Große Fortschritte für den Naturschutz

Zudem legte die Konferenz 20 Ziele fest, die bis zum Jahr 2020 erreicht sein sollen. Dazu zählen folgende Maßnahmen:

* Schutzgebiete an Land sollen von heute 13 Prozent auf 15 Prozent vergrößert werden. Noch größer sind die Fortschritte für die Ozeane: Statt bisher einem Prozent sollen künftig zehn Prozent der Meeresfläche geschützt sein.
* Umweltfeindliche Subventionen sollen abgeschafft und die frei werdenden Summen dafür benutzt werden, eine schonende Bewirtschaftung der Natur zu belohnen.
* Die Überfischung der Ozeane soll gestoppt und das dramatische Aussterben von Arten verhindert werden.
* Die globale Landwirtschaft und Aquakulturen sollen bis zum Jahr 2020 nachhaltig werden, was tiefgreifende Veränderungen nötig machen würde.
* Umweltverschmutzung und Überdüngung sollen generell so stark reduziert werden, dass sie die lebensspendenden Prozesse auf der Erde nicht länger bedrohen. Wo nötig, sollen Lebensräume restauriert werden, so dass sie ihre „natürlichen Dienstleistungen“ für den Menschen weiter erbringen können.

Die wenigsten Fortschritte machte die Konferenz bei der Finanzierung zusätzlicher Naturschutzmaßnahmen. Entwicklungsländer hatten die Zusage verlangt, dass die Industrieländer bis zum Jahr 2020 zusätzlich 200 Milliarden Dollar bereitstellen. Zu einer derart konkreten Zusage waren die EU und Japan aber nicht bereit. Die USA sind kein Vertragsstaat der Uno-Biodiversitätskonvention und waren deshalb an den Verhandlungen nicht beteiligt.

Nun soll bis zum nächsten Naturschutzgipfel 2012 in Indien ermittelt werden, wie viel Geld genau für die zusätzlichen Naturschutzmaßnahmen nötig ist und aus welchen Quellen das Geld kommen kann. Die EU und Japan erklärten ihre generelle Bereitschaft, die Ausgaben für den Erhalt der Biodiversität deutlich anzuheben.

Quelle und vollständiger Artikel:
SPIEGEL ONLINE Wissenschaft

Kommentar: Als Ergebnis mehr als vorübergehend zu erwarten war, aber ohne Geld läuft nichts. Also nur ein Schritt in die richtige Richtung.

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