Über die Konkurrenz der USA, Russland, Kanada und Dänemark um Bodenschätze im Raum um den Nordpol wurde schon einige Male hier im Blog unter dem Tag „Arktis“ berichte, z.B. in „Reichtum in eisiger Kälte“ und „Wem gehört die Arktis?„. Möglich wird das Ganze durch das Schmelzen großer Eisflächen und damit Zugang zu bisher unzugänglichen Meeresbodenbereichen. Kernfrage ist allerdings, wer wo welche Ansprüche geltend machen kann.
Jetzt geht die Konkurrenz, offener Streit ist es (noch) nicht, in die nächste Runde.

Ein Forschungsschiff soll Moskaus Anspruch auf die Arktis belegen. Anfang August wird ein amerikanisch-kanadisches Schiff mit dem selben Ziel aufbrechen. Es geht um Rechte auf noch unentdeckte Bodenschätze.

50 Forscher wollen an Bord des russischen Forschungsschiffs „Akademik Fjodorow“ drei Monate lang Beweise dafür sammeln, dass Russlands Anspruch auf die Arktis zu Recht besteht.

Das Schiff hat den Hafen von Archangelsk verlassen, nun wollen 50 Forscher drei Monate lang Beweise dafür sammeln, dass Russlands Anspruch auf die Arktis zu Recht besteht.

Die Fjodorow wurde für fünf Millionen Euro umgerüstet und mit neuestem Inventar bepackt, das dreidimensionale Tiefseeaufnahmen erlaubt. Wie wichtig die russische Mission ist, zeigt zweierlei. Zum einen sind Vertreter des Moskauer Verteidigungsministeriums an Bord. Zum anderen bricht Anfang August ein amerikanisch-kanadisches Schiff ebenfalls nach Norden auf. Es ist eine Wettfahrt in die Kälte, wo unentdeckte Bodenschätze schlummern sollen: Kobalt, Nickel, Silber, Gold, wohl auch Öl und Gas.

Quelle und vollständiger Artikel: „Streit um die Arktis- Wettfahrt in die Kälte“ in sueddeutsche.de am 30.07.10

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