen oder kritisieren ist, dass ich keine perfekte Klimaschützerin bin. Ein häufiger Kritikpunkt ist zum Beispiel, dass ich mal geflogen bin. […]

„Wir stehen kurz vor dem ökologischen Kollaps“

Warum ist die Fridays for Future-Bewegung so wichtig?
Weil die letzten 40 Jahre klimapolitisch so viel verschlafen wurde, dass wir kurz davor stehen, weltweit einen ökologischen Kollaps zu erleben. Und all das, was verschlafen wurde, wird auf unsere Kosten gehen und auf die Kosten des Planeten. Die nächsten Jahre werden entscheidend sein für unseren Planeten, für die Erde. Ich weiß nicht, ob den Menschen bewusst ist, wie unglaublich dringend es ist, jetzt zu handeln. Anscheinend sind wir aber immerhin schon genug Leute, denen auffällt, dass es ein riesen Skandal ist, was da gerade passiert. […]

Das vollständige Interview findet ihr hier.

UNICUM: https://abi.unicum.de/

„Fridays for Future“: https://fridaysforfuture.de/

ReplacePlastic- Eine App gegen Plastikverpackungen


© Küste gegen Plastik e.V.

Die Meere werden überflutet von Plastikmüll. Ein großer Teil gelangt vom Land her über die Flüsse in die Meere. Plastikverpackungen spielen dabei eine große Rolle. Es ist schwierig in Supermärkten auf Plastikverpackung für Produkte des täglichen Bedarfs zu verzichten, obwohl viele Verbraucher*Innen das möchten. Aus diesem Grund hat die Küsten gegen Plastik e.V. die „ReplacePlastic“-App gewickelt. Mit dieser App können wir die Barcodes von Produkten scannen, von denen wir uns wünschen, dass die Verpackungen nicht aus Plastik bestehen. Das Feedback wird dann an die Anbieter*Innen der Produkte weitergeleitet. Es gibt bereits mehrere Unternehmen, die auf das Feedback der Nutzer*Innen von „ReplacePlastic“ reagiert und ihre Plastikverpackungen umgestellt oder, weggelassen haben.

Weitere Informationen über die „ReplacePlastic“-App findet ihr hier.

„ReplacePlastic“-App Downloadlink für Apple: https://itunes.apple.com/de/app/replaceplastic/id1257771601

„ReplacePlastic“-App Downloadlink für Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.kuestegegenplastik.replaceplastic

Küsten gegen Plastik e.V.: https://www.kueste-gegen-plastik.de/

 

PIWI- Ein Bildungsprojekt für Kinder

© PIWI

Das Bildungsprojekt PIWI ist ein Umweltbildungsangebot für Kinder und ihre Begleitpersonen, um sie spielerisch an das Thema „Müllerverschmutzung in Gewässern“ heranzuführen. Das Projekt besteht aus einem Kinderbilderbuch „PIWI und die Plastiksuppe“, dem Verleih eines Bildungskoffers bestehend aus verschiedenen Materialen und Spielen und einem USB-Stick, der das Infomaterial digital enthält.

Weitere Informationen zu PIWI: https://www.piwipedia.de/de/

PIWI- Kinderbilderbuch (Bestellen und Download als PDF): https://www.piwipedia.de/de/bestellen/piwipedia-kinderbuch-bestellen/  

Rendsburger Schule spendet für DEEPWAVE


Die Schülersprecher Jorik Gander und Theresa Siebmann, Anna Groß (DEEPWAVE e.V.), Martina Jürgensen (Förderverein krebskranke Kinder und Jugendliche) sowie die Schülersprecher Martha Gersteuer und Marius Dick (von links)  © shz.de vom 22.01.2019 – Fotograf: Horst Becker

Am 22.11.2018 hat uns die Herderschule in Rendsburg eingeladen, um einen Vortrag über die Meere und unsere Arbeit als Meeresschutzorganisation zu halten. Im Rahmen eines Weihnachtsbasars haben die Schüler und Schülerinnen der Herderschule ganze 5700 Euro gesammelt und sich entschieden die Hälfte des Geldes DEEPWAVE e.V. zu spenden.

Wir möchten uns ganz herzlich bei allen Menschen bedanken, die für uns gespendet haben. Insbesondere danken wir allen Schüler und Schülerinnen, die sich um die Organisation des Weihnachtsbasars gekümmert und sich entschieden haben, das gesammelte Geld für den Schutz der Meere einzusetzen.

 

 

 

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