UN-Klimagipfel einigt sich auf Regelwerk – jetzt muss gehandelt werden: Führende Forscher bei COP24 warnen vor "Heißzeit"

© Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

„Wir folgen weiterhin einem Weg, der uns noch innerhalb dieses Jahrhundert in eine sehr gefährliche, drei bis vier Grad wärmere Welt führen wird“, sagt Johan Rockström, einer der Leiter des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung, nach dem UN-Klimagipfel in Kattowitz.

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), 17.12.2018

Das beim UN-Klimagipfel in Kattowitz vereinbarte Regelwerk ist „eine Erleichterung“, so erklären die Direktoren des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Dringend nötig wäre aber nun, den Ausstoß von Treibhausgasen stärker zu verringern – und hierbei haben die fast 200 bei COP24 versammelten Staaten versagt, sagen Johan Rockström und Ottmar Edenhofer. Bislang steuern die Regierungen den Planeten weiter in Richtung einer Heißzeit. Hierzu haben führende PIK-Forscher, darunter der Direktor Emeritus Hans Joachim Schellnhuber, unlängst eine wissenschaftliche Studie vorgelegt. Der in diesem Zusammenhang geprägte Begriff der Heißzeit wurde nun in Deutschland zum „Wort des Jahres 2018″ gewählt.
Das Ergebnis von Kattowitz ist eine Erleicherung. Die Staaten der Welt erkennen an, dass sie zusammenarbeiten müssen, um die Klimakrise anzupacken“, so Johan Rockström, der zusammen mit Ottmar Edenhofer das PIK leitet. „Das Paris-Abkommen für globale Klimapolitik erweist sich als quicklebendig, trotz einer Zunahme von Nationalismus und Populismus. Mit dem jetzt endlich beschlossenen Regelbuch kann das Paris-Abkommen wirklich umgesetzt werden. Meine größte Sorge ist, dass der UN-Klimagipfel in Kattowitz es nicht vermocht hat, die Klimapolitik so zu gestalten, dass sie die von der Wissenschaft klar aufgezeigten Klimarisken jetzt tatsächlich wirkungsvoll begrenzt – vor allem haben sie versäumt, klar zu machen, dass die globalen Emissionen aus fossilen Brennstoffen bis 2030 halbiert werden müssen, wenn man dem 1,5-Grad-Report des Weltklimarats folgen will.“ […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK):
https://www.pik-potsdam.de/pik-startseite

Weitere Informationen und Bewertungen zum UN-Klimagipfel in Kattowitz:
https://www.deutschlandfunk.de/klimakonferenz-in-kattowitz-viel-zu-wenig-und-viel-zu.676.de.html?dram:article_id=436218

https://www.germanwatch.org/de/16125

 

 

 

 

 

 

 

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