taz – Todeszonen in der Ostsee

Unterwasserwüsten auch an der Küste

Nicht nur in der Tiefe der Ostsee ist Sauerstoff knapp. Jetzt kippen auch die Küstengebiete um. In den durch Überdüngung verursachten Todeszonen ist Leben kaum möglich. Spätestens, wenn tote Fische an die Küste schwappen, ist der Spaß im Badeparadies Ostsee vorbei

Meeresgebiete gänzlich ohne Sauerstoff oder solche mit saisonal erheblichem Sauerstoffmangel – das waren in der Ostsee bislang die Regionen ab etwa 80 Meter Meerestiefe. Laut einer jetzt veröffentlichten Studie [1] der Fakultät für Ökosystemwissenschaften der schwedischen Universität Lund nähern sich diese „Todeszonen“ aber nun immer mehr den Küsten.

Sauerstofffreie Gebiete oder solche mit chronischem Sauerstoffmangel gibt es danach nun auch vermehrt in einer Tiefe von 10 bis 30 Metern. Daten, die von Meeresforschungsinstituten in allen neun Ostseeanrainerstaaten gesammelt wurden, zeigen mittlerweile 115 solcher Gebiete. Der Schärengarten vor Stockholm und das südwestfinnische Schärengebiet gehören dazu.

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[1] http://pubs.acs.org/doi/full/10.1021/es201212r

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