Liebe Wal- und Delfinschutzfreunde,

nachfolgend übersenden wir Euch eine Pressemitteilung vom heutigen Tage bezüglich unserer anstehenden Aktion ab dem nächsten Wochenende für den Schutz der Delfine in der Türkei. Wir werden mit dieser Kampagne versuchen, sämtliche Delfinarien in dem Besuchsland Türkei zu schließen. Türkische Tierschutz-Organisationen wollen die Aktion unterstützen. Türkischen Medien haben inzwischen weit über 100 Berichte zu der Aktion veröffentlicht (http://www.walschutzaktionen.de/1194401/1215901.html). Wir stehen bezüglich evtl. Auswilderungen mit Richard O’Barry (Kuratorium WDSF) in Verbindung, der ein Projekt begleitet, dass speziell für die Auswilderung von Delfinen geschaffen wurde (s.a. http://www.thejakartaglobe.com/nvironment/70-dolphins-to-swim-free-thanks-to-famous-rescuer/431226) .

Nachdem das Delfinarium im Allwetterzoo Münster nach unserer jahrelangen Offensivarbeit angekündigt hat, im Jahr 2012 zu schließen, „bearbeiten“ wir jetzt die beiden verbliebenen Delfinarien in Duisburg und Nürnberg. An jedem Wochenende (Samstags und Sonntags) stehen WDSF/ProWal-Helfer vor dem Duisburger Zoo und verteilen Flyer gegen das Delfinarium. Bisher wurden mehrere Tausend der Info-Flyer dort verteilt. Wir hoffen ebenfalls Ende April in Nürnberg mit der Verteil-Aktion beginnen zu können (dort fehlen uns noch Helfer). Alles weiteren Erfolge und Aktionen sehr Ihr auf unserer Homepage. Herzlichen Dank an alle, die uns immer wieder unterstützen, damit wir solche Aktionen überhaupt durchführen können. Gemeinsam sind wir stark!!!

Pressemitteilung vom 29. März 2011

Reiseveranstalter boykottieren Türkei-Delfinarien – Deutsche Demonstranten in der Türkei

Delfinarium Istanbul

Nach intensiver Intervention des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) bestätigten die deutschen Reiseveranstalter TUI, Thomas Cook mit Öger Tours, Neckermann- und Bucher-Reisen, Rewe Touristik mit Jahn und ITS, Schauinsland-Reisen, FTI Touristik und alltours dem WDSF, dass sie zum Beginn der Reisesaison 2011 bis auf weiteres keine Delfinarientouren in der Türkei anbieten werden.

Das WDSF hatte mehrfach in der Türkei dokumentiert, dass Meeressäuger in Delfinarien unter katastrophalen Bedingungen gehalten werden und hygienische Standards keine Berücksichtigung finden. In Alanya starben im letzten Jahr innerhalb weniger Tage vier Große Tümmler in Gefangenschaft. Das WDSF konnte nachweisen, dass 12 Delfine aus der blutigen Delfintreibjagd in Taiji/Japan stammten.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller (57): „Die Delfine verbrennen regelrecht bei über 40 Grad in der prallen Sonne der kleinen Betonbecken. Hinter den Kulissen spielen sich dramatische Todesszenen ab. Verstorbene Delfine werden sofort durch Importe aus Russland, dem Mittelmeer und Japan ausgetauscht, sodass Besucher die Verluste gar nicht bemerken. Überwiegend liegen gar keine Handelsbescheinigungen nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen vor. Es war bisher ein Millionengeschäft.“

Die Tierschutzorganisation ProWal filmte im Februar im Delfinarium Istanbul, wie ein blutendes Walross an der Show teilnehmen musste und ein kleines Kind das Tier beim Fotoshooting mit Tritten auch noch malträtierte, ohne dass die Trainer eingriffen.

WDSF und ProWal fliegen mit freiwilligen Helfern aus Deutschland am kommenden Wochenende in die Türkei und wollen eine Woche lang vor allen zehn Delfinarien gegen die Gefangenhaltung der Meeressäuger demonstrieren. Die Ankündigung der Tierschützer wird seit zwei Monaten in den türkischen Medien intensiv diskutiert. Ein türkischer Minister forderte ein sofortiges Importverbot für Delfine.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat die Deutsche Botschaft in Ankara und alle konsularischen Stellen in der Türkei angewiesen, die deutschen Demonstranten im Bedarfsfall zu unterstützen.

Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Ortmüller
WDSF-Geschäftsführer
Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)*
Meeressäuger-Umweltschutzorganisation
gUG (haftungsbeschränkt) – gemeinnützig
Möllerstr. 19, 58119 Hagen
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