Den Hinweis auf den Artikel habe ich bei ProWal gefunden.

Zwischen Warnemünde und Rügen zählten die Experten des Deutschen Meeresmuseums zwölf Kadaver. «Diese Häufung ist außergewöhnlich», sagte der Walforscher Stefan Bräger am Mittwoch der dpa. Die Ursachen seien unklar und ließen sich aufgrund der starken Verwesung der Tiere nicht mehr genau ermitteln. Die Forscher vermuten biologische Ursachen. Jung- und Muttertiere seien nach der Kalbungszeit sehr anfällig.

Die Forscher schlossen zunächst auch nicht aus, dass der Bau des Windparks in der Ostsee vor dem Darß zu der Häufung beigetragen haben könnte. Das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) hält einen solchen Zusammenhang für unwahrscheinlich. «Zwischen dem Verenden der Tiere und den Rammarbeiten gibt es keine Korrelation», sagte Amtsleiter Eckhardt Wedewardt am Mittwoch auf Anfrage. Die Rammarbeiten für die 21 Windanlagen seien bereits Ende Juni abgeschlossen gewesen.

Zudem sei der Beobachtungsdruck durch die vielen Urlauber in diesen Monaten besonders hoch. Im Vergleich zu den Vorjahren (Spitzenwert 2007 mit 57 Funden) zählten die Stralsunder Forscher bis Mitte August mit zehn Kadavern jedoch relativ wenig tote Tiere. Die Serie des Schreckens begann dann am 24. August: An diesem Tag wurde der erste verendete Schweinswal an der Darß-Küste gefunden. «Danach folgte bis heute fast jeden Tag eine weitere Meldung», sagte Bräger.

Auch wenn angesichts der zeitlichen Differenz zwischen dem Abschluss der Rammarbeiten und den Totfunden inzwischen auch die Forscher des Meeresmuseums einen Zusammenhang für weitestgehend unwahrscheinlich halten, sind sie alarmiert, weil beim Rammen für den Darßer Windpark auf die Blasenschleier verzichtet wurde. Ramm-Schallwellen könnten die Meeressäuger in einem Umkreis von 30 Kilometer schädigen, sagte Bräger.

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