Ein Schwachpunkt der japanischen Waljagd ist neben der Abhängigkeit von einem Versorgungsschiff bekanntlich, dass sie in Japan mit Millionen subventioniert werden muss. Genau da setzen ja auch die Aktionen der Sea Shepherd Conservation Society an, neben dem direkten Schutz von Walen im Südpolarmeer. In einem guten Artikel in der Port Lincoln Times vom 22. Januar 2011 habe ich jetzt einen Hinweis gefunden, dass die japanischen Waljäger noch ein weiteres Problem haben. Im August wird das 23 Jahre alte schwerölbetriebene Waljagdfabrikschiff Nisshin Maru aufgrund von Besrimmungen der International Maritime Organisation nicht mehr in die Antarktis dürfen. Japan ist als eine der führenden maritimen Nationen der Welt dafür bekannt, die Bestimmungen der IMO akurat einzuhalten. Damit muss die ohnehin aus japanischer Sicht zu kleine Nisshin Maru entweder für Millioen umgerüstet werden oder es muss ein Ersatzschiff gebaut werden. Kostet auch viel Geld. Somit besteht aus Sicht einiger die Hoffnung, dass die japanische Waljagd aus finanziellen Gründen ganz still stirbt. Wenn die Sea Shepherds die japanische Politik nicht so sehr nerven, dass es zu Trotzhandlungen kommt. Der Neubau eines Waljagdmutterschiffess war übrigens schon vor einigen Jahren in der Diskussion und Objekt einer Protestaktion von Greenpeace (siehe den Blogbeitrag „(K)eine neue Nisshin Maru !„).

On top of this short-term financial squeeze looms a greater strategic problem. The heavy fuel oil used by Nisshin Maru will be outlawed in the Antarctic by the International Maritime Organisation from August. The institute has given no indication of its intentions but Japan is one of the world’s leading maritime nations and is regarded as highly compliant.

The 23-year-old Nisshin Maru may need a multimillion-dollar refit, or a government decision could be forced on whether to replace it. This is a nightmare scenario for whaling’s opponents, who see a new ship as entrenching the industry for decades.

Without it, some believe whaling may quietly die, particularly if the fires of its supporters are not stoked by Sea Shepherd’s direct action.

The Institute of Cetacean Research describes Sea Shepherd as “terroristic“. But in technique its leader, Paul Watson, has more in common with Julius Caesar than al-Qaeda. Leading from the front, he besieges whaling. He believes the best way to end the hunt is to strangle its resources, and the rope appears to be tightening.

Quelle: „The big catch that might just get away„, Port Lincoln Times 22. Januar 2011

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