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Die Studie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung mit dem Titel „Meeresschutzgebiete nicht sicher“ zeigt wie wirkungslos der Schutz für die Nord- und Ostsee ist. In den ausgewiesenen Schongebieten für Fische, sind die Meeresbewohner gefährdeter als in Gebieten, in denen regulär der Ozean ausgebeutet werden darf. Die Studie besagt auch, dass die Intensität der Schleppnetzfischerei um 40% höher ist als in den Schutzgebieten. Die Politikerin der Grünen, Steffi Lemke, äußert ihre Kritik an der Meeresschutz-Strategie der Bundesregierung im Bericht der Tagesschau von Bettina Nutz.

Tagesschau, 14.02.2019, Autorin: Bettina Nutz

Die Grünen-Politikerin Steffi Lemke traute ihren Augen kaum, als sie vor Wochen die Studie von Wissenschaftlern aus Kiel in den Händen hatte. Überschrift: „Meeresschutzgebiete nicht sicher“.

„Das sind ganz gravierende Ergebnisse, die Ende des vergangenen Jahres von GEOMAR erhoben worden sind, das heißt von einer absolut renommierten deutschen Forschungseinrichtung. Diese besagen, dass in diesen Schutzgebieten sogar eine um 40 Prozent höhere Intensität an Schleppnetzfischerei stattfindet als außerhalb der Schutzgebiete“, kritisiert die Fachfrau der Grünen für Naturschutz.

In Schutzzonen gefährdeter als außerhalb

Eine absurde Situation, in der Fische in ausgewiesenen Schongebieten offenbar gefährdeter sind als dort, wo regulär gefangen werden darf. Und ausgerechnet durch Fischfang mit Schleppnetzen, die als besonders umwelt- und artenschädigend gelten. Darum warnt Lemke:

„Die Schleppnetzfischerei bedeutet im Prinzip, dass über den Meeresboden hinweggepflügt wird. Das heißt, dass dort wirklich auf- und herumgewirbelt wird, sodass man sich vorstellen kann, dass das für laichende Fischbestände aber auch für andere Meereslebewesen eine massive Störung bedeutet.“

Genug Gründe also für die Grünen, die Bundesregierung nach der Absurdität von Schutzzonen zu fragen. Und nach ihrer Strategie für eigentlich mehr Meeresschutz, Erhalt und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt im Meer, wie es offiziell hieß, als der Bund im September 2017 und nach jahrelangem Hick-Hack Schongebiete für Nord- und Ostsee auswies. Hier sollten Riffe und Sandbänke geschützt werden, ebenso wie Schweinswale, Haie, Rochen oder auch Wanderfische wie Aal und Lachs. […]

Den gesamten Artikel findet ihr hier.

Tagesschau: https://www.tagesschau.de/

Die Studie „Meeresschutzgebiete nicht sicher“ vom GEOMAR findet ihr hier.

GEOMAR: https://www.geomar.de/

 

 

 

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