Pünktlich zum 30sten Geburtstag eine große Aktion:

Ölstreit vor Grönland
Greenpeace-Aktivisten entern Bohrinsel

Der Streit um Ölbohrungen in der Arktis eskaliert: Umweltschützer haben von einem Greenpeace-Schiff aus eine Förderplattform vor der Küste von Grönland gestürmt. Die Bohr-Arbeiten wurden offenbar gestoppt.

Kopenhagen/Hamburg/Berlin – Greenpeace-Mitarbeiter haben eine Ölbohrung in der Arktis gestoppt. Vier Aktivisten der Umweltorganisation seien auf eine Ölplattform geklettert, um gegen die Probebohrungen zu protestieren. Die schottische Firma Cairn Energy habe daraufhin ihre Arbeiten angehalten, teilten die Umweltaktivisten mit. Die dänische Polizei bestätigte den Vorfall und drohte mit Konsequenzen: „Gesetze wurden gebrochen, die Verantwortlichen werden bestraft“, sagte Morten Nielsen, Vizechef der grönländischen Polizei.

Wie Greenpeace weiter mitteilte, befestigten die mit Verpflegung für vier Tage ausgestatteten Umweltschützer ihre Zelte mit Seilen in 15 Meter Höhe an der Plattform, um die Bohrarbeiten zu behindern. „Wir müssen uns aus unserer Abhängigkeit vom Öl lösen“, erklärte einer der Besetzer. Sicherheitskräfte auf der dänischen Militärfregatte „Vaedderen“ beobachten das Geschehen. „Wir warten die Entwicklung ab“, sagte ein Sprecher der dänischen Marine. „Wir sind bereit, falls ein Aktivist ins Wasser fällt.“

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www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,714824,00.html

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