© Umweltbundesamt

Ein neues Forschungsprojekt „Hearing in Penguins“ startet am Deutschen Meeresmuseum in Stralsund:

Stralsund, April 2018

Neues Forschungsprojekt am Deutschen Meeresmuseum Stralsund – Wie gut können Pinguine hören?

Neues Forschungsprojekt untersucht Hörfähigkeit von Pinguinen. Wie gut können Pinguine hören? Mit dieser Frage beschäftigt sich das neue Forschungsprojekt „Hearing in Penguins“ am Deutschen Meeresmuseum.
Pinguine sind Grenzgänger zwischen Land und Meer. Damit sind sie Geräuschen sowohl über als auch unter Wasser ausgesetzt. Erstaunlicherweise ist bisher nur wenig über das Hörvermögen von Pinguinen bekannt.

„Das Problem Lärm hat für die Tiere in den Meeren einen ähnlich hohen Stellenwert wie das Problem Müll, ist aber bei weitem noch nicht so in der Öffentlichkeit bekannt“, sagt Dr. Harald Benke, Direktor des Deutschen Meeresmuseums.

Für die nun gestartete Studie forschen internationale Experten der Universität Süddänemark, der Universität Rostock und des Deutschen Meeresmuseums gemeinsam und trainieren Pinguine. Die Tiere werden mit Fischen belohnt, wenn sie anzeigen, ob sie ein akustisches Signal wahrnehmen. Aus den aufgezeichneten Daten lassen sich Audiogramme erstellen, die ähnlich wie ein Hörtest bei Menschen Aufschluss über das Hörvermögen von Pinguinen geben.

Die Ergebnisse des Gemeinschaftsprojekts werden anschließend unter Federführung des Museums für Naturkunde in Berlin an eine breite Öffentlichkeit kommuniziert. Dabei stehen die Auswirkungen von Unterwasserlärm in der Antarktis im Vordergrund.
Im Südpolarmeer sind Pinguine, genauso wie Wale und Robben, durch den Antarktis-Vertrag vor Störungen durch Unterwasserschall zu schützen. „Hearing in Penguins“ wird vom Umweltbundesamt mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

https://www.deutsches-meeresmuseum.de/leseversion-newsletter/

 

 

//