Hier eine gute Klarstellung der Eilmeldung..

Wohl doch kein Wunderbakterium

Wie gut Mikroben das Öl im Golf abbauen, ist noch immer offen
Jan Dönges
Laut Medienberichten bekämpft eine Mikrobe das Öl im Golf von Mexiko quasi im Alleingang und verbraucht nicht einmal Sauerstoff. Doch die dazu angeführten Messungen sagen kaum etwas aus.
Es ist ein Auf und Ab seit einigen Wochen: Gute Nachrichten über das Öl im Golf von Mexiko wechseln sich mit schlechten in einiger Regelmäßigkeit ab. Vergangene Woche vermeldete etwa ein Forscherteam des Woods Hole Oceanographic Institute (WHOI) den Fund eines ausgedehnten Ölschwadens in über tausend Meter Wassertiefe, der „voraussichtlich über Monate bestehen würde“.

Nun scheint das Pendel wieder in die Gegenrichtung zu schwingen: Laut Presseberichten, die sich auf eine gerade veröffentlichte Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory stützen, sollen sich Mikroben in großer Anzahl über das ausgetretene Öl hermachen und dabei kaum zusätzlichen Sauerstoff verbrauchen. Die Schadstoffe könnten binnen kürzester Zeit ohne schwerwiegende Konsequenzen für das Ökosystem verschwunden sein. Allerdings bestehen Zweifel, ob eine derart optimistische Prognose durch die Daten gedeckt ist.

Sollten sich die Bakterien rasant vermehren, würden sie direkt oder indirekt anderen Arten den Sauerstoff wegnehmen, sagt Antje Boetius: „Es ist einfach mikrobiologisch nicht möglich, ohne Sauerstoffverbrauch Erdöl verschwinden zu lassen.“

Ganzer Text:
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1043777

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