Wir zerstören unsere eigene Lebensgrundlage. Die Regenwälder verschwinden, 2/3 der Meere sind vermüllt und verschmutzt und die Todeszonen breiten sich weiter aus – jede achte Art ist vom Aussterben bedroht. Gescheiterte Strategien der Politik, profitorientiertes Wirtschaften und steigender Konsum führen dazu, dass zunächst die Lebensgrundlage der Menschen verschwindet, die sowieso schon unter Nahrungsmangel leiden, sehr arm sind oder sich ihre Lebensmittel nicht dazu kaufen. Jedoch wird es früher oder später auch die Industrieländer treffen.

Ein grundsätzliches Umdenken ist nötig.

Tagesschau, 06.05.2019, Autor: Axel Weiß (SWR)

Der Artenschutzbericht offenbart Zahlen des Grauens. Da alle bisherige Strategien scheiterten, ist ein Umdenken nötig. Sowohl die Agrarpolitik der EU muss zur Debatte stehen – als auch das tägliche Stück Fleisch.

Jetzt wurde es mal wieder ganz deutlich gesagt: Die Menschen ruinieren ihre Lebensgrundlagen – weltweit und mit ungeheurer Geschwindigkeit. Und nahezu alle Lebensräume sind inzwischen betroffen. Jede achte Art ist vom Aussterben bedroht, eine Million Arten etwa. Die Meere sind zu zwei Drittel verschmutzt, überfischt, die Todeszonen ohne jedes Leben breiten sich aus und haben jetzt schon die Fläche Großbritanniens erreicht.

Während die Regenwälder schrumpfen, hat sich die Stadtfläche – global gesehen – in nur 25 Jahren verdoppelt. Und so weiter und so weiter: Seitenlang enthält der heute veröffentlichte Bericht Zahlen des Grauens, der Vernichtung von Leben, der Verschlechterung von Lebensverhältnissen. 132 Staaten haben den Bericht des Weltrats für biologische Vielfalt abgezeichnet. Soll also keiner kommen und sagen: Oh, das wussten wir nicht. Und nun? Wie geht’s weiter?

Von gescheiterten Strategien

Der Bericht zeigt ja, dass alle bisherigen Versuche gescheitert sind, den Verlust an Vielfalt zu stoppen. Es gab ja schon einige. Das gilt für die nationale deutsche Strategie zur biologischen Vielfalt wie die EU-Strategie wie die weltweiten Versuche, das Artensterben zu bremsen. Es gibt ja bereits eine UN-Konvention zur biologischen Vielfalt und zwar so lange, wie es auch eine gegen den Klimawandel gibt, seit mehr als 25 Jahren also. Nur war die bisher kaum ein gesprächswertiges Thema. […]

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