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FAZ, 13.01.2019, Autor: Joachim Müller-Jung

Es ist nicht das erste Mal, dass der Weltklimarat IPCC schneller korrigiert wird, als ihm lieb sein kann. Die Selbstkorrektur ist Teil seiner fortlaufenden Arbeit. Jede Woche kommen neue, aktuellere Ergebnisse dazu. Diesmal aber enthält die Aktualisierung, die via „Science“ übermittelt und damit auch der Öffentlichkeit mitgeteilt wird, eine besonders beunruhigende Nachricht: Die Erwärmung der Weltmeere hat sich weiter beschleunigt – deutlich stärker, als es bislang bekannt war.

Beunruhigend ist das vor allem deshalb, weil der allergrößte Teil – etwa 93 Prozent – der Energie, die sich durch den menschengemachten Treibhauseffekt in der Atmosphäre ansammelt, von den Ozeanen aufgenommen, gespeichert und der Klimawandel damit langfristig quasi programmiert bleibt. Abkühlen geht so schnell wieder nicht. Die Meere sind ein unglaublich träges Speichermedium. Genau deshalb muss die überraschend schnelle Aufnahme der Wärmeenergie in jüngster Zeit nicht nur dem Weltklimarat, sondern vor allem der internationalen Klimapolitik Kopfzerbrechen bereiten.

Das vergangene Jahr war der neuen Veröffentlichung zufolge  „das heißeste Meeresjahr seit Beginn der Messungen“, auch 2017 lieferte bereits Spitzenwerte, ebenso wie 2016 und 2015. Mit anderen Worten: Von einem Abbremsen der Erderwärmung ist weit und breit nichts zu sehen. Im Gegenteil: Verglichen mit dem seit den sechziger Jahren ermittelten anfänglichen Erwärmungstrend hat sich die durch Treibhausgase angefachte Aufheizung der Meere inzwischen um vierzig Prozent verstärkt – Tendenz weiter steigend. […]

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