Wird im Jahr 2030 kein Mensch mehr arm sein? Wird niemand mehr hungern müssen? Können alle Kinder wenigstens eine Grundschule besuchen? Konnten wir den Klimawandel abmildern, Städte nachhaltig umgestalten und die Ozeane schützen?  Die 2030-Agenda der Vereinten Nationen und ihre 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung versprechen die Transformation unserer Welt. Sie gelten für jedes Land, für die Länder des globalen Südens und des globalen Nordens, und damit auch für Deutschland. Angesprochen ist die ganze Bandbreite der Politik: Wirtschaft, Soziales, Umwelt, Finanzen, Agrar- und Verbraucherpolitik, Verkehr, Städtebau, Bildung und Gesundheit.

Wie das gehen kann, dafür zeigt der Schattenbericht „Noch lange
nicht nachhaltig“ vom Forums Umwelt und Entwicklung und anderen einige Ansatzpunkte.  40 Expertinnen und Experten ziehen kritisch Bilanz über Deutschlands Beiträge zur Erreichung der SDGs sowohl zu Hause als auch global. Sie erkennen Schwächen und Anknüpfungspunkte für Reformen und fordern wirksame Schritte von Entscheidungsträgerinnen und -trägern in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Das gilt auch für den SDG 14 . Er lautet:

„Ozeane, Meere und Meeresressourcen im Sinne nachhaltiger Entwicklung erhalten und nachhaltig nutzen“

Kai Kaischinski, Projektleiter bei Fair Oceans und Koordinator der AG Meere im Forum Umwelt und Entwicklung geht auf Kritikpunkte in der deutschen Nachhaltigkeitsstratgie ein.

Sein Fazit:

„Das Potential einer ökonomischen Entwicklung, die sich auf die Ozeane und Meere konzentriert, lässt sich, wie bisher im Indikator für Zielvorgabe 14.7 vorgesehen, nicht allein an der Fischerei festmachen. …

Die bisherige Beschränkung in deren Entwurf auf lediglich zwei Indikatoren führen tatsächlich aber ein wesentliches Element der 2030-Agenda ad absurdum: Mit den in der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie verankerten Indikatoren lassen sich die Bemühungen der deutschen Meerespolitik nur punktuell mit der Praxis anderer Staaten auf Grundlage der SDGs vergleichen. “

Der ganze Text ist hier zu lesen:

Besser spät als nie – Transparenz, Partizipation und Kohärenz als Schlüsselaspekte einer internationalen Meerespolitik

Quellen: Deutscher Bericht der Bundesregierung zum High-Level Political Forum on Sustainable Development 2016

Dokumente bei den Vereinten Nationen:

Executive Summary of the Report of the German Government to the High-Level Political Forum in July 2016

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