Ozean mit herausschauender Schwanzflosse eines Wals

© Angelo_Giordano / Pixabay

Die Regierung unter Trump glaubt bekanntlich nicht an den Klimawandel. Genauso wenig liegt ihr anscheinend Arten- und Naturschutz nahe. Denn sie macht sich das auslaufende Moratorium zunutze, das bisher die Ölbohrungen an der Atlantikküste verhindert hat, und bringt Gesetze auf den Weg, um den Einsatz von Unterwasserkanonen zu erlauben. Diese stoßen alle 10 Sekunden Druckwellen aus, die 100.000 mal lauter als ein Düsenflugzeug sind. Das kann bei vielen Meerestieren zu Taubheit oder tödlichen inneren Gehirnblutungen führen. Die zuständigen Behörden streiten jedoch ab, dass die sogenannten Air Canons die maritimen Organismen beeinträchtigen würden. Dabei haben mehrere Studien diese Tatsache belegt.

Nicht nur Umweltschützer protestieren gegen dieses Vorhaben. Alle an der Küste gelegenen Staaten wenden sich ebenfalls gegen das Projekt. Ihnen ist klar, dass die Fischerei leiden wird, da die Fische vor dem stetigen Lärm fliehen werden. Durch das Fehlen der Wale droht dann auch die Tourismusbranche, die mit Whale Watching ein Großteil der Einnahmen erhält, zusammenzubrechen.

Eine Lösung könnte sein, die Regierung die Ausmaße des Lärms durch Unterwasserkanonen spürbar zu machen, indem man vor dem Weißen Haus alle zehn Sekunden einen Knaller mit der Lautstärke eines Düsenflugzeuges zündet. Zumindest war ein demokratischer Abgeordneter mit einer Aktion dieser Sorte beim Vertreter der Nationalen Ozeanischen und Atmosphärischen Verwaltung (NOAA) erfolgreich. Die Regierung könnte dann nicht mehr sagen, die Wale würden nicht vom Unterwasserlärm beeinflusst.

Den Artikel Lärmschutz für Wale von Michaela Haas vom 01.04.2019 findet ihr bei der Süddeutschen Zeitung.

Mit den schädlichen Wirkungen dieser Unterwasserkanonen beschäftigt sich unser Blogeintrag Arktis: Wie der Lärm unter Wasser die Wale bedroht.
In dem Kurzfilm Unterwasserlärm – Ein unüberhörbares Problem wird deutlich, wie sehr Wale unter der wirtschaftlichen Ausbeutung der Ozeane leiden.

//