Ein Buckelwal in seiner vollen Größe taucht gerade auf, um Luft zu holen.

© Getty Images

Der Mensch ist nicht das einzige Lebenswesen, das komplexe Kommunikationsstrukturen aufweist, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln. Fast alle Meereslebewesen machen irgendeine Art von Geräusch, wobei Wale besonders viel kommunizieren und sehr ausgeprägte Gesänge anstimmen. Die Bedeutung der Gesänge und wie die Kommunikation genau funktioniert ist noch immer ein Geheimnis des Ozeans.

Tagesanzeiger, 06.02.2019, Autorin: Tina Baier

Tief in den Ozeanen ist es, anders als die meisten Menschen glauben, nicht viel stiller als an Land. Hält man ein Unterwasser-Mikrofon etwa in eine Schule von Delfinen, ertönt ein Wirrwarr von Pfiffen und Klicklauten, das an die Geräuschkulisse eines Spielplatzes erinnert. «Fast alle Meeresbewohner machen irgendeine Art von Geräusch», sagt Fabian Ritter, Meeresbiologe bei der Walschutzorganisation WDC. Insbesondere die Wale sind sehr gesprächig. Doch während sich Zahnwale wie Delfine, Pott- und Schweinswale vor allem über einzelne Laute verständigen, stimmen viele Bartenwale eine Art Gesang an, der Melodie und Rhythmus hat und in dem sich wiederkehrende Strophen unterscheiden lassen – so wie in den Liedern der Menschen.

Warum die Tiere singen und was die Gesänge bedeuten, kann noch niemand so genau erklären. Doch je länger Biologen der Unterwassermusik lauschen, umso deutlicher zeichnet sich ab: Walgesänge sind eine Form der Kommunikation, die sich ähnlich wie die menschliche Sprache kontinuierlich weiterentwickelt.

Die Lieder verschiedener Arten von Bartenwalen unterscheiden sich stark. Blau- und Finnwale haben ein vergleichsweise schlichtes Repertoire. «Die komplexesten Lieder von allen singen die Buckelwale», sagt Fabian Ritter. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Tagesanzeiger

Weitere Informationen über die Kommunikation von Meereslebewesen:

https://www.deepwave.org/laerm-meer-unterschaetzte-stoerfaktor-18407342/

https://www.deepwave.org/auszeichnung-forschung-kommunikation-robben-walen-ewigen-eis-11233091/

 

//