Bundesregierung weiter ohne Lösungen für die Krise der Krabbenfischerei

„Die Bundesregierung ist im Hinblick auf die Bewältigung der Krise der deutschen Krabbenfischerei weiterhin weitgehend konzeptionslos. Das zeigen einmal mehr die Antworten der Bundesregierung auf meine Nachfragen in Sachen Maßnahmen zur Bewältigung der Krabbenkrise“ Dies sagte die Fischereipolitikerin der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Cornelia Behm, als Reaktion auf die gestern gegebenen Antworten der Bundesregierung.

Die Bundesregierung hatte in ihrer Antwort auf eine vorausgegangene Frage zur Bewertung der Forderung nach einem allgemeinen Auktionszwang für Krabben dargelegt, sie unterstütze die Erzeugerorganisationen der Krabbenfischer darin, im Rahmen des geltenden Rechts Verantwortung für das Marktgeschehen mit zu übernehmen und Einfluss auf die Krabbenpreisbildung zu nehmen, und sie sei über weitere mögliche Verbesserungen zur Bewältigung der Krise der deutschen Krabbenfischerei mit den deutschen Krabbenfischern und den europäischen Nachbarn im Gespräch. Behm „Auf die Frage, wie diese Unterstützung aussieht und über welche weiteren Verbesserungen zur Bewältigung der Krise sie im Gespräch ist, wusste sie nur zu sagen, dass die acht deutschen Erzeugerorganisationen zu einer gesamtdeutschen fusionieren sollten, und man plane weitere Gespräche mit den Niederlanden. Das ist sicherlich sinnvoll, aber nicht ausreichend und eindeutig zu wenig, wenn man behauptet, man leiste Unterstützung und sei über Verbesserungen im Gespräch.“

„Dabei ist sich die Bundesregierung nicht zu schade zu behaupten, der zwischenzeitliche Anstieg des Krabbenpreises auf 2,80 € pro kg sei ein Erfolg, der durch den Runden Tisch des Agrarministeriums in Bonn unter Beteiligung der Niederlande ausgelöst wurde,“ kritisierte Behm. “Diese Selbstbeweihräucherung muss bei den Fischern, die sich diesen zwischenzeitlichen Preisanstieg durch einen mehrwöchigen Fangstopp schwer erkämpft haben, wie reiner Hohn ankommen.“

Jens Dörschel

Wiss. Mitarbeiter, Büro Cornelia Behm MdB,
Sprecherin für Ländliche Entwicklung und für Waldpolitik der Bundestagsfraktion
von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Tel. 030-227 71566, Fax 76165
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